Ein Recht auf Leben

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OlgaG.

Re: Ein Recht auf Leben

Beitrag von OlgaG. »

Spätzleskosake hat geschrieben:
m1009 hat geschrieben:Ich glaube kaum, das sich -russ.- Medien dafuer interessieren.
aber es gibt ja auch deutsche Medien und die wirkliche Schweinerei läuft in den deutschen Kliniken, die überhöhte Kosten in Rechnung stellen und dafür Schmiergeld zahlen.
Wie unser Anwalt mir erklärt hat, diese Vereinbarungen mit Kliniken so genannte “graue Zone” nicht verboten, aber auch offiziell nicht erlaubt. Wer auf sein Ruf achtet macht das natürlich nicht. Aber wer achtet schon auf sein Ruf im Russland?
:?
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Zejtnot
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Re: Ein Recht auf Leben

Beitrag von Zejtnot »

m1009 hat geschrieben:Und ich muss Feststellen, es ist, wenn man weiss, das es auch anders geht, eine einzige Katastrophe. Menschenunwuerdig und Menschenverachtend. Vom Anfang bis zum Ende, der Entlassung aus dem Geburtshaus.
Diesen Eindruck hatte ich schon beim Vorstellungsgespräch und habe mich daher geweigert, meine Frau in dieses Haus zu fahren. Am Ende sind wir, wie schon gesagt, zu Hause Eltern geworden. (Entgegen aller Horrorprognosen der Ärzte - die schon mit gesundem Menschenverstand als absurd einzuschätzen waren - ist unser Sohn kerngesund zur Welt gekommen.)

Übrigens, nach Einschätzung der russischen Mediziner hätten wir sowieso aus genetischen Gründen keine Kinder bekommen können. Ich habe mich an eine deutsche Uniklinik gewendet: "Kein Problem, alles bestens!" Zum Glück hatten sie Recht.

Ich habe mal eine Studentengruppe betreut, da brach sich eine Teilnehmerin das Bein - dreifach. Der russische Arzt meinte zu mir: "Bitte fliegen Sie die Patientin aus, mir fehlen die Hilfsmittel für eine vernünftige OP."
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zimdriver
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Re: Ein Recht auf Leben

Beitrag von zimdriver »

Zejtnot hat geschrieben:...... Der russische Arzt meinte zu mir: "Bitte fliegen Sie die Patientin aus, mir fehlen die Hilfsmittel für eine vernünftige OP."
... wenigstens war er ehrlich. Mein mehrfacher Schlüsselbeinbruch wäre auch besser gleich in D bearbeitet worden als in jenem erstklassigem Krankenhaus mitten in Moskau ...
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Spätzleskosake
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Re: Ein Recht auf Leben

Beitrag von Spätzleskosake »

OlgaG. hat geschrieben:
Spätzleskosake hat geschrieben:
m1009 hat geschrieben:Ich glaube kaum, das sich -russ.- Medien dafuer interessieren.
aber es gibt ja auch deutsche Medien und die wirkliche Schweinerei läuft in den deutschen Kliniken, die überhöhte Kosten in Rechnung stellen und dafür Schmiergeld zahlen.
Wie unser Anwalt mir erklärt hat, diese Vereinbarungen mit Kliniken so genannte “graue Zone” nicht verboten, aber auch offiziell nicht erlaubt. Wer auf sein Ruf achtet macht das natürlich nicht. Aber wer achtet schon auf sein Ruf im Russland?
:?
Olga, eurem Verein könnte dies die Gemeinnützigkeit kosten und das wäre das Todesurteil für euch.
OlgaG.

Re: Ein Recht auf Leben

Beitrag von OlgaG. »

Hallo an alle.

Nastja Evdokimova kam Gestern 01.02.2010 mit ihre Mutter nach Deutschland. Sie wird im Uniklinik Kiel behandelt. Wenn jemand sie besuchen will, schreiben sie bitte mir, ich teile Ihnen die Kontakttelefon und Adresse mit. Sie wird sich bestimmt freuen.
Bis heute haben wir für Ihre Behandlung 70 000 Euro zu Verfügung (davon 20 000 Euro von unserem Verein). Leider ist der komplette Betrag noch nicht zusammengekommen, man braucht noch 30 000 Euro. Bitte helfen Sie auch mit. Danke.
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Naila

Re: Ein Recht auf Leben

Beitrag von Naila »

Meine Meinung zum Beruf "Arzt". Wirklich gute Ärzte arbeiten gut, egal zu welchen Lohn. Mehr Geld für einen Arzt bedeutet nicht automatisch mehr Leistung, Menschlichkeit und Engagement seinerseits. Es ist nicht gegen eine gute Bezahlung eines Arztes einzuwenden. Doch wieviele gutverdienende deutsche Ärzte verhalten sich als gleichgültige raffgieriege Kapitalisten. Besonders in letzter Zeit. Habe ich so den Eindruck...
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zimdriver
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Re: Ein Recht auf Leben

Beitrag von zimdriver »

Naila hat geschrieben:..... Wirklich gute Ärzte arbeiten gut, egal zu welchen Lohn. ......
Dieses Credo gilt doch sicherlich auch für Dich, oder?
Wirklich gute Mechaniker arbeiten auch gut, egal zu welchem Lohn, weil sie die Technik lieben. Und richtig gute Assistentinnen arbeiten eigentlich ganz ohne Lohn, weil sie ihren Chef und die gesamte Firma lieben. Und ein guter Geschäftsführer verzichtet fast vollkommen auf seinen Lohn, damit die Mitarbeiter mehr bekommen können.
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
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bella_b33
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Re: Ein Recht auf Leben

Beitrag von bella_b33 »

:D ich werde auch auf meinen Lohn verzichten, damit meine Generaldirektorin mehr davon hat :lol:

Ehrlich, welcher Mensch hat Freude an der Arbeit, wenn er dabei so wenig verdient, daß es nichtmal zum vernünftigen Leben reichen würde(okay, in Südafrika erlebt man das andauernd, aber die Leute wollen auch nicht anfangen selber nachzudenken, Arbeiter hier sind wie Soldaten, man muss immer genau sagen, was er machen soll, die stehen sonst den ganzen Tag rum....deswegen bekommen sie auch nur ca. 200€ im Monat) Diese Leute denken aber auch nicht drüber nach, man lebt echt in den Tag hinein ohne den Gedanken an die Zukunft.
Ich liebe meinen Job aber für ein kleines Entgelt würd ich den NIEMALS machen, fertig! Da kann ich auch daheim bleiben, dort für ein paar Rubel die Straße kehren und mit den Babushkas zusammen Gemüse an der Straße verkaufen. Geld regiert die Welt. Das war so, ist so und.....BLEIBT AUCH SO ;)
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
Naila

Re: Ein Recht auf Leben

Beitrag von Naila »

Eben, Du wirst es niemals machen, wie Du es sagst. Niemals. Das wäre richtig. Es geht um Menschenleben, das ist mehr und das ist was anderes, als an einem Auto Reparaturen auszuführen. Mein Opa, bei dem ich großgeworden bin, war Arzt. Er wollte schon als kleiner Junge Arzt werden. Als er Ende der 30er Jahre sein Medizinstudium aufgenommen hatte, kamen die Ereignisse von 1937, er mußte ins Gefängnis. Als er dann wieder frei war und wieder studieren durfte, kam der Krieg. Mein Opa als Medizinstudent mußte Verletzte operieren, Amputationen durchführen. Als er dann bei sich selbst Blindarmentzündung diagnostiziert hatte, stellte er sich voer den Spiegel und operierte sich selbst. Er war der einzige Arzt dort. Dann wurde er schwer verletzt und konnte nach dem Krieg 9 Jahre lang gar nichts tun. Doch dann nahm er wieder sein Medizinstudium auf und brachte es zu einem Abschluß im Alter von 42 Jahren. Bis zu seinem 78 Jahr war er als Arzt tätig. Wir lebten sehr durchschnittlich. Und ich habe oft als Kind erlebt, wie wir am Tisch saßen und der Opa plötzlich aufsprang und meinte, er müsse noch schnell zur Apotheke, bevor sie schließt, um eine Arznei für einen alten Patienten zu besorgen, der niemanden hat, der das für ihn tun könnte. Als er nicht mehr als Arzt arbeiten konnte, wurde er ständig von seinen Patienten zu Hause besucht. Sie liebten ihn einfach.
Wozu ich das erzähle? Mein Opa konnte nicht viel Geld als Arzt verdienen, aber das hat er von vornerein gewußt. Nicht destotrotz wollte er Arzt werden und sein. Er hat eine Entscheidung getroffen und hat sein Leben lang dazu gestanden. Es gibt Berufe, die dem Begriff Berufung näher sind, als andere. Für mich gehört der Beruf des Arztes dazu. Ein guter Arzt sieht zuerst den Patienten und erst dann das Geld, was er durch ihn verdient und nicht umgekehrt. Ich habe übrigens eine Heilpraktikerin in Deutschland erlebt, die so ist. Als es mir finanziell sehr schlecht ging und ich trotzdem schwer krank war, sagte sie zu mir: " Kommen Sie, egal was ist. Wenn Sie nicht zahlen können, behandle ich Sie kostenlos". Nein, das mußte sie nicht. Aber ich habe es ihr nie vergessen. Ich habe sie überall empfohlen dann.
Also, hör auf den Patienten nur notdürftig und halbherzig zu behandeln, tue es lieber gar nicht. Dann ist das Stricken der Socken für dich möglicherweise besser geeignet, denn wenn du eine Masche vergißt, endet es nicht tödlich.
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bella_b33
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Re: Ein Recht auf Leben

Beitrag von bella_b33 »

Naila hat geschrieben:Er hat eine Entscheidung getroffen und hat sein Leben lang dazu gestanden.
Manchmal kann es auch gut sein einen eine falsche Entscheidung einzusehen *duck und weg* ;).
Nein, Spaß beiseite, ich hab auch die Entscheidung getroffen "Handwerker" zu werden und stehe bis heute(15 Jahre später) voll und ganz zu meiner Entscheidung, sollte ich aber damit nicht ein gutes Leben für meine Familie sichern können, werd ich wohl umdenken müssen

Gruß
Silvio
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
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