Deutsche Botschaft Moskau - eiskalt abserviert

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
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Zejtnot
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Re: Deutsche Botschaft Moskau - eiskalt abserviert

Beitrag von Zejtnot »

Nikolaus hat geschrieben:Aber behalte bei Deinem Widerspruch usw. im Auge: Einen Rechtsanspruch hat Deine Frau zwar auf eine Aufenthaltserlaubnis in D, aber leider nicht auf ein Jahres-Besuchsvisum. So unsinnig, wie das erstmal klingt.
Das bezweifle ich! Denn Maddiazz hat als EU-Bürger das Recht sich frei in der EU zu bewegen und dies zusammen mit seiner Familie! Da seine Frau nicht nach Deutschland ziehen will, darf sie dafür eigentlich gar keine FZF beantragen. Insofern MUSS seiner Frau ein Visum gegeben werden. Zugegeben kein Jahresvisum.

Ich würde weiterhin dort anrufen und Druck machen - immerhin ist dies schon einigen hier gelungen!
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CSB_Wolf
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Re: Deutsche Botschaft Moskau - eiskalt abserviert

Beitrag von CSB_Wolf »

Zejtnot hat geschrieben: Ich würde weiterhin dort anrufen und Druck machen
Zejtnot, dass bringt nichts, die werden ihn am Telefon immer wieder abwimmeln bis er von sich aus keine Lust mehr hat dort anzurufen :roll:

@ Maddiazz

Lass dir von deiner Frau eine Vollmacht geben damit Du Remonstrieren kannst (Beschwerde gegen die Visumablehnung). Somit muss dir/euch die Botschaft mitteilen, aus welchem Grund das Visum verweigert wurde. Danach hast Du etwas schriftliches von der Botschaft und kannst dagegen angehen, alles andere kostet viel Zeit und noch mehr Nerven.

Gruss
wolf
Maddiazz

Re: Deutsche Botschaft Moskau - eiskalt abserviert

Beitrag von Maddiazz »

an Marco:

Generell ist es ein Problem, dass meine Liebste einen Entscheidungsträger gar nicht zu Gesicht bekommen hat. Sondern nur Mitarbeiter, die ausschließlich die Formulare und Dokumente entgegen nehmen. Diese stellen Standardfragen, welche die Antragsteller überwiegend mit ja oder nein zu beantworten haben. Platz für persönliche Stellungnahmen ist nicht vorgesehen. Übersetzter Wortlaut meiner Frau: die Damen am Schalter wirken komplett desinteressiert. Sie stellen ihre Fragen aufgrund einer Liste, die säuberlich abgehakt wird. Sie kümmern sich nicht um Beweggründe oder ähnlichem, nehmen auch keine Unterlagen außer der vorgeschriebenen an.
Aus diesem Grunde wurden auch Kopien meiner zahlreichen Reisen nach Russland (in Form meiner Visa) nicht mal angesehen, geschweige denn angenommen. Diese waren ursprünglich dafür gedacht, einen Verdacht der Scheinehe gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Von dem her kann man seinen Antrag wahrscheinlich nur nach Vorschrift standardmäßig, ungenau und flapsig formulieren. Es gibt keinen Raum für Erläuterungen, nicht im Vorfeld.



nochmal an Marco:

Ich weiss, es ist für einen Deutschen sehr schwierig, eine russische Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu bekommen. Allerdings hinkt der Vergleich etwas, sie möchte sich ja weder in Erlangen niederlassen noch hier arbeiten, zumindest nicht jetzt. Sie möchte einfach nur die Möglichkeit haben, mich relativ problemlos sehen zu können, und sie sollte Deutschland auch erst mal kennenlernen, den Alltag erleben. Ihre Bereitschaft, hier zu wohnen, basiert ja fast ausschließlich auf Erwartungen, Träumen und Vorstellungen, sie war ja erst zweimal hier. Das kann bei näherem Hinsehen ganz anders kommen. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist eine Aufenthaltserlaubnis nicht notwendig. Und die Schengenstaaten bieten eben die Möglichkeit eines einjährigen Visums, also sollte man diese ja auch wahrnehmen dürfen.
Und um es mit Russland zu vergleichen. Es gibt kein einjähriges Visum, leider. Aber ich habe in 23 Monaten ohne Probleme meine 15 Touristenvisa bekommen. Und es ist ja wohl offensichtlich, dass ich andere Beweggründe habe. Ich glaube nicht, dass dies für einen russischen Staatsangehörigen umgekehrt so einfach gewesen wäre.



an Nikolaus:

Mir stösst generell unangenehm auf, dass die Beweispflicht in unserem Fall umgekehrt wird. In der deutschen Rechtssprechung ist es doch so, dass der Ankläger dem Beschuldigten die Schuld, und nicht letzterer seine Unschuld beweisen muss. Zumal er ja nur angeklagt wird, wenn es starke Indizien gibt, aber fast nie einfach so auf Verdacht. Dass sich zudem ein Konsulat gleichzeitig als alle drei Gewalten Exekutive, Legislative und Judikative aufspielen kann, stört mein Rechtsempfinden ungemein.

Merke: Gewaltenteilung ist die Verteilung der Staatsgewalt auf mehrere Staatsorgane zum Zwecke der Machtbegrenzung und der Sicherung von Freiheit und Gleichheit (Wikipedia).



an Zejtnot:

Ich hab es mir überlegt, viel dominanter aufzutreten und noch mehrmals dort anzurufen.
Aber ich hasse es zu quengeln, das ist nicht meine Art. Ich akzeptiere es jetzt soweit, dass ich als Deutscher bei der Festung Deutsche Botschaft Moskau nicht eindringen kann, und verbuch dies unter ‚Meine Erfahrungen mit deutschen Behörden, Teil 234 oder so’. :)
Ich arbeite stattdessen lieber an unserem (ihrem) Einspruch.



an alle:

Vielen Dank für Euer Interesse, den zahlreichen Ratschlägen und Anregungen. Ihr habt mir sehr geholfen, mich inspiriert und meine Kampfeslust unterstützt und gesteigert. Tausend Dank!
Marco
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Re: Deutsche Botschaft Moskau - eiskalt abserviert

Beitrag von Marco »

Maddiazz hat geschrieben:
Sie kümmern sich nicht um Beweggründe oder ähnlichem, nehmen auch keine Unterlagen außer der vorgeschriebenen an.[/i]
Aus diesem Grunde wurden auch Kopien meiner zahlreichen Reisen nach Russland (in Form meiner Visa) nicht mal angesehen, geschweige denn angenommen. Diese waren ursprünglich dafür gedacht, einen Verdacht der Scheinehe gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Von dem her kann man seinen Antrag wahrscheinlich nur nach Vorschrift standardmäßig, ungenau und flapsig formulieren. Es gibt keinen Raum für Erläuterungen, nicht im Vorfeld.
Man muss darauf bestehen, dass sie die weiteren Unterlagen auch annehmen und weitergeben. Dazu sind sie verpflichtet. Wenn sie es nicht machen wollen, mal einfach nach einem Mitarbeiter des Konsulats verlangen.
Das Problem hatte ich auch mit einem Besuch, die hatten auch mein persönliches Schreiben mitgenommen, welches nicht angenommen wurde,bei der Visaausgabe wurden sie nochmal zu den Gründen (von einem Deutschen) befragt und sie haben mein Schreiben nochmal vorgezeigt und alles war okay. Sie hatten auch nicht auf die Annahme bestanden
Maddiazz hat geschrieben: Ich weiss, es ist für einen Deutschen sehr schwierig, eine russische Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu bekommen. Allerdings hinkt der Vergleich etwas, sie möchte sich ja weder in Erlangen niederlassen noch hier arbeiten, zumindest nicht jetzt. Sie möchte einfach nur die Möglichkeit haben, mich relativ problemlos sehen zu können, und sie sollte Deutschland auch erst mal kennenlernen, den Alltag erleben. Ihre Bereitschaft, hier zu wohnen, basiert ja fast ausschließlich auf Erwartungen, Träumen und Vorstellungen, sie war ja erst zweimal hier. Das kann bei näherem Hinsehen ganz anders kommen. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist eine Aufenthaltserlaubnis nicht notwendig. Und die Schengenstaaten bieten eben die Möglichkeit eines einjährigen Visums, also sollte man diese ja auch wahrnehmen dürfen.
Und um es mit Russland zu vergleichen. Es gibt kein einjähriges Visum, leider. Aber ich habe in 23 Monaten ohne Probleme meine 15 Touristenvisa bekommen. Und es ist ja wohl offensichtlich, dass ich andere Beweggründe habe. Ich glaube nicht, dass dies für einen russischen Staatsangehörigen umgekehrt so einfach gewesen wäre.
Zu den Visa in RU und D habe ich auch noch eine Meinung. Aber ich denke, man sollte es nicht ausufern lassen.

Insgesamt würde ich sagen wurde das Visum aufgrund bisher mangelnder Kommunikation abgelehnt. Das beste wäre eine Remonstration um in Kontakt mit den Mitarbeitern zu kommen und dann auch gleich alle Belege beifügen
Und ich würde davon abraten, eure Argumentation so aufzubauen, wie du es in diesem Post gemacht hast. Das klingt eher danach, man hat nur geheiratet, um leichter an das Visum ranzukommen, um sich öfter zu sehen. Man sollte schon argumentieren, dass sie derzeit in RU gebunden ist, aber nach einer gewissen Zeitspanne bei dir in D wohnen will, wenn sie nicht mehr gebunden ist. Ansonsten dürfte die echte eheliche Gemeinschaft stark angezweifelt werden
peter26

Re: Deutsche Botschaft Moskau - eiskalt abserviert

Beitrag von peter26 »

Ich war in einer ähnlichen Situation und habe meine russische Ehefrau ein deutsches Business-Visum für mehrfache Einreise ("Multi-Visum") beantragen lassen, nachdem ich ihr eine Einladung meiner Firma zum "Product Training" geschickt hatte.

War relativ problemlos. Der Leiter der zuständigen Visastelle für Geschäftsvisa wusste Bescheid, daß wir verheiratet sind und stellte keine weiteren Fragen. Die beiläufige Erwähnung seines Namens bei subalternen Sachbearbeitern hat Wunder gewirkt. Er hat es sich nicht nehmen lassen, meiner Frau und mir beim Abholen des Visums persönlich alle guten Wünsche auf den Weg mitzugeben.

Nur als Tipp.
cybermatt
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Re: Deutsche Botschaft Moskau - eiskalt abserviert

Beitrag von cybermatt »

Hallo,
uns gings in Kiew ähnlich - nach einer Woche täglichem Anrufen im dortigen Konsulat bekam ich aber "zufälligerweise" ? den Leiter der Visastelle ans Telefon
der dann nach einigem Hin und Her ihre Papiere schließlich doch akzeptierte
Dannach ging alles relativ flott durch
Grüße aus Bamberg
und nicht aufgeben !
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