hoky777 hat geschrieben:@ Zeppelin,
Darf ich dich fragen: wer hat dies geschrieben...und kann ich mit dieser Person in Kontakt treten?
Auch an dich möchte ich die Frage richten: wie erlernt man gutes und richtiges Russisch?
[gemeint damit: vorab! Den vor Ort beabsichtige ich mich dementsprechend weiter zu bilden!
Menschen, Land und Leute, sowie Uni/Schulen!!]
...
Hallo hoky,
keine Ursache!
Den (Kurz-)Bericht habe ich ganz einfach über google.de unter
http://reisen.ciao.de/Togliatti__Test_2022891 gefunden. Da findest Du auch einen Link, über den Du nach Registrierung in dem Forum zum Autor des Kurzreports auch Kontakt aufnehmen kannst.
Ich kenne ihn nicht! Habe aber zu Togliatti und der Marke 'Shiguli' insofern eine besondere 'Beziehung', als ich im zarten Alter von nur knapp 11 Jahren gerade noch dem Verbrennungstod entgangen bin, nachdem eines der ersten, damals in die DDR importierten, Exemplare aufgrund eines Materialfehlers im Radbremszylider vorn rechts über die linke Fahrspur ausbrach, von einem LKW dabei gestreift wurde und schließlich an einem Straßebaum schräg gegenüber 'kleben'blieb. Irgend ein netter Zeitgenosse hat meine Eltern, Geschwister und mich dann gerade noch da rauszerren können, bevor es schließlich BUMM machte.
Seither ist mir der Spruch nicht mehr aus den Venen gegangen: "Hüte Dich vor scharfen Fraun und Autos die die Russen baun."
Dem entgegen bin ich seit einigen Jahren mit einer bezaubernden Frau verheiratet, deren Heimatstadt so ca. 200 km von Togliatti entfernt liegt (Kazan'; ebenfalls an der Wolga).
Zum Thema Russisch lernen: Eigentlich müsste ich die Sprache recht gut beherrschen, aber ich kann trotz langjährigem Unterricht kaum ein Wort.
Der Hintergrund ist aber vor allem ideologischer Natur.
Trotz der recht komplizierten Gramatik ist es doch relativ leicht, sich einigermaßen artikulieren zu lernen - vor allem, wenn man Kontakt zu wohlwollenden Landsleuten (Muttersprachlern) herstellen kann. Es nimmt einem dann auch eigentlich niemand übel, wenn man sich so 'radebrechend' ausdrückt.
Meiner Erfahrung nach wird jeder Versuch, die Sprache zu erlernen / zu benutzen sehr freundlich honriert. Man hat im Allgemeinen nur mit den mitleidig-amüsierten Reaktionen der Einheimischen umzugehen
Das ist aber nicht so schlimm.
Letzlich ist Deutsch m.E. insofern komplizierter, weil das von x Ausnahmen geprägte, 'logische' Baukastensystem der dt. Wortbildung der russ. Sprache völlig fremd ist.
Hingegen braucht man im Russichen oft ein oder gar zwei Sätze, um das Gleiche zu sagen, wie im Deutschen mit einem einzigen zusammengesetzten Substantiv.
(Es gab hier im Forum kürzlich einige Beispiele dafür. Z.B die Russiche Form des Wortes 'Geisterfahrer')
Es hängt m.E. - wie in jedem anderen Land der Welt auch - ganz besonders davon ab, inwieweit man sich auf die jeweilige Landessprache einlassen kann.
Das Erlernen des kyrillischen Alphabets istr dabei sicher die leichteste 'Übung' - auch wenn es auf Anhieb befremdlich wirken mag.
Komplizierter sind da schon Betonungen und vor allem Intonationen, da eine Reihe von Wörtern mit ähnlichem Klang sehr unterschiedliche - z.T. äußerst peiliche - Bedeutungen haben. (Dies soll übrigens - nach meiner Informationslage - eine wesentliche Basis des russ. Humors sein.)
Viel mehr kann ich zu diesem Thema nicht beitragen.
Gruß,
Zeppelin
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)