RASSISTISCHE GEWALT IN DER RF
Re: RASSISTISCHE GEWALT IN DER RF
Wenn ich mir anhoere, wie leicht sich einige meiner russischen Bekannten gegen die eine oder andere Volksgruppe aufhetzten lassen, wird es mir ziemlich mulmig in der Magengegend. Hoffentlich kommt keine Regierung jemals auf die Idee, das noch "ungenutzte Potenzial" gänzlich auszuschöpfen und sich zu Nutze zu machen.
Re: RASSISTISCHE GEWALT IN DER RF
Komisch, ne, wir reden immer davon, wer es sich mit Russland verscherzt... oder mit den USA. Ob sich die beiden Superstaaten es auch mal mit jemandem derart verscherzen könnten, dass es für sie richtig unangenehm wird?Stefan hat geschrieben:OK, Angie ist es nicht so sehr, doch auch sie wird es sicher diplomatisch handhaben und es sich mit Putin nicht verscherzen.
Waldmeister, deine Bedenken teile ich übrigens.
Du erntest, was du säst.
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MpaK
Re: RASSISTISCHE GEWALT IN DER RF
Nun, stell dir mal folgendes vor: ich durchsuche dieses Forum und finde in einem Thema dieses hier: (Es gibt viel mehr solcher Aussagen...)Dietrich hat geschrieben:In einem Land in dem so oeffentlich (vom Staat) rassistische Politik betrieben wird, wundert mich das nicht.
Vorgestern waren es die Georgier (mit ihrem Wein), gestern die Esten, heute alle auslaendischen Arbeiter auf den Maerkten und ab morgen die Englaender....
Und alles ohne kritischen Stimmen "direkt von oben".
Meiner Meinung nach - Nationalismus pur... (Wie hat er dann die Geschichte mit dem Bett herausgekriegt? Hat er etwa mit jedem Trottel geschlafen? Ach nö, mit jedem durchschnitlichen nur... :-) )Deswegen nur ganz kurz: Weil sie mit einem weniger attraktiven Deutschen immer noch mehr Spaß haben werden und mehr erleben können, als mit dem durchschnittlichen russischen Dorftrottel. Auch im Bett, um das Thema gleich im Keim zu ersticken.
Angenommen, als ein "durchscnittlicher russischer Dorftrottel", der dennoch Deutsch kann , werde ich diesen Beitrag übersetzen und in den sehr bekannten russischen Foren posten, damit auch alle anderen "Trottel" sich eine Vorstellung machen, was die Deutschen so von den Russen halten. Und wenn dann ein paar Tage später irgendwo in Moskau ein Deutscher (der nichts mit dem Ganzen zu tun hat) (verbal) angegriffen wird, wer ist dann Schuld? Ich als Übersetzer, Angreifer, die sich beleidigt fühlen, oder doch der Verfasser dieses Beitrags?
Worauf will ich hianus? Wenn man in Estland SS-Männchen feiert, der Jutizminister zu seinem Geburtstag ein Theaterstück namens "Adolf" veranstaltet, eine erhebliche Gruppe russischsprechender Menschen nicht mal die Staatsangehörigkeit hat, und somit nicht wahlberechtigt sind etc..., welche Reaktion erwartest du darauf? Muss die dann nur von oben kommen?
Oder soll man die illegalen Einwanderer akzeptieren/tolerieren, deren Arbeitsmethoden zu oft kriminell sind? In dem demokratischen Deutschland hat man z.B. auch für die legale Einwanderung scharfe Bedingungen eingeführt: Altersgrenze, Strafen für die Verweigerung von Integrationsmaßnahmen. Und die Gegenstimmen der türkischen Verbände hat niemand beachtet, die haben schließlich dem Gesetz Folge zu leisten. Oder hattest du nicht in Deutschland die Bezeichnung Scheißtürke oder wusstest du nicht, das jeder vierte Deutsche ausländerfeindlich ist.
Die allgemeine Situation in Ru spiegelt nur die Fehlerhafte bzw. nicht vorhandene Nationalpolitik des Staates, die auch durch soziale Gegebenheiten erschwert wird. Kondopoga ist der beste Beispiel dafür. Aber eine Lösung für ein friedliches Zusamnenleben vieler Nationen hat noch keiner Angeboten, auch im Westen hat man damit zu kämpfen: parallele Gesellschaften in De, Fr, GB. Überall versucht man einseitige Toleranz einzuprägen, obwohl es zweiseitige Anerkennung sein muss...
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Stefan
Re: RASSISTISCHE GEWALT IN DER RF
Ich denke mal, daß es solchen Superstaaten (RU und USA) eigentlich egal ist, ob sie es sich mit jemanden verscherzen, denn die haben doch die militärische und politische Macht im Grunde alles zu machen, was sie wollen.manuchka hat geschrieben:Komisch, ne, wir reden immer davon, wer es sich mit Russland verscherzt... oder mit den USA. Ob sich die beiden Superstaaten es auch mal mit jemandem derart verscherzen könnten, dass es für sie richtig unangenehm wird?Stefan hat geschrieben:OK, Angie ist es nicht so sehr, doch auch sie wird es sicher diplomatisch handhaben und es sich mit Putin nicht verscherzen.
Waldmeister, deine Bedenken teile ich übrigens.
Re: RASSISTISCHE GEWALT IN DER RF
Hallo MpaK,
zunächst mal: guter Beitrag. Ich bin zwar anderer Ansicht als Du, aber das war trotzdem ein wichtiger Input, vor allem, weil ich darin einige Standpunkte wiedererkenne, die ich haeufig bei solchen Diskussionen mit Russen mitbekommen habe.
Um gleich auf Dein Beispiel einzugehen, wer wohl Schuld daran trüge, sollte ein Deutscher (verbal) angegriffen werden, nachdem Du eine provokante Aussage ueber den vom Verfasser gedachten Emfängerkreis hinaus verbreitest hättest: Schuld ist derjenige, der so wenig differenziert denken kann, dass er einen ihm unbekannten Dritten für die Außerungen eines Ersten verantwortlich macht.
Übrigens: Ist das nicht nationalistisches Denken im eigentlichen Sinne? Die Zugehörigkeit zu einer Nation als hinreichende Rechtfertigung für den Umgang mit einem Individuum?
Auch Du als Verbreiter (als quasi "Massenmedium") einer Aussage, die für sich betrachtet beleidigend wirken kann, die sicher nicht repräsentativ für den Verfasser, dieses Forum mit seinen rausenden von Beiträgen und wahrscheinlich auch nicht für Deutsche im Allgemeinen ist, müsstest Dich fragen, ob Du Deine Informationsfunktion wirklich gut erfüllst.
Worauf möchte ich hinaus?
- Russische Medien informieren die Menschen nicht gut
- man denkt wenig differenziert, und das ist unfair
Illegale Einwanderer tolerieren? Nein, das muss natuerlich nicht sein. Kann man machen, aus Pragmatismus heraus (Abwägung von Vor- und Nachteilen), muss man aber nicht. Am Rande: Viele Russen, die ich während meiner Zeit in Russland kennengelernt habe, haben es mit den Formalitäten und anderen Regelungen ebenso wenig genau genommen wie Ausländer. Das betrifft übrigens nicht nur die Meldevorschriften.
Dass es in Deutschland übrigens ähnliche Probleme mit Anfeindungen gegen Ausländer gibt bestreitet wohl niemand.
zunächst mal: guter Beitrag. Ich bin zwar anderer Ansicht als Du, aber das war trotzdem ein wichtiger Input, vor allem, weil ich darin einige Standpunkte wiedererkenne, die ich haeufig bei solchen Diskussionen mit Russen mitbekommen habe.
Um gleich auf Dein Beispiel einzugehen, wer wohl Schuld daran trüge, sollte ein Deutscher (verbal) angegriffen werden, nachdem Du eine provokante Aussage ueber den vom Verfasser gedachten Emfängerkreis hinaus verbreitest hättest: Schuld ist derjenige, der so wenig differenziert denken kann, dass er einen ihm unbekannten Dritten für die Außerungen eines Ersten verantwortlich macht.
Übrigens: Ist das nicht nationalistisches Denken im eigentlichen Sinne? Die Zugehörigkeit zu einer Nation als hinreichende Rechtfertigung für den Umgang mit einem Individuum?
Auch Du als Verbreiter (als quasi "Massenmedium") einer Aussage, die für sich betrachtet beleidigend wirken kann, die sicher nicht repräsentativ für den Verfasser, dieses Forum mit seinen rausenden von Beiträgen und wahrscheinlich auch nicht für Deutsche im Allgemeinen ist, müsstest Dich fragen, ob Du Deine Informationsfunktion wirklich gut erfüllst.
Worauf möchte ich hinaus?
- Russische Medien informieren die Menschen nicht gut
- man denkt wenig differenziert, und das ist unfair
Illegale Einwanderer tolerieren? Nein, das muss natuerlich nicht sein. Kann man machen, aus Pragmatismus heraus (Abwägung von Vor- und Nachteilen), muss man aber nicht. Am Rande: Viele Russen, die ich während meiner Zeit in Russland kennengelernt habe, haben es mit den Formalitäten und anderen Regelungen ebenso wenig genau genommen wie Ausländer. Das betrifft übrigens nicht nur die Meldevorschriften.
Dass es in Deutschland übrigens ähnliche Probleme mit Anfeindungen gegen Ausländer gibt bestreitet wohl niemand.
- Zejtnot
- Globaler Moderator

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- Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
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Re: RASSISTISCHE GEWALT IN DER RF
MpaK, grundsätzlich gebe ich Dir Recht. Latenten Ausländerhass gibt es überall. Vorurteile - wie in meinem Zitat - ebenso. Dennoch stimme ich Waldmeister zu:
Freund: "Die Chinesen, die übernehmen unser Land! Die kaufen sich Pässe für 5.000 Rubel und kommen alle hier her!"
ich: "Woher weißt Du das denn?"
Freund: "Das hat ein Freund auf dem Markt gesehen!"
ich: "Ich bezweifle das. Ich habe mich mal informiert, was eine gekaufte Aufenthaltsgenehmigung kostet - nicht unter 20.000 Rubel. Einen Pass für 5.000 Rubel - das glaube ich nicht!"
Freund: "Doch, der Freund hat es doch gesehen!"
ich: "Welcher Freund? Und vielleicht war das Geld für etwas ganz anderes, nicht für einen Pass."
Freund: "Na ein guter Freund von einem Freund. Ja, vielleicht war das Geld für etwas anderes. Aber trotzdem, die Chinesen werden uns einnehmen."
Weißt Du, MpaK, selbst wenn man vor den Chinesen Respekt haben sollte, und illegale Bauarbeiter eindämmen sollte, und und und ... viele Russen haben wirklich eine Phobie vor allen Fremden. Das ist historisch begründet, aber in der Tat gefährlich.
Wohin solche unterschwelligen Meinungen führen können hat die deutsche Geschichte gezeigt. Es gab eine Zeit, da hatten die Deutschen eine ähnliche Phobie, vor Juden. Diese Phobie wurde jahrelang gepflegt - ohne das es wirklich Probleme gab. Ein paar Jahre später wurde Millionen von Menschen umgebracht.
Und noch ein Moment: Warum schimpfen so viele Russen über Gastarbeiter, und lassen Ihre Wohnungen dennoch ausschließlich von Usbeken renovieren? Ich wohne in einem neuen Haus - ich sehe ausschließlich Usbeken und Tadschiken in den Wohnungen der Nachbarn arbeiten! Es gibt auch Russen (meine Fliesen hat ein Russe verlegt) - aber die sind halt teurer.
Die Xenophobie der Russen ist einfach unglaublich. Beispiel Novosibirsk - mir scheint manchmal in Gesprächen, dass Chinesen die Stadt übernommen hätten.Wenn ich mir anhoere, wie leicht sich einige meiner russischen Bekannten gegen die eine oder andere Volksgruppe aufhetzten lassen, wird es mir ziemlich mulmig in der Magengegend. Hoffentlich kommt keine Regierung jemals auf die Idee, das noch "ungenutzte Potenzial" gänzlich auszuschöpfen und sich zu Nutze zu machen.
Freund: "Die Chinesen, die übernehmen unser Land! Die kaufen sich Pässe für 5.000 Rubel und kommen alle hier her!"
ich: "Woher weißt Du das denn?"
Freund: "Das hat ein Freund auf dem Markt gesehen!"
ich: "Ich bezweifle das. Ich habe mich mal informiert, was eine gekaufte Aufenthaltsgenehmigung kostet - nicht unter 20.000 Rubel. Einen Pass für 5.000 Rubel - das glaube ich nicht!"
Freund: "Doch, der Freund hat es doch gesehen!"
ich: "Welcher Freund? Und vielleicht war das Geld für etwas ganz anderes, nicht für einen Pass."
Freund: "Na ein guter Freund von einem Freund. Ja, vielleicht war das Geld für etwas anderes. Aber trotzdem, die Chinesen werden uns einnehmen."
Weißt Du, MpaK, selbst wenn man vor den Chinesen Respekt haben sollte, und illegale Bauarbeiter eindämmen sollte, und und und ... viele Russen haben wirklich eine Phobie vor allen Fremden. Das ist historisch begründet, aber in der Tat gefährlich.
Wohin solche unterschwelligen Meinungen führen können hat die deutsche Geschichte gezeigt. Es gab eine Zeit, da hatten die Deutschen eine ähnliche Phobie, vor Juden. Diese Phobie wurde jahrelang gepflegt - ohne das es wirklich Probleme gab. Ein paar Jahre später wurde Millionen von Menschen umgebracht.
Und noch ein Moment: Warum schimpfen so viele Russen über Gastarbeiter, und lassen Ihre Wohnungen dennoch ausschließlich von Usbeken renovieren? Ich wohne in einem neuen Haus - ich sehe ausschließlich Usbeken und Tadschiken in den Wohnungen der Nachbarn arbeiten! Es gibt auch Russen (meine Fliesen hat ein Russe verlegt) - aber die sind halt teurer.
Re: RASSISTISCHE GEWALT IN DER RF
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF41441 ... ntent.html
Aktueller Artikel zum Thema, das immer wieder betroffen macht.
Wie verbreitet der Fremdenhass in allen gesellschaftlichen Schichten ist, habe ich erst kürzlich erlebt. Zuerst konnte ich den Neubau eines Eigenheims, das ausschließlich durch Eurasier gebaut wird (deren miserable Lebens- und Arbeitsbedingungen ein eigenes Thema wären) begutachten und anschließend wurde beim BBQ über die Überfremdung Moskaus diskutiert...
Aktueller Artikel zum Thema, das immer wieder betroffen macht.
Wie verbreitet der Fremdenhass in allen gesellschaftlichen Schichten ist, habe ich erst kürzlich erlebt. Zuerst konnte ich den Neubau eines Eigenheims, das ausschließlich durch Eurasier gebaut wird (deren miserable Lebens- und Arbeitsbedingungen ein eigenes Thema wären) begutachten und anschließend wurde beim BBQ über die Überfremdung Moskaus diskutiert...
- Zejtnot
- Globaler Moderator

- Beiträge: 14590
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Re: RASSISTISCHE GEWALT IN DER RF
Und, mitdiskutiert? Solchen Leuten sage ich inzwischen meine Meinung. Dann wird man zwar mit großen Augen angeschaut ... aber immerhin.Simone hat geschrieben:... und anschließend wurde beim BBQ über die Überfremdung Moskaus diskutiert...
- zimdriver
- Ehrenmitglied

- Beiträge: 4927
- Registriert: 06 Sep 2005, 20:00
- Wohnort: Moskau- es war einmal
Re: RASSISTISCHE GEWALT IN DER RF
Ich hab ein Riesenproblem mit dem weit verbreiteten Slaven- Bewußtsein. Kaum Arbeitslosigkeit in Moskau müßte doch reichen, um die Zugewanderten zu ertragen, dachte ich immer. Dass jedoch dieses Rassisten- Pack jetzt auch Moskau verunsichern darf, geht mir sehr an die Substanz. SPb einfach wegzulassen, kann ich mir noch leisten. Aber Moskau?
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Ragnar Schluchtmann
Re: RASSISTISCHE GEWALT IN DER RF
Weglassen hilft nicht, dann muss man bald alles weglassen, weil sich die Nazis wie Tintenflecken auf dem Loeschpapier verbreiten. Das Einzige Hilfsmittel ist, zusammen dagegen auftreten.zimdriver hat geschrieben:I SPb einfach wegzulassen, kann ich mir noch leisten. Aber Moskau?
z.B. wie Zejtnot
Zitat "Solchen Leuten sage ich inzwischen meine Meinung. Dann wird man zwar mit großen Augen angeschaut ... aber immerhin."
Schlimm ist auch die grosse Unterstuetzung dieser Leute durch staatliche Stellen, siehe die Auftritte Luschkovs.

