Jo!manuchka hat geschrieben:Am allerbesten ist es sowieso, wenn Wortschatz und Grammatik Hand in Hand gehen
noch ein Neuling
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barthez
Stimmt, hab ich auch anders kennengelernt.manuchka hat geschrieben:Das habe ich anders kennengelernt - die Leute bemühen sich meist sehr, einen zu verstehen, weil sie sehr schätzen, wenn sich jemand bemüht, ihre Sprache zu sprechen. Da ist nicht die Grammatik wichtig, und auch die Aussprache ist zweitrangig. Wer jemanden auslacht, der sich bemüht, ist ein armer Wicht und sollte mal selber in diese Situation kommen.Elja hat geschrieben: Wenn man die Grammatik nicht einigermaßen kann, wird man nur belächelt. Wenn man überhaupt verstanden wird....
Auch andersrum müssen Ausländer, die deutsch lernen, zunächst einen Wortschatz haben. Grammatik ist super, aber die kommt dann wirklich mit der Zeit, mit der Übrung, mit der Praxis. Aber gut, da haben wir halt unterschiedliche Ansätze. Am allerbesten ist es sowieso, wenn Wortschatz und Grammatik Hand in Hand gehen
Jedesmal wenn wir in Krasnojarsk im Kiosk einkaufen waren, wollte ich "bestellen", obwohl meine russische Freundin dabei war. Ich habe mir dann vorher grob erklären lassen, was wir haben möchten und musste mich dann auch hin und wieder wärend der Bestellung berichtigen lassen, da es a) katastrophal ausgesprochen war und b) möglicherweise ohne jegliche Grammatik dahin geplappert wurde
Nach ein paar Tagen konnte ich dann bereits alleine im Kiosk einkaufen, zum einen, da sich die Mädels da richtig Mühe gegeben habe, um mich zu verstehen (und übrigens, ich widerspreche in aller Deutlichkeit der Meinung meiner Freundin, es läge nur an meinem Aussehen!), und zum anderen, da es irgendwie immer die gleichen Sachen waren, die wir in dem Kiosk gekauft haben.
Wenn man sich bemüht irgendwo im Ausland die Sprache zu sprechen, auch wenns noch so katastrophal ist, kommt man immer besser an, als wenn man "großkotzig" in Frankreich/Spanien/Italien oder auch in Krasnojarsk mit Deutsch oder Englisch daherkommt, und quasi von den Einheimischen "verlangt", ein Fremdsprache zu sprechen.
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Stefan
Das mit den Bestellungen auf Russisch habe ich auch so erlebt.
Anfänglich konnte man sehr gut erkennen, daß ich kein russischer Staatsbürger war. Aber ich wollte mir auch nicht die Möglichkeit wegnehmen, versuchen auf russische meine Bestellung aufzugeben.
Ich bin also mit meiner Frau in das "Magazine" gegangen und habe fleißig losgeplappert:
"Strastje, ja hatschu paschalusta niemze Pivo."
Sie zeigte mir das "Bier aus Bayern" - ohne nun Schleichwerbung machen zu wollen - und fragte mich wieviel ich denn gerne haben wolle.
Ich begann also an den Fingern abzuzählen:"Adin, twa, treee, Schtirie butilku paschalusta."
Es hat alles hervoragend geklappt weil auch die nette Verkäuferin sich Mühe gegeben hat, mich zu verstehen. Lediglich mit der Bezahlung hat es dann Probs. gegeben, da ich noch nicht so hoch zählen kann. Da hatte sie mir dann den Preis aufgeschrieben.
Anfänglich konnte man sehr gut erkennen, daß ich kein russischer Staatsbürger war. Aber ich wollte mir auch nicht die Möglichkeit wegnehmen, versuchen auf russische meine Bestellung aufzugeben.
Ich bin also mit meiner Frau in das "Magazine" gegangen und habe fleißig losgeplappert:
"Strastje, ja hatschu paschalusta niemze Pivo."
Sie zeigte mir das "Bier aus Bayern" - ohne nun Schleichwerbung machen zu wollen - und fragte mich wieviel ich denn gerne haben wolle.
Ich begann also an den Fingern abzuzählen:"Adin, twa, treee, Schtirie butilku paschalusta."
Es hat alles hervoragend geklappt weil auch die nette Verkäuferin sich Mühe gegeben hat, mich zu verstehen. Lediglich mit der Bezahlung hat es dann Probs. gegeben, da ich noch nicht so hoch zählen kann. Da hatte sie mir dann den Preis aufgeschrieben.
Also ich vermute mal, es liegt auch daran, wo man hinfährt. Fährt man in die Provinz, sind die Leute meist freundlicher. Die Petersburger gelten dagegen als eher reserviert und ich kann nur von meinen Beobachtungen dort berichten.
Dich selbst nicht zu enttäuschen, das ist das Ziel im Leben. (John Irving)
Für einfache Kommunikation, wenn es wichtig ist, erstmal überhaupt verstanden zu werden, steht natürlich der Wortschatz auf dem ersten Platz. Wer allerdings weiter kommen will, muss schnellst anfangen, neben dem Wortschatz die Grammatikregeln zu lernen, sonst spricht man irgendwann flüssig und fehlerhaft, und umschulen ist immer schwieriger. Die Beobachtung habe ich bei in Deutschland lebenden Ausländern gemacht - viele, die mehrere Jahre in DE leben, aber keinen Sprachkurs besucht haben, sondern nur aus der Praxis gelernt, sprechen zwar fliessend Deutsch, aber mit furchtbaren Fehlern. Keine Grammatik gelernt!
Gruß
Oletsch
Gruß
Oletsch
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m1009
hi...
eine deutsch sprechende bekannte (deutsch als nebenfach studiert) vergleicht das immer gern mit kleinkindern...
sie meinte.. als ich vor 3 jahren hier angekommen bin, hatte ich den wortschatz eines 2/3 jaerigen... inzwischen zaehlt sie mich zu den 7/8 jaehrigen....
iss doch schon mal nen fortschritt wa....
eine deutsch sprechende bekannte (deutsch als nebenfach studiert) vergleicht das immer gern mit kleinkindern...
sie meinte.. als ich vor 3 jahren hier angekommen bin, hatte ich den wortschatz eines 2/3 jaerigen... inzwischen zaehlt sie mich zu den 7/8 jaehrigen....
iss doch schon mal nen fortschritt wa....
Supi. :P Dann können wir ja schon zum "Schulanfang" gratulieren. Willste eine Zuckertüte?
Was mich ein bißchen ärgert, ist, dass man am Anfang große Fortschritte macht und dann, wenn man die Sprache einigermaßen beherrscht, nur noch ganz kleine. Mir sagen viele, man würde mich nicht gleich als Ausländerin erkennen, wenn ich russisch spreche, man merkt es wohl erst nach einer Weile an kleinen Fehlern oder so. Das ist ja ein schönes Kompliment, aber es hilft mir nicht, diese Fehler zu finden und zu vermeiden, weil alle meinen: "Ach, du sprichst so gut, dich brauchen wir doch nicht mehr zu verbessern, wir verstehen dich auch so ganz ausgezeichnet." Ich trete also mittlerweile auf der Stelle...
Was mich ein bißchen ärgert, ist, dass man am Anfang große Fortschritte macht und dann, wenn man die Sprache einigermaßen beherrscht, nur noch ganz kleine. Mir sagen viele, man würde mich nicht gleich als Ausländerin erkennen, wenn ich russisch spreche, man merkt es wohl erst nach einer Weile an kleinen Fehlern oder so. Das ist ja ein schönes Kompliment, aber es hilft mir nicht, diese Fehler zu finden und zu vermeiden, weil alle meinen: "Ach, du sprichst so gut, dich brauchen wir doch nicht mehr zu verbessern, wir verstehen dich auch so ganz ausgezeichnet." Ich trete also mittlerweile auf der Stelle...
Du erntest, was du säst.
Genau, das finde ich auch total sch... Wäre schön, wenn man verbessert würde, aber die anderen sind dazu meist zu faul.manuchka hat geschrieben:"Ach, du sprichst so gut, dich brauchen wir doch nicht mehr zu verbessern, wir verstehen dich auch so ganz ausgezeichnet."
Dich selbst nicht zu enttäuschen, das ist das Ziel im Leben. (John Irving)
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Stefan
Siehst Du, bist du schon weit aus fortschrittlicher als ich. Mir ist gesagt worden, daß ich wie ein drei-vierjähriger sprechen würde. Natürlich immer in der dritten Person.m1009 hat geschrieben:hi...
eine deutsch sprechende bekannte (deutsch als nebenfach studiert) vergleicht das immer gern mit kleinkindern...
sie meinte.. als ich vor 3 jahren hier angekommen bin, hatte ich den wortschatz eines 2/3 jaerigen... inzwischen zaehlt sie mich zu den 7/8 jaehrigen....![]()
iss doch schon mal nen fortschritt wa....
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m1009


