Wie erzieht man bloss die moskauer Autofahrer?
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m1009
Re: Wie erzieht man bloss die moskauer Autofahrer?
Das es Funktioniert, zeigen Staedte wie Surgut, Khanty-Mansisk, N. Urengoi, Megion usw. Sobald ein Fussgaenger es wagt in die Naehe des Fussgaengerueberweg zu kommen, halten die Fahrzeuge, inkl. Ladas, an...
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Zeppelin
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Re: Wie erzieht man bloss die moskauer Autofahrer?
m1009 hat geschrieben:...Sobald ein Fussgaenger es wagt in die Naehe des Fussgaengerueberweg zu kommen, halten die Fahrzeuge, inkl. Ladas, an...
Aber wie wurde das durchgesetzt? Laufen die Fußgänger dort etwa mit losen Morgensternen bewaffnet durch die Straßen und perforieren damit Motorhauben, wenn ihnen nicht der Vortritt gelassen wird?
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
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Paulchen
Re: Wie erzieht man bloss die moskauer Autofahrer?
Die Unterführungen sind jedenfalls extrem nervig, zeitraubend und mit Kinderwagen einfach inakzeptabel.
Das Allerschlimmste ist für mich in Moskau allerdings die konsequent und überall fehlende Linksabbiegerspur für Autos!
Wenn man nicht der total Moskau-Crack ist hat man eigentlich schon verloren. Selbst mit Stadtplan kommt man nur mit 53 Runden endlich und irgendwie dahin, wo man hin will. Jetzt versteh ich auch, wo ein (groß-)teil des Verkehrsaufkommens in der Innenstadt herkommt. Die Leute kreisen und cruisen herum, weil sie nicht stracks dahinfahren können wo sie hinwollen.
Mal als Beispiel: Sucht man eine Möglichkeit auf der Tverskaya richtung Kremel runter zu parken und gibts keine, kann man einen riesen Bogen durch die Innenstadt fahren, weil ein U-Turn nicht vorgesehen ist. Das ist praktisch überall so.
Erinnert mich extrem an Ostberlin kurz nach (und natürlich auch vor) der Wende. Da wars das Gleiche, vermutlich ein russicher Importartikel. Erstaunlich, dass es dort jetzt auch mit schönen simplen Linksabbiegerspuren geht, obwohl der Verkehr bestimmt nicht weniger geworden ist. Aber so fahren die Leute nicht mehr so sinnlos kilometerweit herum.
Das Allerschlimmste ist für mich in Moskau allerdings die konsequent und überall fehlende Linksabbiegerspur für Autos!
Wenn man nicht der total Moskau-Crack ist hat man eigentlich schon verloren. Selbst mit Stadtplan kommt man nur mit 53 Runden endlich und irgendwie dahin, wo man hin will. Jetzt versteh ich auch, wo ein (groß-)teil des Verkehrsaufkommens in der Innenstadt herkommt. Die Leute kreisen und cruisen herum, weil sie nicht stracks dahinfahren können wo sie hinwollen.
Mal als Beispiel: Sucht man eine Möglichkeit auf der Tverskaya richtung Kremel runter zu parken und gibts keine, kann man einen riesen Bogen durch die Innenstadt fahren, weil ein U-Turn nicht vorgesehen ist. Das ist praktisch überall so.
Erinnert mich extrem an Ostberlin kurz nach (und natürlich auch vor) der Wende. Da wars das Gleiche, vermutlich ein russicher Importartikel. Erstaunlich, dass es dort jetzt auch mit schönen simplen Linksabbiegerspuren geht, obwohl der Verkehr bestimmt nicht weniger geworden ist. Aber so fahren die Leute nicht mehr so sinnlos kilometerweit herum.
Re: Wie erzieht man bloss die moskauer Autofahrer?
Ja, fuer auswaertige Autofahrer ist Moskau, wie jede mir bekannte Metropole, sehr anstrengend...Paulchen hat geschrieben: ...Das Allerschlimmste ist für mich in Moskau allerdings die konsequent und überall fehlende Linksabbiegerspur für Autos!
Wenn man nicht der total Moskau-Crack ist hat man eigentlich schon verloren. Selbst mit Stadtplan kommt man nur mit 53 Runden endlich und irgendwie dahin, wo man hin will.
Aber dass auf Hauptstrassen in der Innenstadt Linksabbiegen in der Regel nur bei Einbahnstrassen vorgesehen ist, finde ich gut. Das ist System. Sonst kaeme der Verkehr ueberhaupt zum Stehen. (Uebrigens gibt es doch mittlerweile viele Stadtplaene, in denen die moeglichen Fahrtrichtungen mit kleinen Pfeilen eingetragen sind!?)
Ausserhalb des Gartenrings gibt es eigentlich auf allen Hauptstrassen reichlich Wendemoeglichkeiten.
Wo ist das Problem? Wenn man links um Duma und Konzertsaal herum auf die Bolschaja Dmitrowka faehrt, faehrt man parallel zur Tverskaja in Gegenrichtung!?Mal als Beispiel: Sucht man eine Möglichkeit auf der Tverskaya richtung Kremel runter zu parken und gibts keine, kann man einen riesen Bogen durch die Innenstadt fahren, weil ein U-Turn nicht vorgesehen ist. Das ist praktisch überall so.
Freilich emfinde ich auch viele Moskauer Verkehrsbauten und -regelungen geradezu als gefaehrlich, z.B. die unsystematischen und deshalb teilweise ueberraschenden Auf- und Abfahrten des 3. Rings, ...
Vom Fahrstil ganz zu schweigen... Der Russen und vieler Auslaender, aber das hatten wir schon mal.
- zimdriver
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Re: Wie erzieht man bloss die moskauer Autofahrer?
Du bist ja ein ganz Wagemutiger. Dann pass auf die Kennzeichen auf, damit Du nicht den Falschen beschädigt.Sibirier hat geschrieben:Bisher hatte ich bei den Zebra's eigentlich keine so großen Probleme. Man darf nur einem Lada nicht vor's Auto laufen. Importierte Auto's halten bei mir zu 95% an....
Gut, manchmal halte ic h einfach den Regenschirm vor mir, wenn die weiterfahren würden, hätten sie einen kaputten Scheinwerfer, den sie dann wohl selbst bezahlen müssten...
Ich habe auch schon mal überlegt, mir einen Baseballschläger für die Überquerung der Straßen zuzulegen.
Schnapps- Zahlen -und -buchstaben sowie die Buchstabenkombinationen E xxx KX (jedu kak khochu) und X xxx MP (frühere Dumaschlitten und deren Freunde) sollten tunlichst toleriert werden, wenn Du nicht mit deren bodyguards in Kontakt geraten willst.
Für mich ist zu Fuss in Moskau einfach die Zumutung schlechthin. Das wird nur noch übertroffen durch Radfahren auf der Strasse.
Re: Wie erzieht man bloss die moskauer Autofahrer?
Fährt man man mit Moskauern im Auto (z.B. im Taxi), beschweren die sich oft über die Fahrweise der anderen und beschuldigen die "südlichen" Zugereisten. Nun bei manch alten Lada/Shiguli mit südlich anmutenden Fahrern ahnt man schon Minuten vorher, daß der gleich die Spur wechselt - ohne zu blinken, aber Unaufmerksamkeit führt meist nur (wenn überhaupt) zu Blechschäden. Wer mal in den "AN"-Ländern (UsbeksitAN, KasachstAN, etc.) war, hat gesehen, daß man dort sein Fahrzeug ganz anders steuert. Da spielen bestimmt höhere Mächte eine Rolle bei der Entscheidungsfindung an der Kreuzung...
Doch die wirkliche Gefahr geht in Moskau, meiner Meinung nach, von großen Jeeps und Limousinen sowie Kleintransportern aus, deren Fahrer "Eingeborene" sind. Die haben eingebaute Vorfahrt, der Grossteil fühlt sich sicher vor Unfällen auf Grund ihrer Verblechung und ihrer Nummernschilder + Geldbörsen. Letztlich spiegelt dieses ignorante und arrogante Verhalten eine Facette der Moskauer "VIP"-Gesellschaft wider, eine "Wir sind die Besseren"-Gruppe, zu der so mancher gerne dazugehören will und sich Kraft seiner PS in den Vordergrund rückt. Und der andere Teil der allgemeingefährlichen Fahrer hat das Testosteron direkt auf dem Gaspedal, aber das Phänomen gibt es wohl überall in der Welt.
Je stärker die Korruption, desto schlimmer die Zustände. Die Chancen auf Besserung gehen also quasi gegen Null.
Doch die wirkliche Gefahr geht in Moskau, meiner Meinung nach, von großen Jeeps und Limousinen sowie Kleintransportern aus, deren Fahrer "Eingeborene" sind. Die haben eingebaute Vorfahrt, der Grossteil fühlt sich sicher vor Unfällen auf Grund ihrer Verblechung und ihrer Nummernschilder + Geldbörsen. Letztlich spiegelt dieses ignorante und arrogante Verhalten eine Facette der Moskauer "VIP"-Gesellschaft wider, eine "Wir sind die Besseren"-Gruppe, zu der so mancher gerne dazugehören will und sich Kraft seiner PS in den Vordergrund rückt. Und der andere Teil der allgemeingefährlichen Fahrer hat das Testosteron direkt auf dem Gaspedal, aber das Phänomen gibt es wohl überall in der Welt.
Je stärker die Korruption, desto schlimmer die Zustände. Die Chancen auf Besserung gehen also quasi gegen Null.
- zimdriver
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Re: Wie erzieht man bloss die moskauer Autofahrer?
Genau, Simone.Simone hat geschrieben:..... Letztlich spiegelt dieses ignorante und arrogante Verhalten eine Facette der Moskauer "VIP"-Gesellschaft wider, eine "Wir sind die Besseren"-Gruppe, zu der so mancher gerne dazugehören will und sich Kraft seiner PS in den Vordergrund rückt. Und der andere Teil der allgemeingefährlichen Fahrer hat das Testosteron direkt auf dem Gaspedal, aber das Phänomen gibt es wohl überall in der Welt. ..
Was hilft? Nichts, da der Tiefstand noch nicht erreicht ist in Moskau. Die Verrohung der Gesellschaft ist noch nicht genügend weit fortgeschritten, der Verdruss der Menschen noch nicht tief genug, dass wirkliche Änderungen möglich sind. Erst wenn nicht mehr nur Andersfarbige Angst haben, abends auf die Strasse zu gehen, wird sich das Verhalten der Menschen Moskaus ändern. Erst muss die Mehrheit merken, dass es nicht normal ist, den Anderen zu hassen, im Strassenverkehr zu bedrängen oder umbringen zu wollen, dann wird auch irgendwann die Achtung voreinander in Russland kein Fremdwort sein.
NYC, 1993, Zero Tolerance Policy
http://www.mdr.de/hier-ab-vier/tipps-ge ... 66881.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Nulltoleranzstrategie
Re: Wie erzieht man bloss die moskauer Autofahrer?
Wenn ich das hier so lese muss ich schmunzeln. Man kann wirklich alles übertreiben.
Die Russen sind nun wirklich harmlose Autofahrer. Jeder hat Angst um sein liebes Auto.
Fahrt doch mal in Istanbul, Kairo oder Shanghai. Oder in Europa in Rom oder Paris.
Die Russen sind nun wirklich harmlose Autofahrer. Jeder hat Angst um sein liebes Auto.
Fahrt doch mal in Istanbul, Kairo oder Shanghai. Oder in Europa in Rom oder Paris.
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
- zimdriver
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Re: Wie erzieht man bloss die moskauer Autofahrer?
Eben das glaube ich nicht mehr, dass die Russen harmlose Autofahrer sind. Ich bin selbst Auto gefahren in verschiedenen Städten, aber nirgendwo traf ich soviel Aggressivität, gepaart mit hoher Geschwindigkeit wie in Moskau. Fahren in Shanghai ist doch ein Scherz gegen Moskau. Das bisschen Hupen und Drängeln in Istanbul, auf Geräusch parken in Paris, Mitschwimmen in Hanoi etc. ist nichts gegen die Rennen auf einem beliebigen Moskauer Prospekt, das Befahren von Strassenbahngleisen, Grünanlagen und Fusswegen bei hoher Geschwindigkeit.
Re: Wie erzieht man bloss die moskauer Autofahrer?
Also Leute, ich fahre seit 13 Jahren in Moskau Auto und meine, es ist schon viel besser geworden !! Die Taxifahrer fahren nicht mehr ueber die Gehwege, und auf der eigenen Fahrspur auf den grossen Trassen kommt nur noch selten jemand entegegen. Die Leute lernen schon langsam (!) dazu und die meisten machen auch so eigene unangenehme Erfahrungen. In letzter Zeit wird man immer oefters vorgelassen und das Reissverschlussverfahren ist auch inzwischen vielen bekannt.
Vielleicht werde ich aber auch mit dem Alter nur cooler und gewoehne mich daran ...
Nochwas zu Fussgaengern: das gibts auch die nachts im Winter schwarz gekleideten Fussgaenger, die bei Regen eine breite Strasse ueberqueren und in der Mitte stehenbleiben. Nur der liebe Gott hat bisher verhindert, dass ich einen umgenietet habe ....
Vielleicht werde ich aber auch mit dem Alter nur cooler und gewoehne mich daran ...
Nochwas zu Fussgaengern: das gibts auch die nachts im Winter schwarz gekleideten Fussgaenger, die bei Regen eine breite Strasse ueberqueren und in der Mitte stehenbleiben. Nur der liebe Gott hat bisher verhindert, dass ich einen umgenietet habe ....