Leitfaden: Hochzeit in Rus: Zeitl. & Organisat. Planung

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
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Oletsch
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Beitrag von Oletsch »

fremantle hat geschrieben:2) Die originale Geburtsurkunde Ihrer Frau mit Apostille als angeheftetes Stück Papier, höchstwahrscheinlich vom russ. Innenministerium ausgestellt (so zumindest ihre bisherige Erfahrung mit Russen)
ich habe nicht den ganzen Thread gelesen, keine Zeit, vielleicht wurde das hier bereits diskutiert. Meines Wissens nach und aus eigener Erfahrung muss ich den Punkt korrigieren: die originale Geburtsurkunde eines russischen Bürgers wird vom ZAGS (Standesamt) und nicht vom Innenministerium ausgestellt, und zwar kurz nach der Geburt. Eine Apostille darauf gibt es im Zentralarchiv von ZAGS (in Moskau ziemlich unkompliziert, kostet ein paar Tage Wartezeit nach dem Antrag, in Piter dürfte ähnlich sein).

Gruß
Oletsch
Zeppelin
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Re: Die Standesbeamtin

Beitrag von Zeppelin »

fremantle hat geschrieben:So, eine neue Erkenntnis.
Heute morgen um 8.35, gleich nach dem die Beamtin des Standesamts Köpenick ihr Büro aufgeschlossen und die Kaffeemaschine angeschmissen hatte klingelte ihr Telefon und dran war ich.
...
Und denn kommse mal mit den Papieren her, bringen Ihren Auszug aus dem Berliner Melderegister und eine Abstammungsurkunde mit. Damit machen wir Ihnen ein Schreiben fertig, dass die Petersburg ganz bestimmt akzeptieren werden."

Liebe Leute, so ne nette, typische Berlinerin wie ich sie liebe. Meine Heimat, ganz unkompliziert und freundlich. Und schlau bin ich nun auch! :)
Na sach ick's nich?
Danke aber für das Feedback. Eene andre Antwort auf Deen Anliejen hätte mich ooch schwer jewundat. :lol:

Und so würd ick ma sajen, dat die Dame sich Deen Dankeschönjeschenk ooch vadient hat - wenn et da allet jeklappt hat.
Den Shampanskoe schleckn die beim Standesamt nach Dienstschluss sicher im Kollegenkreis wech und freuen sich, dass si - analog zu den sog. Positivstaatlern - uff de Positivliste vonne Vawaltungskundschaft stehen = relativ sichera Job wejen positiva Kundenkritik.

Aber Spaß beiseite. Die haben schon Ahnung von ihrem Job.
Und wie Du erlebt hast, sollte man besser nicht auf die Gerüchteküche hören.
Ich kann nur empfehlen, auch weiterhin einen guten Kontakt zu Eurem Standesamt in Berlin zu pflegen, um für später vorzubauen.

Viel Glük,
Zeppelin
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
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Re: Die Standesbeamtin

Beitrag von fremantle »

Zeppelin hat geschrieben:Aber Spaß beiseite. Die haben schon Ahnung von ihrem Job.
Und wie Du erlebt hast, sollte man besser nicht auf die Gerüchteküche hören.
Ich kann nur empfehlen, auch weiterhin einen guten Kontakt zu Eurem Standesamt in Berlin zu pflegen, um für später vorzubauen.

Viel Glük,
Zeppelin
Gloob ick jern und jelobe, dran zu bleebn.

Ich war nur ziemlich positiv überrascht, wie die Dame bestens im Russischen Standesamtswesen bescheid zu wissen scheint. So müßte Verwaltung immer sein!
Zeppelin
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Re: Die Standesbeamtin

Beitrag von Zeppelin »

fremantle hat geschrieben: Ich war nur ziemlich positiv überrascht, wie die Dame bestens im Russischen Standesamtswesen bescheid zu wissen scheint. So müßte Verwaltung immer sein!
Das war ich allerdings bei unserer Standesbeamten auf den ersten Blick auch, aber die sagte mir dann, dass sie fast jede Woche ein dt.-russ. Paar zu betreuen hat.
Und die gute Frau sprach sogar fließend Russisch, was sie aber nur benutzte, um sich schon mal anzuschauen, ob die Unterlagen meiner Liebsten okay sind und dann noch um ein paar Floskeln mit meiner besseren Hälft auszutauschen, die offenbar bewusst nicht für meine Ohren bestimmt waren, wie ich am frechen Lachen der beiden Frauen bemerken konnte. :lol:

Nunja, im Ostteil Berlins ist es nicht gar so unwahrscheinlich, dass zumindesd die schon etwas erwachseneren Leute in der Verwaltung mehr der weniger gut Russisch können.

Und dass Du beim Standesamt auf überdurchschnittlich kompetente Leute triffst, liegt natürlich auch daran, dass die Jobs dort zu den attraktivsten in der Kommunalverwaltung überhaupt gehören. Da nervt die Kundschaft nicht groß herum...

Gruß,
Zeppelin
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Re: Die Standesbeamtin

Beitrag von fremantle »

Zeppelin hat geschrieben:
fremantle hat geschrieben:Nunja, im Ostteil Berlins ist es nicht gar so unwahrscheinlich, dass zumindesd die schon etwas erwachseneren Leute in der Verwaltung mehr der weniger gut Russisch können.
Ja das hab ich mir gestern auch gedacht, noch gute alte Russichklasse oder so. In die Verlegenheit zu kommen, sich Heimlichkeiten mit meiner Frau auszutauschen wird sie jedenfalls nicht so schnell, denke ich :) Russisch kann man in Neukölln sicher nicht erwarten, dafür aber dann jemanden der zB Türkisch spricht. Na, ist ja auch egal, mir solls recht sein.
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Re: Die Standesbeamtin

Beitrag von Zeppelin »

fremantle hat geschrieben:... In die Verlegenheit zu kommen, sich Heimlichkeiten mit meiner Frau auszutauschen wird sie jedenfalls nicht so schnell, denke ich :)
Wieso? Weil sie (die Standesbeamtin) kein oder nur wenig Russich kann, oder weil Deine Bald-Frau nicht die Absicht hat, Dich in nächster Zeit mal zum Standesamt zu begleiten?
Wenn irgend möglich, würde ich Euch zu Letzerem aber durchaus raten, denn nichts ist hilfreicher für später mal, als so früh wie möglich Sympathiepunkte durch persönliche Vorstellung bei den Behörden zu sammeln, die man später noch mal brauchen kann.
(Das gerät dort auch nicht in Vergessenheit.
fremantle hat geschrieben:Russisch kann man in Neukölln sicher nicht erwarten, ...
Wenn Du da mal nicht auf dem Holzweg bist. Nagut, erwarten kann man es vielleicht nicht, aber seit der Wiedervereinigung sind auch Neukölln, Wilmersdorf und Kreuzberg ware Hochburgen der russischsprachigen Community hier geworden.
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Re: Die Standesbeamtin

Beitrag von fremantle »

Zeppelin hat geschrieben:Wieso? Weil sie (die Standesbeamtin) kein oder nur wenig Russich kann, oder weil Deine Bald-Frau nicht die Absicht hat, Dich in nächster Zeit mal zum Standesamt zu begleiten.
Eher zweiteres. Wir können einfach nicht mal schnell ein Visum organisieren und Flüge buchen, damit sie hier der Standesbeamtin guten Tag sagt. Sie war gerade im Februar 2 Wochen hier, da waren wir noch ncicht so weit in der Vorbereitung... Vielleicht wird es ja dann später mal, wenn es zum FZF kommt.
Zeppelin hat geschrieben:Wenn Du da mal nicht auf dem Holzweg bist. Nagut, erwarten kann man es vielleicht nicht, aber seit der Wiedervereinigung sind auch Neukölln, Wilmersdorf und Kreuzberg ware Hochburgen der russischsprachigen Community hier geworden.
Ja, dass es auch dort viele Russen gibt ist richtig, ich behaupte aber mal, dass im Osten die Standesbeamten eher (und besser) Russisch verstehen als im Westen (solange sie dort nicht wiederum aus dem osten stammen).
Zeppelin
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RUS Ledigkeitsbescheinigungen

Beitrag von Zeppelin »

@ freemantle: Wie Du aus den per e-mail an Dich übersendeten Mustervorlagen für die Übersetzung der russ. Bescheinigungen ins Deutsche entnehmen konntest war die Stadt Kazan am 30.09.2002 sehr wohl in der Lage, eine Ledigkeitsbescheigung für meine heutige Gattin auszustellen.
Das Dokument wurde - anlaog zu hier (Bln) - vom zuständigen Wohnortstandesamt ausgestellt und von der entsprechenden Standesamsaufsichtbehörde mit einer Apostille versehen.
Daher waren weder eidesstattliche Erklärungen der Eltern meiner Frau über deren Familienstand noch Geburtsurkunden der Eltern erforderlich, um die EFz-Befreiung beim KG zu erwirken.

Es genügten dafür die beglaubigte Geburtsurkunde meiner Frau und die
Meldebescheinigungen ihrer Angehörigen in der Kazan'er Wohnung.
Damit reduzierte sich auch der Übersetzungsaufwand für die dt. Behörden.

Gruß,
Zeppelin
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fremantle

Beitrag von fremantle »

Naja, das, was ich vorbringen soll wurde mir ja von meiner hiesigen Standesbeamtin diktiert. Äußerst nett und freundlich. Nun will ich sie nicht vor den Kopf stoßen. Da soll es dann nicht auf ein Papier mehr oder weniger ankommen.

Ich mach das so, wie mit Euch beiden gestern besprochen: Ich übersetze alles mit Hilfe einer Bekannten meiner Mutter, die selbst Russischlehrerin an einer Berliner Ingenieurhochschule war (und als Kind 7 Jahre nach dem Krieg in Leningrad verbringen musste, bedingt durch den "Arbeitsaufenthalt" ihres Vaters). Ich denke, wir können das also recht gut für Barija vorbereiten. Sobald das geschafft ist, melde ich mich bei ihr.
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