Axel Henrich hat geschrieben: 10 Okt 2026, 00:04
Axel Schulz .... mit 57 bewegt er sich wie ein 80jähriger, das tat mir heute richtig leid. Hüfte, Knie, die Hände ... ganz übel!
Und gerade beim Boxen (und insbesondere bei Axel Schulz) besteht ja immer noch ein extrem großes Risiko, dass die vielen kleinen Hirntraumata letztendlich doch in relativ frühen Jahren zu einer chronisch traumatischen Enzephalopathie und damit Demenz führen. Beispiele gibt es genug im Boxen, Wrestling, Football und Co.
Wladimir30 hat geschrieben: 10 Okt 2026, 08:58
Das ist ja ein immenses Problem bei sehr körperbetonten Sportarten. Ronnie Coleman ist wohl das drastischste Beispiel. Bei dem ist ja fast der ganze Körper mit Titanplatten usw. vollgepropft, die Knochen (die noch da sind) sind hinüber, er kann sich, glaub ich, nur noch im Rollstuhl bewegen. Ein Hüne, unglaublich stark und aktiv, und nun? Der tut mir auch absolut leid. Es tgibt nur wenige, die ganz oben waren und rechtzeitig den Absprung geschafft haben. Rechtzeitig heißt, auf ihren Körper gehört und die Bremse getreten. Markus Rühl ist sicher das beste deutsche Beispiel.
Klar. Axel Schulz war ein feiner Kerl, ein letztendlich zu vorsichtiger Boxer, aber wie dem auch sei. Ein echt trauriger Fall.
Hm, ich vermute mal, dass das wohl etwas ins Off Topic abgeglitten ist. Bitte vergebt mir.
Lass mich noch kurz beim Kraftsport-Offtopic aufspingen.
Bodybuilding ist halt selbst im Profisport das absolute Extrem. Viele der Athleten können ihren Ruhestand nicht mal mehr im Rollstuhl verbringen, weil sie durchs unkontrollierte "Stoffen" an Herzproblemen oder Leberkrebs gestorben sind. Coleman hatte ja ursprünglich mit College-Football aufhören müssen, weil er sich am Rücken verletzt hatte. Als Bodybuilder hat er dann in relativ kurzen Einheiten mit absurden Gewichten trainiert (z.B. Kniebeuge mit "800 solid ass pounds"

). Rühl, der auch immer sehr schwer trainiert hat, meinte, dass er einmal mittrainiert hätte und danach den Rest der USA-Reise im Hotelbett verbringen musste. In den Rollstuhl ist Coleman aber vor allem gekommen, weil er es mehrfach für klug hielt, bereits kurz nach Rückenoperationen wieder zu trainieren, so dass ihm die Titan-Cages, welche die Rückenwirbel stabilisierten, gebrochen sind.
Markus Rühl ist das Ganze cleverer angegangen und hat unter anderem auch Dopingpausen gemacht, wenn sich die Blutwerte verschlechterten. Blasphemiker würden einwerfen, dass er ja auch nie beim Olympia in den Top 3 war.

Am Ende hat er zum optimalen Zeitpunkt den Absprung aus dem Wettkampfsport geschafft. Aber auch er hat beispielsweise Schäden am Nervensystem zurückbehalten, welche sich unter anderem in unkontrolliertem Muskelzucken äußern.