Josef Silberkant hat geschrieben: 26 Okt 2023, 00:07
Übrigens sind im Zusammenhang mit der Menschenrechtssituation in Russland auch die aktuellen Ereignisse in Tschetschenien hochinteressant.
https://www.tagesspiegel.de/internation ... 31078.html
Tschetschenien war ja von seiner Regierungsform her schon immer ein Sonderfall innerhalb Russlands, denn während in Zentralrussland der Rechtsstaat unter Putin demontiert wurde, gab es im Kaukasus noch nie so etwas wie eine Demokratie in der Geschichte. Es handelt sich dabei um Regionen, die bis heute feudal regiert werden, und das zeigt auch der Fall Adam Kadyrow ganz deutlich find ich.
Du akzeptierst wenigstens, dass Tschetschenien zur RF gehört. Wenn ich mal in einem Suchfeld Tagesspiegel und Tschetschenien eingebe erhalte ich solche Sachen wie: „Putins Bluthund“: Tschetscheniens Machthaber Kadyrow, Tschetschenen-Führer Kadyrow u.s.w. Möchtest Du auf so einer Basis eine ernsthafte Diskussion führen?
Warst Du schon mal in Tschetschenien oder überhaupt im Nordkaukasus? Hast Du Dich mal mit einem Tschetschenen unterhalten? Und wenn ich jetzt noch folgende Schlagwörter lese wie „Rechtsstaat“, „Demokratie“ und „feudal regiert“. Ach, da zitiere ich mal einen globalen Moderator:
Wladimir30 hat geschrieben: 25 Okt 2023, 09:43
...ich persönlich halte es für nicht zielführend, die Regeln und das System eines Landes mit dem eines anderen Landes zu vergleichen, um danach eines der beiden Systeme auf Basis dieses Vergleiches als schlechter darzustellen. Man sollte Äpfel mit Äpfeln vergleichen.
Gelesen habe ich neulich ein Interview mit Gerhard Schröder, einem ehemaligen deutschen Bundeskanzler. Für ihn bleibt ein „Kampf um ökonomische Kompetenzen“ wichtig. Und seine Wähler hätten einst folgende Erfahrung gemacht: "Wenn es der Wirtschaft gut geht, fällt auch für uns am meisten ab." Mit solchen Gedanken reise ich jetzt nach Russland. Von mir aus auch nach Tschetschenien...