Meine Erlebnisse in Sankt Petersburg
Re: Meine Erlebnisse in Sankt Petersburg
etwas Vergleichbares gibt auch in Deutschland. Zum Beischpiel Gastarbeiter sammelt Gurken am Feld fuer 3 Euro pro Stunde, aber als Deutsche staatsbuerger kann man 6 Euro pro Stunde fur die selbe arbeit kassiren
- Zejtnot
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Re: Meine Erlebnisse in Sankt Petersburg
Den Vergleich akzeptiere ich sogar! Guter Gedankenansatz.Alex KA hat geschrieben:etwas Vergleichbares gibt auch in Deutschland. Zum Beischpiel Gastarbeiter sammelt Gurken am Feld fuer 3 Euro pro Stunde, aber als Deutsche staatsbuerger kann man 6 Euro pro Stunde fur die selbe arbeit kassiren
Re: Meine Erlebnisse in Sankt Petersburg
Also ich aergere mich auch immer mal ueber die verschiedenen "Auslaenderzuschlaege" fuer Museen usw., nicht nur begrenzt auf Russland.
Aber mir scheint, man kann sich selbst etwas beruhigen, wenn man sich z.B. vergegenwaertigt, dass
- es in vielen Entwicklungslaendern, z.B. Indien,..., genauso ist
- es noch vor niciht so langer Zeit eines Urteils des EU-Gerichtshofes bedurfte, um die aehnlich diskriminierenden Regeln in Spanien abzuschaffen (Museen gratis nur fuer Spanier)
- erst vor ca. zwei Jahren in Zusammenhang mit der Erarbeitung der EU-Dienstleistungsrichtlinie (Artikel 20, 21 - Diskriminierungsverbot) rege die Plaene der franzoesischen Regierung diskutiert und schliesslich abgewendet wurden, nur fuer Franzosen den kostenlosen Besuch franzoesischer Museen einzufuehren.
Wie schon gesagt, die Einkommen vieler Russen sind eben auf dem Niveau von Entwicklungslaendern, und aus dem Staatsbudget kann sicherlich im Vergleich zu westlichen Laendern weniger fuer kulturelle Einrichtungen bereitgestellt werden.
Ich glaube, man sollte das einfach akzeptieren und als einen geringen Beitrag zur Weltkultur sehen. Im privaten Budget der meisten von uns spielt doch so eine kleine "Spende" wirklich keine grosse Rolle!?
Na, und die Auslaender, die in Russland wohnhaft sind (oder wenigstens eine Akkreditierungskarte ihr eigen nennen), selbst die in Ru steuerbefreiten, sind doch in dem Fall gerne "arme Russen" und zahlen nur die "subventionierten" Preise, ...
Und nicht vergessen: Sich Aergern macht alt.
Aber mir scheint, man kann sich selbst etwas beruhigen, wenn man sich z.B. vergegenwaertigt, dass
- es in vielen Entwicklungslaendern, z.B. Indien,..., genauso ist
- es noch vor niciht so langer Zeit eines Urteils des EU-Gerichtshofes bedurfte, um die aehnlich diskriminierenden Regeln in Spanien abzuschaffen (Museen gratis nur fuer Spanier)
- erst vor ca. zwei Jahren in Zusammenhang mit der Erarbeitung der EU-Dienstleistungsrichtlinie (Artikel 20, 21 - Diskriminierungsverbot) rege die Plaene der franzoesischen Regierung diskutiert und schliesslich abgewendet wurden, nur fuer Franzosen den kostenlosen Besuch franzoesischer Museen einzufuehren.
Wie schon gesagt, die Einkommen vieler Russen sind eben auf dem Niveau von Entwicklungslaendern, und aus dem Staatsbudget kann sicherlich im Vergleich zu westlichen Laendern weniger fuer kulturelle Einrichtungen bereitgestellt werden.
Ich glaube, man sollte das einfach akzeptieren und als einen geringen Beitrag zur Weltkultur sehen. Im privaten Budget der meisten von uns spielt doch so eine kleine "Spende" wirklich keine grosse Rolle!?
Na, und die Auslaender, die in Russland wohnhaft sind (oder wenigstens eine Akkreditierungskarte ihr eigen nennen), selbst die in Ru steuerbefreiten, sind doch in dem Fall gerne "arme Russen" und zahlen nur die "subventionierten" Preise, ...
Und nicht vergessen: Sich Aergern macht alt.
Re: Meine Erlebnisse in Sankt Petersburg
Mich überzeugt der Vergleich nicht: Wenn man wenig Geld in der Tasche hat, ist es ein Unterschied, für Arbeit unterdurchschnittlich bezahlt zu werden, oder für Freizeitinteressen überdurchschnittlich viel zu entrichten (das eine ist oft ein Zwang, das andere Luxus - über Details lässt sich streiten). Die Saisonkräfte aus Rumänien erhalten am Ende zudem ein Vielfaches dessen, was sie bei sich zuhause verdienen könnten, während der nicht-GUS-Ausländer nicht einen Bruchteil des entsprechenden Eintrittspreises für ein Museum o.ä. als in seinem Heimatland bezahlen muss, sondern etwa das selbe, oder sogar mehr.Zejtnot hat geschrieben:Den Vergleich akzeptiere ich sogar! Guter Gedankenansatz.Alex KA hat geschrieben:etwas Vergleichbares gibt auch in Deutschland. Zum Beischpiel Gastarbeiter sammelt Gurken am Feld fuer 3 Euro pro Stunde, aber als Deutsche staatsbuerger kann man 6 Euro pro Stunde fur die selbe arbeit kassiren
Re: Meine Erlebnisse in Sankt Petersburg
ich lese hier von 3 Euro die Stunde? ist das ein Witz ? oder gibt es wirklich Arbeitskräfte in Deutschland die 3 Euro die Stunde verdienen????
- Apollo
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Re: Meine Erlebnisse in Sankt Petersburg
klar, die vom Polenstrich - billige Arbeitskräfte die man auf einschlägig bekannten Parkplätzen findet. Bei uns am Niederrhein besonders zur Spargelzeit...J.Eckel hat geschrieben:ich lese hier von 3 Euro die Stunde? ist das ein Witz ? oder gibt es wirklich Arbeitskräfte in Deutschland die 3 Euro die Stunde verdienen????
-
Rainer Horstmann
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Re: Meine Erlebnisse in Sankt Petersburg
Hallo,
ein sehr gerne eingesetzter Job ist die 1(!) Euro Kraft in der BRD!
Das ist mittlerweile Standard auf Massen Basis.
Damit arbeiten Firmen, Initiativen, angeblich soziale Einrichtungen und andere Unternehmen.
Wer aus der Ferne glaubt, dieses hier zwischen Elbe und Rhein herrschende System sei sozial, der weiß von den im realen herrschenden Kapitalismus gar nichts...
Gruß
Rainer
ein sehr gerne eingesetzter Job ist die 1(!) Euro Kraft in der BRD!
Das ist mittlerweile Standard auf Massen Basis.
Damit arbeiten Firmen, Initiativen, angeblich soziale Einrichtungen und andere Unternehmen.
Wer aus der Ferne glaubt, dieses hier zwischen Elbe und Rhein herrschende System sei sozial, der weiß von den im realen herrschenden Kapitalismus gar nichts...
Gruß
Rainer
Man muß, wenn von Freiheit gesprochen wird, immer wohl achtgeben, ob es nicht eigentlich Privatinteressen sind, von denen gesprochen wird." (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)
Re: Meine Erlebnisse in Sankt Petersburg
Apollo hat geschrieben:klar, die vom Polenstrich - billige Arbeitskräfte die man auf einschlägig bekannten Parkplätzen findet. Bei uns am Niederrhein besonders zur Spargelzeit...J.Eckel hat geschrieben:ich lese hier von 3 Euro die Stunde? ist das ein Witz ? oder gibt es wirklich Arbeitskräfte in Deutschland die 3 Euro die Stunde verdienen????
das ist Interessant.. das sind ja bei 160h im Monat... 480 Euro.....also 20.000 Rubel in etwa.....
Re: Meine Erlebnisse in Sankt Petersburg
Ich zahlte meiner Putze in der Schweiz umgerechnete 15 Euro die Stunde und hatte Probleme eine zu finden. Mein Bruder arbeitete in Deutschland für eine Temporär-Firma für 1.000 Euro Netto im Monat und in der Schwyz macht er jetzt das gleiche für schwyzer (also noch keine Krankenversicherung) 3100 Euro Netto im Monat die gleiche Tätigkeit.. in der gleichen Firma. 150km Luftstrecke zwischen seinem alten und neuen Job in der gleichen Firma (Einsatzfirma)...Rainer Horstmann hat geschrieben:Hallo,
ein sehr gerne eingesetzter Job ist die 1(!) Euro Kraft in der BRD!
Das ist mittlerweile Standard auf Massen Basis.
Damit arbeiten Firmen, Initiativen, angeblich soziale Einrichtungen und andere Unternehmen.
Wer aus der Ferne glaubt, dieses hier zwischen Elbe und Rhein herrschende System sei sozial, der weiß von den im realen herrschenden Kapitalismus gar nichts...
Gruß
Rainer
ich kann nicht verstehen wieso es in der Schwyz um mehr als das 2x an Geld gibt. Da muss was sehr schlecht gehen für den Arbeiter in Deutschland.
Gibt es keinen Lohn der gegen die Sitten verstösst? oder eine auf Branchen platzierten Mindestlohn?
-
Rainer Horstmann
- Berater/in

- Beiträge: 53
- Registriert: 01 Mai 2009, 02:44
- Wohnort: Nähe Güstrow
Re: Meine Erlebnisse in Sankt Petersburg
Hallo,
nein, es gibt in diesem "freiesten Staat, der je auf deutschem Boden existierte", in vielen Bereichen keinen Mindestlohn!
Im TV lief ein Bericht, da verlegte ein Unternehmer seine Produktion von China hierher zurück. Das sei "preiswerter". Die Leute bekamen dann Hartz 4 + 1 Euro die Stunde.
Das ist übliche Praxis in Altenheimen, Hotels, Gaststätten und vielen anderen Branchen.
Eben die "soziale Marktwirtschaft".
Übrigens, der Bundestag und das Palais des Präsidenten werden von einer Firma gereinigt, die in Leipzig den Leuten etwas über 3 Euro die Stunde bezahlt.
Gruß aus Mecklenburg
nein, es gibt in diesem "freiesten Staat, der je auf deutschem Boden existierte", in vielen Bereichen keinen Mindestlohn!
Im TV lief ein Bericht, da verlegte ein Unternehmer seine Produktion von China hierher zurück. Das sei "preiswerter". Die Leute bekamen dann Hartz 4 + 1 Euro die Stunde.
Das ist übliche Praxis in Altenheimen, Hotels, Gaststätten und vielen anderen Branchen.
Eben die "soziale Marktwirtschaft".
Übrigens, der Bundestag und das Palais des Präsidenten werden von einer Firma gereinigt, die in Leipzig den Leuten etwas über 3 Euro die Stunde bezahlt.
Gruß aus Mecklenburg
Man muß, wenn von Freiheit gesprochen wird, immer wohl achtgeben, ob es nicht eigentlich Privatinteressen sind, von denen gesprochen wird." (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)