Einbürgerungstest

Welche Unterlagen werden für ein Visa nach Russland benötigt, was ist eine Migrations-Karte, Probleme mit der Registrierung ... Hilfe findest Du hier.
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Zejtnot
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Re: Einbürgerungstest

Beitrag von Zejtnot »

Zeppelin hat geschrieben:Vernünftiger hätte ich gefunden, z.B. zu fragen, ... wie es mit Kenntnissen um die Schulpflicht aussieht, ...
Ist drin! Habe ich entdeckt. War eine der Fragen, die ich nicht genau beantworten konnte.

Aber an sich finde ich Deine Fragenvorschläge richtig.
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7punkt
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Re: Einbürgerungstest

Beitrag von 7punkt »

Und was ist denn der Sinn sones Testes? Prueft man damit irgendwelche Kenntnisse, die man fuers Leben in DE also fuer den Alltag unbedingt besitzen muss? Eher nicht. Dann isses wohl bloss reine Formalitaet. :roll:

7punkt

P.S. Ich haette doch gerne 'nen Link zu den Testbedingungen gehabt. Gilt dies fuer alle oder gibt's doch Ausnahmen, etc.
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Zejtnot
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Re: Einbürgerungstest

Beitrag von Zejtnot »

Bin nicht der Meinung, dass es nur (!) Fragen zum Alltag sein müssen. Fragen zur deutschen Geschichte, zum Aufbau des Staates, ... können an sich nicht schaden. Klar können nicht alle Deutschen diese Fragen beantworten - aber man stellt ja die Fragen nicht der Fragen wegen, sondern damit sich der künftige Deutsche an sich mit seiner neuen Heimat beschäftigt. Sozusagen eine Kompensation des verpassten Geschichts- und Politikunterrichts.

Kurz nach der Schule kann jeder Deutsche die Fragen beantworten (oder sollte es können). Dass man konkrete Fragen später wieder vergisst, ist ja ok. Aber das Hintergrundwissen bleibt. Und so sehe ich es auch bei solch einem Test.

Das ein künftiger Dresdner das Wappen von Sachsen erkennen sollte, finde ich in Ordnung. Ich weiß auch, wie das Wappen von Novosibirsk aussieht. Ein wenig sollte man sich schon auf seine neue Heimat einlassen.

Nebenbei bemerkt, finde ich sogar den Gesinnungstest Baden-Würtembergs, der weit über diese nun publizierten Fragen hinaus geht, in Ordnung. Klar kann man die Antworten auf "Wie würden Sie reagieren, wenn sich Ihr Sohn als Schwuler outet." auswendig lernen. Aber immerhin bereitet man den Einwanderer aus Afghanistan darauf vor, dass Schwulsein hier akzeptierter ist, als am Hinduksch. Terroristen hält man so nicht ab, aber man zwingt die Einwanderer, sich mit ihrer künftigen Heimat vorher (!) auseinander zu setzen.
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Re: Einbürgerungstest

Beitrag von manuchka »

7punkt hat geschrieben:Und was ist denn der Sinn sones Testes? Prueft man damit irgendwelche Kenntnisse, die man fuers Leben in DE also fuer den Alltag unbedingt besitzen muss? ...

P.S. Ich haette doch gerne 'nen Link zu den Testbedingungen gehabt. Gilt dies fuer alle oder gibt's doch Ausnahmen, etc.
Der Sinn des Tests ist, dass man Leute, die einen deutschen Pass haben wollen, zwingt, sich auch ein wenig mit Deutschland und seiner Geschichte, seiner Kultur und seinen staatspolitischen Aufbau, Grundregeln etc. zu beschäftigen. Du darfst ja nicht nur von dir ausgehen - da wollen z.T. Leute eingebürgert werden, die kaum deutsch sprechen und einfach keine Ahnung von "ihrem" neuen Land haben.
Auf die Testbedingungen musst du wohl noch ein wenig warten - und außerdem: Du brauchst doch nun wirklich keine Angst vor dem Test zu haben. Erstens weißt du sowieso schon viel, zweitens sind die Fragen nicht so schwer, drittens kannst du ihn eh erst machen, wenn du drei Jahre verheiratet oder acht Jahre einfach so in DE lebst - genug Zeit, um sich drauf vorzubereiten.
Du erntest, was du säst.
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7punkt
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Re: Einbürgerungstest

Beitrag von 7punkt »

Ne Angst hab ich net, warum denn auch.
Finde nur, dass all die Tests sehr relativ sind.

7punkt
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Dietrich
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Re: Einbürgerungstest

Beitrag von Dietrich »

Oletsch hat geschrieben:im Prinzip finde ich einen Test auch nicht verkehrt. Aber:
können die Deutschen selbst so gut alle Fragen beantworten? Muss man z.B. den Wappen von Baden-Würtemberg kennen?
Koennen alle Autofahrer "auf Schlag" eine theoretische Fuehrerscheinpruefung bestehen?
Nein? Ist die Pruefung deshalb zu schwer?
Und mit ein wenig Vorbereitung sollten es 98% wohl irgendwie schon schaffen, die Haelfte der Fragen richtig zu beantworten. Mehr ist ja angeblich nicht notwendig.
Oletsch hat geschrieben:Zweitens, gestern oder vorgestern wurde in den Nachrichten mitgeteilt, der Test würde 25 Euro kosten und darf beliebig oft wiederholt werden, bis man ihn bestanden hat. Das ist doch Geldmacherei, nichts anderes. Auch bei der Fahrprüfung fallen ab und zu Leute durch, und das nächste mal darf wieder bezahlt werden.
Geldmache waeren 150 Euro pro Pruefung.
25 (oder meinetwegen sogar 50 Euro!) sollen nur dafuer sorgen, dass sich die Leute wenigstens ein wenig vorbereiten, bevor sie in die Pruefung gehen. Bei "Null Euro" wuerden die Leute dann hingehen und hoffen, dass sie irgendwann durch Glueck die richtigen Antworten ankreuzen. Das waere Mist und wuerde nur kosten verursachen.
Vielleicht koennte man die Preise noch staffeln:
1. Versuch: umsonst
2. Versuch: 25 Euro
3+ Versuch: 50 Euro
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W. Churchill (1940)
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Re: Einbürgerungstest

Beitrag von Glider »

Auch wenn selbst etliche Deutsche und nicht nur Russlanddeutsche ihre Schwierigkeiten mit diesem Test haben würden, finde ich so ein wenig Staatsbürgerkunde für alle, die hier in Deutschland leben wollen, gar nicht schlecht. Vielleicht hätte ein grösserer Kenntnisstand hier auch mal Auswirkungen auf die z.T. grauslich schlechte Wahlbeteiligung in einigen Fällen. So ein wenig politisches Bewusstsein hat noch keinem geschadet.
Dumm nur, dass manche Deutsche hierzu schlecht zwangsverpflichtet werden können.
Mich friert es durchaus, wenn selbst manche deutschstämmige Migranten, sich hier nur mittels ihrer halbwüchsigen Kinder verständlich machen können und praktisch in einer isolierten Parallelwelt leben.
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Re: Einbürgerungstest

Beitrag von Zeppelin »

Glider hat geschrieben:...deutschstämmige Migranten, sich hier nur mittels ihrer halbwüchsigen Kinder verständlich machen können und praktisch in einer isolierten Parallelwelt leben.
Ich weiß, dass einige von denen sich durchaus zurück sehnen, aber oft nur wegen der Kinder hier bleiben.

Und nur wenige bringen den Ehrgeiz auf, sich sprachlich und mit fachlicher Weiterbildung so fit zu machen, dass sie hier auch wieder vernünftige Jobs bekommen. Dabei haben ja nicht wenige in Russland als Akademiker gearbeitet.
Eine ganze Menge können wir Einheimischen aber auch selbst unternehmen, um den Zugewanderten entgegen zu kömmen, sofern sich die erforderlichen Kontakte ergeben.
Das betrifft ganz besonders Verständnis für nicht allzu perfekte Sprachkenntnisse sowie Hilfe bei deren Verbesserung. Ein Freund von mir (Russe) mit dem ich die letzen Monate eng zusammen gearbeitet habe, war anfangs absolut zurückhaltend und scheu, weil er meinte, sich nicht gut genug ausdrücken zu können. Aber das hat unser Team nicht hinnehmen wollen. Und so haben wir dann vieles, was hier als lockerer Spruch oder Witz sofort verstanden wird, so erläutert, dass auch er mitlachen konnte.

Mit der Zeit meinte er dann auch immer öfter, dass er langsam immer mehr entschlüsseln könnte, was ihm mit reiner Lexik völlig unverständlich gewesen war. So kam er dann auch immer mehr aus sich heraus und erzählte so manche abenteuerliche und lustige Geschichte aus seinem Leben in Russland.

Und eine weitere Baustelle ist dann das, was hier des Öfteren schon als "Staatsbürgerkunde" bezeichnet wurde: Nämlich erläutern, wie der Umgang mit Behörden hier funktioniert, wie man einen Brief korrekt und formell einwandfrei verfassen sollte usw.
Es sind für uns eigentlich Lappalien, mal eben einen Brief zu überarbeiten oder auch Schreiben zu erläutern, die die Betroffenen selbst bekommen und nur bedingt verstehen können.
Ich glaube auch, sowas können nur Freunde und Kollegen wirklich leisten, zu denen ein Vertrauensverhältnis besteht, kaum aber die Teilnahme an einem öffentlichen Integrationskurs o.ä.
Aber das funktioniert eben nur bei denen, die hier auch wirklich ihr zu Hause finden wollen.
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
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Re: Einbürgerungstest

Beitrag von manuchka »

Zeppelin hat geschrieben:Aber das funktioniert eben nur bei denen, die hier auch wirklich ihr zu Hause finden wollen.
...und nur die sollten meiner Meinung nach auch einen deutschen Pass bekommen. Ich finde, dass Staatsangehörigkeit schon viel mehr verlangt als nur "soundsoviel Jahre in einem Land wohnen" oder "mit dem Staatsbürger eines Landes verheiratet sein".
Du erntest, was du säst.
harald55

Re: Einbürgerungstest

Beitrag von harald55 »

manuchka hat geschrieben:... oder acht Jahre einfach so in DE lebst - genug Zeit, um sich drauf vorzubereiten.
Diese Frist (8 Jahre) verkürzt sich auf sieben Jahre, bei der erfolgreichen Teilnahme an einem Integrationskurs.

LG
Harald
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