Hallo, bei meinem letzten Aufenthalt habe ich noch folgendes dazu gelernt:
Die Bedingungen für die Registrierung - auch von Kurzvisa (bis 3 Monate usw) wurden verschärft.
Wer im Hotel wohnt, bekommt wie gewohnt seinen Registrierstempel für die Zeit des Hotelaufenthalts (vielleicht auch für länger).
Da ich immer bei Freunden wohnte, hat die Agentur, die mir die Einladungen (Visabefürwortungen) erstellt, auch den Registrierstempel in den Pass gedrückt. Das ist nicht mehr möglich.
Der Hauptmieter / Wohnungseigentümer (nicht Besitzer ;-)) muss jetzt mit allen in der jeweiligen Wohnung registrierten Bewohnern zum sogenannten ZhKU / DÈZ (ShKU / DÈS, Kommunaldienstleistungs-Verwaltung in etwa), dort eine Erklärung unterzeichnen, dass er bereit ist, dich zu registrieren, diese müssen alle anderen registrierten Bewohner mitunterzeichnen. Die Unterschriften müssen von einem Mitarbeiter des ZhKU / DÈZ bestätigt werden.
Weiterhin müssen für die Zeit deiner Registrierung Kommunalabgaben (Müllabfuhr, Wasser, Abwasser, Fernwärme, Gas usw.) gezahlt werden. Darum geht das über das ZhKU/DÈZ. Mit der bestätigten Erklärung geht es dann zum UVIR (UWIR, Upravlenie Viz i Registracii). Diesen Gang können dir auch Agenturen oder die Firma deines Mannes abnehmen.
Die Agenturen können dir auch eine formale Hotelregistrierung für die erste Zeit beschaffen, das geht aber gewaltig ins Geld.
Das ist mein letzter Wissensstand, Russland ist immer für Überraschungen gut, daher keine Gewähr!
Burkhard
in Deutschland ist schon lange nix mehr mit Recht kriegen -
nur löhnen für allen Scheiß, insbesondere Umweltmaßnahmen, die die Grüne Oase Deutschland immer weiter zurückwirft ...
Zeitungsmeldung letzte Woche "der Lebensstandard der Deutschen ist inzwischen unter den der Italiener gesunken ....." sagt alles - wenn der kalabrische Bauer mit seinem ruhigen Leben das gleiche verdient wie wir,
dann sollte das im Normalfall die Alarmglocken läuten - nix damit, wir akzeptieren weniger Urlaub, kein Weihnachtsgeld mehr, kein Urlaubsgeld mehr, Streichung übertarifliche Zulagen und alles, wo man sein Leben drauf aufgebaut hat, solange bis der Staat eben auch keine Kohle mehr hat die er den paar Idioten, die noch arbeiten, aus der Tasche ziehen kann.
A) Einreise nach Russland:
Alle Ausländer benötigen für die Einreise nach Russland ein Visum. Je nach Dauer Ihres Aufenthalts, sind Visa zur einmaligen Einreise und Visa zur mehrmaligen Einreise erhältlich:
Ersteres erlaubt die einmalige Einreise und ein maximal 3 monatigen Aufenthalt in Russland. Letzteres ist maximal 1 Jahr gültig und erlaubt beliebig viele Ein- und Ausreisen.
Wer nach Russland einreist muss zunächst am Flughafen, noch vor der Passkontrolle, eine zweiteilige Immigrationskarte ausfüllen. Einen Abschnitt hiervon behalten die Grenzbeamten bereits bei der Einreisekontrolle ein, den zweiten Abschnitt bekommt man mit dem abgestempelten Pass wieder ausgehändigt.
Während des Aufenthalts in Russland sollte man diesen Abschnitt jederzeit gemeinsam mit dem Pass bei sich führen, um bei Kontrollen durch die Miliz nicht in Schwierigkeiten zu geraten.
Solche Kontrollen finden in Moskau relativ häufig statt.
Bei der Ausreise aus Russland wird dann bei der Passkontrolle die Ausreisekarte einbehalten.
Wer als Ausländer für längere Zeit nach Russland reist, muss sich bei der Miliz registrieren lassen.
B) Registrierung:
In der letzten Zeit wurden in Russland die Registrierungs-Vorschriften für Ausländer wiederholt geändert. Diese Veränderungen der Vorschriften werden vom Innenministerium initiiert und (wie in Russland leider üblich) nicht mit anderen Behörden koordiniert, so dass wie so oft die eine Hand nicht weiss was die andere tut…
Nach den (derzeitigen) gesetzlichen Vorschriften in Russland, muss sich ein Ausländer spätestens am 3. Werktag nach der Einreise registrieren lassen. Erster Tag dieser 3-Tages-Frist ist nach Gesetz (die Wirklichkeit kann im Einzelfall durchaus anders aussehen…) der auf die Einreise folgende Werktag.
Im Falle einer Kontrolle durch die Miliz nach Fristablauf drohen Sanktionen, bis hin zu Festnahme, Ausweisung oder Verbot der fristgerechten Ausreise. Wer sich selbst um seine Registrierung kümmern muss sollte dies so frühzeitig wie möglich in Angriff nehmen, denn wenn die 3-Tages-Frist verstrichen ist, wird der Vorgang sehr viel umständlicher bis unmöglich und auch (viel) teurer.
Die Registrierung wird durch folgende Stellen durchgeführt:
* durch das Hotel
* durch die zuständige Registrierungsbehörde (OWIR)
* durch die einladende Firma
Wer also während seines Aufenthalts nicht in einem Hotel wohnt, muss sich selbst um seine Registrierung kümmern. Bei Unterkunft in einem Hotel treten hingegen keine Schwierigkeiten auf, da die Registrierung vom Hotel übernommen wird. Üblicherweise ist hierfür bei der Einreise bis zum nächsten Morgen der Pass an der Rezeption abzugeben.
1. ordnungsgemäßer Registrierungsprozess entsprechend den Vorschriften:
Schritt 1: Der Besitzer der Wohnung, in der Sie während Ihres Russlandaufenthaltes leben, muss einen von allen Wohnungsbewohnern unterzeichneten und von der Hausverwaltung beglaubigten Antrag (siehe die angehängten Dokumente: „Antrag“ und „Ausfüllmuster zum Antrag“) an die zuständige Registrierungsbehörde stellen. In diesem Antrag wird erklärt, dass er Ihnen den Aufenthalt in seiner Wohnung genehmigt und um Ihre Registrierung ersucht. Dieses Dokument sollte bereits vor Ihre Anreise erstellt und beglaubigt werden, um wertvolle Zeit Ihrer Drei-Tage-Frist und während Ihres Aufenthalts zu sparen.
Schritt 2 Mit diesem Dokument, Ihrem Reisepass und einem Antrag auf Registrierung (siehe angehängtes Dokument „Antrag auf Registrierung“) müssen Sie zur zuständigen Registrierungsbehörde gehen und sich dort registrieren lassen. Dies kann mehrere Stunden oder aber auch Tage in Anspruch nehmen, da die russischen Behörden für Ihre Langsamkeit und Unberechenbarkeit bekannt sind. Die Kosten variieren, liegen aber unter 10 EUR. Diese Gebühr ist üblicherweise unter Vorlage einer entsprechenden Zahlungsaufforderung bei der Bank in Cash einzuzahlen, den Vordruck für die Einzahlung erhält man bei der Registrierungsbehörde. Der Einzahlungsbeleg der Bank ist dann bei der Registrierungsbehörde vorzulegen.
Haben Sie alle Unterlagen vollständig eingereicht, so wird Ihr Pass zur Bearbeitung von der Registrierungsbehörde für einige Zeit einbehalten, als Passersatz wird Ihnen für diese Zeit ein Dokument („Spravka“), welches Ihnen im Falle einer Passkontrolle als Passersatz dient. Wenn alles klappt, liegt wenige Tage später der Pass mit eingetragener Registrierung zur Abholung bereit.
Vor Abgabe des Passes bei der Registrierungsbehörde sollten Sie sich eine Kopie von Pass mit Visum und Immigrationskarte machen, um diese Kopien gemeinsam mit der erteilten „Spravka“ bei sich führen.
Fazit: Um die Registrierung selbst bei den Behörden zu erwirken, benötigt man neben verschiedenen Unterlagen auch viel Geduld bei den Behördengängen. Dort bilden sich regelmäßig längere Warteschlangen, Informationen über die erforderlichen Schritte, Dokumente, etc… werden im Voraus nicht erteilt.
Es ist zu empfehlen den Gang zu den Behörden in Begleitung einer sprachkundigen Person zu machen, etwa dem Vermieter, bzw. der einladenden Person. Somit sind die Informationen leichter zu erhalten, das Behördenpersonal ist nicht besonders gut gelaunt und legt keinen großen Wert auf „Bürgernähe“. Auch ist der Nutzen einer Hilfe beim Anstellen in der Warteschlange nicht zu unterschätzen. Den Gang zur Behörde sollte man nicht vor Mittagspause oder Feierabend legen, da die Bürozeiten bei den russischen Behörden sehr exakt eingehalten werden, mit dem Pausengong wird der Schalter geschlossen, am Nachmittag bzw. Folgetag bildet sich eine neue Warteschlange…)
2. Registrierung über ein Hotel mit Pro-forma-Hotelbuchung:
Viele russische Firmen bieten gegen Entgelt an, Ausländern die Registrierungs-Prozedur zu ersparen, indem bei einem Hotel eine Pro-Forma-Buchung angelegt wird und der Gast dann über das Hotel registriert wird. An Kosten fallen dabei meist die Kosten der Pro-Forma-Buchung für eine Übernachtung an sowie eine Service-Gebühr der russischen Agentur. Wer einen längeren Aufenthalt in Russland plant, sollte von dieser Variante jedoch Abstand nehmen und sich nach den oben geschilderten offiziellen ordnungsgemäßen Regeln registrieren lassen.
3. Abschliessende Bemerkung:
Die Gültigkeit der Registrierung hängt von der Art Ihrer Einladung und dem Zweck Ihres Aufenthalts ab. Es ist daher durchaus möglich, dass Sie die Registrierung nach einer gewissen Zeit entsprechend verlängern müssen. Wenn Sie ein Multivisum (berechtigt zur mehrfachen Ein- und Ausreise) haben und während der Geltungsdauer Ihrer Registrierung für eine kurze Zeit (beispielsweise Urlaub, Geschäftsreise) aus Russland ausreisen, müssen Sie sich im Anschluss an die Wiedereinreise nach Russland erneut registrieren lassen. Die Registrierung wird auf Ihrer Immigrationskarte eingetragen, diese ist bei Verlassen des Landes an der Passkontrolle abzugeben.
bjrnwac hat geschrieben:Wenn Sie ein Multivisum (berechtigt zur mehrfachen Ein- und Ausreise) haben und während der Geltungsdauer Ihrer Registrierung für eine kurze Zeit (beispielsweise Urlaub, Geschäftsreise) aus Russland ausreisen, müssen Sie sich im Anschluss an die Wiedereinreise nach Russland erneut registrieren lassen. Die Registrierung wird auf Ihrer Immigrationskarte eingetragen, diese ist bei Verlassen des Landes an der Passkontrolle abzugeben.
Diese Aussage ist zum Glueck nicht ganz korrekt. Multivisa werden nicht nur auf der Immigrationskarte registriert, sondern normalerweise auch im Pass. Die Registrierung gilt bis zu dem eingetragenen Datum, danach erst braucht man eine neue. Bei Wiedereinreise bleibt die Immigrationskarte einfach weiss, da die Registrierung ja aus dem Pass hervorgeht.
Zu den Gebuehren: die Registrierung kostet 20 Rubel. Bei der Wohnungsverwaltung muss man noch Abgaben fuer Wasser und Waerme fuer den Registrierungszeitraum zahlen, da diese personenanzahlbezogen erhoben werden.
Zu der Dreitagesfrist: Es zaehlen drei Arbeitstage, wobei der erste Tag der dem Einreisetag folgende Arbeitstag ist.
Na das uebliche ist doch hier in etwa folgender Dialog:
Polizist: Das kostet 1000 RUR Strafe.
Deliquent: Machen wir es wie immer? Halbe-Halbe?
Polizist: (nickt stumm)
Deliquent: (Gibt ihm 500 RUR, auch stumm).
Witzig war das neulich, wo ein Kollege Strafe zahlen sollte, weil er sein Mobiltelefon waehrend der Fahrt als Fahrer benutzt hat. Der Dialog begann aehnlich, nur ist die Strafe dafuer wohl 20 RUR. Zum Schluss grinsten beide und gut war.