Berufliche Integration von Ehepartnern / innen
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germanisator
Berufliche Integration von Ehepartnern / innen
Hallo,
Die Frage richtet sich an alle, die mit ihren Partnern /innen eine Rückkehr nach Deutschland planen. Sehr oft gestaltet sich die berufliche Integration von ausländischen Partnern schwierig. Aus Ingenieuren werden Lagerarbeiter, Lehrerinen gehen putzen. Womit rechnet ihr bei der Rückkehr? Bereitet ihr euch irgendwie vor? Habt ihr Bedenken? Wie weit sind die Partner bereit zu gehen? Ich plane nach dem Abschluß die Seite zu wechseln. Deshalb scheue ich ernsthafte Beziehungen, weil es Komplikationen mitbringen kann.
Die Frage richtet sich an alle, die mit ihren Partnern /innen eine Rückkehr nach Deutschland planen. Sehr oft gestaltet sich die berufliche Integration von ausländischen Partnern schwierig. Aus Ingenieuren werden Lagerarbeiter, Lehrerinen gehen putzen. Womit rechnet ihr bei der Rückkehr? Bereitet ihr euch irgendwie vor? Habt ihr Bedenken? Wie weit sind die Partner bereit zu gehen? Ich plane nach dem Abschluß die Seite zu wechseln. Deshalb scheue ich ernsthafte Beziehungen, weil es Komplikationen mitbringen kann.
Re: Berufliche Integration von Ehepartnern / innen
Du willst eine Frau werden, oder wie soll ich das verstehengermanisator hat geschrieben:Ich plane nach dem Abschluß die Seite zu wechseln.
Dieses "Problem" (die Integration, nicht der Geschlechterwechsel!) steht uns in ein paar Jahren (3 oder so) noch bevor.
Der erste Schritt muss/kann ja im Normalfall nur ein ordentlicher Deutschkurs sein, um sich gleich von vielen anderen Auslaendern/siedlern abzugrenzen.
Was dann kommt?!
Zeugniss/Diplome anerkennen lassen.... oder es zumindestens versuchen.
Wer hat denn den Schritt schon (erfolgreich) hinter sich?
Es wird mühsam und frustrierend
So das mal als Obersatz.
Das mit dem Anerkennen von Abschlüssen haben wir hinter uns, es kam zwar nur eine Anerkennung als FH-Abschluss und nicht wie beabsichtigt eine als Uniabschluss heraus, da das KTI seinerzeit kein Promotionsrecht nach hiesigen Unterlagen hatte, aber immerhin.
Dann - obwohl eigentlich nicht notwendig - Beantragung einer Arbeitserlaubnis, die auch unbefristet und unbeschränkt erteilt wurde.
Deutschkurse am Sprachenkolleg in Freiburg (finanzieller Aufwand zwar nicht unerheblich, doch vom Ergebnis her sicher sehr lohnend) mit der Prüfung zum Nachweis der deutschen Sprache (Unizugangskriterium), in der Tat gute sprachliche Fähigkeiten (ein Akzent wird aber immer bleiben, was machmal komische Reaktionen der deutschen Landsleute hervorruft).
Dank Unterstützung vom Arbeitsamt (mehrfach) einen Job gefunden, relativ ausbildungsnah. Diesen wieder verloren, jetzt wieder auf der Suche. Der Arbeit geber war wohl vor allem an dem 50%-Zuschuss zur Löhnung für Langzeitarbeitslose interessiert und benahm sich wie der beste Frühkapitalist...
Aber:
Wir finden uns nicht ab.
Erst, wenn der Deckel zu geschraubt ist,
wird die Hoffnung aufgegeben!
(Quelle: irgendwo geklaut)
Das mit dem Anerkennen von Abschlüssen haben wir hinter uns, es kam zwar nur eine Anerkennung als FH-Abschluss und nicht wie beabsichtigt eine als Uniabschluss heraus, da das KTI seinerzeit kein Promotionsrecht nach hiesigen Unterlagen hatte, aber immerhin.
Dann - obwohl eigentlich nicht notwendig - Beantragung einer Arbeitserlaubnis, die auch unbefristet und unbeschränkt erteilt wurde.
Deutschkurse am Sprachenkolleg in Freiburg (finanzieller Aufwand zwar nicht unerheblich, doch vom Ergebnis her sicher sehr lohnend) mit der Prüfung zum Nachweis der deutschen Sprache (Unizugangskriterium), in der Tat gute sprachliche Fähigkeiten (ein Akzent wird aber immer bleiben, was machmal komische Reaktionen der deutschen Landsleute hervorruft).
Dank Unterstützung vom Arbeitsamt (mehrfach) einen Job gefunden, relativ ausbildungsnah. Diesen wieder verloren, jetzt wieder auf der Suche. Der Arbeit geber war wohl vor allem an dem 50%-Zuschuss zur Löhnung für Langzeitarbeitslose interessiert und benahm sich wie der beste Frühkapitalist...
Aber:
Wir finden uns nicht ab.
Erst, wenn der Deckel zu geschraubt ist,
wird die Hoffnung aufgegeben!
(Quelle: irgendwo geklaut)
Siehe Dietrich. Ich denke auch, dass wir in ca. 3-5 Jahren den Absprung gen DE vornehmen. Bis dahin wird hier schon mal ein bisschen deutsch gelernt, so gut man das neben Arbeit und anderen Verpflichtungen eben hinkriegt.
Mein Mann ist Handwerker, vielseitig begabt und lernfähig, und ich denke, solche Leute, die arbeiten können und wollen und nicht wegen 100 Euro mehr pro Monat von Arbeitslosengeld leben wollen, sind in Deutschland noch gefragt.
PS: germanisator, einige von uns, die wegen ihrer Beziehung nach Russland gezogen sind, arbeiten auch bei weitem nicht in dem Fachgebiet oder der Gehaltsklasse, die sie in DE hätten... ganz zu schweigen von der sozialen Absicherung, die man da mal eben mindestens für einige Jahre aufgegeben hat. Ist also hin wie her nicht so einfach.
Mein Mann ist Handwerker, vielseitig begabt und lernfähig, und ich denke, solche Leute, die arbeiten können und wollen und nicht wegen 100 Euro mehr pro Monat von Arbeitslosengeld leben wollen, sind in Deutschland noch gefragt.
PS: germanisator, einige von uns, die wegen ihrer Beziehung nach Russland gezogen sind, arbeiten auch bei weitem nicht in dem Fachgebiet oder der Gehaltsklasse, die sie in DE hätten... ganz zu schweigen von der sozialen Absicherung, die man da mal eben mindestens für einige Jahre aufgegeben hat. Ist also hin wie her nicht so einfach.
Du erntest, was du säst.
Re: Berufliche Integration von Ehepartnern / innen
Ich habe es durch.Dietrich hat geschrieben: Wer hat denn den Schritt schon (erfolgreich) hinter sich?
Ordentlicher Deutschkurs: empfehlenswert sind die Kurse an den Unis. An der Uni Frankfurt gibt es solchen, sehr begehrt und es werden nach dem Einstufungstest nicht alle genommen. Billig, intensiv und sehr gut. Man muss allerdings schon etwas Deutsch können. Für mich war das ein Glücksfall. VHS kann nur am Anfang was taugen, für Grundkentnisse.
Zeugnisse und Diplome anerkennen lassen war eigentlich auch kein Problem. Hier spielt aber das Fach eine große Rolle. Mir wurde der komplette Uniabschluß anerkannt (IT); bei Bauingenieuren und Ärzten ist das z.B. anders.
Einen Job finden: als Ehegatte eines/-er Deutschen hat man eine unbeschränkte Arbeitserlaubnis und somit fast die gleiche Chancen wie die anderen. Und wenn der Aufschwung noch ein paar Jahre hält, haben wir alle keine Probleme mit der Jobsuche ;-)
Es wird auch anders bei euch, da ihr eine gemischte Familie seid. Viele Aussiedler leben unter sich, sprechen zu Hause russisch und haben vorwiegend russische Bekannten. Ein deutsch-russisches Paar hat da andere Perspektiven, der russische Partner lernt schneller die Sprache und ist somit schneller integriert.um sich gleich von vielen anderen Auslaendern/siedlern abzugrenzen.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur raten: bitte denkt immer daran, dass euer Partner sich in Deutschland nicht nur dann wohl fühlt, wenn er/sie die Sprache kann. Es ist eine große Umstellung an allen Seiten - wie für euch Deutsche in Russland - mit dem Unterschied, dass ihr in Russland für ein paar Jahre seid und ihre Partner nach Deutschland für immer kommen. Da braucht man Zeit, Verständnis, Geduld und Hilfsbereitschaft.
Gruß
Oletsch
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Zeppelin
- Zar/iza

- Beiträge: 3051
- Registriert: 25 Jun 2006, 14:12
- Wohnort: Berlin, Gartenhaus 2 Treppen rechts
Meine Frau und ich haben zwar nie gemeinsam in der Russ. Föderation gelebt, aber ich habe es von Anfang an als eine meiner wichtigsten Verpflichtungen angesehen, ihr hier die Brücken zu bauen.
Sie wollte ursprünglich ganz allein und ohne nennenswerten finanziellen Hintergrund hier her kommen - zumindest für einen gewissen Lebensabschnitt.
Vorbereitet darauf war sie sehr gut - perfekte Sprachkenntnisse, vielfältige Landeskunde und bereits etwas Aufenthaltserfahrung aus einer früheren Au-Pair-Tätigkeit sowie mehrjähriger Mitwirkung in kulturpolitischen Austauschprojekten einer namhaften dt. Stiftung...
Aber sie hatte auch schon die Vorahnung, dass vieles an Dtl. nur Fassade ist und hier eine Reihe ungeschriebener Gesetze existieren, die einem eigentlich niemand so recht erklärt.
Daher hatte ich sofort als ich sie kennenlernte und von ihren Plänen erfuhr einerseits großen Respekt und andererseits die Gewissheit, dass sie mit ihrer jugendlichen Unbefangenheit leicht ins offene Messer laufen würde.
Dies wollte ich ihr ersparen, weil sie es weder verdient noch verschuldet hätte.
Ferner weiß ich aus Erfahrungen in meinem Umfeld, in dem es viele Migranten gibt, dass Sprache, Job, ein Mindestmaß an materieller Austattung etc. bei Weitem nicht genügen, um das Gefühl von Geborgenheit und tatsächlicher allgemeiner Anerkennung zu wecken.
Das liegt vor allem daran, dass Integration oft als Totalassimilation missverstanden wird - ob nun von den Betroffenen selbst oder mehr noch, von außen. Das Gegenteil sind dann die jammernden Intergrationsverweigerer, die sich von der Allgemeinheit abkoppeln und praktisch ghettoisiert hier leben. Letztere spüren dann natürlich nur die ganz kalte Schulter...
Nun konnte und wollte ich aber auch nicht den väterlichen Freund spielen, der "seine Kleine an die Hand nimmt und ihr zeigt wo es langgeht". Das wäre weder ihrem Selbstanspruch, noch meiner Rolle als Ehemann gerecht geworden.
Hilfe zur Selbsthilfe war da der einzige goldene Mittelweg, was für die ersten Jahre ein mühsames Unterfangen war. Die erstreckt sich auf solche "Kleinigkeiten" wie z.B. selbstsicheres Radfahrem im Staßenverkehr von Berlin, wie schreibe ich eine Bewerbung für einen Job mit Aussicht auf Erfolg, was muss man neben dem Studium machen, um sich die nötigen Referenzen für den späteren Berufseinstieg zu verschaffen, wie gehe ich mit den Behörden um, wie trete ich in der Öffentlichkeit auf etc.
Das hat zwar einige harte Kämpfe erfordert, war aber um so erfolgreicher. Meine Aufgabe dabei war es lediglich einige Hemmschwellen abzubauen. Dies ging am besten dadurch, meine Liebste in die Höhlen der Löwen mitzunehmen, in die sie sich von allein nicht hinein getraut hätte.
Das das gut gehen würde, glaubte sie mir natürlich erst hinterher und gibt nun an wie eine Horde Affen. - Ich gönne es ihr.
Naja, dann das Übliche für eine angehende Vollwertjuristin: Erfolgreiche Kandidatur als Sprecherin des Fachschaftsrats der Fakultät, Nebenjobs in anerkannten Kanzleien und Institutionen, Mitwirkung in einer politischen Partei und ehrenamtliches Engagement für die Integration ihrer Landsleute.
Die Einbindung in meine Familie und deren Anerkennung ist dabei natürlich auch nicht unwichtig.
Aber unterm Strich muss ich sagen, dass ich bei alldem nur unterstützend zur Seite gestanden habe. Besonders schwer war es für mich, ihr zu vermitteln, dass sie ihre Angst vor Autoritäten und den Hang zum Perfektionismus besser lassen sollte.
Aber um sie davon zu überzeugen, brauchte es halt des Phänomäns der Erfahrung.
Zeppelin
Sie wollte ursprünglich ganz allein und ohne nennenswerten finanziellen Hintergrund hier her kommen - zumindest für einen gewissen Lebensabschnitt.
Vorbereitet darauf war sie sehr gut - perfekte Sprachkenntnisse, vielfältige Landeskunde und bereits etwas Aufenthaltserfahrung aus einer früheren Au-Pair-Tätigkeit sowie mehrjähriger Mitwirkung in kulturpolitischen Austauschprojekten einer namhaften dt. Stiftung...
Aber sie hatte auch schon die Vorahnung, dass vieles an Dtl. nur Fassade ist und hier eine Reihe ungeschriebener Gesetze existieren, die einem eigentlich niemand so recht erklärt.
Daher hatte ich sofort als ich sie kennenlernte und von ihren Plänen erfuhr einerseits großen Respekt und andererseits die Gewissheit, dass sie mit ihrer jugendlichen Unbefangenheit leicht ins offene Messer laufen würde.
Dies wollte ich ihr ersparen, weil sie es weder verdient noch verschuldet hätte.
Ferner weiß ich aus Erfahrungen in meinem Umfeld, in dem es viele Migranten gibt, dass Sprache, Job, ein Mindestmaß an materieller Austattung etc. bei Weitem nicht genügen, um das Gefühl von Geborgenheit und tatsächlicher allgemeiner Anerkennung zu wecken.
Das liegt vor allem daran, dass Integration oft als Totalassimilation missverstanden wird - ob nun von den Betroffenen selbst oder mehr noch, von außen. Das Gegenteil sind dann die jammernden Intergrationsverweigerer, die sich von der Allgemeinheit abkoppeln und praktisch ghettoisiert hier leben. Letztere spüren dann natürlich nur die ganz kalte Schulter...
Nun konnte und wollte ich aber auch nicht den väterlichen Freund spielen, der "seine Kleine an die Hand nimmt und ihr zeigt wo es langgeht". Das wäre weder ihrem Selbstanspruch, noch meiner Rolle als Ehemann gerecht geworden.
Hilfe zur Selbsthilfe war da der einzige goldene Mittelweg, was für die ersten Jahre ein mühsames Unterfangen war. Die erstreckt sich auf solche "Kleinigkeiten" wie z.B. selbstsicheres Radfahrem im Staßenverkehr von Berlin, wie schreibe ich eine Bewerbung für einen Job mit Aussicht auf Erfolg, was muss man neben dem Studium machen, um sich die nötigen Referenzen für den späteren Berufseinstieg zu verschaffen, wie gehe ich mit den Behörden um, wie trete ich in der Öffentlichkeit auf etc.
Das hat zwar einige harte Kämpfe erfordert, war aber um so erfolgreicher. Meine Aufgabe dabei war es lediglich einige Hemmschwellen abzubauen. Dies ging am besten dadurch, meine Liebste in die Höhlen der Löwen mitzunehmen, in die sie sich von allein nicht hinein getraut hätte.
Das das gut gehen würde, glaubte sie mir natürlich erst hinterher und gibt nun an wie eine Horde Affen. - Ich gönne es ihr.
Naja, dann das Übliche für eine angehende Vollwertjuristin: Erfolgreiche Kandidatur als Sprecherin des Fachschaftsrats der Fakultät, Nebenjobs in anerkannten Kanzleien und Institutionen, Mitwirkung in einer politischen Partei und ehrenamtliches Engagement für die Integration ihrer Landsleute.
Die Einbindung in meine Familie und deren Anerkennung ist dabei natürlich auch nicht unwichtig.
Aber unterm Strich muss ich sagen, dass ich bei alldem nur unterstützend zur Seite gestanden habe. Besonders schwer war es für mich, ihr zu vermitteln, dass sie ihre Angst vor Autoritäten und den Hang zum Perfektionismus besser lassen sollte.
Aber um sie davon zu überzeugen, brauchte es halt des Phänomäns der Erfahrung.
Zeppelin
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
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germanisator
@Zeppelin: Die Russen, die hier studiert haben, meinte ich eigentlich nicht. Denn sie haben so gut wie nie Probleme. Zur Problemgruppe gehören solche, die hier nicht studiert haben und in RU einen höheren sozialen Status hatten (Lehrer, Architekten, Ingenieure usw.). Ein Schweinezüchter aus Sibirien hat nichts zu verlieren. Ich kenne unzählige Russen in Deutschand, (ob durch Heirat mit den Deutschen, Aussiedler, Juden usw.) Jedoch um berufliche Erfolgsstorys zu zählen, reichen mir meine Finger. Viele Russen ahnen einfach nicht was auf sie zukommt. Wie gesagt besonders hart trifft es erwachsene Intelligenz. Die ist auch sehr empfindlich, was ihr Selbstwertgefühl betrifft. Gerechtigkeitshalber muss erwähnt werden, dass meine Eltern solche Erfolgsstory verkörpern. Meine Mutter ist Ärztin. Sie arbeitet als Ärztin im Krankenhaus. Mein Vater ist Ingenieur und hat arbeitet als Angestellter (mit Bezug auf Russland). Die "einfachen" Russen haben es wesentlich einfacher, da die Ansprüche und die Erwartungen nicht so hoch sind. Meine Meinug: wenn eine Lehrerin putzen geht, kann von einer gelungenen beruflichen Integration nicht die Rede sein, eher von einer Notlösung. Oft verschweigen sie dann auch gegenüber ihren Verwandten und Bekannten, was genau sie da in D. machen. Sie schämen sich.
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germanisator
Übrigens die Zumutbarkeitsdiskussion wurde in Deutschland noch vor einigen Monaten sehr intensiv geführt. Ob qualifizierte Arbeitslose auch weniger qualifizierte Arbeitsplätze annehmen sollen. Ich weiß leider nicht wie dann die öffentliche Meinung letztendlich ausgefallen war. Was muten denn eure Partner sich selbst zu?
@Manuchka: Dein Mann hat als Handwerker, jedenfalls in Berlin, beste Aussichten! In Berlin gibt es z.B. viele Baustellen und einheimische sind nicht gerade erpicht auf die Arbeitsplätze dort. Eigentlich genauso wie in Moskau auch. Wenn du ihm dann auch keinen Umgang mit Landsleuten und die Benutzung der Muttersprache nicht "verbittest", wie es Dietrich vorhat, dann wird alles gut. Das wünsche ich euch jedenfalls!
@Manuchka: Dein Mann hat als Handwerker, jedenfalls in Berlin, beste Aussichten! In Berlin gibt es z.B. viele Baustellen und einheimische sind nicht gerade erpicht auf die Arbeitsplätze dort. Eigentlich genauso wie in Moskau auch. Wenn du ihm dann auch keinen Umgang mit Landsleuten und die Benutzung der Muttersprache nicht "verbittest", wie es Dietrich vorhat, dann wird alles gut. Das wünsche ich euch jedenfalls!
Ganz einfach, wer zwei Beine und zwei Arme hat der soll auch arbeiten,germanisator hat geschrieben:Ob qualifizierte Arbeitslose auch weniger qualifizierte Arbeitsplätze annehmen sollen.
egal ob er mal den Doktor oder sonst was...
Dave
"Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht."
Hermann Hesse
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Dave, darum geht es hier doch garnicht primär! Meine Frau würde als Russin mit Wohnrecht KEINE Sozialhilfe in Deutschland bekommen, soviel ich weiß.Dave hat geschrieben:Ganz einfach, wer zwei Beine und zwei Arme hat der soll auch arbeiten,germanisator hat geschrieben:Ob qualifizierte Arbeitslose auch weniger qualifizierte Arbeitsplätze annehmen sollen.
egal ob er mal den Doktor oder sonst was...
Die Frage ist vielmehr: Wie kann man für seinen Partner einen Job finden, der ihn/sie zufrieden stellt. Denn ohne einen Job, der erfüllend ist, wird die Beziehung sehr schwierig. Wenn meine Frau sechs Jahre Architektur studiert hat, wird sie als Putzfrau oder Sozialhilfeempfängerin sicher nicht zufrieden sein und das wird auf die Beziehung durchschlagen. Der Geldaspekt ist dabei vollkommen (!!) nebensächlich.

