Wie angele ich mir einen Mann?

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Simone
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Wie angele ich mir einen Mann?

Beitrag von Simone »

Artikel aus der FAZ
Wie angle ich mir einen Millionär?
Erkundungen der russichen Seele: Moskowiter Frauen suchen Rat bei einem Guru der
Männermanipulation und üben sich fleißig in femininer Gratwanderung.

Von Kerstin Holm
„Deutsche Männer zu managen ist ein Kinderspiel.“ Nina, eine dreißig Jahre alte Staatsbeamtin, die drei Jahre in Deutschland gelebt hat, fand die Welt dort geradezu weiblichkeitsbereinigt. In der emotionalen Steppenlandschaft des Westens hat die Frau, die sich einen Rock anzieht, beinahe schon gewonnen, sagt Nina, die ihrem Naturtalent, Männer zu becircen, jetzt in Abendkursen den letzten Schliff gibt. "Sterwologia" - zu Deutsch etwa Zickologie - heißt die Wissenschaft, mit der immer mehr moderne Russinnen ihrer professionellen wie privaten Karriere aufzuhelfen suchen. Ein erfülltes Frauenleben braucht den Erfolg beim anderen Geschlecht, zumal bei dessen attraktiver, gutsituierter, zu Sponsorentum tauglicher Minderheit. Rund zwölf Prozent ihres Gehalts legt die Russin, Umfragen zufolge, in Make-up an. Doch selbst die vollkommene Schönheit unterliegt der "Sterwa", eine Vokabel, buchstäblich zu übersetzen als "Aas", halb verurteilend, halb anerkennend, eine Art femme fatale bezeichnet, die über Leichen zu ihrem Ziel schreitet.

Der Männermanipulationsguru, zu dem Nina und zwanzig weitere Moskauerinnen an diesem eisigen Winterabend pilgern, ist der Psychologe Wladimir Rakowski, der als langjähriger Mitarbeiter des Katastrophenministeriums sich darauf spezialisiert hat, verlassenen, betrogenen und arbeitslos gewordenen Frauen zu helfen, sich in der Gesellschaft zu behaupten. Rakowskis Privatschule nistet in einem Moskauer Industriebezirk in jenem Kulturpalast, wo vor fünf Jahren tschetschenische Terroristen das Musical-Publikum als Geiseln nahmen. Bei zwanzig Grad Frost balancieren die Frauen auf hohen Absätzen über schneebedeckte Trottoirs zu einer blauen Hintertür. Auf dem Weg zum Schulsaal im ersten Stock passiert man Marktstände mit Kleidung und Geschirr sowie das leere Theaterfoyer, wo zwei Paare Sporttänze üben. In einem Seitenzimmer führt Rakowski, ein breit gebauter Mann, dessen gütige Miene Vertrauen einflößt, in die offenen Geheimnisse der männlichen Seele ein, während seine jugendliche Gattin für die verführerische Praxis zuständig ist.

Das weibliche Arsenal besteht aus drei Waffengattungen, belehrt Rakowski seine Schülerinnen. Der Typ des kleinen Mädchens, dem Habitus einer ungefähr Fünfjährigen abgeschaut, appelliert an die Beschützerinstinkte des Mannes. Der kokette Teenagertyp wird von jungenhaften Männern bevorzugt. Die reife Frau, die sich nach dem Muster der selbstbewussten Dreißigerin benimmt, zieht infantile Männer magnetisch an. Jede Frau neige einem dieser Typen zu, sagt Rakowski, der den Teilnehmerinnen seines Kurses beibringt, alle drei Register einzusetzen. Wem das noch nicht reicht, der kann in der Meisterklasse lernen, den Heiratswunsch im Mann zu wecken. Die "Sterwa-Zicke", die er für ein Honorar von gut zweihundert Euro ausbildet, sei keineswegs aggressiv oder gemein, versichert der Psychologe mit weicher Stimme. Sie mache sich bei Männern unentbehrlich, indem sie ihnen das Überlegenheitsgefühl gebe, das sie nun einmal brauchten. Weshalb Rakowski die Grundregel verkündet, prahlsüchtige Männer seien ausgiebig zu loben.

Im Praxisunterricht lernt die angehende Sterwa die Kunst der Verführung. Dabei ist es wichtig, das furchtsame Männerherz nicht zu erschrecken. Eine Anfängerin, die im Rollenspiel mit Rakowski herausfinden soll, was er an Frauen mag, fragt ihn unverblümt nach seinem Geschmack. Das sei zu direkt, korrigiert der Experte für zwischengeschlechtliche Chemie, mehr schmeichelnde Töne würden ihre Chancen verbessern. Die gelehrige Nina, die innerhalb weniger Monate zu Rakowskis Meisterschülerin aufgestiegen ist, zeigt, wie es geht. Mit strahlendem Kinderlächeln und klimpernden Wimpern schmiegt sie sich katzenhaft an die Journalistin, die ihr gerade am nächsten steht. Dann demonstriert Nina stolz, wie sie jeden Mann dazu bringe, ihr die Tür aufzumachen. Sie trippelt zum Ausgang, bleibt dort stehen und wendet sich mit einem freudig erwartungsvollen Gesichtsausdruck um, der an einen Hund denken lässt, der gleich eine Scheibe Wurst bekommt.

Wie ein guter Schauspieler muss eine echte Zicke mit ihrer Theaterrolle verschmelzen, um glaubwürdig zu sein. Wie man sich, mädchenhaft schüchtern oder rassig geheimnisvoll, hinsetzt, aufsteht, etwas fallen lässt und dann elegant aufhebt, muss zu Hause weiter geübt werden, bis es in Fleisch und Blut übergeht, erklärt Frau Rakowskaja. Dabei findet jede Frau ihren eigenen Stil. Heute wird der schöne Gang trainiert. Die in Bürokleider oder -röcke gehüllten Moskauerinnen defilieren durch den Saal, die Pumps wie auf dem Catwalk entlang einer imaginären Linie setzend. An ihrer stolzen Haltung und dem sicheren Schritt erkennt man, dass Typ drei an der Reihe ist, die Grazie der reifen Frau. Beim Gang des jungen Mädchens, an dem letzte Woche gearbeitet wurde, tänzelt man leicht und wiegt die Hüften. Die russische Kindfrau, die der väterliche Rakowski besonders schätzt, macht kleine Schrittchen und faltet vor Schüchternheit gern die Hände.

Rakowski betrachtet seine Zickenschule, die in Petersburg, Jekaterinburg, Kasan und Kiew Filialen hat, als eine Art modernen Benimmunterricht. In vorrevolutionären Zeiten genügte es, höheren Töchtern gute Manieren und Handarbeit beizubringen, sagt der Psychologe, heute müssen sie sich in einer männlich beherrschten Berufswelt behaupten. Dabei sei das Sterwa-Training Gold wert, bezeugen die Kursteilnehmerinnen. Eine kaufmännische Angestellte bekennt, sie sei früher Männern aus dem Weg gegangen, aus Angst, ein fester Freund oder Gatte würde sie unterdrücken und zu Hause einsperren. Jetzt habe sie die Furcht überwunden und überlege, wem von drei Heiratskandidaten sie den Zuschlag geben solle. Eine Buchhalterin erzählt, von ihrem Chef, dem sie früher scheu aus dem Weg ging, werde sie heute hofiert. Dass Mann und Frau offen miteinander konkurrieren, auch um die Vorzüge des Mannseins oder Frauseins, ist wohl eine westliche Errungenschaft, glaubt Fjodor, ein Moskauer Komponist und Musikschriftsteller. In Russland findet nichts dergleichen statt, erklärt Fjodor und erinnert daran, dass das Russische für das deutsche Wort "Auseinandersetzung" bezeichnenderweise kein Äquivalent hat. Ihm begegnen manchmal Sterwa-Frauen, die durch Schmeichelei und Kindchen-Attitüde ihre Karriere zu fördern versuchen, sagt Fjodor. Die könne er aber nicht ernst nehmen.

Freilich, immer mehr Europäer beschleicht der Verdacht, dass Ehrlichkeit Erotik tötet. Die russische Schule erfolgreicher Weiblichkeit spart die gleichberechtigte Beziehung gerade aus. Vielleicht ist Rakowski deshalb überzeugt, im Grunde seien alle russischen Frauen einsam. Der Zicken-Guru gliedert auch die Männerwelt in drei Typen. Da ist der infantile, psychisch nicht belastbare Mann, der auf starke Frauen anspringt. Der jungenhafte, oft zum Narzissmus neigende Typ sei verantwortungsscheu, aber gut im Bett. Der Papa-Typ braucht eine an-schmiegsame Lolita. Der reife, eigenständige Mann kommt in der Typologie nicht vor. Vielleicht weil solche Wesen in Russlands hart gefügter Subordinationspyramide schlecht gedei-hen. Vielleicht aber auch, weil die Angelhaken der Zicke sich an einem solchen Mann schwer verfangen. Als sie gemeinsam mit einigen Nachwuchszicken durch Eis und Schnee zur nächsten U-Bahn-Station stöckelt, zitiert die Journalistin einen oft gehörten Gemeinplatz: Russische Frauen seien für ihre Schönheit berühmt, aber auch notorisch für ihren ökonomischen Vampirismus. Nina lacht. Die Wonnen, die ein Mann genießt, während eine Russin ihm den letzten finanziellen Blutstropfen aussaugt, schwärmt sie, seien mit Geld nicht aufzuwiegen.

Einer erfolgreichen Sterwa, die sich Urlaub gönnen will vom Schauspielvirtuosentum ihres Lebens, bieten sich in Moskau diverse Damen-Nachtklubs an, wo Scharen gut gebauter Jünglinge jeder Frau das Gefühl geben, sie sei eine Königin. In der Männer-Strip-Bar "Egoistka" (Die Egoistin) heben die Bühnentänzer, Kellner, Barjungen ihre Reize heute durch Military-Look hervor, denn es ist Tag des Vaterlandsverteidigers, der russische Männerfeiertag. Ein Dutzend Adonisse in gestreiften Soldatenhemden und Tarnbadehöschen, eine Plastik-Kalaschnikow über der durchtrainierten Schulter, begrüßen den weiblichen Gast mit euphori-schem Pfeifkonzert. Auf der Bühne wiegen ein Latin Lover, in dessen Pistolenhalfter eine Banane steckt, und ein blondmähniger Siegfried ihre schönen nackten Oberkörper. Während im realen russischen Leben Frauenüberschuss herrscht, steht der "Egoistin" hier eine ganze männliche Belegschaft inklusive der unsichtbaren Manager zur Verfügung, die nur danach strebt, sie glücklich zu machen, wie ein Conferencier alle halbe Stunde über Mikrophon verkündet.

Dazu bedarf es echter, nicht metrosexueller Männer, scheinen die "Egoistka"- Choreographen überzeugt. Wie jene hochgewachsenen drei, die in den Sonntagsuniformen der Kriegsmarine auftreten und sie sich zum Disco-Song "Don't save our souls" synchron vom Leib reißen. Dann betritt, mit Pistole und Suchscheinwerfer, ein attraktives Polizistenpaar die Bühne. Sie verhaften eine Dame aus dem Saal, deren Körper sie ausgiebig nach Waffen abtasten. Dann beginnt das "Verhör", bei dem der Inspektor sich entkleidet und schlangenhafte Bewegungen über seinem Opfer vollführt. Der begeisterte Beifall legt nahe, dass Frauenglück nicht vollkommen ist ohne eine Prise maskuliner Gewalt.


Stimmt das oder hat die Autorin recht?
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Zejtnot
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Beitrag von Zejtnot »

Naja, hmmmm, solche Kurse gibt es überall ... Russlandtypisch finde ich es nicht.

Schön fand ich aber den Satz: "Die 'Sterwa-Zicke' ... mache sich bei Männern unentbehrlich, indem sie ihnen das Überlegenheitsgefühl gebe, das sie nun einmal brauchten." Das würde ich noch als Maxime russischer Frauen akzeptieren. Ist ja auch schlau, so ranzugehen.
Zeppelin
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Re: Wie angele ich mir einen Mann?

Beitrag von Zeppelin »

Simone hat geschrieben:Stimmt das oder hat die Autorin recht?
Also, ich würde mal sagen, bei prollig-neureichen Typen mögen solche "Ladys" ihre Chance haben, aber wer fährt schon dauerhaft auf solch banale "Boxenluder" ab.
Ich glaube allerdings durchaus, dass solche "Trainings" gut besucht sind. Das leif fürher mal im situierten deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen unter dem Titel "Expedition ins Tierreich". :oops:
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zimdriver
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Re: Wie angele ich mir einen Mann?

Beitrag von zimdriver »

Zeppelin hat geschrieben:... Also, ich würde mal sagen, bei prollig-neureichen Typen mögen solche "Ladys" ihre Chance haben....
... nicht nur. Zweifel? Dann gucke beim nächsten Russlandbesuch mal in eine mehrheitlich von Ausländern besuchte location rein. Ich kenne einen dieser Ausländer, der furchtbar viel Geld verloren hat und immer noch nicht böse sein kann, weil ... siehe Text. Und daß dieser Gang, die Vorliebe für kurze Röcke, hochhackige Pumps oder Schnabelschuhe (man nennt sie auch fuck-me-boots), insgesamt also eher erotische Kleidung nicht in der Grundschule vermittelt werden, ist wohl auch klar.
Ich denke, der Unterschied zwischen beiden Welten liegt in der Masse: Während sich Zepp noch (ein wenig genüßlich oder gar sehnend) jener Dame erinnert, wird jedem Moskau-/ St.Pete-/ Samara-/ Kazan- usw- Erstspaziergänger im Juni das eigentliche Ausflugsziel entfallen- er kann sich noch nicht mal mehr darauf konzentrieren, wo die Schlaglöcher im Bürgersteig sind. :roll:
Zeppelin
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Re: Wie angele ich mir einen Mann?

Beitrag von Zeppelin »

zimdriver hat geschrieben:... Ich kenne einen dieser Ausländer, der furchtbar viel Geld verloren hat und immer noch nicht böse sein kann, ...

...hochhackige Pumps oder Schnabelschuhe (man nennt sie auch fuck-me-boots), ...
Wow. Du kennst so einen? 8)

Ich sehe hier ständig die Girls, deren (von Dir so benannte) Schuhsymbolik 'wunschgemäß' erfüllt wird.

Das Fazit ist eher nicht der erhoffte 'Ljuks'.

Und es gehört ja auch nicht gar so viel dazu, eine Lady von einer Hure zu unterscheiden...

Aber: "Geschmackssache sagte der Affe und biss in die Seife..."
Wer also auf das Milieu 'abfährt', wird womöglich seine 'Freude' daran haben.
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zimdriver
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Re: Wie angele ich mir einen Mann?

Beitrag von zimdriver »

Zeppelin hat geschrieben:...
Wow. Du kennst so einen? ...
Beim genaueren Nachdenken sind's Drei.
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zimdriver
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Re: Wie angele ich mir einen Mann?

Beitrag von zimdriver »

Zeppelin hat geschrieben:...Du kennst so einen? 8) ...
... oder wolltest Du darauf hinweisen, daß es umgekehrt eher die Ausnahme ist, eine, die von einem Ausländer um ihr Vermögen gebracht wurde ???
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Simone
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Beitrag von Simone »

Fliegt mal Freitags nach Deutschland und man sieht die völlig auslauchten "MO-DO-Dienstreisenden" - die haben ihre Augenringe vom Boarhouse, Night Flight und anderen einschlägigen Clubs und schwärmen mit leuchtenden Augen vom Moskauer Nachtleben. Ich hatte schon viele dieser Unterhaltungen mit Sitznachbarn.

Und ich kenne auch Dutzende "Jungs", die dem Russinnen-Virus anheim gefallen sind - als Gespielin neben der Ehefrau oder als Beute der Nacht.

Im deutschen Dorf lebt bestimmt ein Drittel Misch-Ehen, bei denen der Mann deutsch+geschieden ist und die Frau russisch+mind. 10 Jahre jünger ist als er.

Noch Fragen?!
Zeppelin
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Beitrag von Zeppelin »

Simone hat geschrieben:...
Und ich kenne auch Dutzende "Jungs", die dem Russinnen-Virus anheim gefallen sind - ...

Im deutschen Dorf lebt bestimmt ein Drittel Misch-Ehen, bei denen der Mann deutsch+geschieden ist und die Frau russisch+mind. 10 Jahre jünger ist als er.

Noch Fragen?!
Oooops, erwischt - naja fast... :)
Dass dieser "Russinnen"-Virus hochinfektiös ist, bezweifle ich ja gar nicht (mal ganz davon abgesehen, dass dies auch von der übrigen, nichtrussischen weiblichen Population der Russ. Föd. übertragen wird.)
Wohl aber bezweifle ich, dass der Grund dafür in solchen "Schulungseinrichtungen", wie in dem zitierten Artikel begründet ist.

Und um auf
...insgesamt also eher erotische Kleidung nicht in der Grundschule vermittelt werden, ist wohl auch klar.
einzugehen: Weit gefehlt! Ich kenne x jüngere Lady aus RUS, die schon in der Grundschule eifrig Schneiderkurse belegt haben, um an halbwegs hübsche (und eben bezahlbare) Kleidung zu kommen.
Im Fotoalbum meiner Frau stecken zahllose Fotos von den Modenschauen, auf denen die Sechst- und Siebtklässlerinnen stolz die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten.
Wie heißt es doch: Früh übt sich... :wink:

Ich bin aber weit davon entfernt, darin Absichten zu sehen, sich zum Luder zu entwickeln, auch wenn das Mokauer Nachtleben evtl. das Gegenteil zu beweisen scheint.
Nö, im Ernst. Ich halte den Sinn für Geschmack und Körpersprache etc. (bei beiden Geschlechtern übrigens) für einen wichtigen Punkt im Spektrum sozialer Kompetenzen.
High-Heels und schwingende Hintern reichen dafür aber gewiss nicht aus - eher wohl für "den kleinen Appetit zwischendurch." - Oder eben für Typen, die nicht in der Lage sind, sich eine richtige Lady zu "angeln" , bzw. diese auch dauerhaft zu halten.

In Westeuropa wahr jedoch lange Jahre die Ideologie verbreitet, Schönheit, Charakter und Intelligenz schlössen einander aus.
Mir scheint, da setzt inzwischen - in zarten Ansätzen - ein Umdenken ein.

Doch zurück zu Deinen Erlebnissen auf den Heimflügen Simone.
Die bestreite ich ebenso wenig, vergleiche dies aber mit Seeleuten u.ä., die ja auch angeblich in jedem Hafen eine (bezahlte?) Geliebte haben sollen.

Aber wenn's einer bestimmten Sorte von Frauen eben gefällt, lieber den primitiveren Weg zu wählen, ist mir das - ehrlich gesagt - ziemlich Wurscht. Die Erfolgsaussichten halte ich jedoch für hochgradig temporär und suboptimal.

Zeppelin
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Beitrag von Simone »

Ich kommentiere nicht das Verhalten der Leute, sondern bin nur Beobachter. Auch mir ist das letzlich egal; jeder muß sein Glück für sich und auf seine Weise finden. In diesem Sinne: Leben und leben lassen!
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