Um mal wieder ein wenig auf das Thema zurückzukommen:
Das perfekte, saubere Deutschland ist wirklich nicht der Nabel der Welt, für den es sich gerne hält.
Zum Glück, möchte ich sagen.
Wenn ich an meine deutsche Hausordnung denke, wo es bei Strafe verboten war, Wäsche zum Trocknen oberhalb der Balkonbrüstung aufzuhängen.....
Da sind mir die nicht "regulierten" und praktisch veranlagten Frauen des Ostens sehr viel lieber, die hängen ganz oben auf, und ohne mich. :P
Ansonsten finde ich, daß es sehr wohl eine Bereicherung sein kann, wenn östliche Mentalität und Kultur auf westliche "Überlegenheit" oder "Emanzipations-Geschichte" trifft.
Natürlich ist das Alles subjektiv, abhängig von den Partnern, ihren Ansprüchen und Toleranzgrenzen.
Entweder, es paßt Alles wunderbar oder es geht auch mal eine solche Beziehung unter großem Krach kaputt.
Rein persönlich kann ich sagen, daß ich meine deutsche "Emanze" mit ihrem Wohlstandsdenken gerne zurückließ und dafür eine bescheidene, auf ihre Rolle als Frau und Mutter quasi seit der frühesten Kindheit getrimmte "Ostlerin" erobert habe.
Da ich sie im Gegensatz zu manchem meiner Artgenossen ihrer Nationalität ab und zu etwas verwöhne, schafft eine wunderbare Atmosphäre.
Was ich auch nicht mehr missen möchte ist der Fakt, daß ich in unserer gemeinsamen Zeit wieder mehr den Weg zu Kunst und Kultur fand.
Ich kann jetzt wieder deutsche Volkslieder singen und Gedichte aufsagen, mit dem Nicht-Können hatte ich mich anfangs ziemlich blamiert im Kreise der Nächsten.........
Natürlich, zickig ist auch mal angesagt, wiegt aber gering zu früheren Zeiten mit meiner Ex in Deutschland.
Und wenn mir meine Schwiegermutter allen Ernstes am Tisch verbot, den Kaffee auszuschenken, weil ich
- a) der Hausherr bin und
-b) die Frau dafür zuständig ist,
na, dann kommt doch Freude auf...
Gruß
Kundun
Du wirst erst alt, wenn Dich die Versuchung meidet.