Heilkräuter
- Zejtnot
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Heilkräuter
Ich war doch letztens im Altai und da haben wieder alle um mich herum lauter lustige Kräuter gesammelt. Nun fragen mich immer alle deutschen Gäste, was da meine russische Freundin so für tollen Tee braut. Leider finde ich keine Webseite, die mir darüber umfassend Auskunft gibt. Deswegen will ich das mal selbst zusammensammeln. Daher meine Frage: Welche Heilkräuter sammeln Eure russischen Freunde so, wenn sie zufällig mal in einen Wald geraten?!
Meine vorläufige Liste:
Smorodina (Blätter der schwarzen Johannisbeere)
Tschebrez (eine Art wilder Thymian, scheinbar)
Mjata (Minze)
Lipa (Lindenblüten)
Solotoi Koren (? ? ?)
Badan (? ? ?)
...
Meine vorläufige Liste:
Smorodina (Blätter der schwarzen Johannisbeere)
Tschebrez (eine Art wilder Thymian, scheinbar)
Mjata (Minze)
Lipa (Lindenblüten)
Solotoi Koren (? ? ?)
Badan (? ? ?)
...
Hoppla, das sind interessante Fragen!
Ich verstehe Deine Frage allgemein für Russland, nicht speziell auf den Altai bezogen, oder?
Also, grundsätzlich kannst Du fast alle Kräuter sammeln, die in Wäldern wachsen. Allerdings erstreckt sich das Land über 8 verschiedene Klimazonen mit unterschiedlicher zonaler und standortlich variierender Vegetation, sodass im Zweifelsfall diese Regeln nicht gelten. Außerdem gibt es besonders in Sibirien und im Kaukasus Arten, die in Europa nicht vorkommen.
Meine Erfahrung ist eigentlich: Die Russen haben alles schon mal probiert, was im Wald wächst. Sogar aus einem Pilz, der Birken parasitiert, kannst Du einen Tee kochen.
Ich war zwar viel im Wald unterwegs, und habe mir auch eine Menge zeigen lassen, allerdings waren das fast nur Beeren und Pilze.
Aufpassen musst Du nur bei giftigen Arten, deren Anzahl jedoch sehr überschaubar ist. Die meisten Giftpflanzen wachsen nicht im Wald, sondern auf Wiesen, Schutthalden etc. Finger weg von der Eibe, die bringt Dich um (außer, Du isst die klebrigen roten Beeren, die sind wohl nicht giftig. Ich habe das allerdings selber besser nicht getestet).
Andere Pflanzen wirken nur in der Menge giftig (wie ja alle Medikamente).
Viele Pflanzen kannst Du gar nicht bestimmen, sobald die Blüte nicht mehr zu sehen ist. Daher besser nur Pflanzen sammeln, die Du sicher kennst (ist wie bei Pilzen).
Ich würde mir am besten einen Ratgeber zulegen.
Ansonsten würde aber auch ich mich über ein paar Tipps von Sammlern freuen!
Gruß!
P.S.: "badan" habe ich noch nie gehört, aber "zolotoy koren' "heißt auch bei uns Goldwurz. Aus dem Altai ist mir noch das Altaistiefmütterchen bekannt.
Ich verstehe Deine Frage allgemein für Russland, nicht speziell auf den Altai bezogen, oder?
Also, grundsätzlich kannst Du fast alle Kräuter sammeln, die in Wäldern wachsen. Allerdings erstreckt sich das Land über 8 verschiedene Klimazonen mit unterschiedlicher zonaler und standortlich variierender Vegetation, sodass im Zweifelsfall diese Regeln nicht gelten. Außerdem gibt es besonders in Sibirien und im Kaukasus Arten, die in Europa nicht vorkommen.
Meine Erfahrung ist eigentlich: Die Russen haben alles schon mal probiert, was im Wald wächst. Sogar aus einem Pilz, der Birken parasitiert, kannst Du einen Tee kochen.
Aufpassen musst Du nur bei giftigen Arten, deren Anzahl jedoch sehr überschaubar ist. Die meisten Giftpflanzen wachsen nicht im Wald, sondern auf Wiesen, Schutthalden etc. Finger weg von der Eibe, die bringt Dich um (außer, Du isst die klebrigen roten Beeren, die sind wohl nicht giftig. Ich habe das allerdings selber besser nicht getestet).
Andere Pflanzen wirken nur in der Menge giftig (wie ja alle Medikamente).
Viele Pflanzen kannst Du gar nicht bestimmen, sobald die Blüte nicht mehr zu sehen ist. Daher besser nur Pflanzen sammeln, die Du sicher kennst (ist wie bei Pilzen).
Ich würde mir am besten einen Ratgeber zulegen.
Ansonsten würde aber auch ich mich über ein paar Tipps von Sammlern freuen!
Gruß!
P.S.: "badan" habe ich noch nie gehört, aber "zolotoy koren' "heißt auch bei uns Goldwurz. Aus dem Altai ist mir noch das Altaistiefmütterchen bekannt.
Auf den Wiesen gibt es (zumindest im mitteleuropäischen Teil Russlands) oft Sauerampfer (Schtschawel), den man am sauren Geschmack erkennt, die Blätter sehen dem Bärlauch ein bisschen ähnlich. Man kann superlecker eine Suppe daraus machen, geht auch in Salaten etc.
Noch haben wir früher Ende Sommer Hagebutten (Schipownik) gesammelt, das sind diese große Wildrosasträuche, die auch sehr verbreitet sind. Die Beeren kann man trocknen lassen, sie halten den ganzen Winter, und dann macht man einen Tee daraus, viel Vitamin C und lecker.
Auf Anhieb fällt mir nichts mehr ein, denke mal drüber nach.
Gruß
Oletsch
Noch haben wir früher Ende Sommer Hagebutten (Schipownik) gesammelt, das sind diese große Wildrosasträuche, die auch sehr verbreitet sind. Die Beeren kann man trocknen lassen, sie halten den ganzen Winter, und dann macht man einen Tee daraus, viel Vitamin C und lecker.
Auf Anhieb fällt mir nichts mehr ein, denke mal drüber nach.
Gruß
Oletsch
-
Paul
Tee
Eine Web-Fundsache aus den letzten Tagen paßt vielleicht ganz gut in diesen Strang:
Russian Tea HOWTO
http://home.fazekas.hu/~nagydani/rth/Ru ... TO-v2.html
Russian Tea HOWTO
http://home.fazekas.hu/~nagydani/rth/Ru ... TO-v2.html
Nochmal eine kleine Ergänzung, zwar ohne persönliche Tipps, aber trotzdem.
http://www.heilkraeuter.de/
Auf dieser (natürlich ganz schnell zu googelnden
) deutschen Seite haben sich ein paar Leute schon ziemlich viele Gedanken über die Wirkungsweise verschiedenenr Kräuter gemacht. Demnach hat selbst Buchweizen noch eine besondere Wirkung auf den Organismus. Wer hätts gedacht!
Insgesamt sollte eine deutsche Seite bzw. ein deutscher Ratgeber erst einmal ausreichend sein, denn die Vegetation im Westen Russlands unterscheidet sich nicht so stark von der mitteleuropäischen (Alpenraum ausgenommen), soweit ich weiß.
Angenommen, ich würde nun in den russischen Wald gehen, um Kräuter zu sammeln, dann natürlich mit deutschem und russischem Bestimmungsbuch, die es ja reichlich gibt (wenn auch mit vergleichsweise ungeschickten Abbildungen)
Und natürlich Kompass, Gummistiefel und was gegen Schnakenstiche nicht vergessen.
http://www.heilkraeuter.de/
Auf dieser (natürlich ganz schnell zu googelnden
Insgesamt sollte eine deutsche Seite bzw. ein deutscher Ratgeber erst einmal ausreichend sein, denn die Vegetation im Westen Russlands unterscheidet sich nicht so stark von der mitteleuropäischen (Alpenraum ausgenommen), soweit ich weiß.
Angenommen, ich würde nun in den russischen Wald gehen, um Kräuter zu sammeln, dann natürlich mit deutschem und russischem Bestimmungsbuch, die es ja reichlich gibt (wenn auch mit vergleichsweise ungeschickten Abbildungen)
Und natürlich Kompass, Gummistiefel und was gegen Schnakenstiche nicht vergessen.
Re: Heilkräuter
Ein Blick ins Online-Wörterbuch ergab zwar keine Übersetzung, aber Definitionen mit den lateinischen Pflanzennamen hab ich gefunden:Zejtnot_ hat geschrieben:Badan (? ? ?)...
Бадан
(Bergenia), род многолетних трав семейства камнеломковых. Стебель укороченный с мясистым корневищем. Листья крупные кожистые, прикорневые; на цветоносе 20-40 красных или белых колокольчатых цветков, чаще в щитковидном соцветии. 11 видов, преимущественно в центральной и Вост. Азии, из них в (СССР - 4 вида. Наибольшее значение имеет Б. толстолистный (В. crassifolia), встречающийся в горных районах Вост. Сибири и в Сев. Монголии, где образует местами большие заросли; издавна разводится как декоративное растение. Ценное техническое (дубильное) и лекарственное растение; один из источников для получения танина, галловой кислоты, арбутина и др.
БАДАН м. растение, употреблебляемое за Байкалом вместо чая, чагирский, монгольский чай, чагир, Saxifraga crassifolia; || ошибочно вместо бадьян; || также ошибочно, Geum. || растение Dictamnus Fraxinela, волкана ставр., ясенец, ясенник, бадьян.
Du erntest, was du säst.


