Kostenpflichtige Fahrstühle (Kasachstan)

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Zeppelin
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Re: Kostenpflichtige Fahrstühle (Kasachstan)

Beitrag von Zeppelin »

Ich finde das Konzept für bestimmte Anwendungsbereiche eigentlich gar nicht so verkehrt.

Mich wundert nur, dass hier offenbar noch niemand auf die Idee gekommen ist. Jedenfalls habe ich noch nie sowas gesehen oder davon gehört.

Besonders im Bereich der seit der Wende in den ostdeutschen Städten sanierten Altbauten ist der Einbau von Fahrstühlen oft ein erhebliches Problem. Bei Neuvermietungen hat man kaum eine Chance, die Nutzung des Aufzuges auszuschließen, den man aber in den unteren Geschossen nicht wirklich braucht.
Und die Bestandsmieter haben nur die Wahl zwischen ganz oder gar nicht.
Da die Aufzüge einen erheblichen Faktor bei den Betriebskosten darstellen, entscheidet dann oft die voraussichtliche Nutzungshäufigkeit darüber, ob man sich das leisten will (wenn man es überhaupt kann).

Aber mit so einem Kartensystem könnte man ja eine deutlich gerechtere Verteilung der Aufzugskosten anhand des 'Verbrauchs' - analog zur Nutzung von Zentralheizungen - erreichen, und so könnten auch Wenignutzer bei ausnahmsweisen Bedarf davon Gebrauch machen.

Allerdings wären dann Fixpreise für die Benutzung unangebracht, sondern eben eher eine anteilige Umlage.
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
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Sibirier
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Re: Kostenpflichtige Fahrstühle (Kasachstan)

Beitrag von Sibirier »

Also ich weiss nicht. Ich finde ein Fahrstuhl ist ein Teil des ganzen Hauses und wenn ich Eigentümer einer Wohnung in dem Haus bin, steigert sich meist noch der Wert der Wohnung dadurch. Ich bin eigentlich dafür, dass die Kosten des Fahrstuhls weiterhin nach einem Schlüssel umgelegt werden sollen....

Ich meine, das hört sich bald so wie die Parkplatzmafia, die bei SVO 1 jahrelang ungerechtfertig abgezockt hat.
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Zejtnot
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Re: Kostenpflichtige Fahrstühle (Kasachstan)

Beitrag von Zejtnot »

Habe es heute mit Kollegen diskutiert. Ich meine es hat schon was - im Moment zahle ich beispielsweise monatlich 10 Euro für den Lift. Aber vielleicht will ich gar keinen und muss ihn dennoch zahlen?!

Wobei es an sich schon ziemlich dreist ist.
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Sibirier
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Re: Kostenpflichtige Fahrstühle (Kasachstan)

Beitrag von Sibirier »

Zejtnot hat geschrieben:Habe es heute mit Kollegen diskutiert. Ich meine es hat schon was - im Moment zahle ich beispielsweise monatlich 10 Euro für den Lift. Aber vielleicht will ich gar keinen und muss ihn dennoch zahlen?!

Wobei es an sich schon ziemlich dreist ist.
Das ist nun mal so, wenn man in einer "Hausgemeinschaft" lebt....

Ist doch das gleiche mit Fenstern.... In Russland kauft jeder seine Fenster selber. Deswegen sehen die Gebäude auch so aus. In DE dürfen in den meisten Hausgemeinschaften die Fenster nur von der Verwaltung gewechselt werden, damit das Einheitsbild gewahrt bleibt. Wenn dann das Fenster Deines Nachbarn kaputt geht, zahlst Du das mit....
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Re: Kostenpflichtige Fahrstühle (Kasachstan)

Beitrag von Zeppelin »

Sibirier hat geschrieben:Also ich weiss nicht. Ich finde ein Fahrstuhl ist ein Teil des ganzen Hauses und wenn ich Eigentümer einer Wohnung in dem Haus bin, steigert sich meist noch der Wert der Wohnung dadurch. Ich bin eigentlich dafür, dass die Kosten des Fahrstuhls weiterhin nach einem Schlüssel umgelegt werden sollen....

Ich meine, das hört sich bald so wie die Parkplatzmafia, die bei SVO 1 jahrelang ungerechtfertig abgezockt hat.
Ich verstehe jetzt nicht so recht, worauf Du Dich hier beziehst.
Falls Du mein voriges Posting gemeint haben solltest, stimmt da etwas nicht.
Ich schrieb ausdrücklich von Mietern und nicht von der Eigentümergemeinschaft eines Wohnhauses mit mehreren Eigentumswohnungen.

Entsprechend hatte ich auch eine sinnvolle Kostenverteilung dargestellt.
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Re: Kostenpflichtige Fahrstühle (Kasachstan)

Beitrag von Sibirier »

Ob Mieter oder Eigentümer, ist das nicht egal? Der Eigentümer muss die Hauskosten mitbezahlen, legt es entweder direkt auf den Mieter um oder ist bereits in die Miete einkalkuliert. Also wenn Wohnungseigentümer in der Wohnung lebt, muss er zahlen, wenn er vermietet zahlt der Mieter.....so oder so.
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Re: Kostenpflichtige Fahrstühle (Kasachstan)

Beitrag von Zeppelin »

Sibirier hat geschrieben:Ob Mieter oder Eigentümer, ist das nicht egal? Der Eigentümer muss die Hauskosten mitbezahlen, legt es entweder direkt auf den Mieter um oder ist bereits in die Miete einkalkuliert. Also wenn Wohnungseigentümer in der Wohnung lebt, muss er zahlen, wenn er vermietet zahlt der Mieter.....so oder so.
Nun ja, wenn Du das o.g. Beispiel der hier überwiegend verbreiteten reinen Mietshäuser, bei denen einem einzigen Besitzer das gesamte Haus gehört nicht akzeptieren willst oder so etwas gar nicht kennst, ist es wohl wenig sinnvoll, über gerechte, d.h. nutzungsabhängige Kostenumlagen zu diskutieren.

Hier in D gehen eine ganze Menge von Kommunen inzwischen so gar bei den Müllgebühren so weit, diese anhand eines Chipkartensystems nach Mengen auf die Bürger umzulegen.
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Re: Kostenpflichtige Fahrstühle (Kasachstan)

Beitrag von Sibirier »

Zeppelin hat geschrieben:Nun ja, wenn Du das o.g. Beispiel der hier überwiegend verbreiteten reinen Mietshäuser, bei denen einem einzigen Besitzer das gesamte Haus gehört nicht akzeptieren willst oder so etwas gar nicht kennst, ist es wohl wenig sinnvoll, über gerechte, d.h. nutzungsabhängige Kostenumlagen zu diskutieren.

Hier in D gehen eine ganze Menge von Kommunen inzwischen so gar bei den Müllgebühren so weit, diese anhand eines Chipkartensystems nach Mengen auf die Bürger umzulegen.
Da muss ich Dich leider enttäuschen. Das kenne ich und ich habe jahrelang bei einer Wohnungsbaugesellschaft gewohnt. Nun meinte ich hier gelesen zu haben, dass es um Fahrstühle in Kasachstan ging und nicht in DE. Sicher kann man viel diskutieren, ob ein Mieter im 1. Stock den Fahrstuhl benötigt oder nicht. Normaler Weise nicht. Nur ist es üblicher Weise (so kenne ich es von Deutschland her), dass der Fahrstuhl in den Nebenkosten mit umgelegt wird, jedenfalls werden so die Verträge meist abgeschlossen... Genau wie Hausflur, Hausmeisterkosten etc....

Das mit dem Müll finde ich in Ordnung. Ich hatte früher in einem kleineren Block mit 4 Parteien gewohnt. Die linke Haushälte hatte eine Mülltonne und die rechte Haushälfte hatte eine Mülltonne. Da mein Nachbar eine noch ein kleineres Kind hatte, war unsere Mülltonne ruckzuck voll. Ich habe dann immer extra Müllbeutel gekauft. Mein Nachbar hatte wohl immer gesammelt. Denn wenn Leerung war, war an dem Tag schon die Mülltonne rd. 3/4 wieder voll...

Des weiteren bei dem System mit dem Fahrstuhl, wird der Verwalter schon so die Gebühren ansetzen, dass die Fahrstuhlkosten sich 100% decken werden, daher wird sicherlich noch ein Gewinn mit eingerechnet. Ob dass dann ok für die Mieter ist....
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Re: Kostenpflichtige Fahrstühle (Kasachstan)

Beitrag von Zeppelin »

Sibirier hat geschrieben: Nun meinte ich hier gelesen zu haben, dass es um Fahrstühle in Kasachstan ging und nicht in DE.
Das ist schon richtig. Ich bezog mich nur auf sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten eines solchen Systems hier in D.
Klar ist auch, dass die Betriebskosten für den Vermieter zu 100% gedeckt werden müssen. Aber ich habe z.B. keine Lust, als Bewohner des 2. OG (bereits seit 1988) den Lift für die Bewohner der hier neu errichteten Dachgeschosswohnungen mitzubezahlen, wegen denen der Aufzug erst viel später errichtet wurde.
Und so wie mir geht es eben vielen.
Leider gibt es eben nur 'ganz oder gar nicht'.
Eine optionale Nutzung mit entsprechend anteiligem Entgelt würde ich allerdings so ein bis zwei mal im Jahr nicht ungern in Anspruch nehmen.
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Re: Kostenpflichtige Fahrstühle (Kasachstan)

Beitrag von Nikolaus »

Ja, gute Loesung (fuer den Vermieter oder Betreiber, und vor allem den Hersteller ;) ). Rechnet mal aus, was da monatlich anfaellt. Da sind Zejtnots 10 Euro (insgesamt fuer die Familie und Gaeste) doch vergleichsweise moderat.

Ich kenne die Chipkartensysteme fuer Fahrstuehle, Tueren,... uebrigens als Teil von Sicherheitssystemen, z.B. in Banken. Da macht es freilich Sinn.
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