Heirat in Russland :-)

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
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crion

Heirat in Russland :-)

Beitrag von crion »

Hallo Ihr Lieben!

Meine Freundin und ich möchten nun im Spätsommer dieses Jahres in Russland heiraten. In Russland, damit ihre Familie an der Hochzeit teilhaben kann - unser späterer Lebensmittelpunkt wird Deutschland werden, und dann haben ihre Eltern nicht mehr so viel von uns, außer vielleicht einem Besuch pro Jahr. Ich habe da mal auf den Webseiten der für ihre Gegend zuständigen deutschen Botschaft geschaut, und [1] gefunden. Ist das Eurer Erfahrung nach halbwegs korrekt und von den Dokumenten her ausreichend, oder fehlt noch was? Kann ich Übersetzungen und Apostillen auch in Deutschland anfertigen lassen, und auch sonst sämtliche Formalitäten (Welche wären das noch, außer den von der Botschaft genannten?) von Deutschland aus erledigen? Ich habe dieses Jahr noch *maximal* 18 Tage Urlaub (davon 4 Tage für den Dezember ;)) und würde von daher gern sämtliche Formalitäten, bei denen meine Mitwirkung erforderlich ist, aus der Ferne erledigen...

P.S: Nach unserer Hochzeit in Russland - wie einfach/schwierig/zeitaufwendig ist es dann, für meine Ehefrau ein Visum für einen längeren Aufenthalt (wenigstens 6 Monate, besser einige Jahre) in Deutschland zu bekommen, erstmal ohne Familienzusammenführung? Oder ist, falls es nicht wieder Monate dauert, genau die Familienzusammenführung in jedem Fall zu bevorzugen?

Dankeschön mal wieder :-D

Beste Grüße,
Christian

[1]http://www.jekaterinburg.diplo.de/Vertr ... ssung.html
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Zejtnot
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Re: Heirat in Russland :-)

Beitrag von Zejtnot »

Grundsätzlich sollte Deine Freundin ins Standesamt gehen und fragen, was in Jekaterinburg gefordert wird. Die Anforderungen sind unterschiedlich - teilweise wird ein deutsches Ehefähigkeitszeugnis gefordert (schlecht, weil kompliziert), teilweise nicht (dann reicht eine Meldebescheinigung mit Familienstand).
crion hat geschrieben:Kann ich Übersetzungen und Apostillen auch in Deutschland anfertigen lassen ...
Nein, denn der Übersetzer schreibt ja darunter: "Hiermit bestätige ich die Richtigkeit der Übersetzung bla bla". Das sollte der Beamte ja lesen können, ebenso den Stempel - sonst könntest Du ja mit jedem beliebigen Stempel stempeln. Mal davon abgesehen sind die Übersetzungen in Russland viel günstiger.
... und auch sonst sämtliche Formalitäten von Deutschland aus erledigen?
Du kannst ja amtliche Kopien machen in Deutschland und diese in Russland übersetzen lassen. Selbst den Antrag kann Deine Freundin mit einer übersetzten Vollmacht in Russland stellen. Letzteres hängt auch vom Standesamt ab, einige wollen, dass der Antrag von Dir selbst unterschrieben ist, was ein Notar bestätigen muss, was wiederum übersetzt werden muss.

Aber prinzipiell geht es.
crion hat geschrieben:P.S: Nach unserer Hochzeit in Russland - wie einfach/schwierig/zeitaufwendig ist es dann, für meine Ehefrau ein Visum für einen längeren Aufenthalt (wenigstens 6 Monate, besser einige Jahre) in Deutschland zu bekommen, erstmal ohne Familienzusammenführung? Oder ist, falls es nicht wieder Monate dauert, genau die Familienzusammenführung in jedem Fall zu bevorzugen?
Ersten gelten solche Visa nur 90 Tage pro Halbjahr (oder gar pro Jahr).

Zweitens bekommt sie so ein Visum nicht, weil es nicht glaubwürdig ist, dass sie Dich nur besuchen will, wenn ihr verheiratet seid und Du in Deutschland lebst. Man wird sofort die Erschleichung einer FZF vermuten - wir hatten die letzten Wochen mehrere solche Fälle. (Ihr müsstet dann nachweisen, warum Deine Frau zwingend in Russland weiter leben will - kranke Eltern, etc.)

Drittens: Wie soll man "besser einige Jahre, erstmal ohne ohne Familienzusammenführung" verstehen?! Informiere Dich mal zur FZF ... da geht es ausschließlich um eine Niederlassungserlaubnis, quasi ein Dauervisum. Den russischen Pass kann Deine Frau ihr Leben lang behalten.
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Re: Heirat in Russland :-)

Beitrag von Zeppelin »

Zejtnot hat geschrieben:... Informiere Dich mal zur FZF ... da geht es ausschließlich um eine Niederlassungserlaubnis, quasi ein Dauervisum.
Du meintest sicher das richtige, nämlich eine Aufenthalterlaubnis (AE).
Die Niederlassungserlaubnis kann erst beantragt werden, wenn das Paar bzw. die Familie bereits mindestens drei Jahre gemeinsam in D gelebt hat und unabhängig von Sozialleistungen zur Sicherung der Lebensunterhalts ist.

Ansonsten hast Du ja alles schon so weit korrekt beschrieben. Für die FZF ist bekanntlich der Nachweis einfacher dt. Sprachkenntnisse erforderlich (Level A1 durch Zeugnis vom Goetheinstitut oder ebenso anerkannte).
Hochschulabsolventen müssen nicht unbedingt ein solches Zeugnis vorlegen, sondern nur glaubhaft machen, dass sie zumindest über Grundkenntnisse in Dt. verfügen und diese aus eigenem Antrieb und Bemühen erweitern werden.

@Christian: Du könntest schon mal unverbindlich einen Termin bei der ABH Deines Wohnsitzes vereinbaren und dort Euer Vorhaben ankündigen. Das könnte u.U. das spätere Verfahren zur FZF beschleunigen.
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Re: Heirat in Russland :-)

Beitrag von Zejtnot »

Zeppelin hat geschrieben:
Zejtnot hat geschrieben:... Informiere Dich mal zur FZF ... da geht es ausschließlich um eine Niederlassungserlaubnis, quasi ein Dauervisum.
Du meintest sicher das richtige, nämlich eine Aufenthalterlaubnis (AE).
Oh ja, na klar. Die zwei haue ich immer durcheinander.
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Re: Heirat in Russland :-)

Beitrag von Zeppelin »

Zejtnot hat geschrieben:Oh ja, na klar. Die zwei haue ich immer durcheinander.
Ist doch kein Problem.
Nur für diejenigen, die sich mit der Materie bisher noch kaum auskennen wäre es fatal, das beides miteinander zu verwechseln.
Und ich finde auch, dass eigentlich die Begriffe recht gut auf den Unterschied hinweisen.

Aufenthalt assoziiert doch eher etwas Vorläufiges oder Einstweiliges.
Und Niederlassung verbände ich auch ohne Kenntnis des Gesetzes eher mit etwas dauerhaftem bzw. nahezu endgültigen.

Aber ich habe mir schon des öfteren sagen lassen, dass bei längerem Aufenthalt im nicht muttersprachlichen Ausland auch das Gefühl für die eigene Muttersprache etwas nachlässt. ;)
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Re: Heirat in Russland :-)

Beitrag von Zejtnot »

Zeppelin hat geschrieben:Aber ich habe mir schon des öfteren sagen lassen, dass bei längerem Aufenthalt im nicht muttersprachlichen Ausland auch das Gefühl für die eigene Muttersprache etwas nachlässt. ;)
Eher lässt die Relevanz nach ... da ich mich mit deutschen Genehmigungen wenig rumärgern muss.
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