Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Debatte zu den Konflikten in der Ukraine. Wir bitten insbesondere hier um eine zivilisierte Kommunikation. Aus schlechter Erfahrung beschränken wir jedoch auch bei diesem Thema die Zugriffe auf jene Benutzer, die explizit an der Diskussion teilnehmen möchten, wie bereits im "Politischen Forum".
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Norbert
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von Norbert »

willi hat geschrieben: 03 Mai 2024, 01:18 Nur mal am Rande bemerkt....
Heute war der 10. Jahrestag des "Vorfalls" im Gewerksschaftshaus von Odessa mit 48 Toten.
Erinnert sich noch der ein oder andere daran?
Ich erinnere mich sehr gut daran, weil ich mich immer wieder frage: Hat dies unter Umständen final mehr Blutvergießen in der Region Odessa - beispielsweise im Vergleich zum Donbass - verhindert? Natürlich fand ich das damals ganz übel, dass es nicht sauber aufgearbeitet wurde. Der ehemalige Russland-Korrespondent der Sächsischen Zeitung hatte darüber einen Film gemacht, wurde dafür aber massiv kritisiert.

Und so kann nun jeder selbst seine Wahrheit stricken ... war dies eine Verteidigung gegen eine Aktion, wie sie Girkin in Donetsk erfolgreich ins Land geholt hat? (Er sagt ja auch ganz offen, dass lokal niemand mitmachen wollte und ist stolz, dass er es provoziert hat.) Oder war dies ein menschenverachtendes Massaker an Demonstranten?

Vermutlich war es beides.
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von willi »

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Mein Highlight des Tages!

Allerdings erschließt sich mir nicht wirklich der Zusammenhang von "Wenn die Russen durchbrechen" und "Warum die 77jährige Cher nur noch junge Männer datet".
In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders
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Bluewolf
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von Bluewolf »

willi hat geschrieben: 03 Mai 2024, 14:49
Allerdings erschließt sich mir nicht wirklich der Zusammenhang von "Wenn die Russen durchbrechen" und "Warum die 77jährige Cher nur noch junge Männer datet".
Ehrlich gesagt erschließt sich mir der Zusammenhang zwischen dem Threadthema "Waffenlieferungen" und sämtlichen gelisteten Yellow Press Artikeln nicht so ganz ;)
Das ist schon mehr als üblicherweise nur thematisch falsch abgebogen :lol:
willi
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von willi »

Is gut, nächstes mal dann in der Kaffeebar
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Jenenser
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von Jenenser »

Norbert hat geschrieben: 30 Apr 2024, 10:45... dass verschiedene Nachbarn Russlands ebenso Sicherheitsinteressen haben, die den Erfahrungen geschuldet sind, welche diese Länder mit Russland bis dato machen durfte!
Norbert hat geschrieben: 30 Apr 2024, 10:45das ändert nichts an den Tatsachen, dass sich Osteuropa von Russland bedroht fühlt!
Wenn ich mich mit Osteuropäern meines Alters unterhalte, landen wir schnell bei Filmen unserer Kindheit: Болек и Лёлек, Крот (мультсериал), Ну, погоди!, индейские фильмы «ДЕФА»… Alle springen sofort drauf an. Einige denken weiter und an die schöne Barbara Brylska... Freundschaft und Zusammenarbeit, so sagten es unsere Staatschefs – und das ist noch keine 40 Jahre her. Ich weiß gar nicht genau, wann das kippte und was genau der Anlass war.
Norbert hat geschrieben: 30 Apr 2024, 10:45 Transnistrien und Abchasien waren russisch besetzt bevor (!) weite Teile Osteuropas der NATO beigetreten sind...
In Sotschi unterhielt ich mich 2016 mit einem Abchasen - so um die 30. Auf meine Frage, ob er georgisch sprechen kann, bekam ich als Antwort, dass er noch nicht einmal die georgische Schrift lesen kann. Ein uns bekannter Russe aus Sotschi betrachtet Georgien und Abchasien als zwei unterschiedliche Staaten, in die er frei reisen kann. Erholung in Suchum(i) und auch Batumi. Keinen stört das. Der hats gut. Von unserem Auswärtigen Amt bekomme ich so was um die Ohren gehauen: "Eine Einreise in die von Georgien abtrünnigen Gebiete Abchasien ...von Russland aus sowie eine Ausreise aus Georgien über die von Georgien abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien nach Russland wird von georgischen Behörden weiterhin als illegaler Grenzübertritt geahndet…"

Was meinst Du, wie die „Abchasienfrage“ gelöst werden kann? Milliardenschweres Waffenpaket, Schlachtfeld?
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Norbert
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von Norbert »

Jenenser hat geschrieben: 06 Mai 2024, 16:17 Wenn ich mich mit Osteuropäern meines Alters unterhalte, landen wir schnell bei Filmen unserer Kindheit: Болек и Лёлек, Крот (мультсериал), Ну, погоди!, индейские фильмы «ДЕФА»… Alle springen sofort drauf an. Einige denken weiter und an die schöne Barbara Brylska... Freundschaft und Zusammenarbeit, so sagten es unsere Staatschefs – und das ist noch keine 40 Jahre her. Ich weiß gar nicht genau, wann das kippte und was genau der Anlass war.
Erfahrung 2004 (!) in Prag, Hauptbahnhof:
"Do you speak English?"
"No
"По-русски?"
Dreht sich beleidigt um und geht. Nach ein paar Sekunden kommt er zurück und versucht es auf Englisch. Dem hätte ich auch nicht mit Ну-погоди-Erzählungen kommen können.

Wann das kippte? Ganz einfach: 1968.

Das Ganze wandelte sich dann Ende der 2010er etwas, weil die russischen Touristen einfach zu lukrativ waren. Und nun sind diese Vorbehalte wieder gewachsen.

Schau Dir mal den wunderschönen Film "Kolya" an, dort wird dies nebenher etwas thematisiert und Du siehst sehr gut, wie tief diese Abneigung gegen die russische Vorherrschaft in Tschechien saß.

Und ja, Abchasien ist natürlich ein ganz spezielles Thema. Aber nur zu sagen: "Die böse böse NATO-Osterweiterung, na klar musste Russland Angst haben" - das ist auch zu einfach. Amerika musste keine Panzer schicken, damit Polen sich mit ihnen verbündet hat. Sondern die Polen wollten dies freiwillig. Ich kann mich an keine großen Proteste dagegen erinnern. Warum wohl? Im Gegensatz zu großen Teilen der Ukraine, welche sich mit Russland nicht einmal mit Waffengewalt zusammentun wollen.
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Kolot
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Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von Kolot »

willi hat geschrieben: Nur mal am Rande bemerkt.... Heute war der 10. Jahrestag des "Vorfalls" im Gewerksschaftshaus von Odessa mit 48 Toten. Erinnert sich noch der ein oder andere daran?
Ja, ich erinnere mich; das ist auch hier sehr genau beschrieben: https://www.ebay.de/itm/313885550622?ch ... gKGOvD_BwE
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Axel Henrich
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von Axel Henrich »

Jenenser hat geschrieben: 06 Mai 2024, 16:17Wenn ich mich mit Osteuropäern meines Alters unterhalte, landen wir schnell bei Filmen unserer Kindheit [...] Einige denken weiter und an die schöne Barbara Brylska... Ich weiß gar nicht genau, wann das kippte und was genau der Anlass war.
;) Filme und Realität...
Auch wenn Ирония судбы einer meiner Lieblingsfilme ist, höre/schau dir mal die letzten Interviews mit "Barbara" an ... Schönheit (damals) ist nicht nur Optik ... ;)

Wann das genau kippte, ist wohl im Zusammenhang mit Russland egal! Norbert haut mal locker 1968 in die Runde, ohne Warschauer Pakt und Polen, Ungarn und Bulgaren zu erwähnen, dass inzwischen "hochoffiziell" bestätigt in Georgien, Russland reagiert(!) hat, geschenkt ... ;)

Die Frage ist nicht wann, sondern wodurch ... Kohl und Gorbi sind immer besser, bis gut zurecht gekommen, der Höhepunkt zwischen unseren Ländern war unter Schröder und Putin. Was hatte sich denn ab dann politisch und von böser russischer Seite geändert? Nix, ausser dem langsam wieder erwachendem Selbstbewusstsein Russlands, Stopp des billigen Ausschlachtens der Ressourcen Russlands durch Putin und, und das ist das entscheidende..., der Wechsel im Westen zu Russlandfeindlichen Politikern im Westen ...

Versuche doch mal heuer die Judenvernichtung zu erklären, oder überhaupt diese unmenschlichen Auswüchse damals?! Deutschland spricht heuer von Faschisten und Nazideutschland und zwar so abstrakt, als ob das keine Deutschen waren ...

Atomwaffeneinsatz der Amis in Japan, wieviel Tote ... Thema heute, vor allem einschließlich in diesem Zusammenhang, Erwähnung der Amis ... Selbst durch die Japaner?!

Aber die Angst vor den Russen ist natürlich hochaktuell. Stell dir mal vor, O-Ton Polen und Deutschland, russische Raketen ständen plöstlich an den Westgrenzen ... Dass Russland genau anders rum, das als sein Sicherheitsrisiko ansieht ist natürlich völlig aus der Luft gegriffen ... :roll:

Dass Putin '56 und '68 als Fehler bezeichnete, Schweigen, dass das SU war, egal ... ;)
Was meinst Du, wie die „Abchasienfrage“ gelöst werden kann? Milliardenschweres Waffenpaket, Schlachtfeld?
Schau einfach nach Armenien/Aserbaidschan und China... etc. Offensichtlich sind hier die Sicherheitsinteressen der Amis in Gefahr und Deutschland plappert unreflektiert den selben Quatsch nach ...

-ah-
Josef Silberkant
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von Josef Silberkant »

Axel Henrich hat geschrieben: 06 Mai 2024, 20:53 [Stopp des billigen Ausschlachtens der Ressourcen Russlands durch Putin

-ah-
Boah.
Also wer das glaubt, wird selig.
Putin hat doch nur den Teil der korrupten Oligarchen beseitigt, den er als Bedrohung für seinen Machterhalt angesehen hat, siehe Chodorkowski usw. Dass die Oligarchen, auf die sich Putin stützt, genauso korrupt/kriminell waren/sind, will in der AfD-Bubble keiner wissen.
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Jenenser
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von Jenenser »

Axel Henrich hat geschrieben: 06 Mai 2024, 20:53 höre/schau dir mal die letzten Interviews mit "Barbara" an ... Schönheit (damals) ist nicht nur Optik ... ;)
Ein Pole in Krakau hat mich mal fragend angeschaut: „Das ist aber nicht Dein Jahrgang!“ :lol:
Axel Henrich hat geschrieben: 06 Mai 2024, 20:53 Wann das genau kippte... Norbert haut mal locker 1968 in die Runde
Ich schmeiße mal 1999 und 2004 rein. NATO- und EU-Beitritt. Wirtschaftlich ging es nach dem Ende des Ostblocks dank erfolgter Unterstützung endlich und sichtbar bergauf. Das politisch-militärische gab es als Zugabe.
In DE nahm man zum Beispiel die Polen in den Medien dann auf einmal positiv wahr.
Norbert hat geschrieben: 06 Mai 2024, 17:37 Erfahrung 2004 (!) in Prag, Hauptbahnhof:
"Do you speak English?"
"No
"По-русски?"
Dreht sich beleidigt um und geht. Nach ein paar Sekunden kommt er zurück und versucht es auf Englisch. Dem hätte ich auch nicht mit Ну-погоди-Erzählungen kommen können.

Wann das kippte? Ganz einfach: 1968.

Das Ganze wandelte sich dann Ende der 2010er etwas, weil die russischen Touristen einfach zu lukrativ waren. Und nun sind diese Vorbehalte wieder gewachsen.
Man muss ja die russischen Urlauber nicht gleich lieben. Das Geschäft wurde durch höhere Ziele versaut. Nun ist großes Jammern im Bäderdreieck.
Axel Henrich hat geschrieben: 06 Mai 2024, 20:53Kohl und Gorbi sind immer besser, bis gut zurecht gekommen, der Höhepunkt zwischen unseren Ländern war unter Schröder und Putin. Was hatte sich denn ab dann politisch und von böser russischer Seite geändert? Nix, ausser dem langsam wieder erwachendem Selbstbewusstsein Russlands, Stopp des billigen Ausschlachtens der Ressourcen Russlands durch Putin und, und das ist das entscheidende..., der Wechsel im Westen zu Russlandfeindlichen Politikern im Westen ...
Josef Silberkant hat geschrieben: 06 Mai 2024, 22:50
Axel Henrich hat geschrieben: 06 Mai 2024, 20:53 [Stopp des billigen Ausschlachtens der Ressourcen Russlands durch Putin

-ah-
Boah.
Also wer das glaubt, wird selig.
Putin hat doch nur den Teil der korrupten Oligarchen beseitigt, den er als Bedrohung für seinen Machterhalt angesehen hat, siehe Chodorkowski usw. Dass die Oligarchen, auf die sich Putin stützt, genauso korrupt/kriminell waren/sind, will in der AfD-Bubble keiner wissen.
Josef, der Zusammenhang zur „nicht freundlichen Politik“ Deutschlands gegenüber Russland fehlt.
Da wären wir auch wieder beim Waffenpaket.
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