Ich schließe mich an.manuchka hat geschrieben:Noch mal danke für den Kommentar.
Bin nur bedingt Deiner Meinung, Saboteur. Aber ich verstehe, was Du meinst und kann Deine Argumentation nachvollziehen.

Ja, das stimmt, man fühlt sich immer total mies - besonders, wenn man helfen will, aber nicht kann! Ist mir grade in Hamburg-Harburg in der U-Bahn passiert: Da kam so ein richtiger Schlägertyp und wollte 'nen anderen zusammenschlagen ("Was erzählst du der Polizei, häh?!"), beide anscheinend besoffen oder unter Drogen, der andere hat sich erstmal hilfesuchend an meinen Freund geklammert... ich hatte total Angst!waldmeister hat geschrieben:Wer selber schon mal weggesehen hat, der weiß, wie einen danach das schlechte Gewissen zwickt, und zwar zurecht.
Eigentlich ist doch klar, was Saboteur meint, oder? Es gibt Morde, da ist der Mörder schuldunfähig wegen seelischer Störungen (§ 20 StGB) oder zumindest vermindert schuldfähig (§ 21 StGB). Der Täter ist in diesen Fällen nicht in der Lage zur Selbstreflexion und kann daher seine Handlungen nicht steuern.Saboteur hat geschrieben:Bei dem Mord aus Geschlechtstrieb bin ich mir aber nicht sicher ob der Mörder in dem Moment wo der Mord begangen wird kontrollieren kann was er tut...das soll auf keinen Fall etwas entschuldigen oder so...ich meine nur dass die Psyche des Mörderes (aus Rassisimus) noch kranker und verabscheuenswürdiger und quasi noch menschenverachtender (wenn man hier überhaupt von verschiedenen Ebenen sprechen kann, ich denke ja) ist als die anderer da er in dem Moment des Mordes völlig anwesend ist und sich bewusst DAFÜR entschieden hat und nicht von anderen Kräften der Psyche dazu getrieben wurde


ICh glaube, die Chancen stünden gar nicht so schlecht. Es muss eben nur einer anfangen, dann zieht der Rest mit. Ist natürlich nur ne Vermutung.Dietrich hat geschrieben:Passiert sowas z.B. in der Metro und sind bei den Unbeteiligten genug Leute die u.U. auch eingreifen koennen, dann bleibt immer noch die Frage, ob man es wagen sollte. Ich weiss nicht wie die Chancen dafuer hier in RU stehen, dass man genug zum Mitmachen findet.
Nee, das seh ich anders.Elja hat geschrieben:Ich gebe Saboteur Recht: Im Fall der Schuldunfähigkeit (oder verminderten Schuldfähigkeit) ist der Mord tatsächlich weniger schlimm, weil es sich bei dem Täter um ein bemitleidenswertes krankes Subjekt handelt - und eben grade nicht um jemanden, dem man seine Handlungen vorwerfen kann!