Aus gegebenen Anlaß

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Wladimir30
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Re: Aus gegebenen Anlaß

Beitrag von Wladimir30 »

Zejtnot hat geschrieben: 29 Sep 2026, 10:00 Absolut. So würde ich das vollumfassend umschreiben.
Das ist schon mal ein sehr großer Schritt! Sehr begrüßenswert!
Aber es rechtfertigt eben dennoch nicht die Geschehnisse ab 2022. In meinen Augen.
Da sind wir dann bei der nächsten Frage, wo eine Übereinstimmung sicherlich schwerer, wenn überhaupt, zu erreichen ist.

Disclaimer. Ich will keinesfalls einem Krieg das Wort reden oder gutheißen!!!

Welche Möglichkeit siehst Du denn, was damals hätte getan werden können, nachdem die Waffen und NATO Soldaten immer näher an die Landesgrenzen herankamen? Wo tägliche grobe Verletzungen des russischen Luftraums an der Tagesordnung waren? Bobsie hat dies ja seinerzeit ständig mit eigenen Augen gesehen und darüber berichtet. Doch auch andere berichteten davon.

Verhandlungen? Wurden geführt, Ergebnis hinreichend bekannt. Sitzen, warten, und hoffen, dass nichts weiter passiert? Wenn mein Nachbar mir ständig Steine aufs Grundstück schmeißt und auch nach vielen Versuchen, ihn zu überreden, es bitte sein zu lassen, und das Ergnnis nur ist, dass noch mehr Steine rüberfliegen und immer mehr Fremde ihm zu Hulfe kommen, dann kann ich mich entweder ans Gericht wenden (welches hätte denn hier geholfen) oder ich werde selber aktiv.
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Zejtnot
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Re: Aus gegebenen Anlaß

Beitrag von Zejtnot »

Wladimir30 hat geschrieben: 29 Sep 2026, 10:25Wo tägliche grobe Verletzungen des russischen Luftraums an der Tagesordnung waren? Bobsie hat dies ja seinerzeit ständig mit eigenen Augen gesehen und darüber berichtet. Doch auch andere berichteten davon.
Hast Du dafür irgendwelche Quellen? Ich will es nicht anzweifeln, im Gegenteil, ich würde mir diese Quellen gern zur Argumentation zu eigen machen.

Auch solche Berichte von Bobsie habe ich nicht mehr im Kopf, ich erinnere mich nur an das Gegenteil im Januar 2022, sinngemäß: "Nö, hier fahren gar keine russischen Panzer westwärts."
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Re: Aus gegebenen Anlaß

Beitrag von AnGro »

Wladimir30 hat geschrieben: 29 Sep 2026, 10:25
Zejtnot hat geschrieben: 29 Sep 2026, 10:00 Aber es rechtfertigt eben dennoch nicht die Geschehnisse ab 2022. In meinen Augen.
Da sind wir dann bei der nächsten Frage, wo eine Übereinstimmung sicherlich schwerer, wenn überhaupt, zu erreichen ist.

Disclaimer. Ich will keinesfalls einem Krieg das Wort reden oder gutheißen!!!
Widersprichst Du Dir hier nicht selber? Im ersten Satz stimmst Du zu, dass der Krieg ("die Geschehnisse ab 2022") gerechtfertigt ist, möchtest aber "einem" Krieg keinesfalls das Wort reden oder gutheißen?

Axel Henrich hat geschrieben: 29 Sep 2026, 03:17 Es war, ist und bleibt definitiv ein großer strategischer Fehler, Russland bei einer gemeinsamen europäischen Sicherheitsarchitektur außen vor zu lassen!
Sich heuer hinzustellen und von Vertrauensbruch Russlands zu reden und auf Grund dessen, Russland erneut aus dieser gemeinsamen Sicherheitsstruktur auszuschließen, zeigt ganz klar, dass Europa nicht bereit war und ist, Fehler aufzuarbeiten.

Das Ergebniss sehen wir heute!

-ah-
Stichwort NATO-Russland Akte 1997? Ist ja nicht so, dass man nicht gegenseitig Vertrauen aufbauen und erhalten wollte. Daher von einem Ausschluß aus einer gemeinsamen Sicherheitsstruktur zu sprechen ist etwas weit hergeholt. Dass nach 2008 sich die Stimmung erst langsam und dann zunehmend schneller änderte ist irgendwie eine Folge der Ereignisse. Und ja, da gab es auch reichlich Dummheiten seitens westlicher Politik. Aber das kann und darf keine Rechtfertigung für die Ereignisse seit 2022 sein. Eine Russische Regierung sollte primär die Interessen des Russischen Volkes vertreten und nicht die des amerikanischen und chinesischen Großkapitals.
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Re: Aus gegebenen Anlaß

Beitrag von Wladimir30 »

AnGro hat geschrieben: 29 Sep 2026, 12:20 Widersprichst Du Dir hier nicht selber? Im ersten Satz stimmst Du zu, dass der Krieg ("die Geschehnisse ab 2022") gerechtfertigt ist, möchtest aber "einem" Krieg keinesfalls das Wort reden oder gutheißen?
Es mag so klingen, in der Tat.

Wie gesagt, wenn Dich jemand ständig reizt, auch wenn Du ihm mehrmals deutlich sagst, dass er das lassen soll, sonst würde es sehr unangenehme Folgen haben, dann ist meiner Meinung nach eine entsprechende Antwort, die dann ein Wiederaufnehmen derartiger Provokationen verhindern soll, gerechtfertigt. Das heißt aber nicht, dass ich das gut finde. Ich finde dann die permanenten, sich steigernden Provokationen im Vorfeld auch nicht gut.
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Re: Aus gegebenen Anlaß

Beitrag von Wladimir30 »

Zejtnot hat geschrieben: 29 Sep 2026, 11:45 Hast Du dafür irgendwelche Quellen? ....
Auch solche Berichte von Bobsie habe ich nicht mehr im Kopf, ich erinnere mich nur an das Gegenteil im Januar 2022, sinngemäß: "Nö, hier fahren gar keine russischen Panzer westwärts."
Da muss ich ein bisschen suchen. Das wird aufgrund anderer Dinge, due zu erledigen sind, leider nicht sofort erfolgen können.
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Re: Aus gegebenen Anlaß

Beitrag von AnGro »

Wladimir30 hat geschrieben: 29 Sep 2026, 12:34 ...dann ist meiner Meinung nach eine entsprechende Antwort, die dann ein Wiederaufnehmen derartiger Provokationen verhindern soll, gerechtfertigt...
Verhältnismässigkeit der Mittel? Kann mich nicht an Provokationen erinnern, welche solch einen Krieg rechtfertigen. Aber nur zu, ich lass mich aber gerne belehren.
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Re: Aus gegebenen Anlaß

Beitrag von Zejtnot »

Das eilt auch nicht, aber ich finde das wäre eben wirklich spannend, weil man es ja analog Russland heutzutage gern vorwirft.

(Und übrigens dann Russland sich auch streng verwahren würde, wenn die NATO deswegen eine Sicherheitszone an der Ostküste des finnischen Meerbusens einrichtet. Sagen wir mal die ersten 50 km der Küste zwischen Baltikum und Finnland.)
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Re: Aus gegebenen Anlaß

Beitrag von paramecium »

Wladimir30 hat geschrieben: 29 Sep 2026, 12:36 Da muss ich ein bisschen suchen. Das wird aufgrund anderer Dinge, due zu erledigen sind, leider nicht sofort erfolgen können.
Also ich finde mit den Stichworten Drohne und Rakete nix und kann mich auch nur daran erinnern, dass er dies nach Februar 2022 berichtete.

Apropos Bobsie. Hat da jemand Kontakt und weiß, ob es ihm gut geht?
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Re: Aus gegebenen Anlaß

Beitrag von AnuLeB »

AnGro hat geschrieben: 29 Sep 2026, 12:20 ......
Stichwort NATO-Russland Akte 1997? Ist ja nicht so, dass man nicht gegenseitig Vertrauen aufbauen und erhalten wollte. Daher von einem Ausschluß aus einer gemeinsamen Sicherheitsstruktur zu sprechen ist etwas weit hergeholt. Dass nach 2008 sich die Stimmung erst langsam und dann zunehmend schneller änderte ist irgendwie eine Folge der Ereignisse. Und ja, da gab es auch reichlich Dummheiten seitens westlicher Politik. Aber das kann und darf keine Rechtfertigung für die Ereignisse seit 2022 sein. Eine Russische Regierung sollte primär die Interessen des Russischen Volkes vertreten und nicht die des amerikanischen und chinesischen Großkapitals.
Spricht Russland von einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur, meinen sie stets nur die eigene Architektur, welcher sich doch bitte schön die anderen Anrainerstaaten zu unterwerfen haben. Russland ist eben die letzte auf dem Globus verbliebene imperiale Macht, und unterstreicht dieses gerne mit einem gewissen Größenwahn, Arroganz und Überheblichkeit. Alle anderen Imperien, wie eben das französische, britische, spanische oder portugiesische sind schon seit längerer Zeit Geschicht. Wobei, keine Frage, Großbritannien noch "Traditionspflege" namens Commonwealth, dass sind ehemalige Kolonien, welche heutzutage souveräne Staaten sind, betreibt.

Den Russen war nie danach, sich mit der NATO/EU oder anderen europäischen Staaten wie z. B. die Ukraine, auf Augenhöhe zu unterhalten. Die hatten sich tunlichst zu unterwerfen, alles andere wurde als Provokation, als Angriff auf die russischen Interessen verstanden.

Thema baltische Staaten: Diese waren bis zum 2. WW souveräne Staaten, wurden dann jedoch im Rahmen des Ribbentrop-Molotow-Abkommens der Sovjetunion zugeschlagen. Die Sovjets/Russen haben diese Staaten dann auch gewaltsam besetzt, und nicht mehr aus ihrem Imperium herausgelassen. Selbst zum Ende des 2. WW verblieben sie im Staatenbund der Sovjetunion. Aus dieser leidvollen und entbehrungsreichen Erfahrung heraus haben sie, nachdem sie endlich wieder Souverän geworden sind, so schnell wie möglich den Beitritt und Schutz in der NATO und der EU gesucht. Auch diese Kleinststaaten bestehen nun mal zurecht auf einer Sicherheitsarchitektur, welche die eigenen Interessen schützt. Dem hat sich auch Russland zu beugen. Oder will irgendjemand behaupten, dass die Sicherheitsinteressen dieser Völker völlig bedeutungslos sind.

Sorry, dass ich mich hier nochmal melde.
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Zejtnot
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Re: Aus gegebenen Anlaß

Beitrag von Zejtnot »

AnuLeB hat geschrieben: 29 Sep 2026, 19:34 Russland ist eben die letzte auf dem Globus verbliebene imperiale Macht, und unterstreicht dieses gerne mit einem gewissen Größenwahn, Arroganz und Überheblichkeit. Alle anderen Imperien, wie eben das französische, britische, spanische oder portugiesische sind schon seit längerer Zeit Geschicht.
China war ein Imperium und ist es ebenso geblieben, ebenso mit einem gewissen Größenwahn. Und dann möchte ich an das eigentliche Imperium dieser Welt erinnern, mit dem orangefarbenen Clown als Chef. Keine historische Großmacht, aber wen interessiert hier Hstorie?
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