manuchka hat geschrieben:Zeppelin hat geschrieben: Ich denke da z.B. an Getränkedosen, Haushaltsgeräte etc. und natürlich nicht an Industrieschrott, Bauschrott etc.
Getränkedosen sammeln in der Regel arme Omis oder Obdachlose oder so und bringen sie dann zu Rückgabeautomaten, die inzwischen vermehrt an Lebensmittelgeschäften rumstehen. Vielleicht gitb es auch noch andere Abnehmer, denn ich sehe oft, dass die Dosen plattgemacht werden, damit mehr in den Rucksack passen, aber der Automat nimmt nur die Dosen an, auf denen der Strichcode erkennbar ist - ich habs einmal probiert.
Ja Manu, die armen Sammler habe ich auch schon mal gesehen und die Alltagsberichte der Venus haben mir einlick in die sonstigen Detail gegeben.
Aber wie Du selbst schreibst, kann dabei max. ein kleiner Bruchteil zurückgewonnen werden.
(Mit plattgedrückten PET-Flaschen hat man aber auch hier so seine Schwierigkeiten, obwohl die Händler verplichtet sind, auch die zurück zu nehmen.)
Und die Haushaltsgeräte, die z.B. bei uns im Wohngebiet auf dem Müll landen, sind meistens am Abend oder am nächsten Tag verschwunden, weil sie irgendwer zur Ersatzteilgewinnung oder sonstigen Verwendung nach Hause geschleppt hat.. Das ist sowieso eine sehr russische Eigenart, die ich schon bei meinen Gasteltern in Krasnojarsk beobachtet habe - da wird nix weggeschmissen, was man vielleicht noch irgendwie auf der Datscha oder im Haushalt oder in der Garage oder sonstwo gebrauchen kann. Kein Wunder, früher gabs ja nirgends was zu kaufen, da musste man eben erfinderisch sein und basteln. Und im Improvisieren sind Russen wirklich Meister, das muss man echt mal sagen. (Leider wird auch dort immer noch improvisiert, wo man das inzwischen nicht mehr machen müsste bzw. sollte - Bsp. Straßenausbesserung...)
Manu
Auch da stimme ich Dir völlig zu: Ein ausgediehnter Kühlschrank taugt immerhin noch als Schrank...

Und die neue Datscha von Familie Gadiatoullin ist ein solches Meisterwerk an Improvisationskunst und dennoch ein recht schmuckes und komfortables Häuschen geworden (auch dank meiner Mitwirkung.) Für einen ehem. Ossi ist das ja auch alles noch sehr vertraut...
Auch wenn es heute praktisch alles gibt, ist es doch für die meisten Leute in der RF unerschwinglich, d.h. um einen halbwegs erträglichen Lebensstandart zu haben, den Kindern die Ausbildung zu finanzieren etc., muss auch ein relativ gut verdienender Industriearbeiter jeden noch verwertbaren Nagel aufheben...
M.a.W. gegen diese Art von Wertstoffnutzung habe ich absolut nichts einzuwenden, auch wenn ich den Leuten gern etwas weniger Mühsal gönnen würde.
Und das mit dem "Straßenbau" habe ich ebenfalls (mit Grauen) mitverfolgen dürfen.

Ich dachte wirklich mich hackts...
Aber back to topic. Offenbar tut sich ja in einigen Bereichen doch langsam etwas - wie man z.B. an den Rücknahmeautomaten für die Dosen oder einigen anderen Beiträgen hier sehen kann.
Gruß,
Z.