ein Mann zum verlieben hat geschrieben:Doch das wird sich bald ändern. Antirussische Hetzkampagnen in Deutschland werden früh oder spät ihre Folge haben.
Das befürchte ich auch. Wobei das wirklich Problematische daran ist, daß es aus Sicht des "Westens" wie ein sich selbst verstärkender Prozeß abläuft: erst wird einem neuen Kalten Krieg das Wort geredet, darauf folgen - häufig zu Recht - ernste Reaktionen aus Moskau, die hier wiederum als Beleg für die schon immer vorhandenen finsteren Absichten und die Bösartigkeit des "russischen Bären" angesehen werden.
(Dies läßt sich ähnlich jetzt schon bei der Rußlandberichterstattung der FAZ beobachten. Putin wird
immer kritisiert, egal was er tut oder auch nicht tut. Und dabei bilden sich recht seltsame Allianzen, etwa mit Limonow, der auch in Deutschland schon längst im Gefängnis säße, würde er hier agieren.)
PS: Von welch teilweise uralten Vorstellungen und Ressentiments weite Teile der deutschen Berichterstattung über Rußland geprägt sind, habe ich kürzlich bei der Lektüre des Buches von Gerd Koenen "Der Russland-Komplex" (München 2005) festgestellt. Eigentlich könnten viele Deutsche auf das real existierende Rußland verzichten, wenn denn nur ihre regelmäßige Versorgung mit allerhand schaurig-schönen Geschichten sichergestellt wäre.
