Spendenaktion...Armut...RUS

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skusi68

Spendenaktion...Armut...RUS

Beitrag von skusi68 »

Moin Moin aus HH,

was ist aus den guten Ansätzen im letzten Jahr, mit der angedachten Hilfe und Spendenaktion geworden?

Ich habe in meinem Bekanten, Mitarbeiter und Kundenkreis einige Leute die gern Sachen - Spielzeug und Geld spenden würden und werden.

Wie und wo setzen wir nun an?

Grüße Sven!
Mittsommernacht

Re: Spendenaktion...Armut...RUS

Beitrag von Mittsommernacht »

Hallo skusi68,

eine schöne Anfrage finde ich, kann dir aber nur persöhnlich ein paar HP`empfehlen, mit hoffentlicher Genehmigung der Admins.

http://www.care.de/helft_russland.html
http://www.kindernothilfe.de/Die_verlor ... sburg.html

Auf jeden Fall beim örtlichen roten Kreuz über Projekte sich informieren.
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manuchka
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Beitrag von manuchka »

Hallo Skusi,
danke für deine Rückmeldung, die Aktion war leider doch etwas untergegangen, aber ich werde mich drum kümmern und hier vor Ort Kontakt aufnehmen. Fang aber bitte noch nicht zu sammeln an - speziell mit (gebrauchten, aber guten und sauberen) Spielzeugen gab es in den letzten Jahren z.T. Probleme, weil einige Behörden meinten, die könne man den russischen Kindern nicht zumuten.
Frage ist dann auch: Wie kommen diese Sachen nach Moskau? Kann das privat jemand mitnehmen? Wenn das zu große Ausmaße annimmt, könnte der Zoll stutzig werden, und dann darf man Einfuhrzoll zahlen... daran will auch gedacht sein.
Du erntest, was du säst.
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Saboteur
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Beitrag von Saboteur »

manuchka hat geschrieben: speziell mit (gebrauchten, aber guten und sauberen) Spielzeugen gab es in den letzten Jahren z.T. Probleme, weil einige Behörden meinten, die könne man den russischen Kindern nicht zumuten.
Warum das wenn ich fragen darf? Weißt du mehr darüber?
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
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manuchka
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Beitrag von manuchka »

Nur das Beste für russische Kinder!
Und wenn es gebrauchte Spielzeuge sind - iiiiiiiiihgitt! Die kann man den Kindern also gar nicht zumuten! Auch gewaschen und desinfiziert nicht! Dann lieber bleiben sie eben ohne Spielzeuge (denn die russischen Behörden kaufen ihnen keine). Ich denke mal, das ist zum einen Schikane, zum anderen vielleicht auch Schein nach außen a la "Wir brauchen eure Hilfslieferungen nicht".
Ich kenne einen Fall, wo containerweise Spielzeug beim Zoll hängen blieb. Zum einen, weil es angeblich gewerbliche Einfuhr war, zum anderen wegen der sanitären Normen...

Deshalb bin ich eben für privat organisierte Hilfe vor Ort, die keine große logistische Organisation "wie kriege ich Hilfslieferungen über die Grenze" erfordern. Kleidung und Spielzeuge in nicht so massigem Umfang könnte man allerdings über einen Paketdienst schicken, ist nicht so teuer und eben auch zolltechnisch unbedenklich, oder jemand, der mit leeren Koffern aus DE kommt, könnte was mitnehmen.
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Zejtnot
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Beitrag von Zejtnot »

manuchka hat geschrieben:Einfuhrzoll zahlen... daran will auch gedacht sein.
In Novosibirsk (oder war es Omsk?) gab es den Fall. Da hatte eine Gemeinde in Deutschland einen Behindertenbus gekauft und ihn in Eigeninitiative als Spende nach Sibirien gefahren. Nachdem die Fernsehteams und Zeitungsredakteure weg waren, kam der Zoll und hat das Auto beschlagnahmt. Dann stand es monatelang auf der штрафстоянка, weil niemand den Zoll bezahlen konnte. Auch mit diplomatischer Hilfe war da nichts zu machen!

Dies soll kein Aufruf sein, nicht zu spenden! Aber behaltet das im Auge!
Zeppelin
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Beitrag von Zeppelin »

manuchka hat geschrieben:Nur das Beste für russische Kinder!...

Deshalb bin ich eben für privat organisierte Hilfe vor Ort, ...
Leider kann ich nur bestätigen, was Manu da schreibt. :cry: Die offiziellen Barrieren gegen Hilfsgüter (besonders aus DEM Westen) sind einfach zu hoch. Über die Zustände in russ. Kinderheimen/Waisenhäusern weiß ich nur aus Zeitzeugenberichten hier lebender Auswanderer, denen ich allerdings vertraue.
Von den Bedingungen, unter denen Alte und Behinderte 'leben' müssen, konnte ich mich hingegen in den vergangenen Jahren persönlich überzeugen.
Daher rate ich ebenfalls zu individueller Einzelunterstützung - auch wenn dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein mag: Aber besser wenig als nichts.

Die Annahme von Hilfsgütern wird ja nicht nur in RUS als Eingeständnis von hausgemachten Defiziten im Sozialsystem gewertet. :cry: - und entsprechend erschwert. Das ist eine traurige Erfahrung von Vielen, die sich in humanitären Organisationen engagieren.
Und wie der russ. Staat für seinen Nachwuchs "sorgt", sieht man "schließlich" an den "Naschi"...
Und dass es den "Veteranen" an nichts fehlt, kann man an den gutbürgerlichen Kulissen "erkennen", vor denen sie oft in die Kamera sprechen...

Man darf es sich also nicht gar zu einfach vorstellen, Bedürftigen in RUS tatsächliche Hilfe zukommen zu lassen.
Aber es funzt, wenn man private Strukturen aufbauen oder sich solchen anschließen kann.

Ein altes Sprichwort sagt: "Dummheit und Stolz sind vom gleichen Holz."
Und RUS ist bekanntlich ein recht waldreiches Land.

Z.
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
skusi68

Beitrag von skusi68 »

Moin Moin Manuchka und ein Hallo in die Runde. Danke für Eure Wortmeldungen. Ich habe einige Speditionen in der Kundschaft, welche gern bereit sind " Hilfsgüter " nach Russland zu transportieren -unendgeltlich! Es gibt auch Geschäfte, die gern "neue" Kleidung für ältere Menschen - kostenlos - abgeben werden. Diese sind dann zwar schon 3-4 Jahre alt, aber absolut ungetragen. Wie das dann mit dem Zoll geht..... weiß ich nicht. Ich kenne mich nur mit dem Zoll bei elektrischen Großgeräten in Russland aus. Meine Befürchtungen für Organisationen in Deutschland sind, wenn ich diese Sachen in Dt. für Russland abgebe, dann kommen Diese wohl nie dort an, wo sie sollten!!!?

Wer kennt denn Adressen in Russland, die diese Waren dann auch zu den Alten-Leuten bringen können und eben zuverlässig sind!?

Ich werde jetzt für eine Woche schweigen ;-) da meine Freundin ... natürlich Russin.... besuchen kommt, und wir eine Woche die Nord- und Ostsee unsicher machen werden.

Poka Sven!
Zeppelin
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Zoll

Beitrag von Zeppelin »

Hi Sven @ all,

wenn es helfen würde, könnte ich mich mal darum kümmern, ob die seriösen Hilfsorganisationen Ahnung davon haben, wie man mit ausdrücklich als Hilfsgüter deklarierten Warenaus- und Einfuhren D-RUS klar kommen könnte.

Im Moment weiß ich nur, dass es da gewisse Ausnahmeregelungen von den allg. Zollbestimmungen gibt, kenne aber noch nicht die konkrete Verfahrensweise. Das könnte ich aber herausfinden, wenn es nützliche wäre.

Viel Spaß an der winterlichen Nord- und Ostsee.

Grüße
Zeppelin
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Zejtnot
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Beitrag von Zejtnot »

Was mir gerade noch einfällt: Hier in Sibirien ist die Caritas sehr aktiv, mit deutschen Ordensschwestern vor Ort. Wenn man diesen zum Beispiel Spielzeug direkt gibt, kommt es auch an. Und sie haben auch keine Scheu, es anzunehmen (siehe andere Erfahrungen oben).

Die Caritas betreibt hier eine Station für junge Mütter, mehrere Treffpunkte für Kindern von sozial Schwachen sowie eine Notversorgung für Behinderte.

Hilfreich wäre vielleicht, es nicht der Caritas allgemein, sondern konkret vor Ort zu spenden.
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