Hallo zusammen,
Habe diesen Thread gerade erst mit viel Interesse durchgelesen, denn wer weiss,
vielleicht befinde ich mich in kurzer Zeit in einer ähnlichen Situation wie miroslav. Ich fliege morgen nach Moscow um meine Flamme zu besuchen.
Ich bin auch 22, und es stimmt schon, in solch einem Alter zu heiraten ist etwas, dass ich mir sehr gut überlegen müsste. Den in der Hitze des Gefechts handelt Mann manchmal wirklich sehr emotional und unrational. Liebe macht eben nicht nur blind, sondern manchmal auch dumm, zumindest mich ;-)
Das Problem mit heiraten für MICH, wäre folgendes:
Das Problem lässt sich am besten an einem Beispiel aufzeigen: Bei der Scheidung eines Ehepaares sieht das Gesetz die hälftige Teilung der Guthaben in der beruflichen Alters- und Invalidenvorsorge vor. Dadurch kann es zu erheblichen Vermögensverschiebungen kommen; im häufigeren Fall wird das Guthaben des Mannes verkleinert und dasjenige der Frau vergrössert. Dabei stellt sich die Frage, woher genau das verschobene Geld genommen und wohin es geführt wird. Die Guthaben in der zweiten Säule bilden nämlich keine homogene Einheit, sondern gliedern sich in einen obligatorisch (nach BVG) geäufneten Teil und einen überobligatorischen, der dadurch zustande kommt, dass die meisten Vorsorgeeinrichtungen über das gesetzliche Minimum hinausgehen. Auch die überobligatorischen Guthaben entstehen durch Beiträge des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers. Wie sie verzinst und zu welchen Konditionen sie später in Renten umgerechnet werden, ist aber – anders als im obligatorischen Teil – nicht gesetzlich geregelt.
Mein Vater hat durch dies viel Geld verloren, und seine Pensionskasse halbiert. Ich bin überhaupt kein Trennungs- und Scheidungsexperte, wie auch, mit 22. Jedoch scheint es tatsächlich so, dass man bei der Scheidung seine Pensionskasse teilt. Wenn die Frau also nichts arbeitet, eine Sprachschule besucht, oder studiert, wird bei der Scheidung die Hälfte der Pensionskasse an die Frau überwiesen. Wenn die Frau arbeitet, und ein ähnliches Einkommen wie der Mann hat, sieht es wieder anders aus. Angaben ohne Gewähr, aber soviel glaube ich zu wissen.
Miroslav, wenn es dieses Gesetz nicht gäbe, würde
ich in
deiner Situation, auch mit 22 Jahren, zu einer Heirat "Ja" sagen. Wie jedoch schon gesagt, so etwas zu riskieren, mit 22, bei einer Frau die man doch nicht soooo gut kennt. Es geht schlussendlich trotzdem um eine grössere Summe Geld. Ich weiss ich weiss, es wird bestimmt Leute geben die nun sagen: "Das spielt doch alles keine Rolle, wenn sie sich lieben". Aber erzählt das mal einem geschiedenen, der hat auch einmal alles rosig gesehen. Ich will damit nur sagen, dass man beide Seiten begutachten sollte.
Dave, ich mag deine Beiträge, was sagst du dazu?