J.Eckel hat geschrieben:wieso ist zbs in der Schweiz das Auto billiger? die kommen doch aus der EU. Also wieso kostet ein Japaner in der Schweiz um die 20% billiger? und der Europäer um die 15 % ?
die Umsatzsteuer in der Schweiz ist unter 8 %. 19%-8% sind 11%
Wer in Deutschland noch den Listenpreis zahlt, ist selbst schuld. Rabattbereinigt wird die Differenz nicht mehr so groß sein. Klar macht die Umsatzsteuer einen Unterschied, sie ist ein Steuerungsinstrument des Landes. Ich glaub in vielen Ländern entfallen sogar auf einige Automarken Luxussteuer.
bauplan hat geschrieben:Also das mit dem Blech etc. ist Quatsch. z.b. werden die Kaluga-VWs in der Tschechei/Slowakai gebaut. Wo auch alle anderen dieser Modellreihe hergestellt werden. Davon werden ein paar wieder auseinandergebaut in Container verfrachtet nach kaluga geschickt und dort wieder zusammengebaut. Da werden kein speziell dünneren Bleche etc. genommen.
Also es ist so, die Autos sind gleich, aber Preise werden genommen, was der Markt hergibt. In Deutschland nun mal am meisten in den USA weniger und in Russland noch weniger. Modellvarianten gibt es nur auf Grund von unterschiedlichen TÜV-Bestimmungen
Klar versucht man immer die höchsten Preise des Marktes zu erzielen. Das mit der unterschiedlichen Blechdicke glaube ich auch nicht. Wenn Autos als CKD-Sätze verschickt und lokal nur noch montiert werden, dann sind die Komponenten identisch. Wenn Materialien aber von anderen (lokalen) Zulieferern kommen, dann läßt sich Geld sparen. Allein schon was es bei den Stahlsorten oder auch Kunststoffen für weltweite Unterschiede gibt. Das merkt man nur bei der Alterungsbeständigkeit und im schlimmsten Fall beim Crash (minderwertigerer Stahl). Auch beim Lackaufbau kann man schon den einen oder anderen Euro sparen. Es ist z.B. viel aufwendiger, einen qualitativ hochwertigen (korrosionsbeständigen) Aufbau auf Wasserlackbasis (= umweltfreundliches "Muss" an vielen Produktionsstandorten) zu applizieren gegenüber einem herkömmlichen Lösemittellack. Und hinsichtlich Qualität ist der Kunde in Deutschland im Allgemeinen weitaus kritscher als in Osteuropa oder Südamerika oder oder. D.h. es macht noch einen wirtschaftlichen Unterschied, ob die Hersteller im Fahrzeug-Finish andere Maßstäbe ansetzt und hier und da nacharbeitet oder das Fahrzeug so ausliefert. Made by XYZ mit identischen Q-Standards weltweit wird zwar propagiert, aber nicht gelebt (weil viel zu teuer, wenn man deutsche Standards überall leben würde). Ist wie mit den Preisen des Marktes: Die Qualität muss gerade so gut sein, dass es der Markt akzeptiert. Und dann gibt es noch den Fall, dass ein Hersteller aus strategischen Gründen mit einem Produkt unbedingt einen Markt erobern will oder drin bleiben muss. Dann wird auch mal quersubventioniert, das Produkt also billiger angeboten als es eigentlich angeboten werden müßte. Aber das ist eine neue Baustelle...