Stefan hat geschrieben:Also das Wort, ich zitiere nun emzv: POLAKEN, kann und will ich nicht gut heißen.
hm....
Pole (dt.) - поляк (rus.)
EMZV hat geschrieben:Und die wichtigste Frage lautet: Was ist besser für eine Gesellschaft und deren Entwicklung? Ein grosses Sozialamt zu sein wo alle "gleich" sind (das elebten wir früher in der UdSSR) oder den Leuten Möglichkeit geben ihr Glück selbst zu suchen?
Stimmt. Genau das ist die Frage.
Ich bin für eine Mischung aus beidem. Es ist ja nicht nur der Fleiß, der über Aufstieg entscheidet, sondern auch die Begabung (genauer gesagt: die RICHTIGE, also vom Markt nachgefragte Begabung), und auch noch ein paar andere Umstände. Und viel Selbstverantwortung kommt natürlich jedem entgegen, der stark genug ist, um sich zu behaupten. Aber was wird aus dem Rest?
EMZV hat geschrieben:In Russland ist es keine Seltenheit, wenn ein KfZ-Mechaniker in 3-5 Jahren zum Betriebsleiter wird. Und in Deutschland sind solche Fälle unvorstellbar. Dafür ist aber soziale Sicherung besser: ein Teller mit Suppe kriegt man immer.
Kommt mir auch so vor.
Vielleicht ist die russische soziale Absicherung ein ganz gutes Beispiel dafür, wie soziale Fürsorge auf dem Papier zwar existieren kann, aber diese Bezeichnung kaum verdient.
Ich kann mir das geradezu bildlich vorstellen, wie man z.B. Fradkow im Fernehen befragt: "Sagen Sie, Mikhail Jefimowich, was tut Russland für die soziale Sicherung seiner Bürger?".
Und er wird antworten: "Eine ganze Menge! Die Renten werden pünktlich ausgezahlt und regelmäßig um -zig Prozent erhöht. Studieren ist umsonst und fast jeder bekommt ein Stipendium. Ärztliche Behandlungen - auch umsonst. Arzneien gibt es auf Rezept. Für jeden Invaliden gibt es eine Invalidenrente..."
Aber was ist das in der Praxis wert? Die Antwort kennen wir.
DIe interessanteste Frage wäre hier vielleicht, ob an den geringen Renten etc. überhaupt etwas zu ändern wäre...
Ich glaube, das russische System kommt den arbeitsfähigen jungen Menschen ganz gut entgegen. Und gerade in den Metropolen gibt es ja auch genug Möglichkeiten, sich selbst zu verwirklichen. Dumm nur für die Älteren, die nicht mehr so leistungsfähig sind.