Am 04.12.2008 war es wieder soweit. Eine Reise nach Volgograd stand an. Diesmal wollte/musste ich 3 Wochen bleiben.
Beim Einchecken auf dem Flughafen in Hannover musste ich dann auch erstmal für 10 Kg Übergepäck satte 110,00 Euro an Aeroflot abdrücken. (Komischerweise brauchte ich das beim Rückflug nicht. Da hat man mir am Schalter geraten das zweite Gepäckstück als Handgepäck mit in die Kabine zu nehmen. Es war zwar etwas Sperrig in der Tupolev TU 154 aber was tut man nicht alles für sein Gepäck.)
Aber zurück zur Hinreise….
Die freundliche Dame am Schalter in Hannover buchte mein Gepäck auch gleich durch nach Volgograd. Nachdem alles erledigt war, hatte ich noch ein wenig Zeit und bummelte durch das Abflugterminal.
Unter einer der aufgestellten Bänke fand ich eine prall gefüllte Brieftasche. Ohne lange nachzusehen brachte ich das Fundstück zur Flughafeninformation. In der Brieftasche befand sich eine große Summe in Euro, eine große Summe in Rubel, ein russischer Pass und weitere Dokumente. Damit hatte der nette Mann am Schalter auch einen Namen des Besitzers und so konnte die Brieftasche auch schnell an Ihren Besitzer zurückgegeben werden. Der gute konnte sein Glück kaum fassen und war ziemlich durcheinander. Na ja….Danke hätte er wenigstens sagen können.
Der Flug nach Moskau war eigentlich wie immer, bis auf die Tatsache das kurz vor der Landung bekannt gegeben wurde das die Maschine nach der Landung nicht wie Vorgesehen am Terminal 2 in Sheremetjevo sondern am Terminal 1 abgefertigt werden sollte.
Egal sollte kein Problem sein dachte ich und freute mich dass die Busfahrt vom Terminal 2 zum Terminal 1 entfallen würde.
Hat auch alles Super geklappt, meine Verabredung zum gemeinsamen Weiterflug auch schnell angetroffen und die Zeit bis zum Abflug mit einem Kaffee, Reden und ein paar Zigaretten überbrückt.
Als wir dann um 23:35 Uhr in Volgograd angekommen waren, wartete ich vergebens auf mein Gepäck. Eine Verlustanzeige in russisch/englisch/deutsch wurde aufgenommen und man versicherte mir dass mein Gepäck mit der Frühmaschine aus Moskau kommen würde.
Einigermaßen beruhigt machten wir uns auf den Weg nach Kotelnikovo. Nach ca. 3 Stunden Fahrt bei Nebel und Glätte war ich dann auch froh als wir das Hotel erreichten.
Während der nächsten 4 Tage versuchten meine russischsprachigen Kollegen meinem Gepäck auf die Spur zu kommen. Es sah ziemlich aussichtslos aus jemals wieder in den Besitz meiner Gepäckstücke zu kommen. Meine Versuche über das deutsche Reisebüro eine Suche zu Starten brachten auch keinen Erfolg. Am 5. Tag hieß es dann, dass mein Gepäck in Moskau beim Zoll liegen würde. Das Gepäck könne jedoch nur persönlich abgeholt werden.
Also ging alles wieder zurück. Fahrt nach Volgograd, am Flugplatz ein Ticket nach Moskau bei S7 gekauft. Nachmittags nach Moskau geflogen und erstmal eine Übernachtung im Hotel gemacht. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es dann mit der Bahn zum Sheremetjevo 2. Da kannte man den Standort der Koffer. Nur der lag am Scheremetjewo 1. Also rein in ein Taxi und ab zum Scheremetjevo 1. Dort begann dann ein Lauf durch die verschiedenen Zollinstanzen. Selbst beim Zolldirektor mussten wir vorsprechen.
Es ist mir bis jetzt ein Rätsel, wie der Mann in einem 3x3 m großen Büro ohne Fenster, nur mit einer Glühbirne an der Decke vor sich hinvegetieren kann. Das einzige was auf dem Schreibtisch stand war ein runder Stempel. Ansonsten befand sich noch ein Schrank und ein kleiner Safe in dem Raum.
Wir mussten eidesstattliche Erklärungen erstellen, zig Papiere ausfüllen und zig Stempel unter alle Dokumente setzen. Ohne meinen russischen Arbeitskollegen hätte ich das niemals geschafft. Ich glaube wenn er nicht mit seiner Engelsgeduld diesen ganzen Formalismus abgewickelt hätte, hätte ich die Sch.. Koffer da liegen gelassen und hätte mir neue Sachen gekauft.
Danach wurden meine Sachen noch gründlich gefilzt. An der Lage meiner Sachen konnte ich jedoch sehen das die Koffer schon mindestens einmal komplett auf den Kopf gestellt und dann versiegelt worden waren.
Egal, nachdem ich dann meine Sachen wiederhatte, hatte ich noch genau 2 Stunden 15 Minuten bis zum Abflug meiner Maschine. Leider startete diese aber am Flughafen Domodedovo. Also rein in das Taxi und ab dafür. In 1 Stunde 15 Minuten schaffte der Taxifahrer den Weg. Ich konnte noch einigermaßen zeitig einchecken und war um 18:00 Uhr wieder, diesesmal mit Gepäck, am Flughafen Volgograd. Die 3 Stunden Fahrt nach Kotelnikovo waren dann an dem Abend das allerkleinste Übel.
Fazit für mich: Ich werde in Zukunft immer peinlich genau darauf achten welchen Aufkleber die nette Frau von Aeroflot auf meinen Koffer klebt.
Kleiner Erlebnisbericht.
Kleiner Erlebnisbericht.
Zuletzt geändert von Rolf am 30 Dez 2008, 22:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Bephep
Re: Kleiner Erlebnisbericht.
Und was das alles kostet.
Uebergewicht,Flug von und nach Wolgograd.
Schreib doch mal die Summe.
Aeroflot.
In Moskau blieb von der Gruppe ein Koffer stehen,warum ?? (Nicht meiner.)
Ich bin in Duesseldorf mit zum Schalter gegangen,die Frau hat beschrieben was in dem Koffer ist,nach drei Tagen wurde der Koffer ins Haus gebracht.
Kostenlos .
Uebergewicht,Flug von und nach Wolgograd.
Schreib doch mal die Summe.
Aeroflot.
In Moskau blieb von der Gruppe ein Koffer stehen,warum ?? (Nicht meiner.)
Ich bin in Duesseldorf mit zum Schalter gegangen,die Frau hat beschrieben was in dem Koffer ist,nach drei Tagen wurde der Koffer ins Haus gebracht.
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Re: Kleiner Erlebnisbericht.
Wenn ein Koffer in Moskau aus technischen Gründen hängen bleibt, wird er nachgeschickt. Mir scheint eher, dass es bei Dir zollrechtliche Bedenken gab.
Re: Kleiner Erlebnisbericht.
Das waren wohl kaum zollrechtlichen Bedenken. Ich hatte jedenfalls nichts im Koffer was diese hätte auslösen können. Nur Dinge des persönlichen Bedarfes. Ich führe das auf erhebliche Organisationsprobleme auf dem Flughafen zurück. Der Leiter der Zollbehörde hat während des kurzen Gespräches ja auch gesagt, dass solche Vorgänge sich in letzter Zeit wohl häufen....
Wieviel das gekostet hat?
Ich mag es garnicht rechnen. Und eine Forderung an Aeroflot zu stellen wird eher Aussichtslos sein.....
Am 11.01. werde ich mich wieder auf die Reise machen. Mal sehen ob es dann besser klappt.
Rolf
Wieviel das gekostet hat?
Ich mag es garnicht rechnen. Und eine Forderung an Aeroflot zu stellen wird eher Aussichtslos sein.....
Am 11.01. werde ich mich wieder auf die Reise machen. Mal sehen ob es dann besser klappt.
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Re: Kleiner Erlebnisbericht.
Ich denke schon, dass es zollrechtliche Probleme gibt... Denn selbst in Amerika beim Transit nach Canada musste ich meine Koffer in Empfang nehmen, durch den Zoll (was für'n Quatsch, weil Transit!) und dann wieder der gleichen Fluglinie nach Canada wieder aufgeben.
Beim Flug von Moskau nach Volgograd kommt keine Zoll- oder Passkontrolle. Deswegen muss Du in Moskau mit dem Gepäck durch den Zoll! Denn Du haftest für (Nicht-)Deklaration und kein Aeroflot-Angestellter!
Beim Flug von Moskau nach Volgograd kommt keine Zoll- oder Passkontrolle. Deswegen muss Du in Moskau mit dem Gepäck durch den Zoll! Denn Du haftest für (Nicht-)Deklaration und kein Aeroflot-Angestellter!
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
Re: Kleiner Erlebnisbericht.
Auf allen meinen bisherigen Reisen, musste ich meinen Koffer wenn durchgecheckt bis zum Ankunftsort, noch niemals persönlich während eines Zwischenstopps in Empfang nehmen. Nirgendwo auf der ganzen Welt. Auch in Moskau nicht.
Bisher ging das immer alles ohne Probleme vonstatten.
Ich glaube das es an der Änderung des Ankunftterminal während des Fluges gelegen hat. Dadurch wird es einige Verwirrung gegeben haben und die Koffer sind irgendwo stehen geblieben. Da keiner sich dafür Verantwortlich zeichnen wollte, sind die Koffer dann letztlich im Zoll gelandet. Den Vorgang hat ja der Zolldirektor indirekt so bestätigt.
Rolf
Bisher ging das immer alles ohne Probleme vonstatten.
Ich glaube das es an der Änderung des Ankunftterminal während des Fluges gelegen hat. Dadurch wird es einige Verwirrung gegeben haben und die Koffer sind irgendwo stehen geblieben. Da keiner sich dafür Verantwortlich zeichnen wollte, sind die Koffer dann letztlich im Zoll gelandet. Den Vorgang hat ja der Zolldirektor indirekt so bestätigt.
Rolf
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Re: Kleiner Erlebnisbericht.
Das erscheint mir auch sehr plausibel. Würde mich dennoch bei Aeroflot beschweren und einfach mal dreist die Tickets für die Abholung in Rechnung stellen. Auf Deutsch mit Kopie an das StarTeam, wo sie ja Mitglied sind.Rolf hat geschrieben:Ich glaube das es an der Änderung des Ankunftterminal während des Fluges gelegen hat. Dadurch wird es einige Verwirrung gegeben haben und die Koffer sind irgendwo stehen geblieben.
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Re: Kleiner Erlebnisbericht.
Hallo, Rolf,Rolf hat geschrieben:Das waren wohl kaum zollrechtlichen Bedenken. Ich hatte jedenfalls nichts im Koffer was diese hätte auslösen können. Nur Dinge des persönlichen Bedarfes. Ich führe das auf erhebliche Organisationsprobleme auf dem Flughafen zurück. Der Leiter der Zollbehörde hat während des kurzen Gespräches ja auch gesagt, dass solche Vorgänge sich in letzter Zeit wohl häufen....
Wieviel das gekostet hat?
Ich mag es garnicht rechnen. Und eine Forderung an Aeroflot zu stellen wird eher Aussichtslos sein.....
Am 11.01. werde ich mich wieder auf die Reise machen. Mal sehen ob es dann besser klappt.
Rolf
in der Tat muss der Koffer wegen der Zollabfertigung an einem Zollposten abgeholt werden. Allerdings hat fast jeder russische Flughafen einen Zollposten, so dass dir SU den Koffer nach Volgograd hätte schicken müssen. Weiterhin muss SU die Kosten der Abholung tragen, also nach Volgo nachschicken und die Taxikosten (mit Quittung) zum Flughafen.
Hast du in irgendeiner Form mit SU gesprochen, wie die Abholung erfolgen soll.
Ich würde in jedem Fall versuchen, die Kohle von SU (Büro Berlin oder Frankfurt) zurückzufordern. Eigentlich muss man alle Quittungen im Original einreichen, ich würde aber erstmal Kopien hinschicken und zusichern, dass Du die Originale bei schriftlicher Kostenübernahmezusage übermittelst.
Da mein obiges eigentlich Standard ist und auch für SU gilt, sehe ich für einen Teil deiner forderung aber schwarz. Eine Falschberatung durch SU am Tel. ist nur schwer zu beweisen. Versuch mal bei SU BER eine recht hoch angebundene Mitarbeiterin (Name folgt privat) zu erreichen und sprich kurz mit ihr über Deinen Fall.
