Zentrale These:
Verantwortung für die Morde an Regimegegnern
Fälschlicherweise wird in einigen Tageszeitungen immer noch von Zeit zu Zeit behauptet, dass der Kreml auch heutzutage die Ermordung von Regimegegnern in Auftrag gibt.
Es kann jedoch nicht nachgewiesen werden, dass der Kreml die Ermordung von Frau Politowskaja, Herrn Litwinenko in Auftrag gegeben hat.
Die Behauptung, dass der Geheimdienst für einen Mord im Ausland zumindest die stillschweigende Zustimmung der Kremlführung braucht, ist jedoch nicht unbedingt wahr. Diese Behauptung kann ebenso schwer belegt wie widerlegt werden, wenn man nicht zum unmittelbaren Kreis der engsten Vertrauten der Regierungsmannschaft und Beratern gehört. Unter Stalin und Breschenjew war die Zustimmung des obersten Generalsekretärs zu einem Mord im Ausland notwendig. Es herrschten eindeutige vertikale Befehlsstrukturen von oben nach unten vor. Von unten nach oben durften nur Bestätigungen gegeben werden. Jede Abweichung von diesem Kommunikationsschema bedeutete unter Stalin das Todesurteil. Diese Kommunikationswege sind ein Merkmal von totalitären Organisationen.
Seit Jelzin und dem Untergang der Sowjet Union ist jedoch eine Aufweichung dieser Kommunikationswege möglich geworden. Durch den Zerfall der alten Strukturen entstanden neue. Die russische Gesellschaft und ihre Organisationen wurden heterogener. So besteht der FSB sicherlich heute aus Liberalen, Konservativen, Kommunisten und religiösen Leuten. Eine gewisse Pluralität hatte Gorbachov schon in der russischen Gesellschaft in die Wege geleitet. Letztlich ist jede große Organisation nur ein Spiegel der Gesellschaft. Unterschiedliche Gruppen haben unterschiedliche Anschauungen und Kommunikationswege. Sie können sich auch innerhalb des FSB verselbstständigen. Die Morde können von sich verselbstständigten Einheiten von einigen Radikalen geplant und durchgeführt worden sein. Das kann auch ohne Wissen der obersten Regierungsmitglieder geschehen sein. Auch eine russische Bekannte glaubt nicht, dass der Befehl zum Mord von ganz oben im Kreml kam. (Den Rest wurde entfernt, da hier keine Vermutung sondern eher eine Unterstellung aufgeführt wurde).
Mit freundlichen Grüßen
Karla Keller
Verantwortung für die Morde an Regimegegnern
Re: Verantwortung für die Morde an Regimegegnern
Zejtnot - das war auch meine erste Reaktion:
Und?
Sollten uns vielleicht für die kleine Vorlesung bedanken...
Und?
Sollten uns vielleicht für die kleine Vorlesung bedanken...
Du erntest, was du säst.
Re: Verantwortung für die Morde an Regimegegnern
"kann nicht", "nicht unbedingt", "koennte", "moeglich", "sicherlich"
Ja wer hat sie denn nun umgbracht?
Ja wer hat sie denn nun umgbracht?
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
W. Churchill (1940)
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Stefan
Re: Verantwortung für die Morde an Regimegegnern
Habe auch irgendwie die Intention dieses Posts nicht so recht verstanden, daher halte ich es wie meine Vorredner:
Und?
Und?
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Zeppelin
- Zar/iza

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Re: Verantwortung für die Morde an Regimegegnern
Also ich bin überwältigt von diesen branheißen Erkenntnissen. 8)
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
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Soletschnogorsk
Re: Verantwortung für die Morde an Regimegegnern
Zeppelin hat geschrieben:Also ich bin überwältigt von diesen branheißen Erkenntnissen. 8)
Nicht nur Du!
Ein neues Mitglied versuchte sich hier zu etablieren, dem einen fällt es leichter, anderen etwas schwerer.
Nicht gleich mit dem "großen Hammer" draufschlagen, sicher ist der Kommendar etwas mißlungen.
Aber Zeppelin, manche Kommendare von Dir sind auch nicht ganz so sinnvoll.
Eine Chance verdient jeder, auch hier im RU-Rorum! Offen für alles und Gedankenaustausch, denke ich, ist daß Prinzip dieses Forums!
Achim berichtige mich, wennn ich was falsches geschrieben habe.


