Lakonische Antwort meinerseits: Dann darf der Irak eben keine ausländischen Diplomaten beherbergen.Bephep hat geschrieben:Alles schoen und gut,aber der Irak ist ein Buergerkriegsstaat. Dieser Staat kann sich und auch seine Buerger und andere die dort sind nicht schuetzen. [...] Russland weiss auch das Bagdad eine sehr gefaehrliche Stadt ist,ohne Begleitschutz kann dort kein Auslaender sein.
Verantwortlich wäre dort die afghanische Regierung, soweit man ihr das Handeln deutscher Soldaten im Einzelfall zurechnen kann. Nur spielt sich ja Deutschland nicht derart als Imperium auf wie die USA in beiden Ländern.Bephep hat geschrieben:Wenn in Afganistan so etwas passiert,wird dann die Nato,oder in dem Gebiet wo Deutsche Soldaten sind, verantwortlich gemacht.
Inwieweit die seit 1979 weitgehend konstanten Äußerungen des Iran eine tatsächliche Bedrohung Israels darstellen und der Iran damit gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot verstößt, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber solange der UN-Sicherheitsrat kein Waffenembargo gegen den Iran verhängt hat, besteht kein rechtlicher Grund, Waffenlieferungen Rußlands abzulehnen.Bephep hat geschrieben:Es besteht auch die voelkerrechtliche Verpflichtung das ein Staat einen anderen nicht bedrohen darf, Iran-Israel. Und diesem Staat liefert Russland Waffen.
Außenpolitik ist eben eine Frage des konkret Machbaren, oder - nach Bismarck - ein System von Aushilfen. Der innenpolitische Feind muß noch lange nicht mit dem außenpolitischen identisch sein. (So konnte z.B. die SU in den 1920er und 30er Jahren guten Gewissens mit Deutschland auf militärischem Gebiet kooperieren und gleichzeitig die Weltrevolution vorantreiben, genauso wie in D gleichzeitig gegen die kommunistische Bewegung vorgegangen wurde.) Und nach meiner bescheidenen Kenntnis des Islamismus sind die schiitischen Iraner nicht unbedingt als Förderer der sunnitischen Al-Quaida und der ebenfalls sunnitischen Tschteschenen anzusprechen. Ferner ist der Iran als Regionalmacht ja wohl bedeutender denn als Förderer der islamischen Revolution (z.B. in Richtung auf Pakistan, Afghanistan und Mittelasien).Bephep hat geschrieben:Russlands Aussenpolitik im arabischen Raum ist in einer schwierigen Lage. Im eigenen Land Probleme mit den Fundamentalisten, gleichzeitig aber Beziehungen zu Staaten die diese Fundamentalisten tolerieren.
Das bringt Bewegung in das Spiel, vor allem wenn man nebenbei den Amerikanern einen kleinen Stich versetzen kann. 8)
PS: Ich habe oben ja nicht behauptet, daß die russische Auffassung zutreffend sei (das bedürfte einer intensiven Prüfung), es ging mir nur darum, einmal die Hintergründe darzulegen.
