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Für alle, die mehr über "Piter" wissen wollen.
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Zejtnot
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Beitrag von Zejtnot »

papasha hat geschrieben:das problem ist, dass es in russland bekannt ist, dass die deutschen so gut wie jede schikane mit einem lächeln hinnehmen und sofort die brieftasche öffnen.
Habe ich noch nie gemacht. Ich sage immer: "Sind sie sich sicher, dass ich etwas unerlaubtes gemacht habe? Moment ich frage mal bei meinen Freunden im deutschen Konsulat nach!" Schnell irgendwen anrufen, deutsch sprechen und wichtig tun. Danach lösen sich alle Probleme ganz fix. "Haben Sie noch einen schönen Tag!"

Man sollte sich natürlich sicher sein, dass man in der Tat legale Sachen macht. Zum Beispiel ist es verboten in Sichtweite einer Kreuzung oder eines Zebrastreifens die Straße zu überqueren (50 Rubel Strafe).
august

Beispiele

Beitrag von august »

1. Beispiel: zwei meiner Bekannten sind betrunken, einer pinkelt in die Ecke. Beide werden festgenommen und in unterschiedliche Reviere gebracht. Einer kann Russisch, drückt 500p. ab, kann gehen. Der andere wird mit fünf anderen eingesperrt. Morgens ist seine Geldbörse leer.

2. Beispiel: wieder angetrunken. Zu fuss nach Hause. Auf der Schlossbrücke die Kontrolle, bei der das Handy entwendet wird.

3. Beispiel: betrunken aus der Datscha gekommen. Von fünf Milizionären gewaltsam der Arm auf den Rücken gedreht worden. Uhr entwendet.

Alles passiert innerhalb der letzten 7 Monate.
Natürlich muss man eine Strafe zahlen, wenn man in die Ecke pinkelt, aber...

Habe auch positive Milizbeispiele, da das für mich aber selbstverständlich ist, dass einem von der Polizei geholfen wird, ist das für mich irrelevant.
Paul

Re: Beispiele

Beitrag von Paul »

august hat geschrieben:1. Beispiel: ... betrunken ...

2. Beispiel: ... angetrunken ...

3. Beispiel: betrunken ...
Was lernen wir daraus und aus ähnlichen Geschichten, die ich kenne? Man bleibe Herr seiner Affekte (und tue auch sonst nichts strafbares) und das Risiko eines Zusammenstoßes mit der Miliz (bzw. Milizionären 8)) reduziert sich deutlich.
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Saboteur
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Beitrag von Saboteur »

ich habe auch schon dran glauben müssen...Alkohol im Spiel und eingebuchtet (habe nur Geld verloren). Habe aber Glück gehabt, n Kumpel ham se in der Steppe (2 Elektri4kastunden aus der Stadt) ausgesetzt, natürlich nicht ohne ihn vorher verprügelt und ausgeraubt zu haben...

Seit dem bin ich sehr sehr vorsichtig mit Alkohol und der Öffentlichkeit. Taxi fahren ist da echt besser...
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
august

Re: Beispiele

Beitrag von august »

[quote="Paul"]

Was lernen wir daraus und aus ähnlichen Geschichten, die ich kenne? Man bleibe Herr seiner Affekte (und tue auch sonst nichts strafbares) und das Risiko eines Zusammenstoßes mit der Miliz (bzw. Milizionären 8)) reduziert sich deutlich.[/quote]

ich geb dir ja recht - hab ja das gleiche daraus gelernt. Aber soll es so sein?
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Zejtnot
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Re: Beispiele

Beitrag von Zejtnot »

august hat geschrieben:ich geb dir ja recht - hab ja das gleiche daraus gelernt. Aber soll es so sein?
Stimmt, es sollte nicht so sein. Zwei Anregungen noch:
(a) Angesichts der Bezahlung von Staatsdienern wundert es mich in Russland nicht, dass Polizisten oft schlicht und ergreifend dumm sind.
(b) Betrunken sein in der Öffentlichkeit ist in Russland nicht erlaubt.
Paul

Re: Beispiele

Beitrag von Paul »

august hat geschrieben:Aber soll es so sein?
Selbstverständlich nicht. Ist aber leider so.
pipimaus
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Liebe Lea

Beitrag von pipimaus »

Ich bin auch wegen meinen Mann nach Moskau gegangen und ich weiss das es kein einfacher Schritt ist, aber ich kann nur sagen das ich es jederzeit wieder machen wuerde. Es ist sicher fuer den Mann auch besser wen er nachhause kommt und jemanden umsich hat. Mein Mann ist ein Jahr laenger wie ich hier in Moskau, da ich meine Schwangerschaft noch zuhause verbringen wollte. Aber dann bin ich auch her gekommen. Und mein Mann betont immer wieder wie wichtig es fuer ihm ist das ich bzw. wir auch hier sind. Ich denke das man so eine Chance ein anderes Land bzw. Kultur kennenlernen zu koennen nuetzen soll. Falls es doch nicht klappt kann man immer wieder zurueck gehen. Aber das ist meine Meinung!
eins kann mir keiner nehmen, und das ist die pure Lust am Leben
Lea

Beitrag von Lea »

Wow, ich war ne Weile nicht im Forum und hab die ganze Diskussion verpasst.

Wird man von der Miliz häufig kontrolliert?
Es gibt auch die Möglichkeit, z.B. an der State University - School of Management einen Master zu machen
Das habe ich mir auch schon angeguckt. Das ist auch wirklich interessant, nur leider fehlt ein bisschen die Finanzierung dafür...
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Zejtnot
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Beitrag von Zejtnot »

Lea hat geschrieben:Wird man von der Miliz häufig kontrolliert?
Nein, nur wenn man irgendwie kaukasisch aussieht oder mit riesigen Rucksäcken planlos auf großen Plätzen rumläuft.

Ausnahme: In Murmansk wurde ich viermal am Tag kontrolliert - wobei meine Daten immer irgendwohin durchgegeben wurden und ich nach der Meldung: "Wissen wir doch, dass der hier ist" meinen Pass zurück bekam. Aber in Moskau und anderen normalen Städten wird man vielleicht ein oder zwei Mal pro Jahr kontrolliert. Wenn überhaupt.
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