EU-Auto in Russland verschrotten

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MimaBlack
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EU-Auto in Russland verschrotten

Beitrag von MimaBlack »

Hallo.

Ich bin gerade mit einem in der EU zugelassenen Auto nach Georgien gezogen.
Mein Plan war, das Auto hier in Georgien einfach zu verschrotten. Leider geht das nicht, weil man für dieses Auto (unter 1k€ Wert) 3400€ Importgebühren haben will, bevor ich es verschrotten darf (kein Witz).

Entsprechend kommt das nicht in Frage. In Armenien sieht's scheinbar ähnlich aus.

Wir haben Schrottplätze in Russland erreicht, die gesagt haben, dass man mit dem Wagen nach Russland fahren darf, ihn dort verschrotten kann, ein Dokument, das die Verschrottung belegt, ausgehändigt bekommt und dieses bei der Ausreise an der Grenze vorzeigen kann (oder muss) und das ganze kein Problem sei (keine Gebühren oder komische Sondergenehmigungen).

Leider habe ich keine vernünftige staatliche Stelle gefunden, die mir das bestätigen kann. Ich will noch weitere Zoll-Telefonnummern probieren und hoffe auf definitive Aussagen.

Hat jemand schon einmal eine ähnliche Situation gehabt und kann dazu etwas sagen? Ich hab gelesen, dass bei Verschrotten 50.000 Rubel Gebühr (bei der Ausreise?) fällig werden, aber ob das tatsächlich so ist und dann auf meinen Fall zutrifft, kann ich nicht sagen.

Thx :)
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Zejtnot
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Re: EU-Auto in Russland verschrotten

Beitrag von Zejtnot »

Ein in Russland eingeführtes Auto muss man entweder verzollen (netterweise Entsorgungspauschale bezeichnet) oder wieder ausführen. Diese Pauschale richtet sich nach Hubraum, Abgasnorm und Alter, soweit ich weiß. Es gibt Rechner dafür, aber es ist in der selben Größenordnung, wie Du es für Georgien nennst.

Die Idee dahinter ist, dass nicht alle Schrottmühlen aus Europa und Japan in Russland enden, und stattdessen mehr neue vor Ort gebaute Autos im Land herumfahren.

Es soll Leute geben, die haben es irgendwie hinbekommen, bei der Ausreise anzugeben, das Auto erst bei der nächsten Ausreise dann mitzunehmen, mit der Erwartung nie wieder im Leben nach Russland zurückzukehren. Andere Leute wiederum mussten selbst einen Schrottwagen auf dem Abschleppauto in die EU zurückbringen, um diese Pauschale nicht zu zahlen.

Diese Aussage der Schrottplätze halte ich jedenfalls für falsch. HJ52, Deine Einschätzung?
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Kolot
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EU-Auto in Russland verschrotten

Beitrag von Kolot »

Das Thema interessiert mich auch, hätte u. U. auch ein Fahrzeug für die Schrottpresse. Und 50.000 Rubel sind ja auch nicht zu viel.
Vielleicht sollte man sich das Fahrzeug stehlen lassen und das dann als gestohlen melden?
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bella_b33
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Re: EU-Auto in Russland verschrotten

Beitrag von bella_b33 »

Kolot hat geschrieben: 30 Mai 2024, 20:27 Das Thema interessiert mich auch, hätte u. U. auch ein Fahrzeug für die Schrottpresse. Und 50.000 Rubel sind ja auch nicht zu viel.
Vielleicht sollte man sich das Fahrzeug stehlen lassen und das dann als gestohlen melden?
Und dann bezahlst Du trotzdem noch nachträglich diese Entsogungsgebühr, denn Du hast das Auto eingeführt.
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
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HJ52
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Re: EU-Auto in Russland verschrotten

Beitrag von HJ52 »

Wie das Auto in Russland verbleibt, ist unerheblich. Verschrottung, Diebstahl, Schenkung, Verkauf etc. Der "Einführende" bezahlt Zoll und Verschrottungsgebühr. Spätestens 1,5 Jahre nach Verbringung des Kfz nach RUS (und kkeine Ausfuhr aus RUS, keine Verzollung) bekommt man Post vom russischen Zoll mit der Aufforderung den Verbleib des Kfz zu erklären. Reagiert man nicht, Gerichtsverhandlung mit allen Konsequenzen, d. h. bei Ausländern z. B. Einreisesperre.

Die ADAC Plus Versicherung bietet an, Verschrottungsgebühr und Zoll im jeweiligen Reiseland zu kompensieren. Vielleicht ist das eine Variante?
Wir werden von Wahnsinnigen regiert.
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Evgenij
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Re: EU-Auto in Russland verschrotten

Beitrag von Evgenij »

@MimaBlack
Mal gegengefragt:
Wieso muss man denn die Kiste unbedingt verschrotten lassen?
Wenn man das Fahrzeug vorübergehend einführt (für ein Jahr oder so; im benachbarten Land Türkei sogar bis zu zwei Jahre möglich), kann man doch dieses selbst weiter nutzen, nicht?!
Evtl. erst zum späteren Zeitpunkt sich drum kümmern, (aber gleich abmelden, wenn man die Steuer/Versicherung im Zulassungsland nicht zahlen möchte) um etwa wieder dahin zurückbringen, wo es her kommt
Oder in das nächstgelegene EU-Land bringen, (online) abmelden und da gleich 'verscherbeln'... etc. pp.

Was ich noch machen würde ist, sich beim Zoll in Georgien (oder über div. Broker) mal erkundigen, ob du das Auto offiziell als "Umzugsgut" (Übersiedlungsgut) deklarieren könntest?!
MimaBlack
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Re: EU-Auto in Russland verschrotten

Beitrag von MimaBlack »

Zejtnot hat geschrieben: 30 Mai 2024, 19:45 Ein in Russland eingeführtes Auto muss man entweder verzollen (netterweise Entsorgungspauschale bezeichnet) oder wieder ausführen. Diese Pauschale richtet sich nach Hubraum, Abgasnorm und Alter, soweit ich weiß. Es gibt Rechner dafür, aber es ist in der selben Größenordnung, wie Du es für Georgien nennst.

Die Idee dahinter ist, dass nicht alle Schrottmühlen aus Europa und Japan in Russland enden, und stattdessen mehr neue vor Ort gebaute Autos im Land herumfahren.
An sich macht das ja auch Sinn @alte Mühlen sollen nicht mehr rum fahren, zumindest aus Lobbyismus-Sicht. Aber mein Auto soll ja nur verschrottet und nicht zum Fahren eingeführt werden. Klar, ein paar mehr Ersatzteile wären auf dem Markt, aber deswegen gleich volle Import/Zollgebühren? Das ist einfach hart unfair/unsinning. Ich hatte gehofft, dass Russland da vielleicht etwas moderater ist als Georgien.

HJ52 hat geschrieben: 30 Mai 2024, 21:51 Wie das Auto in Russland verbleibt, ist unerheblich. Verschrottung, Diebstahl, Schenkung, Verkauf etc. Der "Einführende" bezahlt Zoll und Verschrottungsgebühr.

Die ADAC Plus Versicherung bietet an, Verschrottungsgebühr und Zoll im jeweiligen Reiseland zu kompensieren. Vielleicht ist das eine Variante?
Ist das definitiv so @Verschrotten (mit Verschrottungsdokument als Nachweis)?
Wir haben heute noch einmal mit Schrottplätzen gesprochen. Die haben einem gesagt, man soll das Verschrottungsdokument bei der Ausreise aus Russland an der Grenze vorzeigen und sagen, dass der Wagen kaputt gegangen ist und man sich deswegen zur Verschrottung entschieden hat.

Und das wäre ja auch eine realistische Geschichte. Man kann doch nicht verlangen, dass jemand dann dafür auf einmal solch übertriebene Gebühren zahlen muss, oder?

Ja....die ADAC-Geschichte ist bei mir leider nicht möglich. Das Auto ist kein Deutsches, sondern auf mich in Malta zugelassen (wo ich bis zuletzt gelebt habe).
Ich wollte ADAC buchen, wurde aber abgelehnt (unbegründet, aber sicher nur aufgrund der Nicht-Deutschen Adresse).
Evgenij hat geschrieben: 30 Mai 2024, 22:55 @MimaBlack
Mal gegengefragt:
Wieso muss man denn die Kiste unbedingt verschrotten lassen?
Wenn man das Fahrzeug vorübergehend einführt (für ein Jahr oder so; im benachbarten Land Türkei sogar bis zu zwei Jahre möglich), kann man doch dieses selbst weiter nutzen, nicht?!
Evtl. erst zum späteren Zeitpunkt sich drum kümmern, (aber gleich abmelden, wenn man die Steuer/Versicherung im Zulassungsland nicht zahlen möchte) um etwa wieder dahin zurückbringen, wo es her kommt
Oder in das nächstgelegene EU-Land bringen, (online) abmelden und da gleich 'verscherbeln'... etc. pp.

Was ich noch machen würde ist, sich beim Zoll in Georgien (oder über div. Broker) mal erkundigen, ob du das Auto offiziell als "Umzugsgut" (Übersiedlungsgut) deklarieren könntest?!
Vorrübergehend einführen bedeutet in Georgien leider, dass ich alle 90 Tage aus dem Land muss, was mir Hin- und Zurück jedesmal Minimum 10 Stunden klauen würde (Fahren + Grenzwarterei). Dazu kämen ggf. weitere Komplikationen mit meiner maltesischen Versicherung, auch wenn ich in Georgien noch eine separate KfZ-Versicherung brauche zum Fahren.
Vielleicht könnte ich es schaffen, irgendwie ein georgisches Nummernschild zu bekommen, damit ich meine Auto in Malta abmelden und hier weiter fahren kann. Aber um die "alle 90 Tage aus dem Land fahren-Geschichte" komm ich damit nicht rum.

Offiziell Importieren geht (seit Jan. 2024) nur noch ab Baujahr 2013 oder jünger. In diesem Fall dürfte das Auto übrigens überhaupt nicht mehr das Land verlassen - zumindest nicht, solange man keine georgische ID hat - mit georgischer ID ist das dann kein Problem (nur so als Side-Info).

Hätte ich mir in Malta ein Auto @Baujahr 2013 oder jünger gekauft, hätte ich mind. 6k€ dafür zahlen müssen und in Georgien bestenfalls 4k€ wiederbekommen, wahrscheinlich noch deutlich weniger, da man in Malta hauptsächlich Rechtslenker bekommt.
Nur deswegen hatte ich mich für diese Billig-Auto-Variante entschieden. Ich hab einfach nicht damit gerechnet, dass man ein Auto nicht einfach problemlos verschrotten kann.

Von Malta nach Deutschland hab ich das Ganze tatsächlich schon mal problemlos gemacht, da der Import, um das Auto dort zu fahren, für das Auto damals zu teuer war. Verschrotten ohne Import war kein Problem - zumindest hat mich nie jemand darauf hingewiesen, dass das nicht ginge, der Schrottplatz hat das problemlos angenommen und die Ausreise aus Malta 3 Jahre später war auch kein Problem.
Die Abmeldung hatte ich meinen Vater erledigen lassen. Eigentlich hieß es aus Deutschland dazu ursprünglich - soweit ich mich richtig entsinne - man bräuchte eine notariell beglaubigte Übersetzung, die das Verschrottungsdokument bestätigt, aber vor Ort hat das alles keinen interessiert und die (permanente) Abmeldung ging problemlos und ich glaube sogar ohne das Dokument, das die Verschrottung belegte.

Aber wahrscheinlich ist das innerhalb der EU mit dem Verschrotten generell möglich (ohne vorher importieren/Gebühren zahlen zu müssen). Weiß das jemand genau? Ich überlege nämlich schon, den Müllhaufen nach Bulgarien zu fahren, um ihn da loszuwerden...

Jedenfalls fahr ich das Ding sicher nicht zurück nach Malta.
Den heftigen Trip von Malta nach Georgien hab ich übrigens nur wegen Flugangst gemacht.

Auto in einem anderen Land stehen lassen funzt nicht mit meiner Malta-Versicherung. Ich darf sowieso eigentlich nur 30 Tage aus dem Land raus (die sind morgen um). Gut, ist halb so dramatisch, ich hab hier eh ne separate Versicherung. Allerdings läuft meine Malta-Versicherung im November automatisch aus (fragt mich nicht warum). Ich geh mal davon aus, dass ich spätestens dann die Nummernschilder und Papiere abgedrückt haben muss. Und wenn ich das Ding abmelde, kann ich es auch nicht wieder neu anmelden ohne Wohnsitz in Malta.

Wahrscheinlich gibt es da nervige, komplexe Lösungen mit Spezialkennzeichen, aber das wird Zeit und Geld verschlingen. Die Kiste ist das nicht wert.

Ganz nebenbei bin ich hier an der Grenze zu Aserbaidschan. Die ist aber seit 2021 dicht. Wegen Covid...auch offiziell weiterhin deswegen - ist aber nur ein vorgeschobener Grund, weil irgendwelche Oligarchen dort sowohl den Flughafen, als auch die Politik kontrollieren und da aber jeder mit Flugzeug rein- und raus darf und keiner mehr per Land, machen die endlos Kohle mit der Masche....ansonsten wäre die Grenze nur 6km von hier und ich müsste mich nur irgendwie um andere Nummernschilder bemühen und hätte kein Problem. Im März wurde das ganze wieder verlängert, erstmal bis zum 01.07. Mit Glück machen die tatsächlich wieder auf dann, aber da werd ich mich nicht drauf verlassen können. Außerdem müsste ich dann immer noch irgendwie andere Nummernschilder bekommen. Einer georgische Versicherung bekomme ich zwar hier, aber da ich den Wagen hier nicht offiziell anmelden kann, wüsste ich nicht, ob es eine Möglichkeit gibt, irgendwie trotzdem Nummernschilder zu bekommen.


Und in Russland würde auf jeden Fall eine Zollgebühr auf mich zukommen, die es wirtschaftlich unsinnig macht, das Auto dort zu verschrotten? Ist das 100% sicher?
Weiß irgendjemand etwas zu dieser 50.000 Rubel-Geschichte? Das hat nichts mit meinem Vorhaben zu tun?

Etwas viel bla...n bisschen was zu meiner Story, etc. ;)

Danke erstmal an alle Antworten.
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Bobsie
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Re: EU-Auto in Russland verschrotten

Beitrag von Bobsie »

Als ich vor 6 Jahren in Russland unseren MB A170 cdi, deutsche Zulassung,in Russland verschrotten wollte, wurde uns gesagt, dass da 50 000Rubel zu zahlen sind. Das waren damals etwa 7000 Euro. So fuhren wir noch einmal mit dem Auto nach Deutschland und bekamen noch 100 Euro für das Auto. :D
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Re: EU-Auto in Russland verschrotten

Beitrag von MimaBlack »

Bobsie hat geschrieben: 31 Mai 2024, 21:37 Als ich vor 6 Jahren in Russland unseren MB A170 cdi, deutsche Zulassung,in Russland verschrotten wollte, wurde uns gesagt, dass da 50 000Rubel zu zahlen sind. Das waren damals etwa 7000 Euro. So fuhren wir noch einmal mit dem Auto nach Deutschland und bekamen noch 100 Euro für das Auto. :D
Du meinst entweder 700€ (damals 50.000 Rubel) oder 500.000 Rubel (damals 7.000€). Sonst passt's nicht.

Und wer hat Dir damals diese Info gegeben?
Hättest Du das bei der Ausreise an der Grenze zahlen sollen?
Weitere Gebühren wären nicht dazu gekommen?
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EU-Auto in Russland verschrotten

Beitrag von Kolot »

MimaBlack hat geschrieben:Du meinst entweder 700€ (damals 50.000 Rubel) oder 500.000 Rubel (damals 7.000€). Sonst passt's nicht.
Ja, das fiel mir auch gleich auf, sehr schlecht umgerechnet.
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