Derartige Kompetenzübersteigerungen sind doch völlig normal: Da versteht einer "How are you?" oder kann es sogar sprechen, und schon hat derjenige "gute Englischkenntnisse".schlaudi hat geschrieben:Der für Auslandskontakte zuständige Rektor eines Instituts in Krasnojarsk wurde mir als Mann mit guten Englischkenntnissen vorgestellt. Auf Englisch verständigen konnte man sich mit dem aber nicht. Änliches ist mir in Ekatarinburg passiert ...
Würde ich mal damit vergleichen, wie "gut" meine Russischkenntnisse sind, blos weil ich wenigstens kyrillisch entzfiffern kann und die eine oder andere Vokabel vage verstehe.
Aber Zejtnot hat schon recht: Hier im Westen kann man sich schon etwas elitär fühlen, wenn man das kyrillische Alphabet beherrscht und auch noch weiß, was z.B. ein 'mjachki snag' ist, bzw. warum z.B. dass kyrillische 'z' nicht als lat. 's' tranliteriert wird, sondern eben mit einem 'z' und einem ' am Wortende.
Begegne ich (hier) aber einem russ. Muttersprachler, möchte ich vor Scham am liebsten tief unter der Erde verschwinden...
Vor Ort (in RUS) sind sie jedoch sehr rücksichtsvoll und erfreut, wenn man wenigstens versucht, die eine oder andere Vokabel auf russisch aus sich herauszuquetschen, auch wenn die Aussprache nur zur allgemeinen Belustigung beiträgt.


