Kann man sich dafür den Leuchtturm nicht kaufen?ttt hat geschrieben:Es war '98 oder '99, als beim Rubel drei Nullen gestrichen wurden. Die müsstest Du also auch noch dazurechnen, dann wärst Du bei 320.000,- DDR-Mark angelangt
Baltijsk/Pillau: Russland, ein Vorbild für Deutschland?
-
harald55
Re: Baltijsk/Pillau: Russland, ein Vorbild für Deutschland?
- Zejtnot
- Globaler Moderator

- Beiträge: 14590
- Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
- Wohnort: Sibirien, Sachsen
Re: Baltijsk/Pillau: Russland, ein Vorbild für Deutschland?
Nein, das wäre eine Diskriminierung wegen der Herkunft. Ich zweifle also an, dass das in Deutschland legal wäre.harald55 hat geschrieben:Wenn man sich also entschließt, in Deutschland, deutschen Bürgern etwas billiger zu verkaufen, als Ausländern, dann darf man das.
Wie gesagt, in Russland ist es auch verboten. Deswegen ist es ja auch kein Ausländerpreis, sondern ein Rabatt für Residenten.
-
Zeppelin
- Zar/iza

- Beiträge: 3051
- Registriert: 25 Jun 2006, 14:12
- Wohnort: Berlin, Gartenhaus 2 Treppen rechts
Re: Baltijsk/Pillau: Russland, ein Vorbild für Deutschland?
Ganz genau so läuft das hier aber auch. Z.B. haben Monatstickets für den ÖPNV einen Normalpreis und auf den werden dann je nach Bundesland oder Kommune bestimmte Rabatte für Schüler, Studenten, Arbeitslose oder sonstige Bedürftige gewährt. Die Differenz bezahlt dann z.T. der Fiskus.Zejtnot hat geschrieben:Wie gesagt, in Russland ist es auch verboten. Deswegen ist es ja auch kein Ausländerpreis, sondern ein Rabatt für Residenten.
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
-
harald55
Re: Baltijsk/Pillau: Russland, ein Vorbild für Deutschland?
Doch Zejtnot!Zejtnot hat geschrieben: Ich zweifle also an, dass das in Deutschland legal wäre.
Noch einmal, unter Privatleuten gelten die Grundrechte, und hierzu zählt auch das Gleichheitsprinzip, nur mittelbar. Es gilt die Privatautonomie. Reguliert wird das rein marktwirtschaftlich.
Außnahmen von diesem Grundsatz gibt es beim Kontraktionszwang und anders sieht es auch auf staatlicher Seite aus. In der Privatautonomie nur mittelbar!
Ich kann ohne weiteres von Ausländern höhere Preise verlangen oder auch eine Vorkasse!!! Ob es schlau ist, steht auf einen anderen Blatt Papier!
LG
Harald
- Saboteur
- Globaler Moderator

- Beiträge: 3461
- Registriert: 24 Jul 2006, 23:02
- Wohnort: Berlin
- Kontaktdaten:
Re: Baltijsk/Pillau: Russland, ein Vorbild für Deutschland?
Ja aber die hier zitierten Fälle sind nicht privater Natur... und Zejtnot hat davon bestimmt auch nicht gesprochen!harald55 hat geschrieben:Doch Zejtnot!Zejtnot hat geschrieben: Ich zweifle also an, dass das in Deutschland legal wäre.
Noch einmal, unter Privatleuten gelten die Grundrechte, und hierzu zählt auch das Gleichheitsprinzip, nur mittelbar. Es gilt die Privatautonomie. Reguliert wird das rein marktwirtschaftlich.
Außnahmen von diesem Grundsatz gibt es beim Kontraktionszwang und anders sieht es auch auf staatlicher Seite aus. In der Privatautonomie nur mittelbar!
Ich kann ohne weiteres von Ausländern höhere Preise verlangen oder auch eine Vorkasse!!! Ob es schlau ist, steht auf einen anderen Blatt Papier!
LG
Harald
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
-
harald55
Re: Baltijsk/Pillau: Russland, ein Vorbild für Deutschland?
Ich auch nicht. Welche zitierten Fälle? Leuchtturm, Leuchtturm und Leuchtturm.Saboteur hat geschrieben:Ja aber die hier zitierten Fälle sind nicht privater Natur... und Zejtnot hat davon bestimmt auch nicht gesprochen!
Darum meine Frage, weiter oben - "Wem gehört der Leuchtturm eigentlich?" Warum soll er nicht im Privatbesitz sein, einer Stftung gehören o.g.?
Außerdem sagte elch-michel - „Es geht hier nur um die Ungleichbehandlung zwischen Russen und Deutschen (Ausländern).“ Und beim Gleichheitsprinzip muss nun mal unterschieden werden, zwischen Privatleuten die keinen Kontraktionszwang unterliegen und zwischen dem Staat.
LG
Harald
- Saboteur
- Globaler Moderator

- Beiträge: 3461
- Registriert: 24 Jul 2006, 23:02
- Wohnort: Berlin
- Kontaktdaten:
Re: Baltijsk/Pillau: Russland, ein Vorbild für Deutschland?
ach so... hab ich nicht gelesen..quasi überlesen! :-)harald55 hat geschrieben:Ich auch nicht. Welche zitierten Fälle? Leuchtturm, Leuchtturm und Leuchtturm.Saboteur hat geschrieben:Ja aber die hier zitierten Fälle sind nicht privater Natur... und Zejtnot hat davon bestimmt auch nicht gesprochen!
Darum meine Frage, weiter oben - "Wem gehört der Leuchtturm eigentlich?" Warum soll er nicht im Privatbesitz sein, einer Stftung gehören o.g.?
LG
Harald
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
-
elch-michel
Re: Baltijsk/Pillau: Russland, ein Vorbild für Deutschland?
Zejtnot fragte: Wie bist Du dann rein gekommen?
Ich habe mir über einen Kontaktmann verschiedene Besuchererlaubnisse besorgen lassen.
Es gab im Kaliningrader Gebiet eine kleine Zone, die mir verwehrt wurde bzw. es erfolgte eine Nach- oder Rückfrage, ob ich da unbedingt hin möchte.
Da diese Gegend für mich persönlich nicht so unbedingt wichtig war, habe ich darauf verzichtet. Es handelte sich lediglich um eine Strecke von etwa 10 – 15 km, die ich dann gebührend umfahren habe.
Unabhängig davon hatte ich mir außerdem einen ortskundigen Mitfahrer gesucht, damit ich bei möglichen Kontrollen etwas abgesichert war. Von den vielen Polizeikontrollen wurde ich diese Mal glücklicherweise verschont.
Vielleicht sollte ich noch darauf hinweisen, dass es auch bei der Ein- und Ausreise nicht die üblichen und zeitlichen Behinderungen gab.
Bei der Einreise erschien eine streng wirkende Beamtin, die sehr gewissenhaft die „Gesichtskontrolle“ und den umfangreichen Datenvergleich durchführte.
Zollabfertigung ordentlich, umsichtig und pflichtbewusst.
Die Versicherungspapiere für das Kfz lagen schon ausgefüllt und griffbereit da.
Der normale deutsche Führerschein hat gereicht.
Etwas zeitaufwendiger war dann allerdings die Abfertigung bei der „Einwanderungsbehörde“. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die Bezeichnung so ganz richtig ist.
Bei der Einreise gab es eine Wartezeit von ca. 3 Stunden und bei der Ausreise nur noch etwa 1 Stunde. Das ist wohl auch ein bisschen abhängig vom momentanen Arbeitsaufwand, zumal es hier und da auch einige Rückfragen gab. .
Die Wartezeiten ergeben sich wohl aus den vielen anfallenden, manuellen Arbeiten, die nicht bzw. nicht gleich im PC zur Weiterverarbeitung landen.
Im Nachblick kann ich für mich sagen, dass sämtliche behördlichen Abläufe bis auf einige Such- und Wartezeiten, fast schon westliches Niveau hatten. Man war sehr freundlich, hilfsbereit und gab sich wirklich sehr viel Mühe.
Gruß
elch-michel
Ich habe mir über einen Kontaktmann verschiedene Besuchererlaubnisse besorgen lassen.
Es gab im Kaliningrader Gebiet eine kleine Zone, die mir verwehrt wurde bzw. es erfolgte eine Nach- oder Rückfrage, ob ich da unbedingt hin möchte.
Da diese Gegend für mich persönlich nicht so unbedingt wichtig war, habe ich darauf verzichtet. Es handelte sich lediglich um eine Strecke von etwa 10 – 15 km, die ich dann gebührend umfahren habe.
Unabhängig davon hatte ich mir außerdem einen ortskundigen Mitfahrer gesucht, damit ich bei möglichen Kontrollen etwas abgesichert war. Von den vielen Polizeikontrollen wurde ich diese Mal glücklicherweise verschont.
Vielleicht sollte ich noch darauf hinweisen, dass es auch bei der Ein- und Ausreise nicht die üblichen und zeitlichen Behinderungen gab.
Bei der Einreise erschien eine streng wirkende Beamtin, die sehr gewissenhaft die „Gesichtskontrolle“ und den umfangreichen Datenvergleich durchführte.
Zollabfertigung ordentlich, umsichtig und pflichtbewusst.
Die Versicherungspapiere für das Kfz lagen schon ausgefüllt und griffbereit da.
Der normale deutsche Führerschein hat gereicht.
Etwas zeitaufwendiger war dann allerdings die Abfertigung bei der „Einwanderungsbehörde“. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die Bezeichnung so ganz richtig ist.
Bei der Einreise gab es eine Wartezeit von ca. 3 Stunden und bei der Ausreise nur noch etwa 1 Stunde. Das ist wohl auch ein bisschen abhängig vom momentanen Arbeitsaufwand, zumal es hier und da auch einige Rückfragen gab. .
Die Wartezeiten ergeben sich wohl aus den vielen anfallenden, manuellen Arbeiten, die nicht bzw. nicht gleich im PC zur Weiterverarbeitung landen.
Im Nachblick kann ich für mich sagen, dass sämtliche behördlichen Abläufe bis auf einige Such- und Wartezeiten, fast schon westliches Niveau hatten. Man war sehr freundlich, hilfsbereit und gab sich wirklich sehr viel Mühe.
Gruß
elch-michel
- Zejtnot
- Globaler Moderator

- Beiträge: 14590
- Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
- Wohnort: Sibirien, Sachsen
Re: Baltijsk/Pillau: Russland, ein Vorbild für Deutschland?
Ist doch aber auch lustig, dass ein Leuchtturm in einem für Ausländer verbotenen Gebiet Ausländerpreise hat. Irre! 
-
harald55
Re: Baltijsk/Pillau: Russland, ein Vorbild für Deutschland?
Das finde ich auch und frage mich, warum das so ist?Zejtnot hat geschrieben:Ist doch aber auch lustig, dass ein Leuchtturm in einem für Ausländer verbotenen Gebiet Ausländerpreise hat. Irre!
Na vielleicht wussten die, dass unser elch-michel vorbei kommt.