AnGro hat geschrieben: 15 Sep 2026, 10:39Es gibt natürlich eine lange Vorgeschichte. Aber diese passt nicht zu den "Realitäten auf dem Boden". Zum einen kann man nicht wirklich davon ausgehen, dass ein Nato-Beitritt der Ukraine unmittelbar bevorstand. Ukraine war seit 2014 in einem Territorialkonflikt involviert, was ein Ausschlußkriterium für einen Nato-Beitritt war.
Oh ja doch, ich glaube nicht nur Russland ging davon aus, dass genau dieser Natobeitritt bevorstand. So tief, wie UA zu dieser Zeit damals schon in die Natostrukturen involviert war, wurde Russland, vor allem aber auch der Ukraine(!) genau dieser Eindruck vermittelt, um Russland das besagte Stöckchen hinzuhalten... UA wurde aufgerüstet bis an die Zähne, gemeinsame Natomanöver, UA saß teilweise sogar mit bei den Natogesprächen ... all das weißt du sicher selber.
Apropos Ausschlußkriterium..., denke mal daran, wie oft der wertegeleitete, demokratische Westen, nicht nur, aber gerade auch in letzter Zeit seine eigenen Regeln ignoriert hat?!
Fang von mir aus bei Colin Powell und seinem Glasröhrchen an, oder die Brutkastenlüge, weiter mit Syrien, Lybien, Iran, Venezuela, Israel/Gaza - "Menschenrechtsdiskussionen in diesem Zusammenhang sind kontraproduktiv", Jugoslawien ..., geh weiter nach Deutschland, eine Zensur findet nicht statt-russische Medien, Auflösung der Schuldenbremse durch den alten, noch amtierenden Bundestag, heutige Anfragen wo das Geld bei der Bundeswehr verblieben ist ..., die Wahlmanipulationen im Zusammenhang mit BSW und AFD, Dobrindt zu Leipzig:"wer hier Beweise einfordert, begeht kranke Sabotage", das Thema Meinugsfreiheit (damit wir mal wenigstens hier ein bisken OnTopic bleiben ...

und und und ... Was ich damit sagen will, wen interessieren denn heuer noch Regeln!?
Es ist also gut möglich, dass man Russland und damit natürlich auch UA (und UA damit stellvertetend opfert, was ja offensichtlich der Fall ist - siehe Merz, absichtliche Verlängerung des Krieges) vlt. nur den Eindruck vermitteln wollte, dass ... Vlt. wollte man es aber auch wirklich?! Dass man es heute, zumindest die Amis heuer, nicht mehr möchte, liegt auch an der Reaktion Russlands und wie schnell sich Russland, nach anfänglichen Schwierigkeiten, der neuen Situation angepasst hat ...
AnGro hat geschrieben: 15 Sep 2026, 10:39Ich habe eine Vermutung, was Russland militärisch erreicht haben möchte, bevor man bereit ist, die aktive Phase des Krieges zu beenden. Aber mir fehlt die Phantasie, wie man sich vorstellt, dieses Ziel zu erreichen. Und erst Recht fehlt mir die Phantasie darin langfristig einen Vorteil für das Russische Volk zu finden.
Odessa, der Elephant im Raum ...

Naja ... militärisch und (Geo-)strategisch liegt die Sache auf der Hand. Urrussisches Gebiet wieder im Verbund, UA vom Meer ökonomisch und strategisch abgetrennt ...
AnGro hat geschrieben: 15 Sep 2026, 10:39a, es gibt eine Vorgeschichte. Aber diese ist Geschichte, nicht mehr zu ändern. Im Jetzt gibt es einen Zustand und die Frage ist jetzt, wie geht man damit um.
Ein wichtiges und wie ich denke, auch wieder nicht nur für Russland, ein riesen Problem!
Denn genau diesen Spruch darf sich Russland schon Jahrzehnte anhören. Wie Wladimir schon schreibt, haben wir hier im Prinzip alles schon durchgekaut, auch und gerade das Thema (neuer) Status Quo, welches der ach so gute Westeuropäer gerne nutzt. es wird ein neuer Status Quo gesetzt, Russland damit konfrontiert und wenn sich Russland daran stört...: Ach komm, think positiv schau nach vorn, alles andere ist Geschichte ...

, oder wie die Amis: " Nein lieber Russe, es ist nicht gegen dich, es geht um Andere" ...
Derweile betteln die Polen um Atomwaffen, in Rumänien (ich schrieb hier schon davon) wird fleißig gebaut und ohne Reaktion Russland sähe es in UA nicht anders aus. Vorwarnzeiten für Russland, wenn überhaupt im Minutenbereich und die Amis sicher hinter dem Ozean ...
Wie gesagt, hatten wir alles schon ...
-ah-