Ein kleiner Artikel zum Thema Rassismus in Russland

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Ragnar Schluchtmann

Beitrag von Ragnar Schluchtmann »

waldmeister hat geschrieben: In Freiburg eine rechtsradikale Gewlttat - das ist schier unvorstellbar.

Zitat: http://www.antifa-freiburg.de
Aber was hat das alles mit Freiburg zu tun? Während die „Breisgau-Metropole“ ihr links-alternatives Image pflegt, werden rechte Tendenzen gerne übersehen. Noch 2003 meinte der Polizeisprecher Ulrich Brecht im Hinblick auf eine möglicherweise wachsende Nazi-Szene in Freiburg: „Hier lässt es die politische Landschaft nicht zu, dass so etwas größer wird.“ Die Realität dagegen sieht anders aus. Seit Ende September 2006 sind vier Personen in Freiburg Opfer zielgerichteter rechter Gewalt geworden. Auffällig dabei ist, dass die Rechten fast immer zu Mehreren auf Einzelne losgingen.
Zitat Ende

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Zeppelin
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Beitrag von Zeppelin »

Ragnar Schluchtmann hat geschrieben:
waldmeister hat geschrieben: In Freiburg eine rechtsradikale Gewlttat - das ist schier unvorstellbar.
Zitat: http://www.antifa-freiburg.de
Aber was hat das alles mit Freiburg zu tun? Während die „Breisgau-Metropole“ ihr links-alternatives Image pflegt, ...[/size]
Abgesehen davon. dass es wenig Sinn ergibt, abzuwägen, wo Rechtsextremismus ausgeprägter ist, ist das vermeintlich "links-altenative Image" von Freiburg, dass ich mir dort nachdrücklich verschaffen konnte, etwa so ausgeprägt, wie das von Condoleeza Rice oder vom Politbüro des ZK der SED.
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Xottabych
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Beitrag von Xottabych »

Hm. Da sieht man eigentlich deutlich, wie sich die subjektive Wahrnehmung von der Realität unterscheiden kann. Mich überrascht das tatsächlich (wobei: Es ist natürlich immer die Frage, wie Aussagen bekennend nicht neutraler Gruppen zu gewichten sind).

Aber trotzdem natürlich danke für die Info, Ragnar.
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Saboteur
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Beitrag von Saboteur »

@ 7-Punkt: lol...die Geister die man gerufen hat wird man nicht so schnell wieder los :-) :blumen2:

dass das Klima rauer wird finde ich auch...An einigen Orten in Berlin ist die Präsenz von eindeutig Angehörigen der rechten Szene stärker geworden...das ist natürlcih subjektiv betrachtet! Mal gucken was die Märsche am Wochenende in Russland so bescheren...
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
Bephep

Beitrag von Bephep »

Da steht heute in der Zeitung das 50 % der Deutschen mit der jetzigen Demokratie nicht einverstanden sind.

Deutschland ist in einer schwierigen Lage mit reichlich Problemen die nicht so einfach zu loesen sind.

Aber die Rechten haben da ein Patentrezept,Deutschland den Deutschen und alles wird gut.Koennte das nicht genau so in Russland sein.?
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harald63
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Beitrag von harald63 »

http://www.tagesschau.de/sendungen/0,11 ... 78,00.html
Moskau: Marsch der Nationalisten

In Russland ist heute Nationalfeiertag. Solche Tage werfen immer auch die Frage auf: Wer gehört zur Nation? In einem Vielvölkerstaat wie Russland gibt es da keine leichte Antwort. Außer natürlich für Rechtsradikale. Für sie gilt: Russland den Russen. Für Präsident Putin sind Nationalisten im politischen Alltag nützlich, denn sie drangsalieren zunächst mal die Opposition. Aber heute könnte es selbst ihm zu krass gewesen sein. Man reibt sich die Augen: In der Hauptstadt des Landes, das mehr als 20 Millionen Menschen im Kampf gegen den Faschismus verlor, reckten sich heute die Hände zum Hitlergruß.
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Xottabych
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Beitrag von Xottabych »

Dazu fallen mir drei Fragen ein:

1.) Warum werden ausdrücklich verbotene Demonstrationen nicht aufgelöst?

2.) Für mich noch interessanter: Wieviele Gegendemonstranten gab es eigentlich?

3.) Wieso wird nicht erwähnt, dass diese Märsche viel weniger Teilnehmer hatten als im Vorjahr?
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ein Mann zum verlieben
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Beitrag von ein Mann zum verlieben »

1.) Warum werden ausdrücklich verbotene Demonstrationen nicht aufgelöst?
Weil es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen könnte. Die Polizei hat sich sehr professionel verhalten gegen diesen Idioten. In Deutschland ist es kaum anders.
2.) Für mich noch interessanter: Wieviele Gegendemonstranten gab es eigentlich?
Ziemlich viele. Doch für ARD war es natürlich uninteressant. Würde zum Bild "Böses Russland" nicht passen.
3.) Wieso wird nicht erwähnt, dass diese Märsche viel weniger Teilnehmer hatten als im Vorjahr?
Siehe P. 2.
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harald63
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Beitrag von harald63 »

ein Mann zum verlieben hat geschrieben:
1.) Warum werden ausdrücklich verbotene Demonstrationen nicht aufgelöst?
Weil es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen könnte. Die Polizei hat sich sehr professionel verhalten gegen diesen Idioten. In Deutschland ist es kaum anders.
Das heisst, bei der nächsten Homosexuellendemo sollen die Schwulen und Lesben einfach viel brutaler auftreten, damit ihre verbotene Demo nicht aufgelöst wird? Tolle Lektion...
Zeppelin
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Beitrag von Zeppelin »

Wenn die Russische Föderation und deren Bürger meinen, dass sie mit einem nachhaltig radikal-nationalistischen Kurs besser bedient sind, als mit einem liberalen, demokratischen, föderativen und zivilisierten, dann ist es doch nur gut, wenn sie dies auch kentlich macht/machen.
So ist jeder gewarnt und man kann überdenken, wie viel Sympathie man für ein solche Land aufbringen will.
Leid tun mir nur die Bürger dort, die darunter wie üblich zu leiden hätten, aber leider unternehmen die ja - bis auf wenige Ausnahmen - auch recht wenig, um sich ausreichend politisches Gewicht zu verschaffen.

Ich habe lange darüber nachgerübelt, warum man das Ganze gewähren ließ und werde es inzwischen als eine Art versteckten (d.h. nicht offen zugegebenen) Hilferuf an die internationale Öffentlichkeit - was der Stolz des Landes natürlich nicht zulässt.

Aber: Hätte die Miliz (bzw. sonsitge Sicherheitskräfte) sich offene Schlachten mit den Natio-Demonstranten geleistet, wäre mit Sicherheit ein Martyrium der "Opfer" statuiert worden.
So kam offenkundig niemand direkt zuschaden.
Sollte Herr Putin tatsächlich kein verkappter Möchtegernzar, sondern nur ein relativ hilfloser Spielball zwischen den tatsächlichen Mächten sein, frage ich mich nur, warum er nicht den Mut aufbringt, um zu sagen, was da abläuft.
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