Grenzkontrollen

Erlebinsse einer Wolga-Kreuzfahrt und Abenteuer-Reisen nach Kamtschatka können hier diskutiert werden. Aber natürlich auch, ob Aeroflot die wirklich günstige Flugverbindung nach Moskau ist.
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Kolot
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Grenzkontrollen

Beitrag von Kolot »

Josef Silberkant hat geschrieben:
Norbert hat geschrieben:
Es handelte sich um Deutsche und sie konnten final einreisen. Auch alle andere parallel einreisenden Ausländer, die geprüft wurden, konnten nach deren Beobachtung einreisen.
Ok, danke dir. Mir persönlich ist so was noch nie passiert, auch nicht in den letzten zwei Jahren. Will nur auf Nummer sicher gehen ;)
Ich konnte auch einreisen, aber vorher wurde ich zu einem chic gekleideten und hochdekorierten Offizier in's Büro gebeten. War am Grenzübergang Bugristoje.
Der Offz. versuchte dann, mit mir englisch zu sprechen; nach 15 min sagte ich zu ihm: "Lassen Sie uns russisch sprechen, das geht schneller,"

Es folgte ein 20-minütiges Lari-Fari - Gespräch, ohne jeglicher Telefon-Kontrolle, dann ging der Offz. mit mir zum Fenster der Paßkontrolle u. sagte der Dame: "Der Mann kann passieren". Das war alles.

Ob ich mir das noch mal antun möchte . . . ? K. A. = keine Ahnung.
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Evgenij
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Re: Grenzkontrollen

Beitrag von Evgenij »

Kolot hat geschrieben: 18 Jun 2024, 18:00
War am Grenzübergang Bugristoje.
An der Grenze zwischen Kaz. u. RUS?
Einreise wohin, nach Rus od. Kaz.?
kamensky
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Re: Grenzkontrollen

Beitrag von kamensky »

Aehnliches wie @Kolot ist mir letztes Jahr im August auch geschehen bei der Einreise nach RU am Grenzuebergang Петухово / Petuchowo. Zuerst normale Durchsicht aller Papiere (3 Personen), danach wurde ich von der Grenzbeamtin freundlich angewiesen, das Auto in der Zwischenmitte der kleinen Strassenkontrollpunkte zu parkieren. Nach Vollzug der Anweisung wurde ich in einen Raum gefuehrt, welcher einer Zelle gleichsah, jedoch blieb die Tuere zum davorliegenden Buero stets weit geoeffnet. Nach ca. 15 Min. kam ein anderer Herr in Zivil in diese Zelle (Warteraum) und fragte mich, ob ich durstig waere und ich etwas Wasser haben wollte, was ich dankbar bejahte. Weitere ca. 20 Min. vergingen und ich erhielt Gesellschaft von einem Zentralasiaten. Kurz darauf wurde ich abgeholt und in ein Buero gebracht, welches mit 3 Maenner in Zivilkleidung besetzt war. Einer kontrollierte meine Papiere (Vidna, CH-Pass usw.), ein anderer befragte mich nach dem Zweck meines (unsesres Aufenthalts in KZ) und der letzte interessierte sich fuer mein Smartphone. Nach bekanntgabe meiner Tel-No. checkte er das Teil, oder was auch immer und nach kurzer Zeit erkundigte er sich freundlich, weshalb ich dieses Smarti als Secondhaend gekauft habe. Ich erklaerte ihm den Grund, den Platz wo ich das Telefon rechtsmaessig erworben habe und nannte ihm gar den Kaufpreis. Ca. 2 weitere Minuten verbrachte er mit der Durchsicht des Smartphones, welches zwischenzeitlich an einem Desktop-Computer angeschlossen war. Danach taetigte er noch ein kurzes, internes Phonegespraech und das wars. Das Smarti wurde mir zurueckgegeben mit der freundlichen Antwort, dass Alles i.O. ist und der Weiterreise (Einreise nach RU) Nichts im Wege stehe. Ca. 3 Minuten spaeter erschien ein Mann, in sommerlich top uniformiert ( Weisses Polohemd, Patern 1 goldener Stern und dazu eine olivgruenfarbene Sommerhose.) Er nahm mich in Empfang und brachte mich ebenfalls, wie geschehen bei Kollege @Kolot zu dem glaesernen Grenspolizeischalter und bestaetigte der amtierenden Dame meine Einreise und die damit verbundenen Arbeiten vorzunehmen. Nach einem kurzen Haendeschuetteln und einem freundlichen gute Reisewunsch ging ich zu meinem Auto, wo die zwei Damen auf mich warteten und mir gestanden, dass es nebst einem kurzen Gespraechmit dem letzt genannten Uniformierten gab, die Wagenpapiere und allgemeine Kontrolle des Fahrzeugs vorgenommen wurde. Nach getaner Arbeit erhielten beide je ein Jeton von dem Uniformierten fuer ein Getraenk nach Wahl aus dem Automaten im Warteraum.
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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Norbert
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Re: Grenzkontrollen

Beitrag von Norbert »

Hast Du die Spyware später wieder vom Telefon gelöscht? ;)
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Kolot
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Grenzkontrollen

Beitrag von Kolot »

Evgenij hat geschrieben:
Kolot hat geschrieben:
War am Grenzübergang Bugristoje.
An der Grenze zwischen Kaz. u. RUS? Einreise wohin, nach Rus od. Kaz.?
Einreise von KZ --> RUS.
Der hochgradige RUS-Offz. fragte mich auch, woher ich käme? War ja eigentlich klar - an dieser Grenze kann man NUR von KZ kommen.
Eine andere Frage war ihm aber auch sehr wichtig: Warum reisen Sie alleine ? (Was geht das diesen Offz eigentlich an ?)
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Bobsie
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Re: Grenzkontrollen

Beitrag von Bobsie »

Kolot hat geschrieben: 19 Jun 2024, 13:26
Evgenij hat geschrieben:
Kolot hat geschrieben:
War am Grenzübergang Bugristoje.
An der Grenze zwischen Kaz. u. RUS? Einreise wohin, nach Rus od. Kaz.?
Einreise von KZ --> RUS.
Der hochgradige RUS-Offz. fragte mich auch, woher ich käme? War ja eigentlich klar - an dieser Grenze kann man NUR von KZ kommen.
Eine andere Frage war ihm aber auch sehr wichtig: Warum reisen Sie alleine ? (Was geht das diesen Offz eigentlich an ?)
Bilde Dir nicht zu viel, das hat man vor 50 Jahren schon an allen Grenzen Europas gefragt. Und wenn sie nichts fargen heisst es: Na, der sagt nichts und macht nur ein blödes Gesicht. Also, gewöhne Dich an diese Fragen, sie tun ja auch nicht weh.
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Re: Grenzkontrollen

Beitrag von paramecium »

Norbert hat geschrieben: 19 Jun 2024, 11:27 Hast Du die Spyware später wieder vom Telefon gelöscht? ;)
Genau das habe ich mir beim Lesen auch gedacht. Aber die Erfahrungsberichte hier sind natürlich Gold wert.
Falls wirklich mal Not am Mann wäre und ich zwingend nach Russland reisen müsste, würde ich mir entweder ein Dumbphone für den einmaligen Gebrauch kaufen oder ich würde ganz ohne Smartphone fahren. Mein Handy bliebe definitiv zu Hause.
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Re: Grenzkontrollen

Beitrag von bella_b33 »

paramecium hat geschrieben: 19 Jun 2024, 22:35 Genau das habe ich mir beim Lesen auch gedacht. Aber die Erfahrungsberichte hier sind natürlich Gold wert.
Falls wirklich mal Not am Mann wäre und ich zwingend nach Russland reisen müsste, würde ich mir entweder ein Dumbphone für den einmaligen Gebrauch kaufen oder ich würde ganz ohne Smartphone fahren. Mein Handy bliebe definitiv zu Hause.
Legst nen zweiten Nutzer an, welcher sich je nach Fingerabdruck öffnet...und welcher keinerlei Messenger oder sonstwas hat.
Ich hatte das in RU früher für einige wenige Apps die auf nem "Gebiet Deutschland" voreingenstelltem Google Account nicht per normalem Wege installierbar waren (war glaub nur die App meiner Waschanlage).
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
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Re: Grenzkontrollen

Beitrag von kamensky »

Norbert hat geschrieben: 19 Jun 2024, 11:27 Hast Du die Spyware später wieder vom Telefon gelöscht? ;)
Ist das Zweittelefon, ohne Socialmedien und ohne Chat. Wird sehr wenig gebraucht und praktisch nur kurze Anrufe, jedoch strikt nur das "Wichtigste " besprechen. Bedenken habe ich deshalb nicht, doch natuerlich weiss "Mann" nie!! ;)
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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Re: Grenzkontrollen

Beitrag von Klaus »

Auch hier meine Erfahrung (Deutscher/Russin) zum Grenzübertritt mit Fahrzeug, Estland>RU, Neue Gebiete, RU>LV

Gebuchter Termin auf estischer Seite mit 16h Verzögerung.
Estische Abwicklung dann wie üblich angenehm, zumindest bis bei der Passkontrolle der Grenzer plötzlich auch den ukrainischen Pass sehen wollte. Scheint also irgendwo in der Datenbank gespeichert.

Russische Seite wie immer das volle Programm für meine Frau, also FSB-Befragung - trotz russischem Pass. Sie wollten auch den ukrainischen Pass sehen. Neu war diesmal, dass auch ich befragt wurde, und mein Handy durchsucht wurde.
Fahrzeug dann noch geröntgt.
Aber alles kein Drama.

Von der Visumsagentur wurde ich zuvor darauf hingewiesen, dass wenn man mit Business-Visa einreist und dann sagt "Verwandte besuchen", dann das Visum noch vor Ort annulliert wird. Da muss man jetzt also sehr vorsichtig sein - ich habe daher immer vorsichtshalber eine Einladung einer russischen Firma für Geschäftstreffen dabei.

Fahrt runter nach Taganrog, dann in die neuen Gebiete.
Mit russischem Inlandspass gibt es keine Kontrolle, alle anderen müssen Wagen abstellen und warten. Nicht-Ukrainische Pässe (hier also ich, mit deutschem) müssen sich auf eine längere Wartezeit gefasst machen - ich hatte aber nur vier Stunden warten müssen, und ohne Befragung, wohl weil ich bei der früheren Einreise in die neuen Gebiete bereits das FSB-Programm hinter mir hatte.


Ich hatte keinen Urlaub, sondern es war geplant dort länger zu bleiben und vor dort aus zu arbeiten. Aber Pustekuchen, VPN (also eine verschlüsselte Verbindung) ist dort technisch nicht mehr möglich. Letztes Jahr ging es noch. Ich hatte mehrere Verfahren bzw. Möglichkeiten, auch einen extra Hardware-VPN-Router dabei - keine Chance. Und ohne VPN komme ich nicht in's Firmennetz...
Also bin ich gleich wieder ausgereist nach RU, und meine Frau hat dann die notwendigen Formalien dort selbst erledigt und ist eine Woche später mit dem Bus nach Taganrog nachgekommen und wir sind zurück nach Deutschland. Also anstatt zwei Monate ein zwei-Wochen-Trip mit vielen vielen Kilometern...

Bei der Ausreise NeueGebiete>RU das übliche Programm. Wagen durchsucht, aber alles nett und freundlich. Der Grenzer fragte vor Betreten meines (Stealth)-Wohnmobils (getarnt als Transporter) sogar ob er die Schuhe ausziehen solle...
Dann wieder vier Stunden Wartezeit bis ich nach RU einreisen konnte.

Rückreise über Lettland.
Erster Grenzübergang Бурачки ca. ein Tag Wartezeit - zumindest war es das, was der erste in der Schlange sagte.
Wir sind dann weiter nach Убылинка, dort direkt zur Kontrolle. Alles lief gut, Auto mit lettischem Kennzeichen, deutscher und russischer Pass, wir wären nach einer Stunde durch. Aber dann zeigt meine Frau auch ihren ukrainischen Reisepass, dem freundlichen Zöllner entgleitet jegliche Freundlichkeit, und wir durften auf dem Mittelstreifen parken. Immerhin, dank Wohnmobil, durften wir im Wagen bleiben. Mir kam die Pause recht, immerhin hatte ich noch die Kilometer Taganrog > Moskau > Grenze in den Knochen. Gedauert hat es 14 Stunden, bis meine Frau zur Befragung abgeholt wurde. Befragung war freundlich und interessant, sagt meine Frau.

Tja, und dann noch 1400km nach Deutschland.
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