KatjaT hat geschrieben:Was nützt mir das Wissen über sämtliche grammatische Strukturen, wenn ich die Wörter "pero=aber" und "perro=Hund" nicht eindeutig genug aussprechen kann. Sorry, aber deinen Kommentar finde ich unangebracht.
Also, ich habe einen Abschluss als Diplom-Fachübersetzer (FH) für Russisch und Spanisch.
Und nun gibt es bekanntermaßen im Spanischen zwei "gerollte" R-Laute, den für "pero" (aber) und den für "perro" (Hund) oder "Rusia" (Russland, ach, nee, am Wortanfang). Wieso werden dann aber in dem Kurs RU und ES-Studenten zusammengeschmissen, obwohl es sich doch um völlig unterschiedliche phonetische Systeme handelt. Oder was haben das weiche [р'] aus Рязань und das harte [р] aus Руслан mit den spanischen R-Lauten am Hut?
Im Allgemeinen finde ich, die Hochschulen sollte andere Prioritäten setzen.
KatjaT hat geschrieben:Aber das R ist für viele, viele Deutsche ein Knackpunkt, der in vielen anderen Sprachen als Sprachfehler gewertet wird.
Dagegen halte ich, dass jemand, der mit Dolmetschern arbeitet, doch mehr auf die sprachliche und fachliche Kompetenz (Terminologie usw.) achten sollte, als auf Aussprache-Kleinigkeiten. Und im Übrigen, wirst du den Akzent nur in wenigen Fällen komplett ausmerzen und immer ein gringo bleiben. So ein R-Kurs wirkt für mich eher wie die Spielerei und das Steckenpferd von irgendwelchen Grüntisch-Professoren.
Aber, lass mal, ich durfte im Studium noch viel unsinnigere Dinge tun, z. B. Theater spielen.