Russische Wirtschaft in der Krise

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Bephep

Re: Russische Wirtschaft in der Krise

Beitrag von Bephep »

Der Rubel faellt, stand heute in der Wirtschaftswoche
Seit August verlor der Rubel 17 Prozent. Die Notenbank stemmt sich gegen die Abwertung. Die Währungsreserven gingen schon um ein Viertel zurück.
und der Rubel soll noch weiter fallen.
Die Frage ist nur wie weit. Den Rubel weiter zu stuetzen kann sich die Russische Zentralbank nicht lange erlauben, dann sind die Devisen Reserven zu Ende.
Wichtig fuer Russland ist auch wie sich die Chinesische Waehrung entwickelt.Steigt der Rubel werden die Chinesen den russischen Markt mit Ihren Waren ueberfluten.Denn dann werden noch mehr Arbeitsplaetze verschwinden.
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manuchka
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Re: Russische Wirtschaft in der Krise

Beitrag von manuchka »

Hab am Freitag seit langem mal wieder Nachrichten geguckt - Putin hat irgendeinen Action-Plan angekündigt, um die Situation am russischen Arbeitsmarkt infolge der vielen Kündigungen (hatte er nicht gesagt, es gäbe keine Krise?) aufzufangen.
1. Leuten, die ihre Arbeit verloren haben und nun nicht wissen, wovon sie die Kredite für ihre Wohnungen bezahlen sollen, soll Zahlungsaufschub gewährt werden, der Staat will wohl Hypotheken aufkaufen.

Und 2. - das betrifft möglicherweise einige von uns: Infolge der angespannten Situation am russischen Arbeitsmarkt sollen natürlich vorranging russische Staatsbürger Arbeitsplätze bekommen - und deswegen hat er angekündigt, dass im nächsten Jahr die Quote für ausländische Arbeitnehmer um die Hälfte gekürzt werden soll. :x
Du erntest, was du säst.
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Dietrich
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Re: Russische Wirtschaft in der Krise

Beitrag von Dietrich »

Immerhin kommt die Krise ja auch aus dem boesen Ausland. Da ist es doch nur richtig, wenn man jetzt in erster Linie auch die Auslaender dafuer bluten laesst....
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Zejtnot
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Re: Russische Wirtschaft in der Krise

Beitrag von Zejtnot »

So lockt man natürlich mehr Investoren ins Land!
m1009

Re: Russische Wirtschaft in der Krise

Beitrag von m1009 »

manuchka hat geschrieben: und deswegen hat er angekündigt, dass im nächsten Jahr die Quote für ausländische Arbeitnehmer um die Hälfte gekürzt werden soll. :x
das hab ich am donnerstag schon im radio gehoert... dann noch mal gestern den live auftritt von putin im fernsehen
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7punkt
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Re: Russische Wirtschaft in der Krise

Beitrag von 7punkt »

manuchka hat geschrieben:....Infolge der angespannten Situation am russischen Arbeitsmarkt sollen natürlich vorranging russische Staatsbürger Arbeitsplätze bekommen - und deswegen hat er angekündigt, dass im nächsten Jahr die Quote für ausländische Arbeitnehmer um die Hälfte gekürzt werden soll. :x
Ist es denn in anderen Laendern anders, wenn die Krise kommt? Und wenn auch ohne Krise: in DE war es vor 10-15 Jahren (heute wahrscheinlich auch immer noch) so, dass die Stelle zuerst einem Einheimischen angeboten wird. Erst wenn sich keiner findet, dann kommt ein Auslaender in Frage. :roll:

7punkt
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Re: Russische Wirtschaft in der Krise

Beitrag von Zeppelin »

7punkt hat geschrieben:Ist es denn in anderen Laendern anders, wenn die Krise kommt? Und wenn auch ohne Krise: in DE war es vor 10-15 Jahren (heute wahrscheinlich auch immer noch) so, dass die Stelle zuerst einem Einheimischen angeboten wird. Erst wenn sich keiner findet, dann kommt ein Auslaender in Frage. :roll:
In gewisser Weise schon. Aber als "Einheimische" gelten hier in diesem Sinne auch alle Ausländer, die eine Ausfenthalts- und Arbeitserlaubnis bzw. einen Anspruch darauf haben.
Was Du meinst, wären Leute, die extra aus Nicht-EU-Staaten hier her kommen wollen, um zu arbeiten.

Z.
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Re: Russische Wirtschaft in der Krise

Beitrag von Sibirier »

7punkt: Du hast Recht. In DE gibt es ebenfalls für Nicht-EU-Staatsangehörige eine Quote und Beantragungsverfahren. Ich weiss noch, wie in DE die Debatte über die Green-Cards losging.... Es hieß, es fehlten Fachleute im IT und Ingenieurbereich. Damit sollte der Zuzug gewährleistet werden....

Damals war die Aufregung ebenfalls gross, weil es viele Arbeitslose in DE gab.
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
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Re: Russische Wirtschaft in der Krise

Beitrag von Zejtnot »

Das Problem bei solchen Quoten ist, dass sie rein populistisch sind. Ich kenne etliche Ausländer, an deren Arbeit 10 bis 100 russische Arbeitsplätze hängen. Ohne das Know-How dieser Leute, müssten ganze Betriebe schließen.

Auch die Diskussion in Deutschland zieht an der Realität vorbei - von den arbeitslosen Opel-Mechanikern kann leider kaum jemand den IT-Inder ersetzen.

Wenn man die heimischen Arbeitskräfte fördern wöllte (egal wo), dann nicht durch Quoten für Ausländer, sondern durch mehr Investitionen in die Ausbildung. Hochschulgebühren (egal wo) gehören bestimmt nicht dazu.
Zeppelin
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Re: Russische Wirtschaft in der Krise

Beitrag von Zeppelin »

Da stimme ich Dir in allen Punkten unumwunden zu.
Ein außerordentlich großes Problem ist hier schon seit sehr vielen Jahren, dass die Unternehmen entschieden zu wenig in die Weiterbildung on the job investieren.
Nach Ausbildung und Studium werden Einsteiger ja noch ganz gut in Form von Trainee-Programmen etc. gefördert. Doch dann geht das meistens sehr stark zurück und man arbeitet volles Programm wobei man sein Wissen verwertet ohne die Möglichkeit zu haben, sich dabei auch auf herannahende technologische Veränderungen vorzubereiten.
Und ist man dann so um die 40 und die Nachfrage an der Arbeitskraft bricht weg, muss man oftmals feststellen, dass man den Zug verpasst hat.
Da kann man dann noch froh sein, wenn man an einer staatlich bezahlten Weiterbildung teilnehmen darf. Doch wenn man dort auch noch so gut versucht, die Realität in den Unternehmen zu simulieren, findet dies doch fast nur unter Laborbedingungen statt.
Wirklich qualifiziert ist man dann jedoch kaum, um in einem neuen Job schell die volle Leistung entwickeln zu können.

Dabei möchte ich anmerken, dass es mir hierbei um den Erwerb von Kenntnissen geht, die man sich nicht allein mit Fleiß und Mühe aneignen kann, sondern wofür man auch den Zugang zu technischen Anlagen und Insiderwissen benötigt, an die man als Privatperson nicht herankommt.
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