Entwicklung des ÖPNV in RUS ?

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Zeppelin
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Beitrag von Zeppelin »

zimdriver hat geschrieben:Ich bin ja kein ÖPNV-Fachmann, aber in einem sicher: Wenn's die Russen nicht schaffen, werden's ihnen die Chinesen vormachen. Die Fahrt mit dem Maglev- Transrapid vom Flughafen Shanghai- Pudong ins Stadtzentrum bei Vmax 431 km/h ist schon beeindruckend. Ohne Bahn geht's nicht zukünftig.
Konnte ich leider noch nicht erleben. Das wird auch so bald nichts. :cry:
Ich finde es auch sehr schade, dass es bisher nur solche Ministrecke(n) gibt, denn dafür ist die Technologie ja eigentlich völlig überdimensioniert.
An die Peinlichkeit von München mag ich erst gar nicht denken...

Was müsste es aber für ein Erlebnis sein - quasi im Tiefflug - mit so einem Teil durch ganz Eurasien zu düsen? Naja, Träume halt.
Vordringlicher für das Leben in RUS dürften aber allemal moderne regionale Verkehrsnetze sein.

Zeppelin
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Zejtnot
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Beitrag von Zejtnot »

Ich denke der Ausbau aller Eisenbahnstrecken zu hochmodernen Magistralen ist nicht der richtige Weg. Die Eisenbahn sollte ein Verkehrsmittel für die Masse sein. Die hochgezüchteten ICEs der deutschen Bahn mögen in einem Land wie Deutschland eine Berechtigung haben - wo sie eine Konkurrenz zum Flugzeug sind.

Aber welcher Züricher Manager will 19 Stunden nach Moskau fahren? Er fliegt so oder so. Und das gemeine Fußvolk wird dank der teuren Sanierung ebenso ausgeschlossen, da die Tickets unnötig teurer werden.

Ich will die Sanierung nicht komplett für sinnlos erklären. Aber über 120 km/h übersteigen für ein Land wie Russland die Kosten den Nutzen - so über den Daumen gepeilt.
Dave
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Beitrag von Dave »

Zejtnot_ hat geschrieben:Aber welcher Züricher Manager will 19 Stunden nach Moskau fahren? Er fliegt so oder so.
Weil ihm die Firma bei welcher er angestellt ist nur das Flugticket
bezahlt...

...in zehn Jahren ist es dann genau umgekehrt. Dann werden nämlich
die auf fossiler Energie basierenden Verkehrsmittel so hoch besteuert
- die Kosten für Treibstoff noch nicht berücksichtigt - , dass es sich
eben lohnen würde.

Nicht falsch verstehen, ich bin kein Grüner, aber von mir aus gesehen
müsste jeder Auto- oder Flugkilometer mit einer zusätzlichen Steuer
belastet werden, um so den öffentlichen Verkehr zu fördern.

Eine Fahrt von 100km könnte gut und gerne 20.00 EUR extra kosten,
denn nicht das Auto (auf Basis von fossilem Brennstoff) oder das Flug-
zeug sollten die privilegierten Verkehrsmittel sein, sondern die Bahn,
Metro, ggf. Projekte wie Transrapid usw.

Ich bin bis zu meinem Unfall praktisch alles mit dem Auto gefahren und
setze mich hie und da auch gerne ans Steuer eines Rennwagens, aber
die Erfahrung, die ich machen durfte (logisch gezwungenermassen mit
gebrochenem Bein) waren für mich positiv.
So positiv, das ich fast alle längeren Strecken nur noch mit der Bahn
fahre. Anstelle von fünfzig- bis neunzigtausend stressigen Kilometer im
Jahr, werden es in diesem Jahr noch maximal dreissigtausend...
...Autokilometer.

...vom dadurch eingesparten Geld, sprechen wir gar nicht erst.

Dave
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Hermann Hesse
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Beitrag von Zeppelin »

Etwas offtopic, aber passt zum Thema ÖPNV :D

Kann sich noch jemand an die Zeiten der sogenannten "Antiwitze"* erinnern?

Folgenden fand ich dabei am besten:

Ein Mann geht zum Arzt.
Er kommt wieder raus, da ist der Bus weg.



Der führte dazu, dass man oft nur noch fragte: "Und, wo ist der Bus", wenn einem jemand etwas erzählte, was man gar nicht komisch fand. :lol:


*) Zur Info: "Antiwitze" haben keine erzählte Pointe.
Diese bildet sich aus der Suggestion des sich Hineinversetzens in die Situation, sofern man die nötige Phantasie hat.
Sie kamen etwa so zur Zeit der "Neuen deutschen Welle" auf und wurden insbesondere von Pennälern geliebt und gepflegt.

Grüße,
Zeppelin
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fremantle

Beitrag von fremantle »

Zejtnot_ hat geschrieben:Ich weiß, dass die Metrowagen für Kasan aus einer Fabrik bei Petersburg kommen.
In Petersburg wurden alle Straßenbahnen von der dortigen PTMZ (Петербургский трамвайно-механический завод) am Finnlischen Bahnhof gebaut. Die soll einmalig sein, weil sie direkt zum Petersburger Straßenbahnsystem gehörte. Sie hat wohl auch die Bahnen für Kasan gebaut.

Wer mehr Über Petersburger Straßenbahnen wissen möchte: Ich habe mal eine Seite eines deutschen Fans der Petersburger Straßenbahn gefunden:
http://www.piter-tram.de/index.html

Wer sich für die neue Generation der hoffentlich bald fahrenden Tramwajs in Piter interessiert, kuckt mal hier: http://www.tr.ru/news/3310
fremantle

Beitrag von fremantle »

Zeppelin hat geschrieben:Die 'Nummer' mit dem ICE scheint offenbar eine 'Luftnummer' gewesen sein, wie mir einer der Vertriebschefs von Siemens-Transportation kürzlich unter der Hand zähneknirschend mitteilte. Zumindest liegt sie auf Eis.

Mein Traum wäre ja eine Transrapidverbindung vom Atlantik bis nach Vladiwostok gewesen, mit Zwischenstops in allen wesentlichen Metropolen unterwegs (aber auch nur dort.)
Also ich bin zwar kein Siemens-Manager, aber meine letzte Information (ich hoffe, Wikipedia lügt nicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Siemens_Velaro#Velaro_RUS) war, dass statt der ursprünglichen 60 nun noch immerhin 8 ICE nach Russland geliefert werden. Übrigens unter dem Siemens-Namen VELARO-RUS laufen (da ICE eine Marke der DB ist). Ab 2009 sollen sie fahren. Die Geschwindigkeit ist wohl auf 250 km/h begrenzt. Nach meiner Minus-Grad-Fahrt von Berlin nach Hamburg am einizgen echten Frosttag diesen Jahres weiss ich auch warum (Ich gebe zu: Halbwissen!): Die Züge fuhren auch in D bei unter Null nicht schneller als 230.
fremantle

Beitrag von fremantle »

Zeppelin hat geschrieben:Transrapidverbindung vom Atlantik bis nach Vladiwostok gewesen, mit Zwischenstops in allen wesentlichen Metropolen unterwegs...
Ich träumte neulich schon mit meiner Freunden, als wir von Berlin nach Hamburg im ICE durch den Schnee flogen, in 30 Jahren, von Piter nach Perm zu den schwiegereltern nicht 31 sondern nur 8 Stunden zu fahren. :) [kristall]
fremantle

Beitrag von fremantle »

Zejtnot_ hat geschrieben:Ich denke der Ausbau aller Eisenbahnstrecken zu hochmodernen Magistralen ist nicht der richtige Weg. Die Eisenbahn sollte ein Verkehrsmittel für die Masse sein. Die hochgezüchteten ICEs der deutschen Bahn mögen in einem Land wie Deutschland eine Berechtigung haben - wo sie eine Konkurrenz zum Flugzeug sind.

Aber welcher Züricher Manager will 19 Stunden nach Moskau fahren? Er fliegt so oder so. Und das gemeine Fußvolk wird dank der teuren Sanierung ebenso ausgeschlossen, da die Tickets unnötig teurer werden.

Ich will die Sanierung nicht komplett für sinnlos erklären. Aber über 120 km/h übersteigen für ein Land wie Russland die Kosten den Nutzen - so über den Daumen gepeilt.
Nichtsdestotrotz denke ich, sollte sich Russland zu mindest für den europäischen Teil (bis Ekaterinenburg) am Französischen System orientieren. Billige, einfache Technik, die schnell ist, mit Moskau als Zentrum. Die TGVs sollen viel billiger und leichter zu warten sein, als die deutschen ICE. Deshalb sind in Frankreich auch die Zugpreise günstiger. Und (das europäische) Russland ist einfach ähnlich wie Frankreich strukturiert. Viele mittlere Zentren, die sich nach Moskau orientieren. Dazwischen weit und breit nichts. Klar, alles ist etwas Größer! Das Land, die Strecken, die Zuglängen und Spurweiten...

Aber dennoch kann ich mir gut vorstellen, das es in mittelfristiger Zukunft ein System mit 6 Hauptachsen, (ähnlich wie die M-Straßen) geben wird:

Moskau-Piter-Helsinki
Moskau-Yaroslawl-Kirow-Perm-Jekaterinenburg
Moskau-Nizhnij Nowgorod-Kazan-Ufa-Jekaterinenburg/Cheljabinsk
Moskau-Voronezh-Rostow(-Krasnodar-Sotchi)
(Moskau-Kiew-Odessa)
Moskau-Minsk-Warschau-Berlin

Diese Verbindungen wären alle zwischen 1000 und 1500 km lang.
Wenn man nun zu Grunde legt, dass Hamburg-Berlin-München 850 km in rund 8 Stunden zu schaffen ist und viel öfter als in Russland gehalten werden muss, würden alle (europ.) russischen Millionenstädte auf eine Tagesreise von rund 15 Stunden heranrutschen. Und wenn das dann noch zu Preisen wie, sagen wir mal heute eine Kupe-Karte passiert, dann bleibt es auch für die kommenden Mittelstandsrussen bezahlbar.
Bephep

Beitrag von Bephep »

In Russland mit dem Zug fahren ist bei mir schon ein paar Jahre her.

Wichtig ist das Personen und Gueterzuege nicht auf einer Strecke fahren und das die Gleise in Ordnung sind.Es wird schlecht moeglich sein auf einem Gleis fuer Hochgeschwindigkeit auch Gueterzuege fahren zu lassen.

Bei der hier in DE grossen Diskussion um Klimaschutz ist eine Strecke so um die 800 bis 1000 KM besser mit der Bahn als mit dem Flugzeug zu bedienen.
Zeppelin
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Beitrag von Zeppelin »

Bephep hat geschrieben:In Russland mit dem Zug fahren ist bei mir schon ein paar Jahre her.

Wichtig ist das Personen und Gueterzuege nicht auf einer Strecke fahren und das die Gleise in Ordnung sind.Es wird schlecht moeglich sein auf einem Gleis fuer Hochgeschwindigkeit auch Gueterzuege fahren zu lassen.

Bei der hier in DE grossen Diskussion um Klimaschutz ist eine Strecke so um die 800 bis 1000 KM besser mit der Bahn als mit dem Flugzeug zu bedienen.
Daher plädiere ich ja auch so sehr für die TR-Tecchnologie als Overlay zum klassischen Schienenverkehr und als ökologischer Alternative zur Luftfahrt.

Und so'n TR muss ja nicht an jeder "Milchkanne" halten (falls jemand noch dies Gleichnis aus uralter Eisenbahnzeit kennt), sondern nur an den wirklich wichtigen Knotenpunkten.
So käme man halt auf wirklich relevante Reisezeiten bei optimaler Ökobilanz.

Aber die Bewerkstelligung eines zukunftsfähigen Fernverkehrs hat nur bedingt mit der Frage nach dem ÖPNV in RUS zu tun.
Letzteren halte ich für wesentlich bedeutsamer für die Leute, die dort leben.
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