Ja,Zejtnot_ hat geschrieben:Also den Sprachunterricht kann man in Russland wirklich meist vergessen. Die pädagogischen Unis haben kein Geld und die Studenten erst recht nicht. Viele künftige Sprachlehrer in der Provinz haben so nie die Chance, in das Land, dessen Sprache sie unterrichten sollen, mal mit den eigenen Augen zu sehen. Ohne Praxis vor Ort fühlen sie die Sprache aber nicht.
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Fazit: Die Sprachausbildung ist meist ganz schlecht. Man lernt jahrelang und kann am Ende nicht reden sondern nur auswendig gelernte Phrasen.
darauf wollte ich weiter oben im Thread mit meiner Anmerkung zur mangelnden Lehrmittelausstattung an den PH's und die Qualifikation der Lehrer hinaus (Spracherfahrung, Methoden, Pädagogik).
Um ein guter Sprachlehrer zu werden, braucht man sehr viel Idealismus und ebenso engagierte Ausbilder.
Ein Au-Pair Aufenthalt in einem Land, dessen Sprache man später lehren will, ist oft die einzige Möglichkeit zur Ergänzung der an der PH vermittelten Kenntnisse. Aber auch das ist suboptimal. Leider canceln dabei viele ihr Studium in der Heimat, wenn sie im Ausland erst einmal "Blut geleckt" haben.
So verliert RUS einen Teil seiner Eliten, ist aber selbst dran Schuld.
Wen reizt schon eine Einkommensaussicht auf 80 bis 100 Euronen angesichts aller anderen lebenserschwerenden Umstände?
Wer dennoch zurückkehrt sucht sich oft lieber einen Job als Fremdsprachensekretär o.ä. in der 'Privat'wirtschaft, als an eine staatlichen Schule zu arbeiten.
So bleiben als Lehrer die übrig, die den Absprung nicht gefunden haben oder wirkliche Enthusiasten sind (oder beides.)
Grüße,
Zeppelin


