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Erfahrungen eines Ahnungslosen

Verfasst: 29 Mär 2014, 12:34
von klaupe
Es passt nicht nach Russland, daher habe ich die Glosse, die ich vor vielen Jahren mal schrieb, hier wieder gelöscht

Re: Guten Abend

Verfasst: 15 Apr 2015, 08:05
von klaupe
Dem Moskauer System wird ja von bösen Zungen unterstellt, ob berechtigt oder unberechtigt sei erst mal dahingestellt, dass Informationen und Meinungen systemkonform moderiert, manipuliert und "korrigiert" werden. Immerhin scheint das so akzeptiert und beliebt zu sein, dass es einige kritiklos übernommen haben und sich so in den Dienst der Sache stellen.

Die Hardcore-Blogger lassen sich sogar dafür von der Sankt Petersburger Troll-Zentrale bezahlen. Da fällt es leicht, denn die "Meinung" wird vorgegeben und das Denken wird abgeschaltet.

Was nicht in das eigene Denkschema passt, wird, generell abgelehnt oder so modifiziert, dass die eigene Gedankenwelt nicht ins Wanken kommt.

Typisch ist die selektierte Lesart die das akzeptiert, was in die Vorgaben passt, das ablehnt, was nicht ins fixierte Weltbild passt, zwischen den Zeilen Informationen heraus liest, die der Autor nicht einmal gedacht hat und dann zu neuen "Fakten" verarbeitet, die mittels "stiller Post" und mit Gleichgesinnten erarbeiteter Phantasie zu neuen "Tatsachen" werden.

Immerhin ist es teilweise sehr interessant, diese Mutationen der Informationen und deren geistige Urheber oder Förderer zu beobachten.

Ein Forum, so habe ich es mal gelernt, ist ein Platz, realer Ort oder eine Einrichtung bzw. virtueller Raum (Inter-Nett), wo Fragen gestellt und beantwortet werden und Menschen miteinander Informationen, Ideen und Meinungen austauschen können. Das schließt ein, dass Nachrichten ergänzt, korrigiert und aktualisiert werden, wenn es bessere und zuverlässigere Quellen und Neuigkeiten gibt. Das beinhaltet auch, dass unterschiedliche Meinungen zum Thema ausgetauscht werden.

Sofern Meinungen nicht als Tatsachen verbreitet werden, nur der prinzipiellen Opposition dienen ("Ich bin dafür, das wir dagegen sind") oder die Streitlust befriedigen sollen, können Diskussionen eigentlich nur nützlich sein, manchmal sogar unterhaltsam.

Einige Mitbürger haben allerdings das Problem, dass sie schnell den eigenen, begrenzten Horizont erreichen und dann überfordert sind. Mit Streitlust, dummen, teils frechen Bemerkungen, gezielte Themenabweichungen oder -verdrehungen und Provokationen wollen sie noch zeigen, dass sie dabei sind. Wenn ihre Waffen stumpf geworden sind, dann retten sie sich in Ignoranz. Bei Kindern sagt man, dass sie ihren Bock haben.
Irgendwie erinnert das dann wieder an das eingangs angedeutete System.