dachte mal ich sollte euch etwas über meine Reise erzählen.
Ich bin immer noch nicht dazu gekommen den Bericht abzutippen und auf meine Homepage zu stellen. (Ich gebe euch dann bescheid)
Aber ich habe hier schon einmal den Teil des Reiseberichts, der sich mit Russland befasst:
Am 18.07.07 machten wir uns kurz nach Mittag auf von Kirkenes zur Grenze. Die norwegische Grenze war schnell verlassen.
Bei den Russen aber dauerte die Sache etwas länger
Als erstes hieß es wir sollten alles Handgepäck mit rein nehmen. Da stellte sich uns die frage was in unserem Auto denn nun alles Handgepäck sei? Alles ausräumen? Der Grenzsoldat war so nett auf die Reisetaschen und Rucksäcke mit den Klamotten zu zeigen. Alles ganz ohne Russisch, da wir ja nur eine handvoll Wörter konnten. Drinnen dann bekamen wir die Migrationskarte und sollten sie ausfüllen. Toll nur das das ganze teil nur mit russisch voll war. Zum Glück fanden wir dann nach einer Weile an der Wand das ganze auf Englisch. Ein anderer Norweger, der zur gleichen Zeit im Raum war, schien auch etwas verloren wie wir.
Als das ganze ausgefüllt war durften wir durch die Passkontrolle. Dann kam die nächste Hürde: Die Zollpapiere auszufüllen für die Einfuhr des Autos. Zum Glück war da auch gerade ein Norweger, der wohl schon öfter hier war, der mir beim ausfüllen half. (Das Teil war immerhin zweisprachig (russisch-englisch), so dass ich das auch alleine geschafft hätte, aber ich war doch froh dass mir jemand half. Dann musste ich noch das Geld für die Versicherung bezahlen. Die Dame konnte zwar ein bisschen englisch, trotzdem gab es Verständigungsprobleme, da ich in NOK(Norwegische Kronen) zahlen wollte, sie mir aber den Rubel Preis nannte. (Wo zum Teufel soll ich Rubel herhaben, wenn man die doch gar nicht einführen darf) Ich war dann etwas erstaunt, das ich (bin mir nicht mehr sicher) aber irgendwas über 1000 NOK zahlen sollte. Ich gab ihr also das Geld und sie schaute mich komisch an, so nach dem Motto, ob ich das alles wechseln lassen möchte *lach*. Dann hab ich gerafft das der preis denn sie genannt hatte Rubel waren und wir/ich tauschte mir dann noch zusätzlich etwas NOK in Rubel um.
Dann musste ich wieder zu dem FSB Mann (sind die vom FSB?; Er war auf alle Fälle ein Zivilist und so wies aussah der Chef der alles managte). Der war dann auch plötzlich mal für ne halbe Stunde weg und wir dachten uns schon der hat Nerven
Bei der Rückreise stellten wir aber fest das der wohl mal auf der einen Seite ist (Einreise) und dann wieder auf der anderen (Ausreise). Nachdem dann auch unser Gepäck durchleuchtet war, sich aber niemand um den piependen Personendurchgang kümmerte, und alle Formalitäten geklärt waren durften wir raus zum Auto.
Allerdings durfte nur ich zum Auto, da ich der Fahrer war und mein Cousin musste n Entfernung warten. So wies aussah war ich also allein verantwortlich für alles was im Auto war. Ich muss aber sagen dass der Grenzsoldat der das Auto durchsuchte ganz nett war. Ich durfte das komplette Auto ausräumen (wie gesagt Gepäck und Ausrüstung für 4 Wochen Skandinavien
Dann durfte mein Cousin kommen und mir helfen das Auto wieder einzuräumen und wir mussten noch eine letzte Schranke passieren, die einfach geöffnet wurde und wir hatten es geschafft, nach ca. 2,5 Stunden
Das Wetter war nicht besonders und es schauerte immer wieder, dem entsprechend könnt ihr euch denken, welchen Eindruck Nikkel (ein Bergbauort (gehörte mal zu Finnland, Petsamo, nahe der Grenze zu N) wo Nickel abgebaut und verarbeitet wird und in ein paar Kilometern Umkreis nichts mehr wächst weil alles vergiftet ist) auf uns machte
Nach ein paar Stunden, zwei Militärposten samt Schranke (wohl wegen dem Sperrgebiet durch das die Straße führt) und abwechslungsreichen Straßen, mal mit vielen Schlaglöchern, dann wieder gut ausgebaute Stücke, erreichten wir gegen Abend Murmansk, wo es inzwischen ordentlich regnete. Wir fuhren auch nicht die Straße wo das Zentrum angeschrieben war, sondern folgten der Straße am Hafen entlang, wo teilweise Wasser auf der Straße stand
Nach einer erfrischenden dusche machten wir uns gegen Mitternacht auf die Stadt zu erkunden, was ja Dank des Polartages kein Problem war. Auch der Regen hatte aufgehört. Wir liefen ein stück den Lenin Prospekt entlang und fanden sogar noch an einem Platz eine Lenin Statue. In einem Supermarkt kauften wir uns ein Bier und so russische Pizza zum essen, was uns Dank unserer paar Wörter russisch auch gelang. Die Art des Supermarktes überraschte mich dann etwas, da hier nicht wie im Westen üblich Selbstbedienung herrscht, sondern überall eine Kasse ist und man direkt sagt was man möchte und bezahlt. (Mein Cousin meinte aber, dass es das in der DDR auch gegeben hätte). Dann gingen wir zur Lenin Statue wo wir unser Mahl einnahmen.
Am nächsten Tag nach dem frühstück machten wir uns auf die Stadt zu erkunden. Es war eine typische Ostblockstadt, etwas heruntergekommen, aber dennoch ganz nett. Was uns auffiel war die überdurchschnittlich hohe Zahl an Kriegsdenkmälern, ganz zu schweigen von der großen Statue (30m hoch) auf dem Hügel über Murmansk. Von dort oben bot sich dann ein guter blick über die Stadt und die Kolsky Bucht. In einer kleinen Kneipe aßen wir dann Soljanka und tranken einen Tee und beendeten dann unsere Stadtbesichtigung. Ich muss sagen wir fühlten uns zu keiner Zeit unwohl oder bedroht. Die Kriminalität wird wohl dank Miliz nicht höher als in westeuropäischen Großstädten sein. Denn Nachmittag verbrachten wir im Hotel mit ausruhen. Am Abend gingen wir wieder zum Supermarkt und kauften wieder das russische Bier und die Pizza. Ich weis die Biermarke leider nicht mehr, aber es schmeckte vorzüglich. Außerdem nahm ich noch eine Flasche russischen Vodka (Georgievskaja) als Andenken für zuhause mit. Im Hotel nutzten wir dann noch den Internet Service der es uns ermöglichte kostenlos bis zu einem Volumen von, ich meine es waren 200MB zu surfen. Ich hatte meinen Laptop dabei, um unsere Datensticks der Digitalkameras leeren zu können, mit dem ich dann per Modem ins Internet konnte. Dann legten wir uns schlafen, da wir früh los wollten wieder Richtung Norwegen.
Am Morgen packten wir dann unsere Sachen und reisten nach dem frühstück ab. Bei der Post lieferten wir noch unsere Postkarten ab, da im Hotel die Briefmarken ausgegangen waren. (20 Rubel nach Deutschland
P.S. Haben Läden in Russland grundsätzlich rund um die Uhr auf?
P.S.2 Bilder werden dann auch auf die Homepage kommen
Gruß
Fireburner

