Botschaftstermin, Fragen zum Antragsformular
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sl74
Botschaftstermin, Fragen zum Antragsformular
Hallo,
ich habe drei Fragen.
1) Meine Frau hat am Dienstag den 23.9. einen Botschaftstermin in Moskau. Der Termin wurde über die Firma Teleperformance Russia vergeben. Die haben daraufhin am 09.09. eine Rechnung geschrieben, die aber erst am 18.09. bei meiner Frau ankam. Sie hat am 19. die Rechnung beglichen. In dem Schreiben geht hervor, dass die Rechnung innerhalb von 2 Tagen nach Erhalt beglichen werden muss. Wenn meine Frau am 23.9. den Termin wahrnimmt, ist das Geld bei denen sicherlich noch nicht eingetroffen. Meine Frau nimmt zumindest den Einzahlungsbeleg mit. Wir hegen bedenken, dass der Termin bei der Botschaft nicht zustande gekommen ist. Habt Ihr Erfahrungen damit?
2) Für das Formular "Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis" wird unter Punkt 20 nach dem Zweck gefragt. Was ist hierbei anzugeben? Wir würden "Familienzusammenführung" angeben. Des weiteren wird nach dem Arbeitgeber, Anschrift und beabsichtigte Tätigkeit gefragt. Wir sind der Meinung, dass man hier nichts angeben muss, da sie ja mit dem Visum nicht arbeiten darf. Und eine Anschrift des Arbeitgebers brauchen wir auch nicht. Oder verstehen wir die Fragen falsch?
3) Wir haben bei der Ausländerbehörde eine Vorabzustimmung erwirkt um die Visumsverfahren zu beschleunigen. Ich habe mich per E-Mail an die Botschaft gewandt, diese teilte mir mit, dass bei einer Vorabzustimmung, falls alle Papiere in Ordnung sind und die Botschaft keine Bedenken hat, das Visum innerhalb drei Tagen ausgestellt wird. Meine Frau hat in vielen Foren gestöbert und ist auf viele Beiträge gestoßen, dass die Botschaft momentan die Ehen in Zweifel ziehen. Anscheinend werden viele Anträge abgelehnt und beide Ehepartner müssen sich gleichzeitig einem Test unterziehen. Wir sind etwas verunsichert, da wir eigentlich damit gerechnet für mitte Oktober ein Visum zu bekommen, damit wir endlich zusammen leben können. Vielleicht kann ja jemand von Euch berichten, der erst vor kurzem ein Visum beantragt hat?
Viele Grüße
Sl74
ich habe drei Fragen.
1) Meine Frau hat am Dienstag den 23.9. einen Botschaftstermin in Moskau. Der Termin wurde über die Firma Teleperformance Russia vergeben. Die haben daraufhin am 09.09. eine Rechnung geschrieben, die aber erst am 18.09. bei meiner Frau ankam. Sie hat am 19. die Rechnung beglichen. In dem Schreiben geht hervor, dass die Rechnung innerhalb von 2 Tagen nach Erhalt beglichen werden muss. Wenn meine Frau am 23.9. den Termin wahrnimmt, ist das Geld bei denen sicherlich noch nicht eingetroffen. Meine Frau nimmt zumindest den Einzahlungsbeleg mit. Wir hegen bedenken, dass der Termin bei der Botschaft nicht zustande gekommen ist. Habt Ihr Erfahrungen damit?
2) Für das Formular "Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis" wird unter Punkt 20 nach dem Zweck gefragt. Was ist hierbei anzugeben? Wir würden "Familienzusammenführung" angeben. Des weiteren wird nach dem Arbeitgeber, Anschrift und beabsichtigte Tätigkeit gefragt. Wir sind der Meinung, dass man hier nichts angeben muss, da sie ja mit dem Visum nicht arbeiten darf. Und eine Anschrift des Arbeitgebers brauchen wir auch nicht. Oder verstehen wir die Fragen falsch?
3) Wir haben bei der Ausländerbehörde eine Vorabzustimmung erwirkt um die Visumsverfahren zu beschleunigen. Ich habe mich per E-Mail an die Botschaft gewandt, diese teilte mir mit, dass bei einer Vorabzustimmung, falls alle Papiere in Ordnung sind und die Botschaft keine Bedenken hat, das Visum innerhalb drei Tagen ausgestellt wird. Meine Frau hat in vielen Foren gestöbert und ist auf viele Beiträge gestoßen, dass die Botschaft momentan die Ehen in Zweifel ziehen. Anscheinend werden viele Anträge abgelehnt und beide Ehepartner müssen sich gleichzeitig einem Test unterziehen. Wir sind etwas verunsichert, da wir eigentlich damit gerechnet für mitte Oktober ein Visum zu bekommen, damit wir endlich zusammen leben können. Vielleicht kann ja jemand von Euch berichten, der erst vor kurzem ein Visum beantragt hat?
Viele Grüße
Sl74
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Zeppelin
- Zar/iza

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Re: Botschaftstermin, Fragen zum Antragsformular
Die erste Frage kann ich leider nicht beantworten.
Mit dem Einreisevisum kann sie zwar noch nicht arbeiten, aber dieses wird ja umgehend in eine AE umgewandelt, welche gleichzeitig eine Arbeitserlaubnis ist.
Daher würde ich schreiben "arbeitssuchend" und die möglichen Tätigkeitsfelder grob nennen. Es ist ja logisch, dass es noch keinen Arbeitgeber gibt.
Nur ist das Formular eben auch für solche Leute vorgesehen, die sich vom Ausland her hier beworben und eine Anstellung bekommen haben. Für bestimmte Berufe gibt es ja Ausnahmeregeln.
Zu den Gerüchten bzgl. Scheineheverdacht: Da halte ich Bedenken für völlig unbegründet. Das betrifft vor allem Leute aus Ostasien, den islamischen Staaten und Afrika. Da besteht leichter der Verdacht, dass alles dafür getan wird, an eine AE zu gelangen.
Russinen / Russen sind davon so gut wie nie betroffen, sofern eine Ehe nicht unter extrem merkwürdigen Bedingungen zustande gekommen ist. Ferner ist dem Konsulat die Entscheidung ja quasi schon abgenommen durch die Vorabzustimmung.
Deutschland teilt Ausländer in drei verschiedene "Klassen" ein. Ganz oben stehen die sog. Positivstaatler. Das sind alle, die sich für eine gewisse Dauer visafrei hier aufhalten dürfen.
"Zweite Klasse" sind dann Leute aus Südamerika, Russland und anderen wirtschaftlich relativ entwickelten Staaten, wo es zwar auch Armut gibt, diese aber nicht dominant ist. Die werden hier fast ebenso anständig behandelt, wie die "Erste Klasse".
Unter einer Art Generalverdacht stehen leider die Leute aus besonders armen Ländern und solchen, in denen religiöser Fundamentalismus stark ausgebreitet, Rechtsstaatlichkeit aber stark unterentwickelt ist.
Falls Du mir nicht glaubst: Hier im Forum leben ja sehr viele Leute in dt.-russ. Ehen. Und ich habe noch von keinem gelesen, der ernste Probleme beim Ehegattennachzug gehabt hätte. Problematisch ist manchmal die Bürokratie im Vorfeld, aber das war's dann auch schon.
Ich hoffe, dass ich Euch etwas beruhigen konnte, und ich denke schon, dass das Konsulat den Einzahlungsbeleg als Nachweis akzeptieren wird. Sollte das Schalterpersonal deswegen versuchen Schwierigkeiten zu machen, empfehle ich Deiner Frau dringend, sachlich, höflich aber konsequent einen deutschen Konsulatsmitarbeiter zu verlangen.
Denn das sog. "Ortspersonal", also die russischen Angestellten des dt. Konsulats spielen sich nämlich manchmal so auf, als würden sie in einer Russischen Behörde arbeiten. Und das ist die größte Ursache dafür, dass unser Konsulat manchmal einen schlechteren Ruf genießt, als es eigentlich verdient hat.
Falls es also wider Erwarten Probleme beim Abgeben der Unterlagen geben sollte, ist es ratsam, sich genau die Schalternummer und die genaue Zeit des Vorfalls zu merken. Ihren Namen geben die Schalterleute nämlich meistens nicht preis. Doch die Leitung der Visastelle geht solchem Fehlverhalten recht konsequent nach, wenn sie darüber unterrichtet wird.
Gruß,
Zeppelin
Familienzusammenführung oder auch Ehegattennachzug ist korrekt.sl74 hat geschrieben: 2) Für das Formular "Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis" wird unter Punkt 20 nach dem Zweck gefragt. Was ist hierbei anzugeben? Wir würden "Familienzusammenführung" angeben. Des weiteren wird nach dem Arbeitgeber, Anschrift und beabsichtigte Tätigkeit gefragt. Wir sind der Meinung, dass man hier nichts angeben muss, da sie ja mit dem Visum nicht arbeiten darf. Und eine Anschrift des Arbeitgebers brauchen wir auch nicht. Oder verstehen wir die Fragen falsch?
Mit dem Einreisevisum kann sie zwar noch nicht arbeiten, aber dieses wird ja umgehend in eine AE umgewandelt, welche gleichzeitig eine Arbeitserlaubnis ist.
Daher würde ich schreiben "arbeitssuchend" und die möglichen Tätigkeitsfelder grob nennen. Es ist ja logisch, dass es noch keinen Arbeitgeber gibt.
Nur ist das Formular eben auch für solche Leute vorgesehen, die sich vom Ausland her hier beworben und eine Anstellung bekommen haben. Für bestimmte Berufe gibt es ja Ausnahmeregeln.
Das mit der Vorabzustimmung ist ja super. Denn viele ABH weigern sich, solche zu erteilen, obwohl sie das durchaus könnten.3) Meine Frau hat in vielen Foren gestöbert und ist auf viele Beiträge gestoßen, dass die Botschaft momentan die Ehen in Zweifel ziehen. Anscheinend werden viele Anträge abgelehnt und beide Ehepartner müssen sich gleichzeitig einem Test unterziehen. Wir sind etwas verunsichert, da wir eigentlich damit gerechnet für mitte Oktober ein Visum zu bekommen, damit wir endlich zusammen leben können. Vielleicht kann ja jemand von Euch berichten, der erst vor kurzem ein Visum beantragt hat?
Zu den Gerüchten bzgl. Scheineheverdacht: Da halte ich Bedenken für völlig unbegründet. Das betrifft vor allem Leute aus Ostasien, den islamischen Staaten und Afrika. Da besteht leichter der Verdacht, dass alles dafür getan wird, an eine AE zu gelangen.
Russinen / Russen sind davon so gut wie nie betroffen, sofern eine Ehe nicht unter extrem merkwürdigen Bedingungen zustande gekommen ist. Ferner ist dem Konsulat die Entscheidung ja quasi schon abgenommen durch die Vorabzustimmung.
Deutschland teilt Ausländer in drei verschiedene "Klassen" ein. Ganz oben stehen die sog. Positivstaatler. Das sind alle, die sich für eine gewisse Dauer visafrei hier aufhalten dürfen.
"Zweite Klasse" sind dann Leute aus Südamerika, Russland und anderen wirtschaftlich relativ entwickelten Staaten, wo es zwar auch Armut gibt, diese aber nicht dominant ist. Die werden hier fast ebenso anständig behandelt, wie die "Erste Klasse".
Unter einer Art Generalverdacht stehen leider die Leute aus besonders armen Ländern und solchen, in denen religiöser Fundamentalismus stark ausgebreitet, Rechtsstaatlichkeit aber stark unterentwickelt ist.
Falls Du mir nicht glaubst: Hier im Forum leben ja sehr viele Leute in dt.-russ. Ehen. Und ich habe noch von keinem gelesen, der ernste Probleme beim Ehegattennachzug gehabt hätte. Problematisch ist manchmal die Bürokratie im Vorfeld, aber das war's dann auch schon.
Ich hoffe, dass ich Euch etwas beruhigen konnte, und ich denke schon, dass das Konsulat den Einzahlungsbeleg als Nachweis akzeptieren wird. Sollte das Schalterpersonal deswegen versuchen Schwierigkeiten zu machen, empfehle ich Deiner Frau dringend, sachlich, höflich aber konsequent einen deutschen Konsulatsmitarbeiter zu verlangen.
Denn das sog. "Ortspersonal", also die russischen Angestellten des dt. Konsulats spielen sich nämlich manchmal so auf, als würden sie in einer Russischen Behörde arbeiten. Und das ist die größte Ursache dafür, dass unser Konsulat manchmal einen schlechteren Ruf genießt, als es eigentlich verdient hat.
Falls es also wider Erwarten Probleme beim Abgeben der Unterlagen geben sollte, ist es ratsam, sich genau die Schalternummer und die genaue Zeit des Vorfalls zu merken. Ihren Namen geben die Schalterleute nämlich meistens nicht preis. Doch die Leitung der Visastelle geht solchem Fehlverhalten recht konsequent nach, wenn sie darüber unterrichtet wird.
Gruß,
Zeppelin
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
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sl74
Re: Botschaftstermin, Fragen zum Antragsformular
Hallo Zeppelin,
ich möchte mich für Deine ausführliche Antwort bedanken. Deine Antworten haben uns sehr beruhigt. Vor allem meine Frau die momentan im Zug nach Moskau sitzt.
Ich bin mir nicht sicher wegen dem Thema "arbeitssuchend" mit der Aufenthaltsgenehmigung darf sie nicht arbeiten. Aus diesem Grund würde ich lieber das Feld leer lassen. Ich möchte nur vermeiden, dass wegen fehlenden oder falschen Angaben das Visum nicht erteilt wird.
Das Thema Vorabzustimmung ging sehr unproblematisch über die Bühne. Ich habe im Vorfeld viel über Probleme über die Anerkennung von Dokumenten in diesem Forum gelesen.
Ich war sehr überrascht, dass in München alles sehr schnell über die Bühne ging.
Das Beantragen des Ehefähigkeitszeugnis war innerhalb einer Woche erledigt. Es wäre noch schneller gegangen, nur kam der Umstand hinzu, dass meine Frau in Deutschland in einem Militärkrankenhaus geboren wurde und erst die dortige Behörde Recherchen anstellen musste.
Die Beratung war sehr freundlich und kompetent. Als alle Unterlagen vorlagen wurde am gleichen Tag das Ehefähigkeitszeugnis ausgestellt.
Auch die Vorabzustimmung war problemlos. Da meine Frau 1000km von Moskau entfernt wohnt, hat sich die ABH bereit erklärt eine Vorabzustimmung auszustellen, um meiner Frau mehrfaches anreisen zu ersparen. Es waren nur ein paar Telefonate nötig, um den zuständigen Leiter ans Telefon zu bekommen, der das Vorgehen abgesegnet hat. Die ganze Prozedur vor Ort hat 15 Minuten in der ABH in Anspruch genommen.
Ich bin von der Arbeit und Vorgehensweise von den Behörden in München begeistert.
Viele Grüße
Sl74
ich möchte mich für Deine ausführliche Antwort bedanken. Deine Antworten haben uns sehr beruhigt. Vor allem meine Frau die momentan im Zug nach Moskau sitzt.
Ich bin mir nicht sicher wegen dem Thema "arbeitssuchend" mit der Aufenthaltsgenehmigung darf sie nicht arbeiten. Aus diesem Grund würde ich lieber das Feld leer lassen. Ich möchte nur vermeiden, dass wegen fehlenden oder falschen Angaben das Visum nicht erteilt wird.
Das Thema Vorabzustimmung ging sehr unproblematisch über die Bühne. Ich habe im Vorfeld viel über Probleme über die Anerkennung von Dokumenten in diesem Forum gelesen.
Ich war sehr überrascht, dass in München alles sehr schnell über die Bühne ging.
Das Beantragen des Ehefähigkeitszeugnis war innerhalb einer Woche erledigt. Es wäre noch schneller gegangen, nur kam der Umstand hinzu, dass meine Frau in Deutschland in einem Militärkrankenhaus geboren wurde und erst die dortige Behörde Recherchen anstellen musste.
Die Beratung war sehr freundlich und kompetent. Als alle Unterlagen vorlagen wurde am gleichen Tag das Ehefähigkeitszeugnis ausgestellt.
Auch die Vorabzustimmung war problemlos. Da meine Frau 1000km von Moskau entfernt wohnt, hat sich die ABH bereit erklärt eine Vorabzustimmung auszustellen, um meiner Frau mehrfaches anreisen zu ersparen. Es waren nur ein paar Telefonate nötig, um den zuständigen Leiter ans Telefon zu bekommen, der das Vorgehen abgesegnet hat. Die ganze Prozedur vor Ort hat 15 Minuten in der ABH in Anspruch genommen.
Ich bin von der Arbeit und Vorgehensweise von den Behörden in München begeistert.
Viele Grüße
Sl74
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Zeppelin
- Zar/iza

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Re: Botschaftstermin, Fragen zum Antragsformular
Keine Ursache. Gern geschehen. Ich weiß nur zu gut, wie verunsichert viele Leute aus RUS im Hinblick darauf sind, wie sich die Vorstelleung beim Konsulat gestalten wird - zumal, wenn dafür noch so weite Anfahrtswege nötig sind.sl74 hat geschrieben:Deine Antworten haben uns sehr beruhigt. Vor allem meine Frau die momentan im Zug nach Moskau sitzt.
Meine Frau und ich hatten und gerade heute nochmal rückblickend darüber unterhalten, wie es ihr bei ihren ersten Reisen bzw. Visaanträgen hierher ging. Heute lacht sie darüber, wie ahnungslos sie vor sechs - sieben Jahren war, und was sie sich einst zum Teil hatte gefallen lassen.
Das würde ihr heute mit Sicherheit nicht mehr passieren.
Sei nicht sauer, aber das ist Unsinn. Deine Frau wird definitiv eine Aufenthaltserlaubnis (AE) nach § 28 Abs. 1 AufenthG bekommen, sobald sie sich bzw. Ihr Euch nach der Einreise bei Eurer ABH meldet. Und diese AE beinhaltet eben zwingend auch die unbeschränkte Arbeitserlaubnis; völlig unabhängig davon, ob man bereits einen Job hat oder nicht. Unbeschränkt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sie sowohl abhängig beschäftigt oder selbstständig arbeiten darf.Ich bin mir nicht sicher wegen dem Thema "arbeitssuchend" mit der Aufenthaltsgenehmigung darf sie nicht arbeiten.
Sie hat damit notfalls sogar Anspruch auf Sozialleistungen, sofern Dein Einkommen nicht ausreichen sollte.
Und deshalb hatte ich Dir empfohlen, besser vollständige und richtige Angaben zu machen. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es schädlich wäre, die Felder leer zu lassen.Aus diesem Grund würde ich lieber das Feld leer lassen. Ich möchte nur vermeiden, dass wegen fehlenden oder falschen Angaben das Visum nicht erteilt wird.
Nur denke ich mir, dass es in letzterem Fall unnötige Rückfragen und Verzögerungen geben könnte. Außerdem kann ich keinen Grund erkennen, Tatsachen zu verschweigen.
Das überrascht mich einerseits auch etwas und andererseits auch nicht.Das Thema Vorabzustimmung ging sehr unproblematisch über die Bühne. Ich habe im Vorfeld viel über Probleme über die Anerkennung von Dokumenten in diesem Forum gelesen.
Ich war sehr überrascht, dass in München alles sehr schnell über die Bühne ging.
Das Beantragen des Ehefähigkeitszeugnis war innerhalb einer Woche erledigt. Es wäre noch schneller gegangen, nur kam der Umstand hinzu, dass meine Frau in Deutschland in einem Militärkrankenhaus geboren wurde und erst die dortige Behörde Recherchen anstellen musste.
Die Beratung war sehr freundlich und kompetent. Als alle Unterlagen vorlagen wurde am gleichen Tag das Ehefähigkeitszeugnis ausgestellt.
Auch die Vorabzustimmung war problemlos. Da meine Frau 1000km von Moskau entfernt wohnt, hat sich die ABH bereit erklärt eine Vorabzustimmung auszustellen, um meiner Frau mehrfaches anreisen zu ersparen. Es waren nur ein paar Telefonate nötig, um den zuständigen Leiter ans Telefon zu bekommen, der das Vorgehen abgesegnet hat. Die ganze Prozedur vor Ort hat 15 Minuten in der ABH in Anspruch genommen.
Ich bin von der Arbeit und Vorgehensweise von den Behörden in München begeistert.
Ich habe selbst einige Jahre in München verbracht und kann gegen die dortige Verwaltung eigentlich auch nichts sagen. Die sind zwar streng, aber wenn man kooperativ mit denen zusammenarbeitet, gibt es eigentlich keine Schwierigkeiten.
Naja, ich wünsche Deiner Frau eine gute Ankunft hier und Euch alles gute für die gemeinsame Zukunft.
PS: Laut meiner Frau sagt ein russisches Sprichwort über die Machtverteilung in einer Ehe folgendes:
"Der Mann ist der Kopf
und die Frau ist der Hals.
Der Kopf dreht sich dort hin,
wo der Hals sich hinwendet."
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
- Zejtnot
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Re: Botschaftstermin, Fragen zum Antragsformular
Ich sehe in der späten Zahlung kein Problem, vor allem wenn Ihr den Beleg habt. Wenn es Dich beruhigt, könnt Ihr ja auch noch einmal anrufen - ein solcher Anruf wird nicht nochmals in Rechnung gestellt.
Wegen Scheinehe würde ich mir auch keine Sorgen machen. Sie wird sicher Fragen beantworten müssen, wo Ihr Euch kennengelernt habt, wo Ihr wohnen werdet, auf welcher Sprache Ihr kommuniziert, ... so lange man das alles plausibel erklären kann (keine Lügen - die Beamten erkennen so etwas schon recht gut!), sollte es keine Probleme geben.
Wegen Scheinehe würde ich mir auch keine Sorgen machen. Sie wird sicher Fragen beantworten müssen, wo Ihr Euch kennengelernt habt, wo Ihr wohnen werdet, auf welcher Sprache Ihr kommuniziert, ... so lange man das alles plausibel erklären kann (keine Lügen - die Beamten erkennen so etwas schon recht gut!), sollte es keine Probleme geben.
Leider gibt es da auch Ausnahmen: Mir wurde von einem Fall berichtet, wo das Paar acht Jahre zusammen in Russland gelebt hat, und dennoch von der Berliner Ausländerbehörde eine Scheinehe unterstellt wurde! Wobei diese Deutung wohl keinen Bestand hatte ...Zeppelin hat geschrieben:Russinen / Russen sind davon so gut wie nie betroffen, sofern eine Ehe nicht unter extrem merkwürdigen Bedingungen zustande gekommen ist.
Re: Botschaftstermin, Fragen zum Antragsformular
Als wir das erste Mal einen Termin bei der Botschaft geholt haben, wurde uns die Zahlungsaufforderung ueberhaupt nicht zugestellt.... und dementsprechend auch nicht bezahlt.
Gestoert hat es keinen.....
Gestoert hat es keinen.....
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
W. Churchill (1940)
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sl74
Re: Botschaftstermin, Fragen zum Antragsformular
ich habe der Botschaft in Moskau wegen dem "Bezahlproblem" geschrieben und umgehend eine Antwort erhalten.
Die Vermutungen von Euch haben sich bestätigt, dass der Termin nicht von der Bezahlung abhängt. Ich denke denen ist die Postlaufzeit in Russland bekannt :-)
Anbei die Antwort:
Jetzt kann ich nachvollziehen warum :-) Für die Ausstattung der Botschaft können leider die Angestellten nichts, die dürfen nur darunter leiden.
Ich hoffe, dass morgen alles klappt und meine Frau in ein paar Tagen das Visum abholen kann. Es wurde uns mitgeteilt, wenn die Botschaft keine Bedenken hat, innerhalb von 3 Tagen mit dem Visum zu rechnen ist.
Vorstellen kann ich es mir aber nicht. Auch wenn ich es natürlich mehr als erhoffe.
Hier die E-Mail der Botschaft:
Die Vermutungen von Euch haben sich bestätigt, dass der Termin nicht von der Bezahlung abhängt. Ich denke denen ist die Postlaufzeit in Russland bekannt :-)
Anbei die Antwort:
Sehr geehrter Herr xxx,
machen Sie sich keine Sorgen. Wenn Ihre Frau einen Termin bei Teleperformance vereinbart hat, so wird dieser auch an uns weitergeleitet. Die Bezahlung des Termins bei Teleperformance wird unabhängig von der Terminvergabe geregelt.
Mit freundlichen Grüßen
xxxx
Deutsche Botschaft Moskau
Die Botschaft hat in einer vorangegangenen E-Mail uns mitgeteilt, dass meine Frau die Vorabzustimmung mitbringen muss. Die ABH in München war sehr überrascht, da sie die Vorabzustimmung nach Moskau gefaxt hat. Die ABH hat mir dann die Vorabzustimmung zugeschickt die ich dann meiner Frau weitergeleitet habe.Diese Vorabzustimmungen sind wirklich eine feine Sache. Wenn die deutsche Ausländerbehörde ein solches Papier nach Moskau schickt, heißt das aber leider nicht automatisch, dass die Herrschaften im deutschen Konsulat es auch bekommen haben bzw. in ihrem offenbar fürchterlichen Dokumentenchaos auffinden können. (2006 gab es für die ganze Konsularabteilung, immerhin die größte deutsche weltweit, angeblich nur ein einziges funktionierendes Faxgerät! Da scheinen Zustände wie in einer abgewrackten Dritte-Welt-Botschaft zu herrschen). Deshalb sollte man sich - gerade bei weiter Anreise - den Eingang von der Visastelle bestätigen lassen.
Jetzt kann ich nachvollziehen warum :-) Für die Ausstattung der Botschaft können leider die Angestellten nichts, die dürfen nur darunter leiden.
Ich hoffe, dass morgen alles klappt und meine Frau in ein paar Tagen das Visum abholen kann. Es wurde uns mitgeteilt, wenn die Botschaft keine Bedenken hat, innerhalb von 3 Tagen mit dem Visum zu rechnen ist.
Vorstellen kann ich es mir aber nicht. Auch wenn ich es natürlich mehr als erhoffe.
Hier die E-Mail der Botschaft:
Sehr geehrter Herr xxxx,
im Anhang sende ich Ihnen unser Merkblatt zum Ehegattennachzug. Die dort aufgeführten Unterlagen müssen bei Antragstellung vorgelegt werden. Wird der Antrag mit unvollständigen Unterlagen eingereicht, so führt dies zur Zurückweisung, da unvollständige Unterlagen nicht bearbeitet werden können.
Sollten alle Unterlagen in Ordnung sein und hat die Botschaft ebenfalls keine Bedenken, so kann das Visum innerhalb von 3 Arbeitstagen erteilt werden.
Bittte bringen Sie auch die Vorabzustimmung der Ausländerbehörde zum Termin mit.
Mit freundlichen Grüßen
xxxx
Deutsche Botschaft Moskau
Re: Botschaftstermin, Fragen zum Antragsformular
Um mich hier kurz einzuklinken: Welche Option ist sinnvoller: selbst den Termin arrangieren (hohe Telefonkosten in Russland) oder eine Firma oder Reisebüro in Russland zu Rate ziehen?sl74 hat geschrieben: Botschaftstermin in Moskau. Der Termin wurde über die Firma..
Die Situation:
Freundin möchte einen Termin ausmachen und hat ein Reisebüro gefunden, das 5500 Rub für die Abwicklung der Visageschichte verlangt. Das beinhaltet: Anruf beim Konsulat, Terminvereinbarung, Visagebühr 35€ und das Rückschicken des Passes (hoffentlich mit Visum).
Sie bezahlt 145 Rubel + Regionalzuschlag (Beeline) für 1 Minute ins Konsulat. Wenn sie möglicherweise 10min in die Schleife kommt, sind's dann gleich fast 40€.
Kann man auch von Deutschland aus einen Termin arrangieren?
Danke für Eure Hilfe
Schwabe
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m1009
Re: Botschaftstermin, Fragen zum Antragsformular
Letztes Jahr war die Warteschleife noch kostenlos. Und man hat uns eine Rechnung zugesendet. Scheinbar eine Neuerung?Schwabe hat geschrieben: Wenn sie möglicherweise 10min in die Schleife kommt, sind's dann gleich fast 40€.![]()
Therminvereinbarung war mit wenigen Worten geregelt.

