In der ehemaligen DDR...
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Irina
In der ehemaligen DDR...
...gab es sehr viele Russen, die abgshottet von der Zivilbevölkerung lebten.
Kann mir vielleicht jemand nützliche Links ect. vorschlagen?
bzw. würde ich mich interessieren, ob jemand solche eine Familie kennt/kennen gelernt hat.
Ich finde so wenige Informationen....Wahrscheinlich suche ich falsch?
Ich würde mich freuen, falls mir jemand helfen kann !!
MfG
Kann mir vielleicht jemand nützliche Links ect. vorschlagen?
bzw. würde ich mich interessieren, ob jemand solche eine Familie kennt/kennen gelernt hat.
Ich finde so wenige Informationen....Wahrscheinlich suche ich falsch?
Ich würde mich freuen, falls mir jemand helfen kann !!
MfG
Zuletzt geändert von Irina am 25 Mär 2008, 04:06, insgesamt 1-mal geändert.
- St. Germain
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Re: In der ehemaligen DDR...
Liebe Irina,
schau mal ob Dir das weiterhilft:
http://www.geschichtsforum.de/f46/deuts ... ddr-15510/
Liebe Grüße
St. Germain
schau mal ob Dir das weiterhilft:
http://www.geschichtsforum.de/f46/deuts ... ddr-15510/
Liebe Grüße
St. Germain
Licht vom Lichte Gottes, wie jeder andere Mensch auch.
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Ragnar Schluchtmann
Re: In der ehemaligen DDR...
Fahr doch mal nach Berlin-Karlshorst ins Museum, dort arbeiten heute noch ein paar russische Buerger, die davon etwas wissen sollten.
ASusserdem sollte man auch in der russischen Botschaft noch jemanden finden.
ASusserdem sollte man auch in der russischen Botschaft noch jemanden finden.
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miwka
Re: In der ehemaligen DDR...
Eine befreundete Familie von uns, war zu DDR-Zeiten in Thüringen stationiert, beide dienten der Sowjetarmee, ihre beiden Kinder sind ebenfalls in dieser Zeit zur Welt gekommen. Heute leben sie in einem kleinen Örtchen bei Moskau. Nähere Informationen kann ich sicher bei konkreten Fragen erfahren und an dich weiter geben, wenn du magst.
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Irina
Re: In der ehemaligen DDR...
Oh, vielen Dank!
Lieber Miwka,
Das ist sehr nett mit der befreundeten Familie.
Aber, ich möchte mich noch ein bisschen besser informieren und werde mich deshalb nochmal melden!
Bis jetzt habe ich eigentlich die Frage, ob die Kinder in den Kaserenen intern zur Schule gingen und ob sie auch Deutsch lernten (nein oder?)
Es ist doch richtig, dass die Familien teilweise mit in die DDR kamen oder?
Außerdem wäre meine Frage, wie schlecht die Wohnverhältnisse dort waren.
schlechter als bei de Vertragsarbieter??
Vielleicht kann mir jemand diese Fragen beantworten...
Lieber Miwka,
Das ist sehr nett mit der befreundeten Familie.
Aber, ich möchte mich noch ein bisschen besser informieren und werde mich deshalb nochmal melden!
Bis jetzt habe ich eigentlich die Frage, ob die Kinder in den Kaserenen intern zur Schule gingen und ob sie auch Deutsch lernten (nein oder?)
Es ist doch richtig, dass die Familien teilweise mit in die DDR kamen oder?
Außerdem wäre meine Frage, wie schlecht die Wohnverhältnisse dort waren.
schlechter als bei de Vertragsarbieter??
Vielleicht kann mir jemand diese Fragen beantworten...
- Zejtnot
- Globaler Moderator

- Beiträge: 14590
- Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
- Wohnort: Sibirien, Sachsen
Re: In der ehemaligen DDR...
Ich habe in der Nähe einer Kaserne gewohnt. Obwohl ich in einer Russischklasse war und ab dem 3. Schuljahr Russisch lernte, haben wir die Kinder aus der Kaserne nie zu Gesicht zu bekommen. Erst 1990, kurz vor deren Abreise, gab es ein Treffen mit Kindern von dort. Vorher war dies nicht erwünscht. (Ich denke es war zwar nicht verboten, aber es wurde auch nie gefördert.) Insofern: Die Kinder wurden in internen Schulen unterrichtet, auch in kleinen Kasernen wie Dresden-Übigau.Irina hat geschrieben:Bis jetzt habe ich eigentlich die Frage, ob die Kinder in den Kaserenen intern zur Schule gingen und ob sie auch Deutsch lernten (nein oder?) Es ist doch richtig, dass die Familien teilweise mit in die DDR kamen oder?
Außerdem wäre meine Frage, wie schlecht die Wohnverhältnisse dort waren.
schlechter als bei de Vertragsarbieter??
Für uns DDR-Bürger sahen die Kasernen sehr schlecht aus - so wollte eigentlich keiner leben. Grau Häuser, trostlos, in schlechtem Zustand.
In Sibirien habe ich bemerkt, dass nahezu jeder Taxifahrer irgendwo in Deutschland gedient hat. Insofern höre ich sehr oft Geschichten von dort - und alle fanden es schön. Auch eine Ärztin, bei der ich ab und zu bin, erzählt mit Freude von der Zeit. (Diese hatte übrigens auch Kontakt mit DDR-Kollegen.)
Bei Bedarf kann ich auch noch ein paar Details bei Verwandten herausfinden, die dort waren. Aber bitte konkrete Fragen.
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Frank0204
Re: In der ehemaligen DDR...
Hallo Irina,
bei uns gab es eine sehr große Kaserne und auch einen Militärflugplatz.
Du solltest aber auch wissen, daß es zweierlei Gruppen damals gab. Zum einen waren das die einfachen Soldaten und bei denen war an Familienleben nicht zu denken. Das waren "arme Schweine", so wie die behandelt wurden. Zum anderen waren da die Offiziere und die hatten auch ihre Familien mit in Deutschland. Bei uns wohnten die alle außerhalb des Kasernengeländes in sogenannten Offizierswohnungen. Anfang der 70er Jahre wurden neben dem Kasernengelände "Neubaublöcke" für die Offiziere gebaut. Auch in einem neu entstandenem Stadtteil war ein Neubaublock für die russischen Offiziersfamilien vorgesehen. Also waren die Wohnverhältnisse durchaus besser, als für manch anderen. ( neue Wohnung, Fernheizung, Bad+WC)
Die Kinder gingen nicht in die deutschen Schulen, ob sie Deutschunterricht hatten weiß ich nicht.
Die Offiziersfrauen konnten in verschiedenen Betrieben für ein paar Stunden auf Arbeit gehen und bekamen ihren Lohn ohne Abzüge ausbezahlt.
Viele Grüße
Frank
bei uns gab es eine sehr große Kaserne und auch einen Militärflugplatz.
Du solltest aber auch wissen, daß es zweierlei Gruppen damals gab. Zum einen waren das die einfachen Soldaten und bei denen war an Familienleben nicht zu denken. Das waren "arme Schweine", so wie die behandelt wurden. Zum anderen waren da die Offiziere und die hatten auch ihre Familien mit in Deutschland. Bei uns wohnten die alle außerhalb des Kasernengeländes in sogenannten Offizierswohnungen. Anfang der 70er Jahre wurden neben dem Kasernengelände "Neubaublöcke" für die Offiziere gebaut. Auch in einem neu entstandenem Stadtteil war ein Neubaublock für die russischen Offiziersfamilien vorgesehen. Also waren die Wohnverhältnisse durchaus besser, als für manch anderen. ( neue Wohnung, Fernheizung, Bad+WC)
Die Kinder gingen nicht in die deutschen Schulen, ob sie Deutschunterricht hatten weiß ich nicht.
Die Offiziersfrauen konnten in verschiedenen Betrieben für ein paar Stunden auf Arbeit gehen und bekamen ihren Lohn ohne Abzüge ausbezahlt.
Viele Grüße
Frank
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Irina
Re: In der ehemaligen DDR...
Ja, ich hätte jetzt eine konkrete Frage!
Und zwar, ob die Sowjets von der DSF gewußt haben und was sie von ihr dachten.
Fanden sie sie lächerlich oder haben sie sich nicht solche Gedanken gemacht....??
Was dachten die "Sowjetischen Besatzer" von den DDR-Bürgern, die sie ja auch fast nie zu Gesicht bekamen?
Und zwar, ob die Sowjets von der DSF gewußt haben und was sie von ihr dachten.
Fanden sie sie lächerlich oder haben sie sich nicht solche Gedanken gemacht....??
Was dachten die "Sowjetischen Besatzer" von den DDR-Bürgern, die sie ja auch fast nie zu Gesicht bekamen?
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Ragnar Schluchtmann
Re: In der ehemaligen DDR...
Vielleicht nimmst Du ja doch das Angebot an, mit russischen Familien zu reden. Die wissen es doch am besten.
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Zeppelin
- Zar/iza

- Beiträge: 3051
- Registriert: 25 Jun 2006, 14:12
- Wohnort: Berlin, Gartenhaus 2 Treppen rechts
Re: In der ehemaligen DDR...
Ja, sie haben davon gewusst, denn es gab offizielle Beziehungen zwischen der DSF und den Politoffizieren der sowjetischen Streitkräfte. Über diese wurden dann ab und zu mal "Delegationen" von Soldaten in Betriebe oder Schulen eingeladen.Irina hat geschrieben:Und zwar, ob die Sowjets von der DSF gewußt haben und was sie von ihr dachten.
Bei solchen Treffen sind zwar auch kaum persönliche Kontakte entstanden, aber so kamen die Soldaten für uns mal ein klein wenig aus der sonstigen allgemeinen Anonymität und Isolation heraus
Wie sie es fanden ist schwer zu sagen, weil ja alles im offiziellen Rahmen blieb. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die russischen Jungs besonders deshalb ganz gern zu solchen Treffen geangen sind, weil es dort meistens recht gutes Essen und zu Trinken gab. Sonst kamen die ja außerdienstlich fast nie aus ihren Kasernen heraus. Und was sich hinter den Mauern bzw. blickdichten Bretterzäunen abspielte, wurde vor der Bevölkerung stark abgeschottet.Fanden sie sie lächerlich oder haben sie sich nicht solche Gedanken gemacht....??
Nunja. Meistens hatte ich den Eindruck, dass ihnen ja nicht entgehen konnte, dass sie eben als "Besatzer" angesehen wurden und insofern weitestgehend abgelehnt wurden. In meinen Erinnerungen ist es so, dass auch die Offiziersfamilien von sich aus Kontakte zu uns Deutschen weitgehend mieden.Was dachten die "Sowjetischen Besatzer" von den DDR-Bürgern, die sie ja auch fast nie zu Gesicht bekamen?
Nur in seltenen Situationen brach das Eis dann doch ab und zu mal, zum Bsp. wenn man einem Russen mal bei einer Autopanne o.ä. behilflich sein konnte. Dann wurden aus den Militärs ganz plötzlich völlig normale Menschen, die sich freuten, wenn man sich nach ihrer Heimat erkundigte, wie sie nach D gekommen waren usw.
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)