Petition gegen Pflicht von Deutschkenntnissen

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
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Zejtnot
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Re: Petition gegen Pflicht von Deutschkenntnissen

Beitrag von Zejtnot »

Manu, geht mir ähnlich. (Aber die Diskussion hatten wir schon einmal.)
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wolk0815
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Re: Petition gegen Pflicht von Deutschkenntnissen

Beitrag von wolk0815 »

manuchka hat geschrieben:Ich habe gestern nicht abgestimmt... weiß nicht so recht, ob ich wirklich gegen die Pflicht-Deutschkenntnisse bin... is ja noch bissel Zeit, mir das zu überlegen.
Generell finde ics ja auch nicht schlecht. Aber wenn schon für alle ! Nix mit EU- oder Visafrei-Ausnahmen. Wenn das nicht geht, dann muss es eben für alle wegfallen.
Wenns dann jeder mach soll, sollte der Nachweis an sich dann auch durch ein Gespräch (bei dem dann auch wirklich einfach geredet wird..und nicht Beamtendeutsch) abgeklärt werden können. Bringt einer ein Goethe-Institut Nachweis... SUPER ! Scheinbar wurden aber auch schon Leute (zugegeben: das ist Hörensagen) mit ausreichenden Sprachkenntnissen wieder weggeschickt, weil man kein Papier vom Goethe-Institut hatte.
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Zejtnot
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Re: Petition gegen Pflicht von Deutschkenntnissen

Beitrag von Zejtnot »

Die Regelung ist wohl, dass auf einen schriftlichen Sprachnachweis verzichtet werden KANN, wenn das Vorhandensein von Sprachkenntnissen offensichtlich ist. Wohlgemerkt KANN. (Aber wahrscheinlich auch, weil ein MUSS wiederum rechtliche Folgen hätte - wie würde man "offensichtlich" dann definieren?)
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Dietrich
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Re: Petition gegen Pflicht von Deutschkenntnissen

Beitrag von Dietrich »

Ich bin schlicht gegen dieses "kein Deutsch, keine AE".
Lieber einen Test nach 2 oder 3 Jahren und dann einen Warnschuss und nach einem weiteren Jahr der Rauswurf.

Aber das habe ich auch bereits ausgefuehrt.
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Re: Petition gegen Pflicht von Deutschkenntnissen

Beitrag von Magdeburg-Moskva »

Dietrich hat geschrieben:Ich bin schlicht gegen dieses "kein Deutsch, keine AE".
Lieber einen Test nach 2 oder 3 Jahren und dann einen Warnschuss und nach einem weiteren Jahr der Rauswurf.

Aber das habe ich auch bereits ausgefuehrt.
Hallo, Dietrich,

im Prinzip sind Deine Ausführungen logisch und nachvollziehbar.

Nur leider gilt gerade bei Ehen, dass der Schutz von Ehe und Familie durch das Grundgesetz höher steht, als z. B. das Ausländerrecht. Somit könntest du keinen legal in DE lebenden Ehepartner wegen mangelnder Sprachkenntnisse nach einer bestimmten Zeit rauswerfen. Außerdem würde sich dabei auch eine Industrie, die den Druck auf die Nicht-Deutsch-sprechenden Ehepartner finanziell schamlos ausnützen würde, entwickeln.


Jetzt ein paar allgemeine Worte dazu:

Ich bin für verpflichtende Deutschkenntnisse als Voraussetzung für die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung.

Ich sehe und höre es oft genug, wie die Ehepartner (die kein Deutsch können) einsam in ihrer Bude hocken und versauern und somit abhängig sind. Wenn sie in den Russen-Ghettos (z. B.) wohnen, entwickeln sich weitere Parallelgesellschaften. Auch das Argument der Scheinehe ist nicht von der Hand zu weisen.

Schwach ist natürlich, dass dies nur für visapflichtige Ausländer, die nach Deutschland einreisen wollen gilt, aber nicht für Bürger anderer EU-Staaten oder nicht-EU-ausländische Ehepartner eines EU-Bürgers (nicht Deutscher), sowie für die Bürger visafreier Staaten. Damit geht der ganze positive Gedanke und Sinn der Sprachkenntnisse verloren.

Aber, wenn man jetzt von allen EU-Bürgern und ihren Angehörigen, die in DE leben wollen (formale Aufenthaltserlaubnis), einen Sprachtest verlangen würde, hätten unsere deutschen Mallorca-Rentner im Gegenzug gewaltige Probleme, denn - wegen des überall gleichen EU-Rechts - müssten sie Spanisch oder gar Katalanisch, Valenzianisch oder Mallorquinisch lernen.

Somit wird man wohl diesen Paragraphen abschaffen müssen, denn gerade letzteres wird nicht durchzusetzen sein. Vielmehr sollte es angemessene und leicht zugängliche Angebote zum Erlernen der deutschen Sprache geben.
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Re: Petition gegen Pflicht von Deutschkenntnissen

Beitrag von Xottabych »

wolk0815 hat geschrieben:Wenns dann jeder mach soll, sollte der Nachweis an sich dann auch durch ein Gespräch (bei dem dann auch wirklich einfach geredet wird..und nicht Beamtendeutsch) abgeklärt werden können. Bringt einer ein Goethe-Institut Nachweis... SUPER ! Scheinbar wurden aber auch schon Leute (zugegeben: das ist Hörensagen) mit ausreichenden Sprachkenntnissen wieder weggeschickt, weil man kein Papier vom Goethe-Institut hatte.
Ich habe kürzlich ein Essay darüber auf DLF gehört. Offenbar besteht das Problem darin, dass eine Menge Ausländer, die die deutsche Sprache mündlich gut beherrschen, Mängel beim schriftlichen Gebrauch aufzeigen (korrekte Benutzung der Zeitformen, Konjunktiv usw.). Deswegen fliegen äääh... "flögen" die bei den Tests durch. Für mich riecht das Geldmachereri, weniger nach Fairness.
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Zejtnot
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Re: Petition gegen Pflicht von Deutschkenntnissen

Beitrag von Zejtnot »

Sorry, der Test ist so dämlich, da braucht man keine Konjunktionen! Da muss man eine Flughafenansage verstehen, Fragen zum Namen und Wohnort beantworten können und so weiter. Wirklich ganz easy.
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Dietrich
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Re: Petition gegen Pflicht von Deutschkenntnissen

Beitrag von Dietrich »

Magdeburg-Moskva hat geschrieben:[
Nur leider gilt gerade bei Ehen, dass der Schutz von Ehe und Familie durch das Grundgesetz höher steht, als z. B. das Ausländerrecht. Somit könntest du keinen legal in DE lebenden Ehepartner wegen mangelnder Sprachkenntnisse nach einer bestimmten Zeit rauswerfen. Außerdem würde sich dabei auch eine Industrie, die den Druck auf die Nicht-Deutsch-sprechenden Ehepartner finanziell schamlos ausnützen würde, entwickeln.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Unterschied ist, ob es um die erstmalige Erteilung einer AE oder um die erste oder zweite Verlaengerung einer AE geht.
Das man mit einer NE dann schlecht jemanden wieder rauswerfen kann, das kann ich ja noch verstehen. Aber wieso sollte man eine erste AE nicht ohne Sprachkenntnisse kriegen koennen, die weitere Verlaengerung oder dann sogar die NE erst nach einem Sprachtest. (Der natuerlich kostenlos in allen Auslaenderaemtern einmal im Monat angeboten wird).

Ausserdem sollte/muss der Staat dann auch dafuer sorgen, dass entsprechende Angebote fuer das Erlernen der Sprache zur Verfuegung stehen. Nicht umsonst, aber eben ohne jemanden finanziell auszunutzen.

Ich musste hier fuer meine Untersuchungen fuer den Vid auch einige Rubel locker machen....
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Re: Petition gegen Pflicht von Deutschkenntnissen

Beitrag von Marco »

waldmeister hat geschrieben: Ich habe kürzlich ein Essay darüber auf DLF gehört. Offenbar besteht das Problem darin, dass eine Menge Ausländer, die die deutsche Sprache mündlich gut beherrschen, Mängel beim schriftlichen Gebrauch aufzeigen (korrekte Benutzung der Zeitformen, Konjunktiv usw.). Deswegen fliegen äääh... "flögen" die bei den Tests durch. Für mich riecht das Geldmachereri, weniger nach Fairness.
Es wird nur Start Deutsch 1 verlangt. Bei der Prüfung werden nur Sachen abgefragt, die dem europäischen Referenzrahmen A1 (allerniedrigste Stufe) entsprechen. Also kein großes Ding. Das Goethe Institut bietet paar mehr Prüfungen an, als nur dieses Pillepalle Zertifikat. Das Essay war bestimmt auf ein anderes Zertifikat bezogen

Hier mal die Anforderungen von A1
Kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden, die auf die Befriedigung konkreter Bedürfnisse zielen. Kann sich und andere vorstellen und anderen Leuten Fragen zu ihrer Person stellen - z. B. wo sie wohnen, was für Leute sie kennen oder was für Dinge sie haben - und kann auf Fragen dieser Art Antwort geben. Kann sich auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen und bereit sind zu helfen.
Mehr zu den anderen Stufen unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinsame ... renzrahmen

Ich bin auch für verpflichtende Deutschkenntnisse, aus den Gründen die Magdeburg-Moskva genannt hat
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Re: Petition gegen Pflicht von Deutschkenntnissen

Beitrag von Xottabych »

Marco hat geschrieben:Das Essay war bestimmt auf ein anderes Zertifikat bezogen
Ja, ist möglich. Welches Niveau wird eigentlich für den Erwerb der dt. Staatsbürgerschaft gefordert?

Entschuldigt, ich weiß, es passt nicht ganz zum Thema, ist nur eine Frage am Rande.
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