Vor 5 Jahren war ich mal so unbedarft und habe mir einen Koffer per Spedition aus Deutschland nachschicken lassen. Der kam dann aber nicht nach Hause, sondern ich musste ihn in Sheremet'evo-3 (Cargo) abholen. Weil ich zu geizig war, einen "Konsultant" für rund 100,- EUR zu bezahlen, musste ich eine insgesamt elfstündige Prozedur an verschiedenen Schaltern durchlaufen, so wie die ganzen Kleinhändler, die sich Sachen aus dem Ausland haben liefern lassen.Ich nehme an, das Ganze mit der Einfuhr- Umsatzsteuer kommt erst dann zum Tragen, wenn man so richtig ordentlich mit Ausfuhrbescheinigungen und vor allem per Spedition transportiert. Die abgestempelten TaxFree- Scheine zählen da nicht dazu.
Mangels Erfahrung im Ausfüllen der Unterlagen (ich Naivling war damals einfach zu ehrlich) und grottenschlechter Pflichtberatung (die trotzdem noch Geld kostete) waren die Zollgebühren am Schluss dann teurer als die Kosten für die deutsche Spedition. Die Angabe "Eigenbedarf" wurde nicht gelten gelassen.
Anschließende Beschwerden beim Ministerium wurden nicht beantwortet, und zurückgekriegt habe ich das Geld bei der Ausreise auch nicht.
Das war mir damals eine Lehre.


