Hallo,
gerade habe ich Bulgakows Meisterwerk "Meister und Margarita"
beendet. Bedauerlicherweise muß ich zugeben, dass ich ein Hauptthema
des Buches nicht zu interpretieren weiß. Es handelt sich nämlich um die
als Roman im Roman verankerte Passionsgeschichte. Welchen Zweck sollen
die drei Kaptiel erfüllen und wie läßt sich diese "Welt" mit den beiden
anderen "Welten", die in Moskau spielen, verknüpfen?
Leider konnte ich im Internet auch keine Rezensionen finden, die mir meine
Frage beatworten könnte.
Über Eure Meinung bzw. Links zu hilfreichen Internetseiten wäre ich sehr
verbunden.
Gruß,
Christian
Der Meister und Margarita
Man kann sich lange darüber unterhalten. Ich sag mal kurz: was die Geschichte angeht - die Kapitel über Jeschua stellen den Inhalt vom Roman dar, den der Meister geschrieben hat. Aber Du hast wahrscheinlich nicht das gemeint, sondern was das für einen Sinn hat. Er schreibt einen Roman über Gottes Sohn und wird vom Teufel mitgenommen. Das ewige Thema vom Guten und Bösen in der Bulgakovs Interpretation. Und das noch im kommunistischen und atheistischen Moskau in den 30-er Jahren.
Gruß
Oletsch
Gruß
Oletsch
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zubrowa
Danke für Deine Antwort.
Ja, es ist mir bewußt, dass die Kapitel über Jeschua aus dem Roman, geschrie-
ben vom Meister, stammen.
Der Meister und Margarita werden vom Teufel mitgenommen, was jedoch auf
Bitte von Jeschua, übermittelt von Levi Matthäus, geschieht. Sie werden vom
Satan vergiftet und ihnen wird anschließend das ewige (?) Leben geschenkt.
Aber den Zusammenhang verstehe ich immer noch nicht. Kannst Du etwas
genauer beschreiben, was Du mit der Konstellation von "Gut und Böse" meinst.
Warum erzählt Voland zu Beginn des Buches Jeschuas Prozess, indem der
des Meisters Buch zitiert? Warum also beruft sich das Böse (Satan) auf das
Gute, indem es die Existenz von Gottes Sohn zu beweisen versucht?
Ja, es ist mir bewußt, dass die Kapitel über Jeschua aus dem Roman, geschrie-
ben vom Meister, stammen.
Der Meister und Margarita werden vom Teufel mitgenommen, was jedoch auf
Bitte von Jeschua, übermittelt von Levi Matthäus, geschieht. Sie werden vom
Satan vergiftet und ihnen wird anschließend das ewige (?) Leben geschenkt.
Aber den Zusammenhang verstehe ich immer noch nicht. Kannst Du etwas
genauer beschreiben, was Du mit der Konstellation von "Gut und Böse" meinst.
Warum erzählt Voland zu Beginn des Buches Jeschuas Prozess, indem der
des Meisters Buch zitiert? Warum also beruft sich das Böse (Satan) auf das
Gute, indem es die Existenz von Gottes Sohn zu beweisen versucht?
Weil er (der Teufel) halt ein Teil von jener Kraft ist, "die stets das Boese will und stets das Gute schafft"zubrowa hat geschrieben:....Warum also beruft sich das Böse (Satan) auf das
Gute, indem es die Existenz von Gottes Sohn zu beweisen versucht?
LG
7punkt
"Ich weigere mich, einen Unterschied zwischen den Voelkern zu machen und von guten und schlechten Nationen zu sprechen, aber einen Unterschied zwischen den Menschen muss ich machen." F. Duerrenmatt "Der Verdacht"

