FAQ-Vorschlag
- Zejtnot
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FAQ-Vorschlag
Visum
Für Reisen nach Russland benötigen deutsche, schweizer und österreichische Staatsbürger ein Visum.
Für Touristen und andere Kurzbesucher empfiehlt es sich im Allgemeinen, den Service einer Reiseagentur zu nutzen, um den nicht unerheblichen Aufwand für das Visum auf ein Minimum zu reduzieren. Etliche Anbieter haben sich auf Russland spezialisiert und organisieren Touristenvisa (Reisedauer bis zu 3 Monate) oder auch Businessvisa (1 Jahr, sehr selten 3 Jahre). Abzugeben sind meist nur Pass und Foto, den Rest organisiert die Agentur. Es entfällt das Organisieren einer Einladung und die zweifache Fahrt ins Konsulat. Dieser Service sollte 10 bis 30 Euro pro Visum kosten, zuzüglich der eigentlichen Visagebühr, meist 40 Euro.
Wer sich selbst ein Visum organieren möchte, muss mit folgenden Dokumenten die russische Botschaft (Berlin) oder eines der Generalkonsulate (Bonn, Hamburg, München, Leipzig) aufsuchen:
- ausgefülltes Antragsformular, abrufbar unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/Bla ... ntrag1.htm
- Bestätigung für eine Reisekrankenversicherung für Russland (Liste der gültigen Gesellschaften sowie Formular unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/versicherungen.htm)
- Passbild
- Einladung
- Einzahlungsbeleg für die Gebühr oder EC-Karte zum Bezahlen vor Ort
Das Mitbringen von großen Taschen ist in den russischen Konsulaten und Botschaften verboten! Achtung, es gibt keine Schließfächer!
Die Einladung kann (bis auf wenige Ausnahmen, zum Beispiel für Studienaufenthalte) NICHT formlos sein, sondern muss in Russland in einer Meldestelle (OWIR) von einer privaten oder juristischen Form beantragt werden. Dafür muss die entsprechende Person/Firma/Universität im OWIR nachweisen, wo der Gast übernachten wird und wer den Aufenthalt bezahlen wird. Eine einfache Hotelbuchung aus dem Internet gilt nicht als Einladung!
Die Einladung in Russland plus der Versand des Blattes nach Deutschland kostet meist mehr als der Service der oben genannten Agenturen - den Zeitaufwand noch nicht eingerechnet. Die private Einladung lohnt sich also nur, wenn es sich nicht um einmalige Kurzreisen handelt. Sinn macht es quasi nur für Studenten oder Geschäftsleute, die mehrfach zu ein und demselben Geschäftspartner reisen wollen.
Auch wenn man sich beim Beantragen auf eine Reisestrecke festgelegt hat, kann man sich in Russland unabhängig davon frei bewegen. Dennoch sollten man möglichst nah an der Wahrheit liegen, um Probleme beim Registrieren zu vermeiden. (Touristenvisen von Agenturen sollte ein Voucher beilegen, der möglichst alle Reiseziele aufzählt.)
Registrierung
Nach Ankunft in Russland muss man sich registrieren. Die Regel besagt, dass man sich in jeder Stadt registrieren muss, wo man sich länger als 72 Stunden aufhält. In der Praxis empfielt es sich jedoch, sich gleich in der ersten Stadt zu melden, auch wenn man dort kürzer als 72 Stunden ist.
Registrieren können alle Hotels der mittleren und gehobenen Preislage (ab 15 Euro). Einige Agenturen haben Partnerfirmen in Moskau oder St. Petersburg, die für 20 Euro eine Registrierung organisieren. Ferner dürfen Privatpersonen ihre Gäste im OWIR oder Pasportny Stol melden - in der Realität scheitert das aber oft an bürokratischen Hürden und langen Wartezeiten. (Unter Umständen ist ein Fax des einladenden Unternehmens notwendig.)
Die Registrierung erfolgt auf der Migrationskarte, die man bei der Einreise am Flughafen / an der Grenze erhält. Bei der Ausreise wird die Karte wieder eingezogen. Existiert mindestens ein Stempel werden meist keine Fragen gestellt. (Ausnahme: Novosibirsk, hier wird sehr genau gefragt, wo man war, wenn irgendwann 72 Stunden nicht gestempelt wurden.)
Verlängerungsmöglichkeiten
Nicht alle Visa lassen sich verlängern. Touristen- und Businessvisa werden nur bei sehr dringenden Anliegen (Flug gestrichen, Krankheit) kurz verlängert. Problemlos verlängert werden
Visa für Arbeits- und Studienaufenthalte sowie Kulturaustausch. Über Visa für technisch-wissenschaftlischen Austausch gibt es scheinbar keine klare Regel.
Studenten und ausländische Arbeitnehmer russischer Firmen erhalten oftmals nur ein einmaliges Einreisevisum für drei Monate und bekommen dann vor Ort in Russland einfache oder mehrfache Ein- und Ausreisevisa. Diese sind grüne Einlegeblätter für den Pass, unglücklicherweise größer als ein Reisepass. Falten ist aber scheinbar nicht verboten.
Sonstiges
Die Migrationskarte (und natürlich auch das verlängerte Visum als Einlegeblatt) sollte man möglichst nicht verlieren um ernsthafte Probleme zu vermeiden.
Achtung für Zugfahrer: Für Weißrussland ist ein extra Visum notwendig - alle Züge von Deutschland nach Moskau fahren über Belarus! Auch bei innerrussischen Zügen muss man darauf achten, nicht Kasachstan zu durchqueren (auf der Strecke von Tscheljabinsk nach Omsk) - Visapflicht! Keine Probleme gibt es mehr mit der Ukraine und dem Baltikum - alle visafrei.[/b]
Für Reisen nach Russland benötigen deutsche, schweizer und österreichische Staatsbürger ein Visum.
Für Touristen und andere Kurzbesucher empfiehlt es sich im Allgemeinen, den Service einer Reiseagentur zu nutzen, um den nicht unerheblichen Aufwand für das Visum auf ein Minimum zu reduzieren. Etliche Anbieter haben sich auf Russland spezialisiert und organisieren Touristenvisa (Reisedauer bis zu 3 Monate) oder auch Businessvisa (1 Jahr, sehr selten 3 Jahre). Abzugeben sind meist nur Pass und Foto, den Rest organisiert die Agentur. Es entfällt das Organisieren einer Einladung und die zweifache Fahrt ins Konsulat. Dieser Service sollte 10 bis 30 Euro pro Visum kosten, zuzüglich der eigentlichen Visagebühr, meist 40 Euro.
Wer sich selbst ein Visum organieren möchte, muss mit folgenden Dokumenten die russische Botschaft (Berlin) oder eines der Generalkonsulate (Bonn, Hamburg, München, Leipzig) aufsuchen:
- ausgefülltes Antragsformular, abrufbar unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/Bla ... ntrag1.htm
- Bestätigung für eine Reisekrankenversicherung für Russland (Liste der gültigen Gesellschaften sowie Formular unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/versicherungen.htm)
- Passbild
- Einladung
- Einzahlungsbeleg für die Gebühr oder EC-Karte zum Bezahlen vor Ort
Das Mitbringen von großen Taschen ist in den russischen Konsulaten und Botschaften verboten! Achtung, es gibt keine Schließfächer!
Die Einladung kann (bis auf wenige Ausnahmen, zum Beispiel für Studienaufenthalte) NICHT formlos sein, sondern muss in Russland in einer Meldestelle (OWIR) von einer privaten oder juristischen Form beantragt werden. Dafür muss die entsprechende Person/Firma/Universität im OWIR nachweisen, wo der Gast übernachten wird und wer den Aufenthalt bezahlen wird. Eine einfache Hotelbuchung aus dem Internet gilt nicht als Einladung!
Die Einladung in Russland plus der Versand des Blattes nach Deutschland kostet meist mehr als der Service der oben genannten Agenturen - den Zeitaufwand noch nicht eingerechnet. Die private Einladung lohnt sich also nur, wenn es sich nicht um einmalige Kurzreisen handelt. Sinn macht es quasi nur für Studenten oder Geschäftsleute, die mehrfach zu ein und demselben Geschäftspartner reisen wollen.
Auch wenn man sich beim Beantragen auf eine Reisestrecke festgelegt hat, kann man sich in Russland unabhängig davon frei bewegen. Dennoch sollten man möglichst nah an der Wahrheit liegen, um Probleme beim Registrieren zu vermeiden. (Touristenvisen von Agenturen sollte ein Voucher beilegen, der möglichst alle Reiseziele aufzählt.)
Registrierung
Nach Ankunft in Russland muss man sich registrieren. Die Regel besagt, dass man sich in jeder Stadt registrieren muss, wo man sich länger als 72 Stunden aufhält. In der Praxis empfielt es sich jedoch, sich gleich in der ersten Stadt zu melden, auch wenn man dort kürzer als 72 Stunden ist.
Registrieren können alle Hotels der mittleren und gehobenen Preislage (ab 15 Euro). Einige Agenturen haben Partnerfirmen in Moskau oder St. Petersburg, die für 20 Euro eine Registrierung organisieren. Ferner dürfen Privatpersonen ihre Gäste im OWIR oder Pasportny Stol melden - in der Realität scheitert das aber oft an bürokratischen Hürden und langen Wartezeiten. (Unter Umständen ist ein Fax des einladenden Unternehmens notwendig.)
Die Registrierung erfolgt auf der Migrationskarte, die man bei der Einreise am Flughafen / an der Grenze erhält. Bei der Ausreise wird die Karte wieder eingezogen. Existiert mindestens ein Stempel werden meist keine Fragen gestellt. (Ausnahme: Novosibirsk, hier wird sehr genau gefragt, wo man war, wenn irgendwann 72 Stunden nicht gestempelt wurden.)
Verlängerungsmöglichkeiten
Nicht alle Visa lassen sich verlängern. Touristen- und Businessvisa werden nur bei sehr dringenden Anliegen (Flug gestrichen, Krankheit) kurz verlängert. Problemlos verlängert werden
Visa für Arbeits- und Studienaufenthalte sowie Kulturaustausch. Über Visa für technisch-wissenschaftlischen Austausch gibt es scheinbar keine klare Regel.
Studenten und ausländische Arbeitnehmer russischer Firmen erhalten oftmals nur ein einmaliges Einreisevisum für drei Monate und bekommen dann vor Ort in Russland einfache oder mehrfache Ein- und Ausreisevisa. Diese sind grüne Einlegeblätter für den Pass, unglücklicherweise größer als ein Reisepass. Falten ist aber scheinbar nicht verboten.
Sonstiges
Die Migrationskarte (und natürlich auch das verlängerte Visum als Einlegeblatt) sollte man möglichst nicht verlieren um ernsthafte Probleme zu vermeiden.
Achtung für Zugfahrer: Für Weißrussland ist ein extra Visum notwendig - alle Züge von Deutschland nach Moskau fahren über Belarus! Auch bei innerrussischen Zügen muss man darauf achten, nicht Kasachstan zu durchqueren (auf der Strecke von Tscheljabinsk nach Omsk) - Visapflicht! Keine Probleme gibt es mehr mit der Ukraine und dem Baltikum - alle visafrei.[/b]
Re: FAQ-Vorschlag
Zejtnot_ hat geschrieben:... Dieser Service sollte 10 bis 30 Euro pro Visum kosten, zuzüglich der eigentlichen Visagebühr. Diese ist abhängig von der Art und der Gültigkeitsdauer des Visums und der Bearbeitungszeit. Eine Übersicht befindet sich hier
...
Die Einladung kann (bis auf wenige Ausnahmen, zum Beispiel für Studienaufenthalte) NICHT formlos sein, sondern muss in Russland in einer Meldestelle (OWIR) von einer privaten oder juristischen Person beantragt werden. Die Beantragung der Einladung für ein Privat- oder Businessvisum ist mit Kosten verbunden und dauert mindestens zwei Wochen, oft länger. Das Original dieses Einladungsbogens - oder bei Businessvisa z.T. eine Telexnummer - ist in der Botschaft bei der Beantragung des Visums vorzuweisen. Eine einfache Hotelbuchung aus dem Internet gilt nicht als Einladung, wohl aber ein russischer Hotelvoucher, den man bei der Beantragung der Einladung für ein Touristenvisum über ein Reisebüro erhält.
Eine private Einladung nach Russland plus der Versand des Blattes nach Deutschland kostet meist mehr als der Service der oben genannten Agenturen für ein Touristenvisum - den Zeitaufwand für die einladende Person noch nicht eingerechnet. Die private Einladung lohnt sich also nur, wenn es sich nicht um einmalige Kurzreisen handelt, und selbst dann ist ein Touristen- oder Businessvisum oft die vorzugswürdigere Variante.
...
Für die Registrierung ist die einladende Stelle verantwortlich. Touristenvisa können alle Hotels der mittleren und gehobenen Preislage (ab 15 Euro) registrieren. Einige Agenturen haben Partnerfirmen in Moskau oder St. Petersburg, die für 20 Euro eine Registrierung organisieren. Für die Registrierung bei längerem Aufenthalt auf Grundlage eines Businessvisums ist in der Regel ein Antrag des Vermieters nötig, der im Pasportnij stol nach Vorauszahlung der Kommunalabgaben beglaubigt wird und den man dann der einladenden Firma zur Registrierung übergibt. Da dies u.U. schwierig ist, haben manche Agenturen, die Einladungen für Businessvisa erstellen, auch Meldeadressen, unter denen sie ihre Kunden dann registrieren. Auch manche Hotels registrieren gegen Bezahlung längerfristige Aufenthalte. Ferner müssen Privatpersonen ihre Gäste, die auf Grundlage einer privaten Einladung eingereist sind, im OWIR oder Pasportny Stol melden.
..
Die Registrierung erfolgt auf der Migrationskarte, die man bei der Einreise am Flughafen / an der Grenze erhält und ausfüllen muss.
...
Nur wenige Visa lassen sich verlängern. ...
...
Achtung für Zugfahrer: Für Weißrussland ist ein extra Transit-Visum notwendig - alle Züge von Deutschland nach Moskau fahren über Belarus!
Hallo Zejtnot,
in Blau meine Änderungsvorschläge, zT. sind es Ergänzungen, insbesondere zur besseren Unterscheidung von verschiedenen Visatypen und so. Ich schicke es dir auch per PN, dann kannst du selber noch dran rumbasteln. Das Blaue machst du dann eben weg, wenn du meine Vorschläge übernimmst. Super, wie viel Mühe du dir gemacht hast.
Manu
Du erntest, was du säst.
- Zejtnot
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Für Reisen nach Russland benötigen deutsche, schweizer und österreichische Staatsbürger eine Einladung, ein Visum und eine Registrierung. Um die sich häufig wiederholenden Fragen zu diesem Thema etwas einzudämmen, hier eine grobe Zusammenfassung der rechtlichen Situation. Für Touristen ist die vereinfachte Beantragung am Ende erwähnt, zum Verständnis empfehlen wir jedoch die Lektüre des vollen Textes.
Einladung
Um ein Visum zu beantragen, benötigt man eine Einladung aus Russland oder einen offiziellen Voucher, der eine gebuchte Reise bestätigt.
Die Einladung kann meist NICHT formlos sein, sondern muss in Russland in einer Meldestelle (OWIR, Passportny Stol) von einer privaten oder juristischen Person beantragt werden. Es müssen eine Unterkunft und die Finanzierung des Aufenthaltes nachgewiesen werden. Die Beantragung der Einladung für ein Privat- oder Businessvisum ist mit Kosten verbunden und dauert mindestens zwei Wochen. Einladungen für mehr als drei Monate werden in nicht weniger als fünf Wochen ausgestellt.
In einigen Ausnahmen reichen formlose Einladungen, zum Beispiel können staatliche Hochschulen und einige Kultureinrichtungen per Fax einladen.
Eine einfache Hotelbuchung aus dem Internet gilt nicht als Einladung, wohl aber ein russischer Hotelvoucher, den viele Reisebüros ausstellen können. Der Voucher sollte nach Möglichkeit alle geplanten Reiseziele nennen.
Visum
Russische Visa müssen im Heimatland beantragt werden. Deutsche müssen sich also an die russische Botschaft (Berlin) oder eines der Generalkonsulate (Bonn, Hamburg, München, Leipzig) wenden, Schweizer müssen in Bern beantragen, Österreicher in Wien. Wer ständig im Ausland wohnt, kann mit einem entsprechenden Nachweis auch im Land des Wohnsitzes beantragen.
Mitzubringen sind:
- Reisepass, noch mindestens drei Monate nach Reiseende gültig
- ausgefülltes Antragsformular, abrufbar unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/Bla ... ntrag1.htm
- Bestätigung für eine Reisekrankenversicherung für Russland (Liste der gültigen Gesellschaften sowie Formular unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/versicherungen.htm)
- Passbild
- Original der Einladung (oder in Einzelfällen die Telexnummer, unter der die Einladung abrufbar ist)
- Einzahlungsbeleg für die Gebühr oder EC-Karte zum Bezahlen vor Ort
Im Antragformular muss man eine Reisestrecke nennen. Von dieser kann man später problemlos abweichen. Dennoch sollte man möglichst nah an der Wahrheit liegen, um Sorgen beim Registrieren zu vermeiden.
Die Visumsgebühr beträgt zwischen 40 und 340 Euro – je nach Visumsart und Bearbeitungsdauer, Details unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/vis ... gsgebühren. Ein dreiwöchiges Touristenvisum, welches in 15 Arbeitstagen ausgestellt wird kostet 40 Euro. Die minimale Bearbeitungszeit ist meist 30 Minuten, kostet aber dementsprechend. Visa für Studenten- und Kulturaustausch sowie für Ehepartner können bei Vorlage des entsprechenden Nachweises kostenlos erteilt werden.
Eine Beantragung per Post ist in Berlin nicht mehr möglich. Ohne Agentur (siehe unten) muss man zweimal im Konsulat erscheinen – bei Abgabe des Passes und bei Erhalt des Visums.
Vor den Konsulaten sind oft Schlangen und die Wächter zeichnen sich nicht zwingend durch Freundlichkeit aus. Das Mitbringen von großen Taschen ist in den russischen Konsulaten und Botschaften verboten! Achtung, es gibt keine Schließfächer!
Das Visum ist ein grüner Aufkleber mit Hologramm im Pass.
Registrierung
Nach Ankunft in Russland muss man sich registrieren. Per Gesetz ist dies innerhalb von drei Arbeitstagen nach Ankunft in Russland nötig. Bei Wechsel des Aufenthaltsortes ist innerhalb von drei Arbeitstagen eine neue Registrierung notwendig. Quasi braucht man also innerhalb der ersten drei Tage einen Stempel, danach nur noch, wenn man länger als drei Arbeitstage an einem Ort ist.
Für die Registrierung ist die einladende Stelle verantwortlich. Reisende mit Touristenvisum können sich in allen Hotels der mittleren und gehobenen Preislage (ab 15 Euro) registrieren. Einige Reiseagenturen haben Partnerfirmen in Moskau oder St. Petersburg, die für 20 Euro eine Registrierung organisieren. Einige Hotels registrieren gegen Bezahlung auch für einen längeren Zeitraum, als man tatsächlich dort übernachtet.
Wer sich in einer privaten Wohnung oder in einem billigen Hotel (ohne Stempel) registrieren möchte, muss sich an das OWIR oder den Pasportny Stol wenden. Mitzubringen sind:
- Zustimmung des Wohnungsbesitzers, notariell beglaubigt oder per persönlicher Vorsprache
- Einzahlungsbeleg für die Kommunalabgaben (Wassergebühren, ...) für den Gast *
- formloser Antrag der einladenden Firma / Person *
- formloser Antrag des Gastes
- Pass, Migrationskarte
- Einzahlungsbeleg von der Sparkasse, 1 Rubel pro Tag
Die mit * gekennzeichneten Punkte werden nicht in allen Städten gefordert.
Da diese Prozedur oft umständlich ist, haben manche Reiseagenturen auch Meldeadressen, unter denen sie ihre Kunden dann registrieren.
Die Registrierung erfolgt auf der Migrationskarte, die man bei der Einreise am Flughafen / an der Grenze erhält und ausfüllen muss. Seit einiger Zeit gibt es nur noch russischsprachige Karten. Am Flughafen liegen jedoch englischsprachige Ausfüllhilfen aus. Bei der Ausreise wird die Karte wieder eingezogen. Existiert mindestens ein Registrierungsstempel werden meist (!) keine Fragen gestellt.
Vereinfachtes Verfahren für Touristen
Für Touristen und andere Kurzbesucher empfiehlt es sich im Allgemeinen, den Service einer Reiseagentur zu nutzen, um den nicht unerheblichen Aufwand für das Visum auf ein Minimum zu reduzieren. Etliche Anbieter haben sich auf Russland spezialisiert und organisieren Touristenvisa (Reisedauer bis zu 3 Monate) oder auch Businessvisa (1 Jahr, sehr selten 3 Jahre). Abzugeben sind meist nur Pass und Foto, den Rest organisiert die Agentur. Es entfällt das Organisieren einer Einladung und die zweifache Fahrt ins Konsulat. Dieser Service sollte 10 bis 30 Euro pro Visum kosten, zuzüglich der eigentlichen Visumsgebühr (siehe oben).
Eine private Einladung nach Russland plus Versand des Blattes nach Deutschland kostet meist mehr als der Service der Agenturen - den Zeitaufwand für die einladende Person noch nicht eingerechnet. Die private Einladung lohnt sich also nur, wenn es sich nicht um einmalige Kurzreisen handelt, und selbst dann ist ein Touristen- oder Businessvisum oft die vorzugswürdigere Variante.
Sonstige Hinweise
Nur wenige Visa lassen sich verlängern. Touristen- und Businessvisa werden nur bei sehr dringenden Anliegen (Flug gestrichen, Krankheit) kurz verlängert. Problemlos verlängert werden Visa für Arbeits- und Studienaufenthalte sowie Kulturaustausch. Über Visa für technisch-wissenschaftlischen Austausch gibt es scheinbar keine klare Regel.
Studenten und ausländische Arbeitnehmer russischer Firmen erhalten oftmals nur ein einmaliges Einreisevisum für drei Monate und bekommen dann vor Ort in Russland einfache oder mehrfache Ein- und Ausreisevisa. Diese sind grüne Einlegeblätter für den Pass, unglücklicherweise größer als ein Reisepass. Falten ist aber scheinbar nicht verboten.
Die Migrationskarte (und natürlich auch das verlängerte Visum als Einlegeblatt) sollte man möglichst nicht verlieren um ernsthafte Probleme zu vermeiden.
Visafrei reisen Deutsche, die eine Aufenthaltsgenehmigung oder vorläufiges Wohnrecht besitzen. In der Praxis ist diese Regel an den Grenzübergängen aber oft nicht bekannt.
Achtung für Zugfahrer: Für Weißrussland ist ein extra Transit-Visum notwendig - alle Direktzüge von Deutschland nach Moskau fahren über Belarus! Auch bei innerrussischen Zügen muss man darauf achten, andere Länder nicht zu durchqueren. Zwischen Moskau und Jalta fahren viele Züge durch die Ukraine, zwischen Tscheljabinsk und Omsk durch Kasachstan, zwischen Kaliningrad und anderen Städten durch das Baltikum. In Kasachstan benötigen Deutsche ein Visum, in der Ukraine und dem Baltikum nicht. Dennoch verliert ein russisches Einfachvisum seine Gültigkeit!!
Diese Übersicht ist unverbindlich, wir übernehmen keine rechtliche Verantwortung.
Einladung
Um ein Visum zu beantragen, benötigt man eine Einladung aus Russland oder einen offiziellen Voucher, der eine gebuchte Reise bestätigt.
Die Einladung kann meist NICHT formlos sein, sondern muss in Russland in einer Meldestelle (OWIR, Passportny Stol) von einer privaten oder juristischen Person beantragt werden. Es müssen eine Unterkunft und die Finanzierung des Aufenthaltes nachgewiesen werden. Die Beantragung der Einladung für ein Privat- oder Businessvisum ist mit Kosten verbunden und dauert mindestens zwei Wochen. Einladungen für mehr als drei Monate werden in nicht weniger als fünf Wochen ausgestellt.
In einigen Ausnahmen reichen formlose Einladungen, zum Beispiel können staatliche Hochschulen und einige Kultureinrichtungen per Fax einladen.
Eine einfache Hotelbuchung aus dem Internet gilt nicht als Einladung, wohl aber ein russischer Hotelvoucher, den viele Reisebüros ausstellen können. Der Voucher sollte nach Möglichkeit alle geplanten Reiseziele nennen.
Visum
Russische Visa müssen im Heimatland beantragt werden. Deutsche müssen sich also an die russische Botschaft (Berlin) oder eines der Generalkonsulate (Bonn, Hamburg, München, Leipzig) wenden, Schweizer müssen in Bern beantragen, Österreicher in Wien. Wer ständig im Ausland wohnt, kann mit einem entsprechenden Nachweis auch im Land des Wohnsitzes beantragen.
Mitzubringen sind:
- Reisepass, noch mindestens drei Monate nach Reiseende gültig
- ausgefülltes Antragsformular, abrufbar unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/Bla ... ntrag1.htm
- Bestätigung für eine Reisekrankenversicherung für Russland (Liste der gültigen Gesellschaften sowie Formular unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/versicherungen.htm)
- Passbild
- Original der Einladung (oder in Einzelfällen die Telexnummer, unter der die Einladung abrufbar ist)
- Einzahlungsbeleg für die Gebühr oder EC-Karte zum Bezahlen vor Ort
Im Antragformular muss man eine Reisestrecke nennen. Von dieser kann man später problemlos abweichen. Dennoch sollte man möglichst nah an der Wahrheit liegen, um Sorgen beim Registrieren zu vermeiden.
Die Visumsgebühr beträgt zwischen 40 und 340 Euro – je nach Visumsart und Bearbeitungsdauer, Details unter http://www.rusbotschaft.de/Konsulat/vis ... gsgebühren. Ein dreiwöchiges Touristenvisum, welches in 15 Arbeitstagen ausgestellt wird kostet 40 Euro. Die minimale Bearbeitungszeit ist meist 30 Minuten, kostet aber dementsprechend. Visa für Studenten- und Kulturaustausch sowie für Ehepartner können bei Vorlage des entsprechenden Nachweises kostenlos erteilt werden.
Eine Beantragung per Post ist in Berlin nicht mehr möglich. Ohne Agentur (siehe unten) muss man zweimal im Konsulat erscheinen – bei Abgabe des Passes und bei Erhalt des Visums.
Vor den Konsulaten sind oft Schlangen und die Wächter zeichnen sich nicht zwingend durch Freundlichkeit aus. Das Mitbringen von großen Taschen ist in den russischen Konsulaten und Botschaften verboten! Achtung, es gibt keine Schließfächer!
Das Visum ist ein grüner Aufkleber mit Hologramm im Pass.
Registrierung
Nach Ankunft in Russland muss man sich registrieren. Per Gesetz ist dies innerhalb von drei Arbeitstagen nach Ankunft in Russland nötig. Bei Wechsel des Aufenthaltsortes ist innerhalb von drei Arbeitstagen eine neue Registrierung notwendig. Quasi braucht man also innerhalb der ersten drei Tage einen Stempel, danach nur noch, wenn man länger als drei Arbeitstage an einem Ort ist.
Für die Registrierung ist die einladende Stelle verantwortlich. Reisende mit Touristenvisum können sich in allen Hotels der mittleren und gehobenen Preislage (ab 15 Euro) registrieren. Einige Reiseagenturen haben Partnerfirmen in Moskau oder St. Petersburg, die für 20 Euro eine Registrierung organisieren. Einige Hotels registrieren gegen Bezahlung auch für einen längeren Zeitraum, als man tatsächlich dort übernachtet.
Wer sich in einer privaten Wohnung oder in einem billigen Hotel (ohne Stempel) registrieren möchte, muss sich an das OWIR oder den Pasportny Stol wenden. Mitzubringen sind:
- Zustimmung des Wohnungsbesitzers, notariell beglaubigt oder per persönlicher Vorsprache
- Einzahlungsbeleg für die Kommunalabgaben (Wassergebühren, ...) für den Gast *
- formloser Antrag der einladenden Firma / Person *
- formloser Antrag des Gastes
- Pass, Migrationskarte
- Einzahlungsbeleg von der Sparkasse, 1 Rubel pro Tag
Die mit * gekennzeichneten Punkte werden nicht in allen Städten gefordert.
Da diese Prozedur oft umständlich ist, haben manche Reiseagenturen auch Meldeadressen, unter denen sie ihre Kunden dann registrieren.
Die Registrierung erfolgt auf der Migrationskarte, die man bei der Einreise am Flughafen / an der Grenze erhält und ausfüllen muss. Seit einiger Zeit gibt es nur noch russischsprachige Karten. Am Flughafen liegen jedoch englischsprachige Ausfüllhilfen aus. Bei der Ausreise wird die Karte wieder eingezogen. Existiert mindestens ein Registrierungsstempel werden meist (!) keine Fragen gestellt.
Vereinfachtes Verfahren für Touristen
Für Touristen und andere Kurzbesucher empfiehlt es sich im Allgemeinen, den Service einer Reiseagentur zu nutzen, um den nicht unerheblichen Aufwand für das Visum auf ein Minimum zu reduzieren. Etliche Anbieter haben sich auf Russland spezialisiert und organisieren Touristenvisa (Reisedauer bis zu 3 Monate) oder auch Businessvisa (1 Jahr, sehr selten 3 Jahre). Abzugeben sind meist nur Pass und Foto, den Rest organisiert die Agentur. Es entfällt das Organisieren einer Einladung und die zweifache Fahrt ins Konsulat. Dieser Service sollte 10 bis 30 Euro pro Visum kosten, zuzüglich der eigentlichen Visumsgebühr (siehe oben).
Eine private Einladung nach Russland plus Versand des Blattes nach Deutschland kostet meist mehr als der Service der Agenturen - den Zeitaufwand für die einladende Person noch nicht eingerechnet. Die private Einladung lohnt sich also nur, wenn es sich nicht um einmalige Kurzreisen handelt, und selbst dann ist ein Touristen- oder Businessvisum oft die vorzugswürdigere Variante.
Sonstige Hinweise
Nur wenige Visa lassen sich verlängern. Touristen- und Businessvisa werden nur bei sehr dringenden Anliegen (Flug gestrichen, Krankheit) kurz verlängert. Problemlos verlängert werden Visa für Arbeits- und Studienaufenthalte sowie Kulturaustausch. Über Visa für technisch-wissenschaftlischen Austausch gibt es scheinbar keine klare Regel.
Studenten und ausländische Arbeitnehmer russischer Firmen erhalten oftmals nur ein einmaliges Einreisevisum für drei Monate und bekommen dann vor Ort in Russland einfache oder mehrfache Ein- und Ausreisevisa. Diese sind grüne Einlegeblätter für den Pass, unglücklicherweise größer als ein Reisepass. Falten ist aber scheinbar nicht verboten.
Die Migrationskarte (und natürlich auch das verlängerte Visum als Einlegeblatt) sollte man möglichst nicht verlieren um ernsthafte Probleme zu vermeiden.
Visafrei reisen Deutsche, die eine Aufenthaltsgenehmigung oder vorläufiges Wohnrecht besitzen. In der Praxis ist diese Regel an den Grenzübergängen aber oft nicht bekannt.
Achtung für Zugfahrer: Für Weißrussland ist ein extra Transit-Visum notwendig - alle Direktzüge von Deutschland nach Moskau fahren über Belarus! Auch bei innerrussischen Zügen muss man darauf achten, andere Länder nicht zu durchqueren. Zwischen Moskau und Jalta fahren viele Züge durch die Ukraine, zwischen Tscheljabinsk und Omsk durch Kasachstan, zwischen Kaliningrad und anderen Städten durch das Baltikum. In Kasachstan benötigen Deutsche ein Visum, in der Ukraine und dem Baltikum nicht. Dennoch verliert ein russisches Einfachvisum seine Gültigkeit!!
Diese Übersicht ist unverbindlich, wir übernehmen keine rechtliche Verantwortung.
-
achim
- Zejtnot
- Globaler Moderator

- Beiträge: 14590
- Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
- Wohnort: Sibirien, Sachsen
Hmm, gelbbraunorange sind sie nicht mehr, stimmt. Aber meins ist links rosa und rechts grün. So gaga-grün, wie Passpapier. Oder nennt man das graumatschgrünlich?manuchka hat geschrieben:bloß der russischen Visumsaufkleber war bei mir noch niemals nicht grün, sondern entweder gelbbraunorange oder - jetzt - rosa. Grün sind die deutschen Schengenvisa...
Achim, kannst es ja noch einmal ändern, in rosa-grün.
P.S.: Wann kommen eigentlich die anderen FAQ?
