? Entwicklung der Abfallwirtschaft in der RF

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Gibt es eine Tendenz zur Müllreduzierung und Wertstoffrückgewinnung in der RF

Nein. Was aus dem Müll wird, interessiert nicht.
6
60%
Ja, aber Primärrohstoffe sind billiger.
1
10%
Ja, aber die administrativen Hürden wären /sind dafür zu hoch.
1
10%
Ja. Es gibt inzwischen Modellprojekte zur Mülltrennung und Wiederverwertung.
2
20%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 10

Oblomski

Beitrag von Oblomski »

Dietrich hat geschrieben: Aber natuerlich setzt sowas eine gewissen Planung und Organisation vorraus. Ist also in Russland nicht machbar. Man braucht ja nur mal in den naechsten Supermarkt gehen und versuchen eine Flasche auslaendischen Wein zu kaufen.... Traurig!
Das mit dem Wein finde ich auch blöd. Dennoch ist es kein Beweis, dass in Russland keine Lehrflaschenannahme geben wird. Früher hat sie sogar ganz ordentlich funktioniert.
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Dietrich
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Beitrag von Dietrich »

Also wenn ich mir ansehe, wieviel Hickhack das in Deutschland gegeben hat mit den PET-Flaschen und dem Zwangspfand und mir dann vorstelle hier in Russland sollte jeder kleine Kiosk die Flaschen/Dosen zuruecknehmen, die die Leute im Supermarkt gekauft haben, dann kann man das nur durch entsprechende Organisation loesen....

und deshalb wird das nicht klappen!

Dietrich
Oblomski

Beitrag von Oblomski »

Dietrich hat geschrieben:Also wenn ich mir ansehe, wieviel Hickhack das in Deutschland gegeben hat mit den PET-Flaschen und dem Zwangspfand und mir dann vorstelle hier in Russland sollte jeder kleine Kiosk die Flaschen/Dosen zuruecknehmen, die die Leute im Supermarkt gekauft haben, dann kann man das nur durch entsprechende Organisation loesen....

und deshalb wird das nicht klappen!

Dietrich
Man muss ja nicht unbedingt auch in Russland den gleichen PET-Unsinn treiben, wie in Deutschland. Ich denke gerade an die Zeiten, da konnte man eine leere Bierdose nur in der gleichen Bahnhofkiosk abgeben, wo sie gekauft worden war, auch wenn man seitdem paar Hundert Kilometer zurückgelegt hat. OK, mit der zur Diskussion stehenden Frage hat es vielleicht wenig zu tun. Zurück zum Thema: es wäre erst mal nicht schlecht, wenn man in allen russischen Supermärkten oder auch in der Nähe von den Metrostationen (wegen der vielen Kiosken) organisieren würde.
Ralph
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Beitrag von Ralph »

Moin

zu diesem Thema ein sehr schöner Blog mit einem interessanten Eintrag zum "Leergutwahnsinn" in D

http://www.shopblogger.de/blog/archives ... frust.html

:reiter:

Ralph
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Dietrich
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Beitrag von Dietrich »

Oblomski hat geschrieben:Zurück zum Thema: es wäre erst mal nicht schlecht, wenn man in allen russischen Supermärkten oder auch in der Nähe von den Metrostationen (wegen der vielen Kiosken) organisieren würde.
Bleibt nur die Frage: WIE?

Stell dir vor, du nimmst wirklich pro Dose/Flasche etc. 5 Rubel. Das heisst der Kunde bezahlt diese 5 Rubel beim Kauf mehr. Egal wo er es kauft. Also z.B. am Kiosk. Die 5 Rubel bleiben also dort.
Und jetzt willst du, das es zentrale Stellen gibt, wo die Sachen zurueckgegeben werden? Woher haben diese Stellen das Geld? Vom Kiosk?

Oder stell dir vor, wieviele 'alte' Flaschen, Dosen etc. dann ploetzlich auftauchen wuerden!

Ein Pfandsystem funktioniert nunmal nur zentral organisiert. Die Haendler muessen den Pfand nach Verkauf der Flaschen/Dosen an eine zentrale Stelle abdruecken und wenn sie Leergut haben, dann muessen sie von genau dieser zentralen Stelle die Kohle auch dafuer wiederkriegen.
Und wegen des "alten" Leergutes gibt es nur die Moeglichkeit entweder die "neuen" Pfandsachen zu kennzeichnen und die alten nicht zurueckzunehmen, oder eben in der Uebergangszeit die Verluste in Kauf zu nehmen.

Ich finde ein Pfandsystem mit ausreichendem Pfand lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn die reine resourcenmaessige Rechnung nicht 100% aufgeht. Allein der Muell der dadurch weniger ueberall rumliegt sollte uns das Wert sein!!!!
Oder wer will das die (von Menschen frequentierten) Waelder und Parks in Deutschland so aussehen, wie hier in Russland? Ich nicht!

Dietrich
Zeppelin
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Beitrag von Zeppelin »

Dietrich hat geschrieben:
Oblomski hat geschrieben:Zurück zum Thema: es wäre erst mal nicht schlecht, wenn man in allen russischen Supermärkten oder auch in der Nähe von den Metrostationen (wegen der vielen Kiosken) organisieren würde.
Bleibt nur die Frage: WIE?

Stell dir vor, du nimmst wirklich pro Dose/Flasche etc. 5 Rubel. Das heisst der Kunde bezahlt diese 5 Rubel beim Kauf mehr. Egal wo er es kauft. Also z.B. am Kiosk. Die 5 Rubel bleiben also dort.
Und jetzt willst du, das es zentrale Stellen gibt, wo die Sachen zurueckgegeben werden? Woher haben diese Stellen das Geld? Vom Kiosk?

Oder stell dir vor, wieviele 'alte' Flaschen, Dosen etc. dann ploetzlich auftauchen wuerden!

Ein Pfandsystem funktioniert nunmal nur zentral organisiert. Die Haendler muessen den Pfand nach Verkauf der Flaschen/Dosen an eine zentrale Stelle abdruecken und wenn sie Leergut haben, dann muessen sie von genau dieser zentralen Stelle die Kohle auch dafuer wiederkriegen.
Und wegen des "alten" Leergutes gibt es nur die Moeglichkeit entweder die "neuen" Pfandsachen zu kennzeichnen und die alten nicht zurueckzunehmen, oder eben in der Uebergangszeit die Verluste in Kauf zu nehmen.

Ich finde ein Pfandsystem mit ausreichendem Pfand lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn die reine resourcenmaessige Rechnung nicht 100% aufgeht. Allein der Muell der dadurch weniger ueberall rumliegt sollte uns das Wert sein!!!!
Oder wer will das die (von Menschen frequentierten) Waelder und Parks in Deutschland so aussehen, wie hier in Russland? Ich nicht!

Dietrich
Ja, so etwa würde ich mir das auch vorstellen. Allerdings würde ich im Unterschied zu D die Rüchnahme vom Handel abkoppeln. Das Pfand wäre beim Kauf beim Händler zu entrichten.
Die Händler führen das Pfand zzgl. einer Gebühr dafür, dass sie von der Rücknahmeorganisation entlastet werden, an eine zentrale Rücknahmeorganisation ab, die ein hinreichend dichtes Netz von Rücknahmestellen betreibt. So braucht nicht jeder Kioskbetreiber sich mit der Rücknahme beschäftigen, was ökonomisch eben der totale Trittinsche Schwachsinn ist.
(Frage am Rande: Hat Trittin inzwischen auch schon einen Job bei Volodja?)

Gruß,
Zeppelin
Oblomski

Beitrag von Oblomski »

Dietrich hat geschrieben: Ein Pfandsystem funktioniert nunmal nur zentral organisiert. Die Haendler muessen den Pfand nach Verkauf der Flaschen/Dosen an eine zentrale Stelle abdruecken und wenn sie Leergut haben, dann muessen sie von genau dieser zentralen Stelle die Kohle auch dafuer wiederkriegen.
Genau. Es setzt allerdings noch nicht voraus, dass eine jede Kiosk zu zwingen ist, Leergut (egal ob eigenes oder fremdes) anzunehmen. Diese Regelung würde die allermeisten Kleinhändler ja komplett überfordern. Dem Vorschal von Zeppelin kann ich mich dagegen anschließen.
Dietrich hat geschrieben: Ich finde ein Pfandsystem mit ausreichendem Pfand lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn die reine resourcenmaessige Rechnung nicht 100% aufgeht. Allein der Muell der dadurch weniger ueberall rumliegt sollte uns das Wert sein!!!!
Bin der gleichen Meinung
Dietrich hat geschrieben: Oder wer will das die (von Menschen frequentierten) Waelder und Parks in Deutschland so aussehen, wie hier in Russland? Ich nicht!
Mal ehrlich: haben die Wälder und Parks in Deutschland wirklich viel schlimmer ausgesehen, als die PET-Flaschen noch pfandfrei waren? Ich glaube es nicht und habe es nich merken können. Dass man sein Müll nicht rumliegen läßt, bringt man in Deutschland (fast) einem jeden bei. In Russland ist sozial verantwortliches Handeln leider viel weniger selbstverständlich, nicht zuletzt, weil es oft von Nachteil ist.
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Xottabych
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Beitrag von Xottabych »

Oblomski hat geschrieben:Mal ehrlich: haben die Wälder und Parks in Deutschland wirklich viel schlimmer ausgesehen, als die PET-Flaschen noch pfandfrei waren? Ich glaube es nicht und habe es nich merken können. Dass man sein Müll nicht rumliegen läßt, bringt man in Deutschland (fast) einem jeden bei. In Russland ist sozial verantwortliches Handeln leider viel weniger selbstverständlich, nicht zuletzt, weil es oft von Nachteil ist.
Also, ich kann Euch sagen: Wenn man nicht 2 mal im Jahr Praktikanten, Waldarbeiter-Azubis und Ein-Euro-Jobber zum Mülleinsammeln durch die Wälder treiben würde, dann sähen auch die deutschen Wälder ganz schön zugemüllt aus.
Oder denkt mal an die ganzen Grillplätze im Wald. Wenn niemand extra aufräumen würde, dann hätte sich dort in Kürze ein ziemlicher Haufen Abfall angesammelt.

Ich kann der Beobachtung schon zustimmen, dass die Leute in Russland zuweilen eine ziemlich legere Haltung zum Thema "seinen Müll mitnehmen" haben. Aber die Deutschen sind da keineswegs so vorbildlich, wie man meinen sollte.

Als ich übrigens einmal mit dem Bus von SPb nach Deutschalnd gefahren bin, konnte ich eine erstaunliche Beobachtung machen: Die gleichen leute, die in Russland noch ihren Müll einfach auf die Straße geworfen hatten, verwandelten sich in Vorbilder von Reinlichkeit, sobald wir innerhalb Deutschlands waren. Da wurden sogar die Zigaretten ausgedrückt und in den Mülleimer geworfen.
Da merkt man doch: Sie wissen, was sie tun...
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